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BETRIEBSANLEITUNG


OPERATING INSTRUCTIONS
INSTRUCTIONS DE SERVICE
INSTUCCIONES DE SERVICIO


SILVER STAR CLASSIC 500










Motorrad- und Zweiradwerk GmbH






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LIEBER MZ-FREUND!

Mit der vorliegenden Betriebsanleitung wollen wir dazu beitragen, daß Ihnen Ihr soeben vom Händler fahrfertig übernommenes Motorrad stets ein zuverlässiger Begleiter sein wird. Die Silver Star ist infolge unserer langjährigen Erfahrungen im Motorradbau ein robustes, leistungsfähiges, zuverlässiges und wartungsarmes Fahrzeug. Damit das immer so bleibt, bitten wir Sie, nachstehende Hinweise zur Behandlung und Pflege zu beachten.

Das Ingangsetzen und Betreiben des Fahrzeuges setzt voraus, daß Sie die vorliegende Betriebsanleitung gewissenhaft lesen, die hier gegebenen Hinweise für den sachgemäßen Gebrauch beachten, die für das Einsatzland gültige gesetzliche Berechtigung zum Führen dieses Fahrzeuges besitzen und die Bedingungen kennen und beachten, unter welchen das Fahrzeug benutzt werden darf.

Das Fahrzeug hat in dem vom Hersteller übergebenen technischen Zustand zu verbleiben. Bei Schäden, die durch Nichtbeachtung der Hinweise und Vorschriften, durch Einbau artfremder Ersatzteile und Zubehör oder durch unsachgemäße Reparaturarbeiten entstehen, übernimmt der Hersteller keine Haftung.

Wir wünschen "Gute Fahrt"!



MuZ
MOTORRAD- UND ZWEIRADWERK GmbH
Postfach 70
09401 Zschopau/Sa.
März 1993






Inhaltsverzeichnis


1. Technische Daten
1.1. Motor und Kraftübertragung
1.2. Vergaser
1.3. Fahrgestell
1.4. Elektrische Anlage
1.5. Massen
1.6. Füllmengen
1.7. Fahrleistungen
2. Betriebsmittel
3. Bedienung
3.1. Bedienungsorgane
3.2. Starten und Fahren
3.3. Hinweise für die Einfahrzeit
4. Wartung
4.1. Allgemeine Hinweise
4.2. Wartungsplan
4.3. Schmierstellen
4.4. Motor- und Getriebeschmierung
4.5. Kupplung
4.6. Bremsen
4.7. Energiezufuhr
4.8. Räder und Reifen
4.9. Hinterradantrieb
4.10. Elektrische Anlage
4.11. Hinweise für den Winterfahrbetrieb
5. Ratgeber bei Störungen
6. Kundendienst
7. Komplettieren der Motorräder
8. Alternative Betriebsmittel
9. Schaltpläne (Faltblatt)





1. Technische Daten

1.1. Motor und Kraftübertragung

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MotortypRotax 504 E
Arbeitsverfahren4-Takt SOHC, 4 Ventile
Hubraum494 cm3
LeistungMZ 500 RS: 20 kW ECE (27 PS) bei 6500 U/min
MZ 500 RSX: 25 kW ECE (34 PS) bei 7200 U/min
Max. Drehmoment32 Nm bei 4500 U/min oder
35 Nm bei 4000 U/min
SchmierungTrockensumpfschmierung für Motor und Getriebe mit 2-fach Trochoid-Pumpe
Getriebe
Anzahl der Gänge5
Leergangsanzeigeim Kontrollampendisplay, kombiniert mit Ölstandsanzeige
SchmierungPumpen-Spritzölschmierung
Kraftübertragung zum Hinterrad
Rollenkette5/8" x 1/4", 102 Rollen
Übersetzung
Getriebe-Hinterrad
2,24 (17/38 Zähne)


1.2. Vergaser

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TypDell'orto PHF 34 GS
Saugrohrdurchmesser34 mm
Hauptdüse120
NadeldüseAB 1 265
TeillastnadelK 28
Teillastnadelstellung von oben3
Startdüse60
Leerlaufluftdüse45
Leerlaufkorrekturdüse100
Leerlaufgemischschraube1 1/4 ... 2 1/4
Leerlaufdrehzahl 
etwa900 ... 1100 U/min
eingestellt mitSchieberanschlagschraube
Kohlenmonoxidgehalt2,5 bis 4 Vol-% bei Leerlaufdrehzahl


1.3. Fahrgestell

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FederungTeleskopgabel mit hydraulischer Dämpfung,
vornFederweg 165 mm
hintenFederbeine mit hydraulischer Dämpfung,
Federweg 105 mm, Federvorspannung verstellbar
RäderDrahtspeichenräder
Felgen
vorn18 x 1,85
hinten18 x 2,15
Bereifung
vorn90/90-18 51 S mit Luftschlauch
hinten110/80-18 58 S mit Luftschlauch
Reifenluftdruck
(Überdruck)
Solo
vorn210 kPa (2,1 bar)
hinten210 kPa (2,1 bar)
bei zulässiger Gesamtmasse
vorn210 kPa (2,1 bar)
hinten250 kPa (2,5 bar)
BremsenBremsbeläge asbestfrei
vornhydraulisch betätigte Scheibenbremse
hintenSimplex-Innenbackenbremse


