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Lieber MZ-Freund!

Mit der vorliegenden Betriebsanleitung wollen wir dazu beitragen, daß Ihnen Ihr Motorrad stets ein zuverlässiger Begleiter sein wird. Die ETZ ist infolge unserer langjährigen Erfahrungen im Motorradbau ein robustes, leistungsfähiges, zuverlässiges und wartungsarmes Fahrzeug. Damit das immer so bleibt, bitten wir Sie, nachstehende Hinweise zur Behandlung und Pflege zu beachten.

Das Ingangsetzen und Betreiben des Fahrzeuges setzt voraus, daß Sie die vorliegende Betriebsanleitung gewissenhaft lesen, die hier gegebenen Hinweise für den sachgemäßen Gebrauch beachten, die für das Einsatzland gültige gesetzliche Berechtigung zum Führen dieses Fahrzeuges besitzen und die Bedingungen kennen und beachten, unter welchen das Fahrzeug benutzt werden darf.

Das Fahrzeug hat in dem vom Hersteller übergebenen technischen Zustand zu verbleiben. Bei Schäden, die durch Nichtbeachtung der Hinweise und Vorschriften, durch Einbau artfremder Ersatzteile und Zubehör oder durch unsachgemäße Reparaturarbeiten entstehen, übernimmt der Hersteller keine Haftung.

Wir wünschen 'Gute Fahrt'!

Motorradwerk Zschopau GmbH






Inhaltsverzeichnis



1. Technische Daten
1.1. Motor und Kraftübertragung
1.2. Vergaser
1.3. Fahrgestell
1.4. Elektrische Anlage
1.5. Massen
1.6. Füllmengen
1.7. Fahrleistungen
2. Betriebsmittel
3. Bedienung
3.1. Bedienungselemente
3.2. Starten und Fahren
3.3. Hinweise für die Einfahrzeit
4. Wartung
4.1. Allgemeine Hinweise
4.2. Wartungsplan
4.3. Schmierstellen
4.4. Getriebeschmierung
4.5. Kupplung und Bremsen
4.6. Kraftstoffzufuhr, Vergaser, Ansauganlage
4.7. Räder und Bereifung
4.8. Hinterradantrieb
4.9. Elektrische Anlage
4.10. Hinweise für den Winterfahrbetrieb
5. Ratgeber bei Störungen
6. Kundendienst
7. Komplettieren der Motorräder
8. Frischöl-Dosierungseinrichtung
9. Alternative Betriebsmittel (Auswahl)
Stromlaufplan (Falttafel)






1. Technische Daten

1.1. Motor und Kraftübertragung

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 ETZ 125ETZ 150ETZ 150ETZ 251ETZ 301
MotortypEM 125EM 150.2EM 150.1EM 251EM 301
Arbeitsverfahren
Zweitakt-Umkehrspülung
Leistung7,5 kW bei 6000 U/min9 kW bei 6000 U/min10,5 kW bei 6500 U/min15,4 kW bei 5500 U/min
(12,5 kW bei 5000 U/min)
17 kW bei 5500 U/min
Max. Drehmoment12,3 Nm bei 5500 U/min15 Nm bei 5500 U/min15,8 Nm bei 6200 U/min27,4 Nm bei 5200 U/min
(24,5 Nm bei 4500 U/min)
30,6 Nm bei 5200 U/min
SchmierungMischungsschmierung 50:1 (100:1 bei Verwendung von Castrol Biolube)
Getriebe
Anzahl der Gänge55555
Leergangsanzeigegelbe Kontrolleuchte - nur für Luxusausführung
Kraftübertragung zum Hinterrad
Rollenkette0,8 B-1-128 TGL 11796 (12,7 x 7,75 x 128)
Übersetzung Getriebe-Hinterrad3,2
(15:48 Zähne)
3,0
(16:48 Zähne)
3,2
(15:48 Zähne)
2,29
(21:48 Zähne)
2,18
(22:48 Zähne)


1.2. Vergaser

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 ETZ 125ETZ 150ETZ 150ETZ 251ETZ 301
Typ22 N 2-224 N 2-224 N 2-230 N 3-130 N 3-2
Saugrohrdurchmesser22 mm24 mm24 mm30 mm30 mm
Hauptdüse115120120130135
Nadeldüse702)702)702)7070
Teillastnadel2,5 A 5132,5 A 5132,5 A 5132,5 B 5112,5 B 511
Teillastnadelstellung von oben31) (2, bei der ersten Durchsicht)31) (2, bei der ersten Durchsicht)31) (2, bei der ersten Durchsicht)44
Startdüse7070709595
Leerlaufdüse3535355050
Leerlaufluftschraube
etwa 1,5 Umdrehungen offen,
etwa 2,5 Umdrehungen offen3),etwa 2,5 Umdrehungen offen3),
 
aber Einstellung der max. Konzentration von CO im Abgas auf 2,5 ... 3,5 Vol. % bei 1200 U/min
Leerlaufdrehzahl etwa1200 U/min1200 U/min1200 U/min1200 U/min1200 U/min
eingestellt mit
Schieberanschlagschraube
Umluftschraube (etwa 4 Umdrehungen offen)Umluftschraube (etwa 4 Umdrehungen offen)
1) Kerzengesicht beachten! Die untere Platte des Nadelhalters zählt
2) mit 2 Ausgleichluftdüsen 60
3) Leerlaufgemischschraube


1.3. Fahrgestell

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 ETZ 125ETZ 150ETZ 150ETZ 251ETZ 301
Federung
vorn
Teleskopgabel mit hydraulischer Dämpfung, Federweg 185 mm
hinten
Federbeine mit hydraulischer Dämpfung, Federweg 135 mm
Federvorspannung und Anstellwinkel verstellbar
Räder
Drahtspeichenräder
Felgen
vorn1,85 x 181,85 x 181,85 x 181,85 x 181,85 x 18
hinten2,15 x 162,15 x 162,15 x 162,15 x 162,15 x 16
Bereifung
vorn2,75 x 18 R2,75 x 18 R2,75 x 18 R2,75 x 18 R
oder
90/90 - 18 S
2,85 - 18 R
oder
90/90 - 18 S
hinten3,25 x 16 R3,25 x 16 R3,25 x 16 R3,25 x 16 R
oder
110/80 - 16
3,25 - 16 R
oder
110/80 - 16 S
Reifenluftdruck
(Überdruck)
Solo
vorn
150 kPa (1,5 kp/cm²)
170 kPa (1,7 kp/cm²)170 kPa (1,7 kp/cm²)
hinten
190 kPa (1,9 kp/cm²)
190 kPa (1,9 kp/cm²)190 kPa (1,9 kp/cm²)
bei zulässiger Gesamtmasse
vorn
150 kPa (1,5 kp/cm²)
170 kPa (1,7 kp/cm²)170 kPa (1,7 kp/cm²)
hinten
3,25 - 16 R
280 kPa (2,8 kp/cm²)
110/80-16 S
-
-
-
250 kPa (2,5 kp/cm²)
Bremsen
vorn
Simplex-Innenbackenbremse oder hydraulisch betätigte Scheibenbremse
hinten
Simplex-Innenbackenbremse


1.4. Elektrische Anlage

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 ETZ 125ETZ 150ETZ 150ETZ 251ETZ 301
Nennspannung12 V12 V12 V12 V12 V
ZündungBatteriezündung je nach Ausführung über Unterbrecher oder
elektronisch gesteuert
Zündzeitpunkt
2,5+0,5 mm
 
20 15' ... 22 15'
2245' ... 2345'
 
vor dem oberen Totpunkt, fest eingestellt
Unterbrecherkontaktabstand0,3+0,1 mm (Schließwinkel 132 + 5 bei Leerlauf)
Schließwinkel der elektronischen Zündung
180 bzw. 50%
ZündkerzeIsolator ZM 14 - 260 oder vergleichbare ausländische Typen (Mehrbereichskerzen)
Elektrodenabstand0,6 mm0,6 mm0,6 mm0,6 mm0,6 mm
GeneratorDrehstrom 14 V, 15 A, mit Gleichrichter und Regler
Batterie12 V, 5,5 Ah12 V, 5,5 Ah12 V, 5,5 Ah12 V, 5,5 Ah12 V, 5,5 Ah
Glühlampen
Scheinwerfer12 V, 45/40 W, TGL 11413 oder H 4, 12 V, 60/55 W, Abblendlicht asymmetrisch
Standlicht12V, 4 W, Sockel BA 9s, TGL 10833
Rücklicht12V, 5 W Zweifadenglühlampe P 25-2-12 V (21/5 W)
Bremslicht12V, 21 W Zweifadenglühlampe P 25-2-12 V (21/5 W)
Blinklicht12 V, 21 W, Sockel BA 15s
Kontrolleuchten und Instrumentenbeleuchtung12V, 2 W, Sockel BA 7s, TGL 10833
Sicherungen
Hauptsicherung2 x Schmelzeinsatz A 16 TGL 11135 (16 A)
Anlage zur FahrtrichtungsanzeigeSchmelzeinsatz A 4 TGL 11135 (4 A)
LichtmaschinenerregungSchmelzeinsatz T 2 A (Feinsicherung 2 A)


1.5. Massen

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 ETZ 125ETZ 150ETZ 150ETZ 251ETZ 301
Leermasse (mit Kraftstoff und Werkzeug)120 kg1)
123 kg2)
120 kg1)
123 kg2)
120 kg1)
123 kg2)
141 kg1)
144 kg2)
141 kg1)
144 kg2)
Zulässige Gesamtmasse290 kg290 kg290 kg330 kg330 kg
1) Ausführung mit Trommelbremse
2) Ausführung mit Scheibenbremse


1.6. Füllmengen

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 ETZ 125ETZ 150ETZ 150ETZ 251ETZ 301
Kraftstoffbehälter13,0 l13,0 l13,0 l17,0 l17,0 l
davon Reserve1,5 l1,5 l1,5 l1,5 l1,5 l
Getriebeöl0,5 l0,5 l0,5 l0,9 l0,9 l


1.7. Fahrleistungen

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 ETZ 125ETZ 150ETZ 150ETZ 251ETZ 301
Höchstgeschwindigkeit100 km/h105 km/h110 km/h125 bis 130 km/h130 bis 135 km/h
 je nach Belastung, Witterungsverhältnissen und Sitzposition
Kraftstoffverbrauch2,3 ... 3,5 l/100 km2,4 ... 3,6 l/100 km2,6 ... 4,0 l/100 km3,5 ... 5,0 l/100 km3,5 ... 5,0 l/100 km


2. Betriebsmittel

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Motor

Vergaserkraftstoff 'Normal' (ROZ 88), im Verhältnis 50:1 mit Zweitakt-Motorenöl gemischt (mit Castrol Biolube ist ein Verhältnis 100:1 möglich).

Beispiel: 10 l Kraftstoff mit 0,2 l Zweitakt-Mötorenöl mischen.

Die Verwendung von bleifreiem Kraftstoff, mit mindestens 88 Oktan, ist möglich.

Getriebe

Getriebeöl SAE 80 oder unlegiertes Motorenöl SAE 40 für Sommer und Winter. In der DDR wird das ÖL GL 100 verwendet.

Fahrgestell

Getriebeöl SAE 80 und Wälzlagerfett

Bremsflüssigkeit SAE 70 R 3 oder SAE I 1703

Elektrische Anlage

Für eine neue Batterie Akkummulatorenschwefelsäure mit einer Dichte von 1,28 g/cm3 (in den Tropen 1,23 g/cm3) bei 25C und zum Nachfüllen der Batterie nur destilliertes Wasser verwenden.

Polfett als Korrosionsschutz der Batterieanschlüsse.

Hypoidöl (zähflüssiges Getriebeöl) für den Unterbrecherschmierfilz.



3. Bedienung

3.1. Bedienungselemente

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Die Bilder 1 ... 9 zeigen alle zum Betrieb des Motorrades erforderlichen Bedienungselemente und deren Funktion. Bitte machen Sie sich vor dem ersten Start damit vertraut.



Bild 1. Bedienungselemente des Motorrades

  1. Zünd- und Lichtschalter
  2. Kupplungshebel
  3. Schulterkombination für elektrische Anlage
  4. Fußschalthebel
  5. Kraftstoffhahn
  6. Kickstarter
  7. Kippständer
  8. Handbremshebel
  9. Hebel für Kaltstarteinrichtung
  10. Gasdrehgriff
  11. Fußbremshebel
  12. Soziusfußrasten


Bild 2. Instrumente (Standardausführung)

  1. Zünd- und Lichtschalter (Schalterstellungen wie im Bild 3)
  2. Tachometer mit Kilometerzählwerk
  3. Femlichtkontrolleuchte (blau)
  4. Kontrolleuchte für Lichtmaschine und Blinkanlage (grün)


Bild 3. Instrumente (Luxusausführung)

  1. Leerganganzeige (gelb) im Drehzahlmesser
  2. Kontrolleuchte für Lichtmaschine (rot)
  3. Fernlichtkontrolleuchte (blau) im Tachometer
  4. Kontrolleuchte für Fahrtrichtungsanzeige (grün)
  5. Zünd- und Lichtschalter
  6. Zündschlüssel
  7. Zündung eingeschaltet, Fahrt mit Scheinwerferlicht - Schlüssel nicht abziehbar
  8. Zündung eingeschaltet, Stand- und Rücklicht leuchten - Schlüssel nicht abziehbar
  9. Zündung eingeschaltet, Fahrt ohne Licht - Schlüssel nicht abziehbar (anschieben im 2. Gang ohne Batterie möglich)
  10. Alles ausgeschaltet - Schlüssel (6) abziehbar
  11. Parkstellung bei Nacht - Schlüssel abziehbar, Standlicht eingeschaltet


Bild 4. Schalterkombination am Lenker

  1. Abblendschalter für Scheinwerfer

    Fernlicht

    Abblendlicht


  2. Schalter für Fahrtrichtungsanzeige
    (L) Blinker links
    (R) Blinker rechts
  3. Druckknopf für Signalhorn
  4. Druckknopf für Lichthupe


Bild 5. Gasdrehgriff und Kaltstarteinrichtung

  1. Kaltstarteinrichtung geschlossen
  2. Kaltstarteinrichtung eingeschaltet

    (Z) Gasdrehgriff zu
    (A) Gasdrehgriff auf (Vollgas)


Bild 6. Kraftstoffhahn

  1. Kraftstoffhahn geschlossen
  2. Kraftstoffhahn offen
  3. Reservestellung

    (F1) Einlauffilter
    (F2) Auslauffilter
    (S) Befestigungsschrauben


Bild 7. Fußschaltung (ETZ 125/150)

Zahlen: Lage der Gänge
(S) Fußschalthebel
(K) Kickstarter



Bild 7a. Fußschaltung (ETZ 251/301)

Zahlen: Lage der Gänge
(S) Fußschalthebel
(K) Kickstarter



Bild 8. Diebstahlsicherung (im Bild rechts Sonderausführung)

  1. Drehrichtung zum Entriegeln des Schlosses
  2. Drehrichtung zum Verriegeln des Schlosses

Abgesperrt wird die Diebstahlsicherung nach dem Entriegeln, indem das Schloß nach oben (bei der Sonderausführung nach innen) geschoben wird.