1.4. Elektrische Anlage

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Nennspannung12 V
ZündungKontaktlose Kondensatorzündung, vollelektronisch, mit Zündverstellung
Zündzeitpunktunbeeinflußbar 3 vor dem oberen Totpunkt bei 1500 U/min, Verstellung kontinuierlich ab 2000 U/min auf 29 vor dem oberen Totpunkt bei 6000 U/min
ZündkerzeNGK D8 E-A, Champion 12 A 6 YC
Elektrodenabstand0,7 mm
Generator3-Phasen-Wechselstromgenerator 12V, 190W
Batterie12V / 14Ah
Glühlampen
ScheinwerferH4, 12V, 60/55W, Abblendlicht asymmetrisch
Standlicht12V/4W, (Kfz.-Lampe T4W, Bajonettverschluß)
Rücklicht12V/5W, Zweifadenlampe P25-2-12V (21/5W)
Bremslicht12V/21W, Zweifadenlampe P25-2-12V (21/5W)
Blinklicht12V/10W - DIN 72601-R 19/10
Kontrolleuchten12V/1,2W, Sockel W 2x4,6d (Glassockellampe)
Instrumentenbeleuchtung12V/2W, Sockel W 2,1x9,5d (Glassockellampe)
Sicherungen
HauptsicherungSchmelzeinsatz 15A
FahrtrichtungsanzeigeSchmelzeinsatz 3A


1.5. Massen

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Leermasse (mit Kraftstoff und Werkzeug)158 kg
Zulässige Gesamtmasse330 kg


1.6. Füllmengen

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Kraftstoffbehälter13,0 l
davon Reserveetwa 1,5 l
Motorenöl3,0 l


1.7. Fahrleistungen

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HöchstgeschwindigkeitMZ 500 RS 135 ... 140 km/h
MZ 500 RSX 140 ... 145 km/h
je nach Belastung, Witterungsverhältnissen und Sitzposition
Kraftstoffverbrauchetwa 4,5 ... 5,6 l/100 km


2. Betriebsmittel

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Motor und Getriebe

Vergaserkraftstoff bleifrei Super (mind. ROZ 95)
Motorenöl mindestens API SF, SAE 15 W 40

Fahrgestell

Bremsflüssigkeit mindestens DOT 3
Wälzlagerfett bzw. Motorenöl SAE 15 W 40

Elektrische Anlage

Für eine neue Batterie Akkumulatorenschwefelsäure mit einer Dichte von 1,28 g/cm³ (in den Tropen 1,23 g/cm³) bei 25 C und zum Nachfüllen der Batterie nur destilliertes Wasser verwenden.

Polfett als Korrosionsschutz der Batterieanschlüsse.



3. Bedienung

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Ihre MZ ist für Einschlüsselbetrieb ausgelegt. Der Zündschlüssel wird auch zur Bedienung des Lenkschlosses, der rechten Seitenverkleidung und, soweit in der Ausstattung vorgesehen, des verschließbaren Tankdeckels verwendet.

Beachten Sie beim Tanken, daß der Kraftstoffbehälter niemals bis zum oberen Rand gefüllt werden darf. Kraftstoff dehnt sich beim Erwärmen bekanntlich aus - der Kraftstoff läuft über.



3.1. Bedienungsorgane

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Bild 1. Bedienungsorgane des Motorrades

  1. Zündschloß
  2. Kupplungshebel
  3. Schalterkombination am Lenker links
  4. Fußschalthebel
  5. Kraftstoffhahn
  6. Kickstarter
  7. Seitenständer
  8. Handbremshebel
  9. Hebel für Kaltstart (Choke)
  10. Gasdrehgriff
  11. Motorstopschalter
  12. Anlasserschalter
  13. Fußbremshebel
  14. Soziusfußrasten
  15. Hebel für Ventilausheber


Bild 2. Instrumentenbox, Zünd-Lenkschloß

  1. Rückstellknopf für Tageskilometerzähler (im Stand Knopf nach links ziehen und durch Drehen auf Null stellen)
  2. Tachometer
  3. Kontrolleuchten
    Fahrtrichtungsanzeige
    Fernlicht
    Leergang/Ölstand im Ölbehälter
    Öldruck
  4. Drehzahlmesser (elektronisch angetrieben)
  5. Zündschloß
    OFF Zündung ausgeschaltet
    ON Zündung eingeschaltet
    PUSH Drehrichtung des Zündschlüssels zum Blockieren des Lenkschlosses
    LOCK Lenkung blockiert, Zündung aus, Beleuchtung aus
    P Parkstellung (Standlicht aus, Lenkung blockiert)


Bild 3. Bedienungsorgane am Lenker

  1. Choke-Startvergaser
    Pfeil: einschalten
  2. Passing-Lichthupe
  3. Lichtschalter
    * Aus
    P - Parklicht
    H - Scheinwerfer
  4. Abblendschalter
    Lo - abgeblendet
    HI - aufgeblendet
  5. Turn-Blinklicht
    L - links
    R - rechts
    Pfeil - Knopf drücken zum Ausschalten
  6. Horn
  7. Hebel für Ventilausheber
  8. Kupplungshebel
  9. Motorstopschalter
  10. Elektrostarter
  11. Vorratsbehälter Scheibenbremse
  12. Verschlußstopfen für Öleinfüllöffnung


Bild 4. Schalter am Lenker rechts

  1. Motorstopschalter
    RUN - Zündstrom eingeschaltet
    OFF - Zündstrom unterbrochen
  2. Anlasserdruckknopf
  3. Hauptbremszylinder mit Füllstandsanzeige


Bild 5. Vergaser

  1. Seilzug für Startvergaser
  2. Klemmring mit Schraube
  3. Schieberanschlagschraube
  4. Leerlauf gemischschraube
  5. Klemmring vorn mit Schraube
  6. Kraftstoffhahn
    A offen
    Z geschlossen
    R Reserve
  7. Schauglas
  1. Spiel am Seilzug, etwa 2 mm


Bild 6. Fußschaltung Zahlen: Lage der Gänge, (A) Fußschalthebel (B) Kickstarter



Bild 7. Verändern der Federvorspannung (Stift aus Bordwerkzeug verwenden)

  1. Einstellung für Einpersonenbetrieb
  2. Einstellung für höhere Belastung (Muffe nach vorn drehen)




3.2. Starten und Fahren

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Vor jeder Fahrt ist gemäß Wartungsplan (siehe Abschnitt 4.2.) die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeuges zu kontrollieren.

Starten

  1. Kraftstoffhahn öffnen
  2. Getriebe auf Leergang (0) schalten
  3. Zündung einschalten, Motorstopschalter auf "RUN",
    Kontrolleuchten für Leergang und Öldruck leuchten.
  4. BEI KALTEM MOTOR: Kaltstarteinrichtung öffnen.
    BEI WARMEM MOTOR: Kaltstarteinrichtung geschlossen lassen.
  5. BEI KALTEM MOTOR: Gasdrehgriff auf Leerlauf Stellung.
    BEI WARMEN MOTOR: Gasdrehgriff etwa eine viertel Umdrehung öffnen.
  6. Motor mit Anlasser starten, dazu gegebenenfalls Hebel für Ventilausheber (Dekompressor) betätigen.
    Soll der Motor mit dem Kickstarter gestartet werden, die Kurbelwelle vorher auf den oberen Totpunkt stellen. Dazu den Ventilausheber betätigen, den Kickstarter vorsichtig nach unten treten, bis im Schauglas am Ventiltriebdeckel (Bild 5) die weiße Markierung erscheint. Bei eingeschalteter Zündung und nochmals gezogenem Hebel für Ventilausheber den Kickstarter kräftig durchtreten.
  7. Kaltstarteinrichtung schließen, wenn der Motor willig Gas annimmt. Der Dekompressor schließt nach dem Anspringen des Motors selbständig.

Achtung!

Sollte der Anlasser nicht sofort durchziehen, Startvorgang abbrechen und neu starten. Bei extrem niedrigen Außentemperaturen und mehrmaligen erfolglosen Startversuchen eine Pause von etwa 20 s einlegen, damit der Kraftstoff in die Kaltstarteinrichtung nachlaufen kann.

Den Kickstarter zur Unterstützung des Anlassers mittreten.

Fahren

Der Motor braucht nicht warmzulaufen, er wird warmgefahren. Die Gänge unter Benutzung der Kupplung schalten, wobei mit dem ersten Gang anzufahren ist.

Achtung!

Die Kupplung nur zum Anfahren und Schalten benutzen. Bei längerem Halt den Leergang einlegen. Nicht unnütz am Gasdrehgriff "schrauben". Der Motor bekommt sonst über die Beschleunigerpumpe des Vergasers zuviel Kraftstoff. Das äußert sich nicht zuletzt in zu hohem Kraftstoffverbrauch.

Bremsen

Es sind stets beide Bremsen in der richtigen Dosierung einzusetzen. Blockierende Bremsen verlängern den Bremsweg und beeinträchtigen die Fahrstabilität.

Parken

Zündung ausschalten, Kraftstoffhahn schließen. Zündschlüssel nach unten drücken, loslassen und zum Blockieren des Lenkers in Stellung 2 - Parken am Tag - oder Stellung 1 - Parken mit Standlicht - drehen. Der Lenker muß dazu nach rechts eingeschlagen sein.



3.3. Hinweise für die Einfahrzeit

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Bis zu einer Fahrstrecke von 1500...2000 km ist der Motor einzufahren. Während dieser Zeit sollten nachstehende Hinweise beachtet werden:

  1. Den Motor so wenig wie möglich im Stand laufen lassen, sondern warmfahren bzw. bei längerem Halt abstellen.
  2. Dem Motor nicht sofort die maximale Leistung abverlangen.
  3. Die Geschwindigkeiten und Drehzahlen systematisch bis zum Ende der Einfahrzeit steigern.
  4. Häufig die Drehzahlen und Geschwindigkeiten wechseln. - Landstraßen eignen sich für das Einfahren besser als Autobahnen!
  5. Einhaltung der vorgeschriebenen Inspektionen in einer MuZ-Service-Werkstatt.




Bild 8. Batterieunterbringung

  1. Bremslichtschalter der Fußbremse
  2. Zündspule
  3. Sicherungsdose
  4. Batteriehalterung
  5. Steuerteil der Zündung
  6. Ölfilterschraube (Saugleitung)
    A Ölablaßschraube
    B Dichtung
  7. Deckel für Ölfilterraum




4. Wartung

4.1. Allgemeine Hinweise

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Das in der "Toolbox" (Bild 6) befindliche Bordwerkzeug ermöglicht neben der Pannenhilfe auch einen Großteil der im Wartungsplan vorgesehenen Wartungsarbeiten. Während der Garantiezeit sollte jedoch ausschließlich Ihr Händler mit diesen Aufgaben betraut werden.

Danach sollten Sie nur Arbeiten am Fahrzeug in Angriff nehmen, für die Sie ausreichend qualifiziert sind und für die Ihnen die erforderlichen Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Einschlägige Bestimmungen des Brand- und Arbeitsschutzes sind einzuhalten.