Bild 9. Verändern der Federspannung

  1. Einstellung für Einpersonenbetrieb
  2. Einstellung für höhere Belastung
  3. Befestigungspunkt für 'weichere' Federung
  4. Befestigungspunkt für 'härtere' Federung


3.2. Starten und Fahren

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Vor jeder Fahrt ist gemäß Wartungsplan (siehe Abschnitt 4.2.) die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs zu kontrollieren.

Starten



  1. Getriebe auf Leergang (0) schalten (Bild 7).
  2. Zündung einschalten (Bild 3).
    Kontrolleuchte für Lichtmaschine leuchtet.
    Kontrolleuchte für Leergang leuchtet (Luxusausführung).
  3. Kraftstoffhahn öffnen (Bild 6).
  4. Bei kaltem Motor: Kaltstarteinrichtung öffnen (Bild 5).
    Bei warmem Motor: Kaltstarteinrichtung geschlossen lassen.
  5. Bei kaltem Motor: Gasdrehgriff auf Leerlaufstellung.
    Bei warmem Motor: Gasdrehgriff etwa ein viertel Umdrehung öffnen.
  6. Kickstarter kräftig durchtreten.
  7. Kaltstarteinrichtung schließen, wenn der Motor willig Gas annimmt.


Achtung!

Bei extrem niedrigen Außentemperaturen und mehrmaligen erfolglosen Startversuchen eine Pause von etwa 20s einlegen, damit der Kraftstoff in die Kaltstarteinrichtung nachlaufen kann.



Bild 10. Drehzahl und Geschwindigkeitsbereiche (ETZ 125)



Max. Drehzahl bzw. Geschwindigkeit während der Einfahrzeit

Hauptfahrbereiche (Drehzahl bzw. Geschwindigkeit) nach der Einfahrzeit



Bild 11. Drehzahl und Geschwindigkeitsbereiche (ETZ 150)



Max. Drehzahl bzw. Geschwindigkeit während der Einfahrzeit

Hauptfahrbereiche (Drehzahl bzw. Geschwindigkeit) nach der Einfahrzeit. Die schwarze Bereichserweiterung gilt für ETZ 150 mit 10,5 kW



Bild 12. Drehzahl und Geschwindigkeitsbereiche (ETZ 251)



Max. Drehzahl bzw. Geschwindigkeit während der Einfahrzeit

Hauptfahrbereiche (Drehzahl bzw. Geschwindigkeit) nach der Einfahrzeit



Fahren

Der Motor braucht nicht warmzulaufen, er wird warmgefahren. Die Gänge unter Benutzung der Kupplung schalten, wobei mit dem ersten Gang anzufahren ist. Die Benutzungsbereiche der Gänge sind aus den Bildern 10,11 und 12 sowie Punkt 6, Abschnitt 3.3 zu ersehen.

Achtung!

Die Kupplung nur zum Anfahren und Schalten benutzen. Bei längerem Halt den Leergang einlegen.

Bremsen

Es sind stets beide Bremsen in der richtigen Dosierung einzusetzen. Blockierende Bremsen verlängern den Bremsweg und beeinträchtigen die Fahrstabilität.

Parken

Zündung ausschalten, Zündschlüssel abziehen, Kraftstoffhahn schließen, Lenker nach rechts drehen und Lenkung mit Diebstahlsicherung gemäß Bild 8 blockieren.


3.3. Hinweise für die Einfahrzeit

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Bis zu einer Fahrstrecke von 1500 ... 2000 km ist der Motor einzufahren. Während dieser Zeit sollten nachstehende Hinweise beachtet werden.

  1. Den Motor so wenig wie möglich im Stand laufen lassen, sondern warmfahren bzw. bei längerem Halt abstellen.
  2. Die in den Bildern 10, 11 und 12 sowie unter Punkt 6 angegebenen Bereiche für das Einfahren einhalten und rechtzeitig schalten.
  3. Die Geschwindigkeiten und Drehzahlen systematisch bis zum Ende der Einfahrzeit steigern.
  4. Häufig die Drehzahlen und Geschwindigkeiten wechseln. -Landstraßen eignen sich für das Einfahren besser als Autobahnen!
  5. Einhaltung der vorgeschriebenen Durchsichten in einer MZ-Service-Werkstatt.
  6. Drehzahl- und Geschwindigkeitsbereiche der ETZ 301
GangMaximal während der Einfahrzeit
4500 U/min
Hauptfahrbereich nach der Einfahrzeit
3000 ... 5800 U/min
130 km/h20 ... 35 km/h
245 km/h30 ... 60 km/h
365 km/h35 ... 85 km/h
485 km/h55 ... 110 km/h
5100 km/h70 ... 130 km/h


4. Wartung

4.1. Allgemeine Hinweise

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Das Bordwerkzeug unter der rechten Seitenverkleidung ermöglicht fast alle Wartungsarbeiten gemäß Wartungsplan. Beachten Sie aber die Garantiebestimmungen.



Bild 13. Batterie und Werkzeugunterbringung

  1. Bordwerkzeugtasche
  2. Ersatzglühlampen (nicht bei allen Ausführungen eingelegt)
  3. Sicherungsdose
  4. Blinkgeber
  5. Bremslichtschalter
  6. Steuerteil der elektronischen Batteriezündanlage (nicht bei allen Ausführungen eingebaut)
  7. Spannband für Werkzeugtasche


4.2. Wartungsplan

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Wartungsarbeiten
 vor der Fahrtnach der Fahrtnach 500 kmalle 2500 kmalle 5000 kmalle 10000 kmalle 20000 km
Motor und Getriebe
Kupplungsspiel überprüfen
x
      
Getriebeöl kontrollieren   
x
   
Getriebeöl wechseln   
x
  
x
Auspuffbefestigung am Zylinder nachziehen [98 Nm (10 kpm)]  
    
Motorbefestigungsschrauben auf Festsitz überprüfen     
x
 
Vergaser reinigen, Einzelteilbefestigung nachziehen  
 
x
  
Vergasereinstellung überprüfen  
 
x
  
Kontrolle der Schadstoffmission entsprechend den gesetzlich festgelegten Werten
jährlich
Elektrische Anlage
Funktion der Beleuchtungs-und Signalanlage kontrollieren
x
      
Zündkerze reinigen und einstellen    
x
  
Zündkerze erneuern     
x
 
Unterbrecherkontaktabstand kontrollieren 3)  
 
x
  
Vorzündung kontrollieren  
 
x
  
Schmierfilz des Unterbrechernockens mit drei Tropfen Hypoidöl tränken 3)  
 
x
  
Elektrolytstand der Batterie kontrollieren   
   
Fahrgestell
Funktion der Bremsen kontrollieren
x
      
Höhe der Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter kontrollieren
x
      
Bremsflüssigkeit wechselnaller zwei Jahre
Belaghöhe der Bremsbacken (Scheibenbremse) kontrollieren    
x
  
Führungsrohre der Teleskopgabel (Ausführung mit Schutzkappe) abwischen
x
x
     
Teleskopgabel - Sichtkontrolle auf Undichtheit
x
      
Reifenluftdruck kontrollieren
x
      
Kraftstoffmenge im Kraftstoffbehälter kontrollieren
x
      
Kraftstoffhahn ausbauen, Filter reinigen  
 
x
  
Luftfilter ausklopfen    
x
  
Luftfiltergehäuse auswischen    
x
  
Luftfilter erneuern     
x
 
Alle zugänglichen Schraubverbindungen auf Festsitz kontrollieren  
  
x
 
Antriebskette - Durchhang überprüfen    
x
  
Antriebskette schmieren    
x
  
Handhebel und Gasdrehgriff schmieren    
x
  
Seilzüge ausbauen und ölen     
x
 
Antriebswelle für Tachometer und Drehzahlmesser durchölen     
x
 
Bremsbacken vorn und hinten, Bremsschlüssel vorn ausbauen, Lagerstellen reinigen und schmieren     
x
 
Bremsschlüssel hinten schmieren    
x
  
Radlager Sichtprüfung und schmieren      
x
Schwingenlagerung und Federung überprüfen     
x
 


Bei der Wartung festgestellte Mängel abstellen lassen.




x1) l. und 2. Garantiedurchsicht
x2) alle vier Wochen
3) betrifft nicht die elektronische Zündung




4.3. Schmierstellen (Bilder 14 und 15)

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SchmierstelleSchmiermittel
1Verstellmuffe für FederbeinWälzlagerfett
2TachometerantriebWälzlagerfett (dauergeschmiert)
3TachometerantriebswelleGetriebeöl
4SekundärketteWälzlagerfett
5GetriebeGetriebeöl
6Schmierfilz für Unterbrecher 1)Hypoidöl
7Antriebswelle für DrehzahlmesserGetriebeöl
8RadlagerWälzlagerfett
9LenkungslagerWälzlagerfett
10HandbremshebelGetriebeöl
11GasdrehgriffWälzlagerfett
12KupplungshebelGetriebeöl
13SeilzügeGetriebeöl
14Führungsrohre der Teleskopgabel ohne Schutzbalg außenGetriebeöl
15Lagerrohr für KippständerWälzlagerfett
16SchwingenlagerbolzenGraphitöl (nur bei Montage)
17FußbremshebelwelleWälzlagerfett
18Bremsschlüssel hintenGetriebeöl
19Bremsschlüssel vorn (Trommelbremse), Bremsbackenlagerung vorn und hintenWälzlagerfett
20Druckspindel der KupplungsbetätigungWälzlagerfett
1) betrifft nicht die elektronische Zündung


Bild 14. ETZ 125/150 - Ansicht von rechts (Erklärung der Legende siehe Abschnitt 4.3.)



Bild 15. ETZ 251 - Ansicht von links (Erklärung der Legende siehe Abschnitt 4.3.)



4.4. Getriebeschmierung

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Kontrolle des Ölstandes

Das Fahrzeug muß waagerecht stehen. Die Kontrolle erst etwa 15 Minuten nach dem Ausschalten des Motors oder dem Auffüllen von Öl durchführen. Bei richtiger Füllmenge steht das Öl an der Unterkante der Kontrollbohrung.



Bild 16. Ölkontrollschraube und Ölablaßschrauben (ETZ 125/150)

  1. Ölkontrollschraube
  2. Ölablaßschraube für Kupplungsraum
  3. Ölablaßschraube für Getrieberaum
  4. Leergangarretierung - nicht herausdrehen!

: Höhe des Ölstandes im Getriebe



Bild 17. Kontrolle des Ölstandes (ETZ 251/301)

  1. Ölkontrollschraube
  2. Öleinfüllöffnung (Gummistopfen mit Entlüftungsöffnung)

: Höhe des Ölstandes im Getriebe



Ölwechsel

Den Motor warmfahren, damit der Abrieb mit dem Öl abläuft. Beide Ölablaßschrauben herausdrehen. Den Magnet der Ölablaßschraube für Getrieberaum reinigen. Wenn nötig, die Dichtringe auswechseln.



Bild 18. Lage der Ölablaßschrauben (ETZ 251/301)

  1. Ölablaßschraube für Kupplungsraum
  2. Ölablaßschraube für Getrieberaum
  3. Leergangarretierung - nicht herausdrehen!


4.5. Kupplung und Bremsen

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Kupplung

An der Stellschraube (1) das Kupplungsspiel von 3 mm einstellen. Die Stellschraube wieder kontern. Reicht die Stellschraube (1) zur Einstellung nicht mehr aus, dann die Grobeinstellung korrigieren.



Bild 19. Kupplung (auch mechanische Bremse) am Handhebel einstellen

  1. Stellschraube mit Kontermutter

    (S) Kupplungsspiel


ETZ 125/150

Die Sicherungsmutter (Bild 20/1) etwa eine Umdrehung lösen. Danach die Stellschraube bis zum eben fühlbaren Anschlag hineindrehen und anschließend eine dreiviertel Umdrehung zurückdrehen. Mit der Sicherungsmutter die Einstellung fixieren. Den Raum unter der Abdeckkappe mit Wälzlagerfett füllen.



Bild 20. Kupplung grob einstellen (ETZ 125/150)

  1. Stellschraube und Sicherungsmutter
  2. Abdeckkappe


ETZ 251/301

Nach Bild 21 in der Zahlenreihenfolge den Kupplungsseilzug ausbauen und die Stellplatte (5) verdrehen, bis an der straff gehaltenen Nippelaufnahme S = 11 mm erreicht ist.



Bild 21. Kupplung grob einstellen (ETZ 251/301)

  1. Schutzkappe und Stecknippel
  2. Seilzugaufnahme
  3. Seilzug
  4. Seilzugnippel
  5. Stellplatte

    (S) Einstellmaß für Kupplungshebel


Mechanische Bremsen

Die mechanische Bremse vorn am Handhebel auf das Maß S= 3 ... 5 mm einstellen (Bild 19). Die Bremsbacken dürfen in betätigtem Zustand nicht schleifen. Die Fußbremse so einstellen, daß bei bequemer Sitzposition volle Bremswirkung mit ge-



Bild 22. Hinterradbremse einstellen

  1. Verstellmutter der Hinterradbremse
  2. Schmiernippel


ringem Betätigungsweg des Fußhebels erreicht wird. Danach den Bremslichtschalter (hinten) nachstellen:

  • Zündung einschalten.
  • Bremshebel betätigen - Bremsbacken beginnen gerade zu schleifen.
  • Einstellmutter (3) bis zum Aufleuchten der Bremsleuchte verdrehen, dabei den Bremslichtschalter (4) festhalten.
  • Zündung ausschalten.


Bild 23. Bremslichtschalter-Fußbremse einstellen

  1. Zugfeder
  2. Verbindungsdraht
  3. Einstellmutter
  4. Bremslichtschalter


Bild 24. Bremslichtschalter vorn einstellen

  1. Bremslichtschalter vorn

(G) Gelenkstück



Scheibenbremse

Der Bremshebel ist nicht verstellbar. Den Bremslichtschalter (Bild 24/1) nur soweit in das Gelenkstück (G) eindrehen, daß das Bremslicht sofort bei Betätigungsbeginn des Bremshebels aufleuchtet, der Bremshebel in seiner Ruhelage aber noch am Gelenkstück anliegt. Der Bremsflüssigkeitsspiegel muß zwi-



Bild 25. Auswechseln der Bremsbacken

  1. Bremsbacken
  2. Rückstellfeder
  3. Befestigungsbolzen

(D) minimale Bremsbelagdicke (0,5 mm)



schen den Markierungen 'max.' und 'min.' auf dem Vorratsbehälter liegen. Beim Schließen des Behälterdeckels den Hermetikbalg und den Entlüftungsring einlegen.

Die Bremsbacken müssen durch neue ersetzt werden, wenn ihre Beläge bis auf die minimale Dicke 'abgebremst' sind.

Arbeiten an der Scheibenbremse sollten von einer Fachwerkstatt ausgeführt werden.



4.6. Kraftstoffzufuhr, Vergaser, Ansauganlage

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Der Kraftstoff wird im Kraftstoffhahn gereinigt. Dessen Filter (F2) (Bild 6) kann nach dem Abschrauben des Filtergehäuses gereinigt werden. Das Filter (F1) (Bild 6) im Kraftstoffbehälter ist nur bei abgeschraubtem Kraftstoffhahn zugänglich. - Vor dem Abschrauben Kraftstoff ablassen.

Achtung!