4.2. Wartungsplan

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Wartungsarbeiten
H vorzugsweise vom Händler auszuführen
S Einhaltung von Daten
vor Fahrtantrittnach 500 kmnach jeweils 6000 kmnach jeweils 12000 kmmind. 1x jährlich 
Motor und Getriebe      
Kupplungsspiel prüfen
*
     
Motorenölmenge prüfen (Ölstandsanzeige)
*
     
Motorenöl wechseln 
*
*
 
*
H
Ölfilter wechseln bzw. reinigen (Saugleitung) 
*
*
 
*
H
Ölsieb im Ölsumpfdeckel reinigen  
*
  H
Zylinderkopf nachziehen 
*
   H
Motorbefestigungsschrauben auf Festsitz prüfen   
*
  
Vergaser reinigen 
*
*
  H
Vergasereinstellung prüfen, gegebenenfalls regulieren 
*
*
  H
Kontrolle der Schadstoffemission    
*
H
Ventile einstellen 
*
*
  H
Zahnriemenzustand prüfen, Spannung einstellen 
*
*
  H
Zahnriemen erneuern   
*
 H
Elektrische Anlage      
Funktion der Beleuchtungs- und Signalanlage kontrollieren
*
     
Zündkerze reinigen, Elektrodenabstand (0,7 mm) nachstellen  
*
   
Zündkerze erneuern   
*
  
Elektronische Zündverstellung kontrollieren  
*
  H
Elektrolytstand der Batterie und deren Anschlüsse kontrollieren und warten  
*¹)
  S
Fahrgestell      
Funktion der Bremsen kontrollieren
*
     
Höhe der Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter kontrollieren
*
     
Bremsflüssigkeit wechseln
alle 2 Jahre
H
Belaghöhe der Bremsbacken (Scheibenbremse) kontrollieren  
*
  S
Teleskopgabel - Sichtkontrolle auf Undichtheit
*
     
Reifenluftdruck kontrollieren
*
     
Kraftstoffmenge im Kraftstoffbehälter kontrollieren
*
     
Kraftstoffhahn ausbauen, Filter reinigen 
*
*
  H
Luftfilter ausklopfen  
*¹)
   
Luftfiltergehäuse auswischen  
*
   
Luftfilter erneuern   
*¹)
  
Alle zugänglichen Schraubverbindungen auf Festsitz kontrollieren 
*
 
*
  
Antriebskette - Durchhang überprüfen und einstellen  
*¹)
  H
Antriebskette schmieren  
*¹)
   
Handhebel und Gasdrehgriff schmieren  
*
   
Seilzüge ausbauen und ölen   
*
 H
Antriebswelle für Tachometer durchölen   
*
 H
Bremsbacken vorn und hinten ausbauen, Lagerstellen reinigen und schmieren   
*
 H
Bremsschlüssel hinten schmieren  
*
   
Radlager Sichtprüfung und schmieren
alle 20 000 km
H
Schwingenlagerung und Federung überprüfen   
*
  
Bei der Wartung festgestellte Mängel abstellen lassen     H
¹) Je nach den Ersatzbedingungen evtl. öfter




Bild 9. MZ 500 Silver Star





4.3. Schmierstellen

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Schmierstelle Schmiermittel
(1) Verstellmuffe für Federbein Wälzlagerfett
(2) Tachometerantrieb Wälzlagerfett (dauergeschmiert)
(3) Tachometerantriebswelle Getriebeöl
(4) Sekundärkette Wälzlagerfett
(5) Radlager Wälzlagerfett
(6) Lenkungslager Wälzlagerfett
(7) Handbremshebel Getriebeöl
(8) Gasdrehgriff Wälzlagerfett
(9) Kupplungshebel und Hebel für Ventilausheber Getriebeöl
(10) Seilzüge Getriebeöl
(11) Seitenständer Wälzlagerfett
(12) Schwingenlagerbolzen Graphitöl (nur bei Montage)
(13) Fußbremshebelwelle Wälzlagerfett
(14) Bremsschlüssel hinten und Bremsbackenlagerung hinten Getriebeöl
(15) Motor und Getriebe Motorenöl




Bild 10. MZ 500 Silver Star





4.4. Motor- und Getriebeschmierung

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Die Silver Star hat Trockensumpfschmierung. Der obere Rahmenträger dient als Vorratsbehälter für das Öl zur Schmierung von Motor und Getriebe.

Im Motor befinden sich die zum Ölumlauf erforderlichen Pumpen und an der tiefsten Stelle der Öl-Trockensumpf als Sammelraum für das abtropfende Öl.

Von dort wird das gereinigte Öl in den Vorratsbehälter zurückgepumpt.

Kontrolle der Motor- und Getriebeschmierung:

Ölstand

Dazu dient die Kontrollampe "Leergang/Ölstand" (Bild 2) oder der am Öleinfüllstopfen angebrachte Peilstab (untere Rille Minimum - obere Rille Maximum).

Die Tabelle auf Seite 18 beschreibt die Funktion der Kontrollampe "Leergang/Ölstand".

Öldruck

Die Kontrollampe für Öldruck verlöscht oberhalb der Leerlaufdrehzahl (etwa 1500 U/min).

Geschieht das nicht, das Motorrad außer Betrieb setzen und die Fehlerursache beseitigen lassen.





Bild 11. Deckel für Trockensumpf

  1. Magnetfilter
  2. Verschlußschraube Trockensumpf
  3. Öl-Peilstab




Öl auffüllen

Öl stets nur in kleinen Mengen nachfüllen, nachdem der Motor abgestellt wurde. Der Ölstand muß immer zwischen den Markierungen Minimum und Maximum des Peilstabes liegen.

Ölwechsel

Aufgrund der relativen Kompliziertheit und aus Umweltschutzgründen, Altöl muß entsorgt werden, hat der Ölwechsel zu den im Wartungsplan angegebenen Fristen beim MuZ-Händler zu erfolgen.

Nur dort gibt es die Voraussetzungen, das Ölsystem sachgemäß zu warten, die Ölfilter zu reinigen bzw. auszutauschen und das Altöl zu entsorgen.