Die Schrauben für die Federplatte zum Andrücken des Hebels (Bild 6) nicht bis zum Anliegen am Gehäuse anziehen.

Die Wartung des Vergasers beschränkt sich auf das Reinigen und das Einstellen der Leerlaufdrehzahl mit der Umlaufschraube (Bild 27/8) bei der ETZ 251 und bei der ETZ 301 bzw. an der Anschlagschraube (Bild 26/7) bei den Typen ETZ 125 und ETZ 150. Zum Reinigen den Vergaser in der Reihenfolge (1) ... (6) (Bild 26 und 27) abbauen.

Achtung!

Die Leerlaufeinstellung mit der Leerlaufgemischschraube (Bild 27/7) oder Leerlaufluftschraube (Bild 26/8) darf nur von autorisierten Werkstätten ausgeführt werden.

Die Schwimmer nicht verbiegen. Die Düsen nicht mit Draht durchstoßen - nur ausblasen.



Bild 26. Vergaser 22 N 2-2 (ETZ 125) bzw. 24 N 2-2 (ETZ 150)

  1. Klemmring mit Schraube
  2. Kraftstoffzulauf
  3. Verschraubung der Kaltstarteinrichtung mit Stellschraube
  4. Stellschraube für Drosselschieber-Seilzug
  5. Verschlußmutter
  6. Klemmschraube
  7. Anschlagschraube für Drosselschieber
  8. Leerlaufluftschraube


Bild 27. Vergaser 30 N (ETZ 251/301)

  1. Klemmring mit Schraube
  2. Kraftstoffzulauf
  3. Verschraubung der Kaltstarteinrichtung mit Stellschraube
  4. Stellschraube für Drosselschieber - Seilzug
  5. Verschlußmutter
  6. Klemmschrauben
  7. Leerlaufgemischschraube (verplombt)
  8. Umluftschraube

(S) Seilzugspiel (etwa 2 mm)



Das Papierluftfilter ist nach dem Ausbau der Batterie (Bild 28) zugänglich. Das Filter vorsichtig ausklopfen - nicht auswaschen. Feuchte Luftfilter trocknen oder austauschen. Die Ansauganlage muß dicht sein, also sorgfältig zusammengebaut werden.



Bild 28. Luftfilter, Batterie und Sicherungen

  1. Werkzeugunterlage
  2. Blinkgeber
  3. Verschraubung des Luftfilterdeckels
  4. Batteriebefestigung
  5. Spannband für Bordwerkzeugtasche
  6. obere Grenze des Elektrolytspiegels
  7. untere Grenze des Elektrolytspiegels
  8. Entlüftungsschlauch der Batterie


A = 5 mm (Höhe des Elektrolyts über der Plattenoberkante)

Lage der Sicherungen

  1. Generator (T 2 A)
  2. Fahrtrichtungsanzeige (4 A)
  3. Hauptsicherung (16 A) - Plusleitung
  4. Hauptsicherung (16 A) - Minusleitung


Bild 29. Sitz des Luftfilters im Gehäuse

  1. Federteller (Zentrierung)
  2. Luftfilter
  3. Luftfilterbefestigung


4.7. Räder und Bereifung

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Vorderradausbau und -einbau

Den Ausbau in der Zahlenreihenfolge vornehmen (Bild 30). Die herausgezogene Achse auf der Werkzeugtasche ablegen.



Bild 30. Vorderred ausbauen (Trommelbremse)

  1. Achsmutter
  2. Befestigung der Gegenhalterstrebe
  3. Klemmschraube


Die Bremsbacken bei der Scheibenbremse vor dem Einsetzen des Rades auseinanderdrücken.

Erst die Achsmutter (1) anziehen, die Teleskopgabel mit angezogener Handbremse durchfedern und danach die Klemmschraube (3) anziehen (Bild 30).

Achtung!

Bei ausgebautem Rad den Handbremshebel der Scheibenbremse nicht anziehen.



Bild 31. Hinterradausbau 1. Phase



Hinterradausbau und -einbau

Das Motorrad auf den Kippständer stellen. Alle im Bild 31 sichtbaren Teile abbauen und auf der Werkzeugtasche ablegen; das Rad in die gezeigte Stellung bringen und den Bremsgegenhalter herausziehen.



Bild 32. Hinterradausbau 2. Phase



Beim Radeinbau einen Getriebegang einlegen - die Mitnehmer (Bild 33/1) können besser eingeführt werden.



Bild 33. Zuordnung Mitnehmer - Dämpfungsgummi (ETZ 125/150)

  1. Mitnehmer
  2. Mitnehmeraufnahme im Dämpfungsgummi


Bild 34. Zuordnung Mitnehmer - Dämpfungsgummi (ETZ 251/301)

  1. Mitnehmer
  2. Mitnehmeraufnahme im Dämpfungsgummi


Reifen- und Schlauchwechsel

Die Luft ablassen und das Rad auf den Boden legen. Die Lager durch einen untergelegten Lappen schützen. Zuerst muß der Reifen rundum von der Felge abgedrückt sein, bevor er gegenüber dem Ventil in das Tiefbett gedrückt werden kann. Dann am Ventil beginnend, den Reifen mit beiden Montierhebeln über den Felgenrand heben. Danach den Schlauch herausnehmen. Erst nach der Kontrolle des Reifens auf Fremdkörper oder Schadstellen den neuen Schlauch mit Talkum einreiben, einlegen und den Reifen, gegenüber dem Ventil beginnend, wieder montieren.



Bild 35. Reifen abnehmen



Achtung!

Den Schlauch nicht einklemmen. Der Reifen muß nach der Montage rund laufen, der Kontrollrand also an jeder Stelle gleich weit vom Felgenhorn entfernt sein.

Die Luftpumpe ist am Rahmen untergebracht (Bild 36/1) und nach Abbau der Sitzbank erreichbar.

Reifenpflege

Vor jeder Fahrt prüft man den Reifenluftdruck. Er muß stets der gewählten Fahrzeugbelastung entsprechen. Die Reifen sind möglichst vor starker Sonneneinstrahlung und vor Kraftstoff zu schützen.



Bild 36. Unterbringung der Luftpumpe

  1. Luftpumpe
  2. Griff zum Aufstellen des Motorrades (nicht bei jeder Ausführung montiert)


4.8. Hinterradantrieb

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Kettendurchhang kontrollieren

Das Motorrad unbelastet auf den Kippständer stellen. Der obere Kettenschutzschlauch muß sich einschließlich Kette mit zwei Fingern bis auf das Querrohr der Hinterradschwinge drücken lassen. Das Hinterrad bei der Kontrolle drehen.



Bild 37. Kettendurchhang kontrollieren



Kettendurchhang einstellen

Die Steckachse (1) und die Mutter zur Befestigung des Hinterradantriebes lockern. Die Stellmuttern (3) der beiden Kettenspanner (2) gleichmäßig verdrehen und nach dem Einstellen kontern (Bild 38). Die Radspur nach Bild 39 mit Spurlatte (1)



Bild 38. Kettendurchhang einstellen

  1. Steckachse
  2. Kettenspanner links
  3. Stellmuttern


oder durch Sichtprüfung von vorn kontrollieren. Der Spalt (5) resultiert aus den unterschiedlichen Breiten von Vorder- und Hinterrad.

Er ist 7 mm (Hinterradreifen 3,25-16 R), 20 mm (Hinterradreifen 110/80-16 S) oder 10 mm (Reifen 90/90-18 S vorn, Reifen 110/80-16 S hinten) breit.