Zündung ein
Leergang
Zündung ein
Gang eingel.
gleichf. Fahrt
Ölmenge ausreichend
Zündung ein
Gang eingel.
gleichf. Fahrt
Ölmenge zu gering
Zündung ein
Gang eingel.
Bremsen oder sonstige ungleichmäßige Fahrt
leuchtet
X
 
X
 
leuchtet nicht 
X
  
flackert gelegentlich   
X
Abhilfe
-
-
Öl auffüllen
-




Bild 12. Kupplung am Handhebel einstellen

  1. Stellschraube mit Kontermutter
  2. Seilzug für Choke
  3. Seilzug für Ventilausheber
  1. Spiel




4.5. Kupplung

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Am Kupplungshandhebel mit der Stellschraube (1) das Spiel auf etwa 3 mm einstellen. Reicht die Stellschraube nicht mehr aus, die Grobeinstellung korrigieren. Dazu die Verschlußschrauben (1) und (2) (Bild 13) öffnen.

Die Kontermutter mit Konterschlüssel (Bordwerkzeug) lockern, die Stiftschraube bis Anschlag hineindrehen und anschließend 0,5 Umdrehungen zurückdrehen. Kontermutter festziehen. Am Hebel für Kupplungsseil unter der Verschlußschraube (2) muß ein Leerweg von etwa 6 mm feststellbar sein.





Bild 13. Kupplung grob einstellen

  1. Öffnung für Stellschraube
  2. Kontrollöffnung für Hebelspiel
  3. Seitenständer




4.6. Bremsen

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Fußbremse

Die Fußbremse so einstellen, daß bei bequemer Sitzposition volle Bremswirkung mit geringem Betätigungsweg des Fußhebels erreicht wird. Danach den Bremslichtschalter (hinten) nachstellen:

  • Zündung einschalten;
  • Bremshebel betätigen - Bremsbacken beginnen gerade zu schleifen;
  • Einstellmutter (3) bis zum Aufleuchten der Bremsleuchte verdrehen, dabei den Bremslichtschalter (4) festhalten;
  • Zündung ausschalten.

An der Zugstange darf keine Veränderung in der Einstellung erfolgen, weil sich sonst die Hinterradbremse nicht mehr ausreichend nachstellen läßt.





Bild 14. Hinterradbremse einstellen

  1. Verstellmutter der Hinterradbremse
  2. Schmiernippel


Bild 15. Bremslichtschalter - Fußbremse einstellen

  1. Zugfeder
  2. Verbindungsdraht
  3. Einstellmutter
  4. Bremslichtschalter


Bild 16. Bremshebel und Fußrastenbrücke

  1. Fußbremshebel
  2. Zwischenstange mit selbstsichernder Mutter
  3. Zwischenhebel rechts
  4. Zugstange zum Bremslichtschalter
  5. Einstellmutter
  6. Bremslichtschalter hinten
  7. Klappbare Fußrasten




Scheibenbremse

Der Bremshebel kann nach dem Lösen der Kontermutter geringfügig verstellt werden. Danach Stellschraube wieder kontern!

Wird der Bremsflüssigkeitsspiegel im Kontrollfenster sichtbar, nach dem Abschrauben des Deckels nachfüllen. Hermetigbalg, Entlüftungsplatte und Deckel sachgemäß verschrauben.

Die Bremsbacken müssen durch neue ersetzt werden, wenn ihre Beläge bis auf die minimale Dicke "abgebremst" sind. Arbeiten an der Scheibenbremse sollten von einer Fachwerkstatt ausgeführt werden.



4.7. Energiezufuhr

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Der Kraftstoff wird im Kraftstoffhahn von zwei Filtern gereinigt. Das äußere Filter ist nach dem Abschrauben des Filtergehäuses zugänglich. Zum Reinigen des inneren Filters muß der Kraftstoffhahn nach Ablassen des Kraftstoffes aus dem Tank geschraubt werden.

Die Vergasereinstellung ist Sache des Händlers. Darüber hinaus können Sie jedoch den Vergaser äußerlich reinigen und die Leerlaufdrehzahl im Rahmen der vorgesehenen Werte (Abschnitt Technische Daten) mit der Schieberanschlagschraube (Bild 5,3) Ihren persönlichen Wünschen anpassen.





Bild 17. Bremshebel

  1. Stellschraube mit Kontermutter
  2. Bremslichtschalter
  3. Stellschraube für Gasseilzug
  1. Spiel Gasseilzug




Bevor die Verbrennungsluft in den Vergaser gelangt, wird sie im Luftfilter gereinigt. Es muß die Batterie ausgebaut werden, um nach Abschrauben des Luftfilterdeckels das Papierfilter vorsichtig auszuklopfen. Feuchte Luftfilter wechseln oder trocknen. Die Ansauganlage muß dicht sein, deshalb auf guten Sitz des Filters in seinem Gehäuse und des Luftfilterdeckels achten.





Bild 18. Auswechseln der Bremsbacken

  1. Bremsbacken
  2. Rückstellfeder
  3. Befestigungsbolzen
  4. minimale Bremsbelagdicke (0,5 mm)




4.8. Räder und Reifen

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Vorderrad

Zum Ausbau die Achsmutter rechts lösen, die Klemmschraube links lockern und die Steckachse herausziehen.

Achtung!

Bei ausgebautem Rad den Handbremshebel nicht ziehen, da sonst die Bremskolben zu weit herausgedrückt würden!

Nach dem Einbau des Rades (Bremsbacken dazu auseinanderdrücken)

  1. Achsmutter anziehen
  2. Teleskopgabel mit gezogenem Handbremshebel durchfedern
  3. Klemmschraube der Steckachse linkss anziehen.

Hinterrad

Steckachse, Bremszugstange und Gegenhalterstrebe lösen, das Hinterrad vom Hinterradantrieb abziehen und das Rad nach links hinten herausnehmen.

Vor dem Einbau die Mitnehmerschlitze des Dämpfungsgummis gegebenenfalls mit Gummipflegemittel bzw. Seifenlauge anfeuchten.