Bild 39. Räder spuren

  1. Spurlatte

(S) Spalt zwischen Spurlatte und Vorderrad



Kette wechseln

Sind zwei Rollen der Kette hintereinander oder mehr als insgesamt 5 Rollen gebrochen bzw. haben die Kettengelenke übermäßiges Spiel, die Kette wechseln und eventuelle Kettenbruchstücke entfernen. Man kann die neue Kette gleich an die alte hängen und mit ihr durch den Kettenschutz ziehen. Die Verschlußfeder des Kettenschlosses mit der offenen Seite entgegen der Drehrichtung einsetzen.



Bild 40. Einbaulage der Verschlußfeder des Kettenschlosses

  1. Verschlußfeder
  2. Leergangsschalter


4.9. Elektrische Anlage

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Es ist stets zu gewährleisten, daß die Isolation der Kabel und elektrischen Geräte in Ordnung ist und alle Leitungsverbindungen fest und oxidfrei sind. Sicherungen nie durch andere Metallgegenstände ersetzen.

Elektroschweißen am Motorrad nur nach dem Abklemmen der Batterie ausführen lassen. Es darf keine Plus-Leitung mit der Schweißelektrode in Verbindung kommen.

Lichtmaschine

Die Lichtmaschine ist wartungsfrei. Die Ladekontrolleuchte leuchtet beim Einschalten der Zündung auf und verlöscht, sobald der Motor angesprungen ist. Fehler liegen vor, wenn die Kontrolleuchte beim Einschalten der Zündung nicht oder nur dunkel leuchtet bzw. wenn sie trotz laufenden Motors nicht ausgeht.

Zündanlage

Ein Großteil der MZ-Motorräder ist mit einer elektronischen Batteriezündanlage ausgerüstet. Diese besteht aus der Gebereinheit (Bild 42/1 u. 2) und dem Steuerteil (Bild 13/6). Die elektronische Zündanlage ist wartungsfrei. Arbeiten an dieser Zündanlage bleiben der Fachwerkstatt überlasssen. Insbesondere niemals eine Prüflampe direkt an den Anschlüssen der Gebereinheit anschließen - es besteht die Gefahr der Zerstörung dieser Baugruppe.

Zu der herkömmlichen Zündanlage gehören Unterbrecher (Bild 41/1), Zündspule (Bild 43/4) und Zündkerze. Die Einstellung des Zündzeitpunktes und des Unterbrecherabstandes



Bild 41. Lichtmaschine mit Unterbrecherzündung

  1. Unterbrecher
  2. Einstellexzenter für Unterbrecher
  3. Schmierfilz für Unterbrecher
  4. Kabelanschlüsse der Lichtmaschine


Bild 42. Lichtmaschine mit elektronischer Zündung

  1. Polrotor
  2. Sensor
  3. Einstellschraube für Sensor
  4. Kabelanschlüsse der Lichtmaschine
  5. Anschluß 15 g (rot oder schwarz)
  6. Anschluß 7 (grün)
  7. Anschluß 31 g (weiß oder braun)


bleiben der Fachwerkstatt überlassen. Den Schmierfilz, falls erforderlich, mit 3 Tropfen Hypoidöl tränken. Er darf die höchste Stelle des Nockens nur streifen.

Die Zündkerze in den angegebenen Intervallen reinigen und den Kontaktabstand nachstellen. Den Kerzenstecker innen sauber und trocken halten. Abweichungen in der Farbe des Kerzensteines - normal je nach Fahrweise graugelb bis hellbraun - lassen auf Fehler und Defekte schließen, die eine Werkstatt beseitigen muß.

Batterie

Die Batterieanschlüsse und Polverbindungen stets sauber halten und nach dem Säubern mit Polfett konservieren. Den Elektrolytstand (Bild 28) regelmäßig nach etwa vier Wochen kontrollieren.



Bild 43. Elektrik unter der Sitzbank

  1. Befestigung des Kraftstoffbehälters
  2. Regler der Lichtmaschine
  3. Massepunkt
  4. Zündspule
  5. Leitungsverbinder am Fahrgestell
  6. Gleichrichter der Lichtmaschine


Zum Nachfüllen nur destilliertes Wasser verwenden.

Die Batterie ist bei Nichtgebrauch des Fahrzeugs jeden Monat nachzuladen.

Achtung!

Durch das Verwechseln der Batteriekabel (Plus und Minus) zerstört man die Dioden des Gleichrichters und die Batterie.



Bild 44. Auswechseln der Glühlampen im Scheinwerfer

  1. Haltefeder
  2. Anschlußstück der Biluxlampe
  3. Kabel für Standlicht

(A) Halogenlicht - Lampensockel H 4



Scheinwerfer

Beim Wechseln der Biluxlampe auf das richtige Einrasten in den Reflektor achten. Die Kontakte müssen sauber sein und richtig aufgesteckt werden. Den Glaskolben der Glühlampe nicht mit den Fingern anfassen!



Bild 45. Scheinwerferhalterung

  1. Befestigungsschraube


Den Scheinwerfer nach dem Schema im Bild 46 einstellen. Dazu das Fahrzeug mit dem Fahrer belasten und die Federbeine auf 'weich' einstellen. Zum Verstellen die Scheinwerferhalterung lockern - der Scheinwerfer ist allseitig schwenkbar.



Bild 46. Einstellschema für Scheinwerfer



Hintere Leuchten

Zum Wechseln der Zweifaden-Glühlampe in der Brems-Schluß-Kennzeichen-Leuchte muß die Lichtaustrittsscheibe demontiert werden.



Bild 47. Brems-Schluß-Kennzeichen-Leuchte

  1. Rücklicht (Kabel grau)
  2. Bremslicht (Kabel schwarz/rot)
  3. Masse (Kabel braun)
  4. Masse Blinklicht (Kabel braun)
  5. Blinklicht links (Kabel schwarz/weiß)


Fahrtrichtungsanzeige

Die Blinkleuchtenfunktion kann am Rand (Bild 48/5) oder an der Kontrolleuchte (Bilder 2/4 bzw. 3/4) überwacht werden. Bei Ausfall einer Blinkleuchte blinkt die andere, und damit die Kontrolleuchte, mit etwa doppelter Frequenz.



4.10. Hinweise für den Winterfahrbetrieb

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Alle unsere Kunden, die Ihr Fahrzeug auch im Winter benutzen, bitten wir nachstehende Hinweise zu berücksichtigen.

Der Winter kann durch chemische Auftaumittel starke Korrosionsschäden hervorrufen. Deshalb vor Beginn des Winters die verchromten bzw. ungeschützten Metallteile mit geeigneten Korrosionsschutzmitteln auf Wachs- oder Mineralölbasis schützen.

Entsprechend dem Wartungsplan das Fahrzeug abschmieren. Teile, die man nicht dauerhaft schützen kann, z. B. die Führungsrohre der Teleskopgabel, bedürfen im Winter nach jeder Fahrt einer Behandlung mit Korrosionsschutzmitteln.

Nach Beendigung der Winterperiode kann die Konservierung wieder entfernt werden.



5. Ratgeber bei Störungen

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FehlerAbhilfe
Keine Spannung im Bordnetz
Eine oder beide Sicherungen defektSicherungen auswechseln und Kurzschluß beseitigen
Batterie ungenügend geladen bzw. defektBatterie laden oder auswechseln
Kabel abgerissen bzw. Korrosion an den AnschlüssenKabel reparieren, Anschlüsse reinigen
Lichtmaschine defektreparieren
Zündung eingeschaltet, Ladekontrolleuchte leuchtet nicht
Keine Spannung im Bordnetzwie vorstehend
Zündlichtschalter defektauswechseln
Glühlampe defektauswechseln
Sicherung der Anlage zur Fahrtrichtungsanzeige defekt (nur Standardausführung)auswechseln
Zündung eingeschaltet, Ladekontrolleuchte leuchtet dunkel
Lampenfassung hat schlechten KontaktKontakte säubern
Kabel DF zwischen Lichtmaschine und Regler unterbrochen bzw. Sicherung 4 (2 A) defektreparieren
Gleichrichter defektauswechseln
Rotor der Lichtmaschine defektauswechseln
Kabel U, V oder W unterbrochenreparieren
Ladekontrolleuchte leuchtet bei laufendem Motor
Lichtmaschine, Regler oder Gleichrichter defektreparieren
Kabel zwischen Lichtmaschine, Regler, Gleichrichter und Batterie defektreparieren
Gühlampen im Scheinwerfer bzw. Rücklicht leuchten nicht
Keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Glühlampen defekt bzw. schlechter Kontaktauswechseln bzw. reinigen
Kabel defektreparieren
Abblend- bzw. Zündlichtschalter defektwechseln
Bremslicht leuchtet nicht
keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Glühlampe defekt, bzw. schlechter Kontaktauswechseln bzw. reinigen
Kabel defektauswechseln
Bremslichtschalter falsch eingestellteinstellen
Fahrtrichtungsanzeige geht nicht
keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Sicherung der Blinkanlage durchgebranntauswechseln und Kurzschluß beseitigen
Blinkgeber defektauswechseln
Glühlampen defekt bzw. schlechter Kontaktauswechseln bzw. reinigen
Kabel defektreparieren
Zündanlage bringt keinen oder unregelmäßigen Funken
keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Zündkerze naßKerze trocknen, Kraftstoffhahn schließen, Motor mit ausgeschalteter Zündung ohne Kerze mehrmals durchtreten
Zündkerze defekt oder veröltaustauschen bzw. reinigen
Kerzenstecker naß bzw. Isolation gerissentrocknen bzw. auswechseln
Unterbrecherkontakte öffnen nichteinstellen bzw. Unterbrecher auswechseln
Unterbrecher veröltreinigen
Kabel zwischen Unterbrecher und Zündspule defekt bzw. schlechter Kontaktreparieren bzw. reinigen
Zündspule defektauswechseln
Kondensator defektauswechseln
Gebereinheit bzw. Steuerteil der elektronischen Zündung defektBauteile wechseln
Kabelanschlüsse oder Kabel defekt bzw. schlechter KontaktKabel bzw. Anschlüsse in Ordnung bringen
Kraftstoffzulauf gestört
Kein Kraftstoff im KraftstoffbehälterKraftstoff auffüllen
Belüftungsbohrung im Deckel des Kraftstoffbehälters verstopftreinigen
Filter im Kraftstoffhahn verschmutztreinigen
Dichtung unter dem Hebel am Kraftstoffhahn zerquetschtauswechseln
Vergaser läuft über
Schwimmerventil hängtreinigen bzw. auswechseln
Schwimmer undichtaustauschen
Schwimmer extrem verstellteinstellen
Motor springt nicht an
Kraftstoffzulauf gestörtsiehe dort
Zündanlage bringt keinen Funkensiehe dort
Bei Kaltstart Kaltstarteinrichtung nicht offen, Gasdrehgriff zu weit aufgedrehtsiehe Abschnitt 3.2.
Bei warmem Motor Kaltstarteinrichtung geöffnetsiehe Abschnitt 3.2.
Motor läuft unregelmäßig
Kraftstoffzulauf gestörtsiehe dort
Zündkerze bringt unregelmäßigen Funkensiehe dort
Ansauganlage bzw. Luftfilter nicht in OrdnungFehler beseitigen
Motor zieht nicht
Vergasereinstellung stimmt nichtregulieren
Zündeinstellung stimmt nichtnachstellen
Luftfilter naß bzw. Ansauganlage verstopftauswechseln, trocknen bzw. reinigen
Fahren im falschen Gangsiehe Abschnitt 3.2.
Kupplung rutschtSpiel einstellen
Auspuff durch falsche Fahrweise verschmutztAuspuff durch 10 bis 20 km straffe Fahrt (hohe Drehzahlen bei Vollgas) reinigen
Zu hoher Kraftstoffverbrauch
Luftfilter naß bzw. Ansauganlage verstopftauswechseln, trocknen bzw. reinigen
Vergasereinstellung stimmt nichtregulieren
Falsche Fahrweisesiehe Abschnitt 3.2.
Kaltstarteinrichtung schließt nichtSpiel von 2 mm am Seilzug einstellen
Starke Geräusche beim Schalten der Getriebegänge
Kupplung defekt bzw. falsch eingestellteinstellen bzw. reparieren
Leerlaufdrehzahl zu hocheinstellen
Getriebeölstand zu niedrigÖl nachfüllen
Hinterradfederung schlägt durch
Verstellmuffen nicht auf 'hart' gestellt (Zweipersonenbetrieb)Verstellmuffen umstellen
Zulässige Gesamtmasse überschrittenzulässige Gesamtmasse einhalten
Schlechte Straßenlage
Luftdruck in den Reifen nicht in Ordnungden vorgeschriebenen Luftdruck herstellen
Reifenprofil abgenutztReifen wechseln
Radspur stimmt nichtSpur einstellen
Bremse hält nicht
Bremsbacken abgenutztBremse nachstellen, Bremsbacken wechseln
Bremsscheibe veröltScheibe und Bremsbacken säubern
Bremse blockiert
Bremsring bzw. Bremsscheibe durch Nichtgebrauch oxydiertnach längerer Standzeit einige Male vorsichtig bremsen - stets die Vorderradbremse mitbenutzen
Handbremshebel hat zu viel Totgang (Scheibenbremse)
Luft im BremssystemBremse in Fachwerkstatt entlüften lassen
Ausgleichbohrung im Bremszylinder am Lenker wird nicht freigegebenBremslichtschalter in Fachwerkstatt nachstellen lassen
Bremsflüssigkeitsstand im Vorratsbehälter zu niedrig
Bremsbacken verschlissenBremsbacken wechseln
Bremsleitungen undichtBremse instandsetzen lassen


6. Kundendienst

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Benötigen Sie Auskünfte von uns, dann bitten wir um genaue Angaben sowohl zum Fahrzeug als auch zum vermuteten Mangel. In der Regel sollten Sie jedoch die Hilfe unserer Vertragshändler bzw. -werkstätten in Anspruch nehmen. Ersatzteile liefern wir vorrangig an unsere Vertragshändler, Vertragswerkstätten und MZ-Spezialverkaufsstellen, sowie an unsere Importeure im jeweiligen Land.



7. Komplettieren der Motorräder

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Zum besseren Transport sind einige Teile werksseitig nicht montiert. Diese sind beim Komplettieren anzubringen. Beim Anschließen der hinteren Leuchten am Leitungsverbinder bzw. Massepunkt und Sicherungsdose den Schaltplan beachten. Die Blinkleuchten richtig anbringen und die Dichtungen zwischen Blinkleuchtenträger und Blinkleuchte nicht vergessen. Die Lichtaustrittsscheiben sind mit 'vorn' und 'hinten' gekennzeichnet und dementsprechend an den vorderen bzw. hinteren Blinkleuchten zu montieren.

Die Folie unter dem Öleinfüllstopfen entfernen, damit die Getriebraumentlüftung frei wird.



Bild 48. Blinkleuchten

  1. Blinkleuchte mit eingesetzter Leuchteinheit
  2. Blinkleuchtengehäuse
  3. Dichtung
  4. Lampenfassung
  5. Rand zur Kontrolle der Blinkfunktion



8. Frischöl-Dosierungseinrichtung

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Falls Ihre ETZ mit Öldosierungseinrichtung versehen ist, beachten Sie bitte außer den Ausführungen der allgemeinen Betriebsanleitung noch nachstehende Hinweise.