Hinterrad mit Bremsgegenhalter und Distanzhülse einsetzen und vor dem Anziehen der Steckachse ausrichten.





Bild 19. Vorderradausbau

  1. Achsmutter
  2. Klemmschraube der Steckachse


Bild 20. Hinterrad ausbauen

  1. Steckachse
  2. Bremszugstange
  3. Gegenhalterstrebe
  4. Bremsgegenhalter




Reifen- und Schlauchwechsel

Die Vorderräder werden bei der Herstellung ausgewuchtet. Reifen und Felge - auch vom Hinterrad - vor der Demontage in ihrer Zuordnung kennzeichnen. Der Reifen muß nach der Montage wieder so auf der Felge sitzen wie vorher.

Die Luft ablassen und das Rad auf den Boden legen. Die Lager durch einen untergelegten Lappen schützen. Zuerst muß der Reifen rundum von der Felge abgedrückt sein, bevor er gegenüber dem Ventil in das Tiefbett gedrückt werden kann. Dann am Ventil beginnend, den Reifen mit beiden Montierhebeln über den Felgenrand heben. Danach den Schlauch herausnehmen. Erst nach der Kontrolle des Reifens auf Fremdkörper oder Schadstellen den neuen Schlauch mit Talkum einreiben, einlegen und den Reifen, gegenüber dem Ventil beginnend, wieder montieren.

Achtung!

Den Schlauch nicht einklemmen. Der Reifen muß nach der Montage rund laufen, der Kontrollrand also an jeder Stelle gleich weit vom Felgenhorn entfernt sein. Ist auf dem Reifen die Laufrichtung gekennzeichnet, muß dieser Pfeil in Fahrtrichtung zeigen.

Reifenpflege

Vor jeder Fahrt prüft man den Reifenluftdruck. Er muß stets der gewählten Fahrzeugbelastung entsprechen. Die Reifen sind möglichst vor starker Sonneneinstrahlung und vor Kraftstoff und ähnlichen schädlichen Einflüssen zu schützen.





Bild 21. Kettendurchhang einstellen

  1. Steckachse
  2. Kettenspanner links
  3. Stellmutter (selbstsichemd)




4.9. Hinterradantrieb

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Kettendurchhang kontrollieren

Das Fahrzeug vom Ständer nehmen, mit einer Person belasten und dabei Kettenlänge so einstellen, daß der obere Kettenschutzschlauch bis auf etwa 10-15 mm Abstand zum Schwingenquerrohr gedrückt werden kann.

Kettendurchhang einstellen

Die Steckachse (1) und die Mutter zur Befestigung des Hinterradantriebes lockern. Die Stellmuttern (3) der beiden Kettenspanner (2) gleichmäßig verdrehen. Die Radspur nach Bild 22 mit Spurlatte (1) oder durch Sichtprüfung von vorn kontrollieren. Der Spalt (S) resultiert aus den unterschiedlichen Breiten von Vorder- und Hinterrad.

Er ist etwa 10 mm (Reifen 90/90-18 S vorn, Reifen 110/80-18 S hinten) breit.



4.10. Elektrische Anlage

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Es ist stets zu gewährleisten, daß die Isolation der Kabel und elektrischen Geräte in Ordnung ist und alle Leitungsverbindungen fest und oxidfrei sind. Sicherungen nie durch andere Metallgegenstände ersetzen. Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage Kraftstoffhahn geschlossen halten!

Elektroschweißen am Motorrad nur nach dem Abklemmen der Batterie ausführen lassen. Es darf keine Plus-Leitung mit der Schweißelektrode in Verbindung kommen. Ebenso verhindern, daß bei Arbeiten an der elektrischen Anlage nicht zusammengehörende Kabel Kontakt miteinander bekommen. Durch den entstehenden Kurzschluß kann z. B. der Gleichrichter zerstört werden.

Lichtmaschine und Zündanlage

Beide sind wartungsfrei und brauchen nicht eingestellt werden. Arbeiten an der elektronischen Zündanlage bleiben der Fachwerkstatt überlassen. Die Zündkerze in den angegebenen Intervallen reinigen und den Kontaktabstand nachstellen. Den Kerzenstecker innen sauber und trocken halten. Abweichungen in der Farbe des Kerzensteines - normal je nach Fahrweise graugelb bis hellbraun - lassen auf Fehler und Defekte schließen, die eine Werkstatt beseitigen muß.

Batterie

Die Batterieanschlüsse und Polverbindungen stets sauber halten und nach dem Säubern mit Polfett konservieren. Den Elektrolytstand (Markierungen an der Batterie) regelmäßig nach etwa vier Wochen kontrollieren.

Zum Nachfüllen nur destilliertes Wasser verwenden. Die Batterie ist bei Nichtgebrauch des Fahrzeuges jeden Monat nachzuladen.

Achtung!

Beachten Sie, daß Batteriesäure ätzend wirkt.

Durch das Verwechseln der Batteriekabel (Plus und Minus) zerstört man die Dioden des Gleichrichters und die Batterie.

Scheinwerfer

Wechseln von Glühlampen


Befestigungsschraube des Scheinwerferfrontringes lösen, Scheinwerfereinsatz herauskippen und Anschlußstück abnehmen, Haltefeder entrasten. Die Halterung läßt sich jetzt aus den Laschen ziehen. Die Standlichtlampe hat Bajonettverschluß.





Bild 22. Räder spuren

  1. Spurlatte
  1. Spalt zwischen Spurlatte und Vorderrad


Bild 23. Elektrik unter der Sitzbank

  1. Steckverbinder Blinkleuchten hinten
  2. Steckverbinder Rückleuchte
  3. Gleichrichter der Lichtmaschine
  4. Blinkgeber
  5. Steckverbinder Kabelbaum
  6. Anlasserrelais
  7. Verschraubung Kraftstoffbehälter




Beim Wechseln der Biluxlampe auf das richtige Einrasten in den Reflektor achten. Die Kontakte müssen sauber sein und richtig aufgesteckt werden. Den Glaskolben der Glühlampe nicht mit den Fingern anfassen!

Scheinwerfer einstellen

Den Scheinwerfer nach dem Schema im Bild 24 einstellen. Dazu das Fahrzeug mit dem Fahrer belasten und die Federbeine auf "weich" einstellen.

Hintere Leuchten

Zum Wechseln der Glühlampen in der Rückleuchte und in den hinteren Blinkleuchten müssen die Lichtaustrittsscheiben demontiert werden. Dazu bei den Blinkleuchten die Schraube B herausdrehen und dann die Lichtaustrittsscheiben herausklappen. Die Glühlampen haben Bajonettverschluß.

Fahrtrichtungsanzeige

Die Blinkleuchtenfunktion kann mit der Kontrolleuchte [<==>] im Tachometer überwacht werden. Bei Ausfall einer Blinkleuchte blinkt die andere, und damit die Kontrolleuchte, mit etwa doppelter Frequenz.





Bild 24. Einstellschema für Scheinwerfer





4.11.Hinweise für den Winterfahrbetrieb

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Alle unsere Kunden in Ländern mit gemäßigtem oder kälterem Klima, die ihr Fahrzeug auch im Winter benutzen, bitten wir nachstehende Hinweise zu berücksichtigen.

Der Winter kann durch chemische Auftaumittel starke Korrosionsschäden hervorrufen. Deshalb vor Beginn des Winters die verchromten bzw. ungeschützten Metallteile mit geeigneten Korrosionsschutzmitteln schützen.

Entsprechend dem Wartungsplan das Fahrzeug abschmieren. Teile, die man nicht dauerhaft schützen kann, z. B. die Führungsrohre der Teleskopgabel, bedürfen im Winter nach jeder Fahrt einer Behandlung mit Korrosionsschutzmitteln.

Die am Motorrad angeordneten Sicherheitsschlösser vor der Winterperiode und im Bedarfsfalle auch zwischendurch mit handelsüblichen Schloßpflegemitteln behandeln.

Nach Beendigung der Winterperiode kann die Konservierung wieder entfernt werden.





Bild 25. Rückleuchte und Blinkleuchten (B) Befestigungsschrauben





5. Ratgeber bei Störungen

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FehlerAbhilfe
Keine Spannung im Bordnetz
Sicherung defektSicherung auswechseln und Kurzschluß beseitigen
Batterie ungenügend geladen bzw. defektBatterie laden oder auswechseln
Kabel abgerissen bzw. Korrosion an den AnschlüssenKabel reparieren, Anschlüsse reinigen
Lichtmaschine defektreparieren
Kontrolleuchte Leergang leuchtet nicht (Zündung eingeschaltet)
Leergang nicht eingelegtLeergang einschalten
Keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Glühlampe defektwechseln
Leergangschalter defektwechseln
Kabel bzw. deren Anschlüsse defektreparieren
Ölstandskontrolleuchte leuchtet (auch bei eingelegtem Gang, Zündung eingeschaltet)
Ölstand zu niedrigÖl auffüllen
Öldruckkontrolle leuchtet bei stehendem Motor (Zündung eingeschaltet) nicht
Keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Glühlampe defektwechseln
Öldruckschalter defektwechseln
Kabel bzw. deren Anschlüsse defektreparieren
Motor läuft, Öldruckkontrolle leuchtet
Öldruck zu niedrigMotorrad stillegen, Ursachen beseitigen lassen
Mögliche Ursachen:
Ölkreislauf gestört
Kein Öl im Vorratsbehälter
Ölpumpe defekt
Motor verschlissen
 
Batterie ständig leer
Lichtmaschine defektwechseln/reparieren
Regler defektwechseln
Kabel bzw. Kabelanschlüsse defektreparieren
Elektrolytstand stimmt nichtergänzen mit destilliertem Wasser
Glühlampen im Scheinwerfer bzw. Rücklicht leuchten nicht
Keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Glühlampen defekt bzw. schlechter Kontaktreparieren bzw. reinigen
Kabel defektreparieren
Abblend- bzw. Zündlichtschalter defektwechseln
Bremslicht leuchtet nicht
Keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Glühlampe defekt bzw. schlechter Kontaktauswechseln bzw. reinigen
Kabel defektauswechseln
Bremslichtschalter falsch eingestellteinstellen
Fahrtrichtungsanzeige geht nicht
Keine Spannung im Bordnetzsiehe dort
Sicherung der Blinkanlage durchgebranntauswechseln und Kurzschluß beseitigen
Blinkgeber defektauswechseln
Glühlampe defekt bzw. schlechter Kontaktauswechseln bzw. reinigen
Kabel defektreparieren
Motor springt nicht an
BedienungsfehlerZündung einschalten, Kraftstoffhahn öffnen, Kraftstoff auffüllen, Motorstopschalter einschalten
Kraftstoffleitung verstopftKraftstoffhahn, Leitung und Tank reinigen
Zündkerze verrußt, naß oder überbrücktZündkerze reinigen bzw. erneuern
Elektrodenabstand zu großElektrodenabstand einstellen
Zündkabel bzw. Kerzenstecker beschädigtZündkabel bzw. Kerzenstecker erneuern
Kurzschlußkabel im Kabelstrang aufgescheuertEinfachstecker mit schwarz-weiß/braun-weißem Kabel trennen und Zündfunke prüfen