Kraftstoff

Oktanzahl 88 ohne Ölbeimischung (auch bleifrei)

Motorschmierung

Marken-Zweitaktöl. Das Öl ist im Ölbehälter unter dem Ansauggeräuschdämpfer (Fassungsvermögen etwa 1,3 l) untergebracht und wird über eine Mikuni-Ölpumpe in den Kurbelraum gepumpt.

Betätigung der Pumpe

mit dem Gasdrehgriff

Reichweite

mit einer Ölfüllung je nach Fahrweise bis etwa 1600 km (ETZ 125/150) bzw. 1300 km (ETZ 251/30l)

Inbetriebnahme

erfolgt durch den Verkäufer entsprechend den Hinweisen des Herstellers (Anhänger unter dem Öleinfüllstopfen)

Wartung und Pflege

Vor jeder Fahrt:

Kontrolle des Ölstandes im Ölbehälter am Meßstab des Verschlußstopfens oder am Ölstandsauge. (Wenn der Ölspiegel im Ölstandsauge sichtbar wird, Öl nachfüllen!)

Nach je 5000 km:



  • Kontrolle des Betätigungsseilzuges auf Verschleiß und der Ölleitungen auf festen Sitz
  • Abschmieren des Betätigungsseilzuges
  • Einstellung der Pumpe kontrollieren und bei Bedarf nachregulieren (Bilder 49 und 50)


Wenn der Markierungen (3) sich nicht gegenüberstehen, dann



  1. Einstellung der Leerlaufdrehzahl kontrollieren. Falls erforderlich mit der Umluftschraube (Bild 27/8-ETZ 25l/ 301) oder der Anschlagschraube für Drosselschieber (Bild 26/7-ETZ 125/150) auf 1200 U/min nachregulieren.
  2. Mit dem Gasdrehgriff die Motordrehzahl auf 1300 bis 1500 U/min einstellen.
  3. An der Stellschraube (2) den Seilzug nachstellen, bis die Markierungen übereinstimmen.


Reparaturen



  • Die Ölpumpe ist nicht zur Reparatur vorgesehen. Erforderlichenfalls eine neue Pumpe einbauen lassen.
  • Die Befestigungsschrauben dürfen nur gleichmäßig mit maximal 2,5 Nm angezogen werden, damit der Befestigungsflansch der Pumpe nicht verzogen wird.
  • Vor Inbetriebnahme der neuen Pumpe entlüften (Bilder 49/1 und 50/1) und die Pumpe neu einstellen.


Bild 49. Wartung der Dosierpumpe (ETZ 125/150)

  1. Entlüftungsschraube
  2. Seilzugstellschraube
  3. Markierungen des Einstellpunktes


Bild 50. Wartung der Dosierpumpe (ETZ 251/301)

  1. Entlüftungsschraube
  2. Seilzugstellschraube
  3. Markierungen des Einstellpunktes


9. Alternative Betriebsmittel (Auswahl)

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Zündkerzen

Isolator ZM 14 - 260 oder Bosch W4 AC, Bosch W4 AP, Beru 14-4 A 2, Beru 14-4 AD, Champion L-5, Champion L-4 G, Champion L-78, Champion L-78C, NGK B7 HS, NGK B8 HS, AC 42, KLG F 80, Pal N9, Marelli CW8 N, Nippon Denso W 22 FS, Motorcraft AE l, Iskra F80, Bosna F 80, Bakony F 80, Lodge 3HN,Marchal345, Marchal 4N, UdSSR A 23, A 26

Öl für Zweitaktmischung

Mischungsverhältnis 50:1
Zweitakt-Motorenöl MZ 22, Shell 2 T. Aral 2 T, Finamix 3, Castrol TTS, Castrol Super TT, Castrol 2 T,

Mischungsverhältnis 100:1
Castrol Biolube






Schaltplan

Index



Legende für Stromlaufplan



  1. Batterie 12 V, 5,5 Ah
  2. Zündlichtschalter
  3. Lichtmaschine
  4. Gleichrichter
  5. Regler
  6. Kontrolleuchte für Lichtmaschine (bei Standardausführung gleichzeitig Kontrolleuchte für Fahrtrichtungsanzeige)
  7. Leergangkontrolleuchte (nur Luxusausführung)
    1. Schalter für Leergangkontrolleuchte (nur Luxusausführung)
  8. Schalter für Signalhorn (Schalterkombination am Lenker)
  9. Signalhorn
  10. Schalter für Lichthupe (Schalterkombination am Lenker)
  11. Abblendschalter (Schalterkombination am Lenker)
  12. Kontrolleuchte für Fernlicht
  13. Lampe für Scheinwerfer
    1. Fernlicht
    2. Abblendlicht
  14. Beleuchtung für Drehzahlmesserskala (nur Luxusausführung)
  15. Beleuchtung der Skala des Tachometers
  16. Standlicht (im Scheinwerfer)
  17. Rücklicht mit Kennzeichenbeleuchtung(Zweifadenlampe 5/21 W)
    1. Steckdose für Begrenzungsleuchte (Seitenwagenbetrieb)
    2. Steckdose für Masse (Seitenwagenbetrieb)
  18. Zündspule
  19. Unterbrecher der Zündanlage
  20. Zündkerze mit Entstörstecker
  21. Bremslichtschalter für Vorderradbremse
  22. Bremslichtschalter für Hinterradbremse
  23. Lampe für Bremslicht (Zweifadenlampe 21/5 W)
  24. Steckdose für Bremslicht (Seitenwagenausführung)
  25. Blinkgeber
  26. Schalter für Fahrtrichtungsanzeige (Schalterkombination am Lenker)
  27. Kontrolleuchte für Fahrtrichtungsanzeige (nur Luxusausführung)
  28. Blinkleuchte vorn links
  29. Blinkleuchte hinten links
  30. Blinkleuchte vorn rechts
  31. Blinkleuchte hinten rechts
    1. Steckdose für Blinkleuchten rechts (Seitenwagenbetrieb)
  32. Schaltsymbole für
    1. Flachsteckanschluß
    2. Hülse für Flachsteckanschluß bzw. Steckdose
    3. Masse
    4. Lösbare Verbindung (Schraube, Klemme)
    5. Feste Verbindung
  33. Teilstromlaufplan elektronische Zündung
  34. Steuerteil
  35. Geberteil
  36. Steckdose Seitenwagenausführung (Anschlüsse)

(LVR) Leitungsverbinder im Scheinwerfer rechts

    (o) oben
    (u) unten
    (v) vorn
    (x) belegter Anschluß

(LVL) Leitungsverbinder im Scheinwerfer links

    (o) oben
    (u) unten
    (v) vorn
    (x) belegter Anschluß

(LVF) Leitungsverbinder am Fahrgestell (oben am Filtergehäuse)

    (v) vorn
    (h) hinten
    (x) belegter Anschluß

(Si) Sicherungsdose

    (o) oben
    (u) unten

(MA) Massepunkt im Scheinwerfergehäuse
(MB) Massepunkt Brems-Schluß-Kennzeichen-Leuchte
(ML) Masse Lampe für Scheinwerfer
(MC) Massepunkt Fahrzeug (am Leitungsverbinder LVF)
(MD) Massepunkt Lichtmaschine
(MT) Massepunkt Tachometer

1) strichpunktierte Leiter nur bei Standardausführung vorhanden
2) gestrichelte Leiter nur bei Luxusausführung vorhanden

Kabelfarben

brbraun
rtrot
rt/swrot/schwarz
sw/rtschwarz/rot
swschwarz
sw/blschwarz/blau
sw/wsschwarz/weiß
sw/gnschwarz/grün
sw/geschwarz/gelb
grgrau
wsweiß
ws/swweiß/schwarz
gngrün
gn/rtgrün/rot
gn/blgrün/blau
blblau
bl/wsblau/weiß
gegelb
sw/geschwarz/gelb