Wenn Zündfunke vorhanden (also Zündanlage in Ordnung), etwaige Isolierschäden an Kabeln,
Zündschloß bzw. Motorstopschalter defektZündschloß bzw. Motorstopschalter beheben
Zündfunke zu schwachZündanlage überprüfen
Wasser im Vergaser bzw. Düsen verstopftVergaser ausbauen und reinigen
Motor hat keinen Leerlauf
Leerlaufdüse verstopftLeerlaufdüse reinigen
Einstellschrauben am Vergaser verstelltLeerlauf einstellen
Zündanlage beschädigtZündanlage überprüfen
Motor hat zu wenig Leistung
Kraftstoffzufuhr teilweise unterbrochen oder Vergaser verschmutztKraftstoffsystem und Vergaser reinigen
Luftfilter verschmutztLuftfilter reinigen bzw. erneuern
Kompressionsverlust durch lockere Zündkerze, lockeren Zylinderkopf, defekte KopfdichtungLeckage prüfen und defekte Teile erneuern
Kein Ventilspiel, Dekompressor zu knapp eingestelltVentilspiel einstellen, Dekompressor einstellen
Elektronische Zündverstellung defektZündverstellung kontrollieren
Auspuffanlage undicht oder verstopftAuspuff-Flansche nachziehen, defekte Teile erneuern
Fahren im falschen Gangsiehe Abschnitt 3.2.
Motor dreht nicht hoch
Vergaser läuft über, weil Niveau zu hoch eingestellt, Dichtkonus der Schwimmernadel verschmutzt oder ausgeschlagen, lockere Vergaserdüsen,Vergaser reinigen,
Schwimmernadel evtl. erneuern und Niveau einstellen
Düsen festziehen
elektronische Zündverstellung defektZündverstellung kontrollieren
Motor klingelt bei Vollast
Vergaser zu mager eingestelltVergaser einstellen
Motor wird zu heiß, weil Kühlrippen an Zylinder und Zylinderkopf stark verschmutzt sindMotor reinigen
Motor hat zu viel VorzündungZündverstellung bei Vollast kontrollieren
Kraftstoff nicht klopffestKraftstoff mit mehr Oktan tanken
Motor patscht in den Vergaser
KraftstoffmangelKraftstoffsystem und Vergaser überprüfen und reinigen
Ansaugventile undichtVentilspiel kontrollieren bzw. Ventile erneuern
Ventilsteuerung verstellt (durch falsche Montage des Zahnriemens)Ventilsteuerung kontrollieren, Zahnriemen ggf. erneuern
Motor saugt falsche Luft anDichtungen und Flansche der Saugseite kontrollieren bzw. erneuern
Zu hoher Kraftstoffverbrauch
Luftfilter naß bzw. Ansauganlage verstopftauswechseln, trocknen bzw. reinigen
Vergasereinstellung stimmt nichtregulieren
Falsche Fahrweisesiehe Abschnitt 3.2.
Kaltstarteinrichtung schließt nichtreparieren
Unnützes ruckartiges Gasgeben ("Schrauben") am GasdrehgriffKontinuierliche Betätigung des Gasdrehgriffes
Starke Geräusche beim Schalten der Getriebegänge
Kupplung defekt bzw. falsch eingestellteinstellen bzw. reparieren
Leerlaufdrehzahl zu hocheinstellen
Hinterradfederung schlägt durch
Verstellmuffen nicht auf "hart" gestellt (Zweipersonenbetrieb)Verstellmuffen umstellen
Zulässige Gesamtmasse überschrittenzulässige Gesamtmasse einhalten
Schlechte Straßenlage
Luftdruck in den Reifen nicht in Ordnungden vorgeschriebenen Luftdruck herstellen
Reifenprofil abgenutztReifen wechseln
Radspur stimmt nichtSpur einstellen
Bremse hält nicht
Bremsbacken abgenutztBremse nachstellen, Bremsbacken wechseln
Bremsscheibe veröltScheibe und Bremsbacken säubern
Bremse blockiert
Bremsring bzw. Bremsscheibe durch Nichtgebrauch oxydiertnach längerer Standzeit einige Male vorsichtig bremsen - stets die Vorderradbremse mit benutzen
Handbremshebel hat zu viel Torgang
Luft im BremssystemBremse in Fachwerkstatt entlüften lassen
Ausgleichsbohrung mit Bremszylinder am Lenker wir nicht freigegebenBremslichtschalter in Fachwerkstatt nachstellen lassen
Bremsflüssigkeit im Vorratsbehälter zu niedrig
Bremsbacken verschlissenBremsbacken wechseln
Bremsleitungen undichtBremse instandsetzen lassen


6. Kundendienst

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Benötigen Sie Auskünfte von uns, dann bitten wir um genaue Angaben sowohl zum Fahrzeug als auch zum vermuteten Mangel. In der Regel sollten Sie jedoch die Hilfe unserer Vertragshändler in Anspruch nehmen. Ersatzteile liefern wir vorrangig an unsere Vertragshändler sowie an unsere Importeure im jeweiligen Land.



7. Komplettieren der Motorräder

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Die Motorräder werden Ihnen in der Regel vom Händler fahrfertig übergeben. Zum Fahrfertigmachen gehören der Ein- bzw. Anbau von Vorderradkotflügel, Vorderrad, Lenker, Spiegel und, je nach Ausführung, weiterem Zubehör sowie die Kontrolle der Betriebs- und Verkehrssicherheit.



8. Alternative Betriebsmittel

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Zündkerzen
Champion 12 A YC

Schmierstoffe
Die alternativen Schmierstoffe sind in der den Motorradunterlagen beiliegenden "Schmierstofftabellen für MuZ-Motorräder und Motoren" enthalten.



9. Schaltpläne

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