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Index Soeben haben Sie einen neuen Freund erworben, den 'Allzeit Gute Fahrt !' INHALTSVERZEICHNIS1 Technische Daten 2 Bedienungsanleitung 2.1 Bedienungselemente 2.2 Reifenluftdruck überprüfen 2.3 Tanken 2.4 Inbetriebnehmen des Rollers 2.4.1 Starten 2.4.2 Anfahren 2.4.3 Schalten 2.4.4 Während der Fahrt 2.4.5 Anhalten 2.4.6 Abstellen 2.4.7 Sicherung gegen unbefugtes Benutzen 2.4.8 Beleuchtung 2.5 Einfahren 2.6 Kraftstoffverbrauch 3 Technische Beschreibung 3.1 Rahmen 3.2 Vorderradschwinge 3.3 Hinterradschwinge 3.4 Räder 3.5 Federbeine 3.6 Kippständer 3.7 Abnehmen des Motortunnels 3.8 Motor 3.9 Kühlung 3.10 Triebwerk 3.11 Vergaser und Luftfilter 3.12 Auspuffanlage 3.13 Schwunglichtmagnetzünder 3.14 Elektrische Anlage 4 Pflege und Wartung 4.1 Reinigen 4.2 Bereifung 4.3 Ölstand überprüfen und Ölwechsel 4.4 Kettenpflege 4.5 Abschmieren 4.6 Pflegeschema 4.7 Nachstellen der Kupplung 4.8 Nachstellen der Bremsen 4.9 Einstellen der Schaltung 4.10 Arbeiten am Vergaser 4.10.1 Nachstellen des Gasbowdenzuges 4.10.2 Einstellen der Leerlaufdrehzahl 4.10.3 Vergasereinstellung 4.10.4 Reinigen des Vergasers 4.10.5 Reinigen des Luftfilters 4.11 Arbeiten an der Elektrikanlage 4.11.1 Prüfen der Zündkerze 4.11.2 Abstand der Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung überprüfen 4.11.3 Wartung der Batterie 4.11.4 Beschreibung der Ladeanlage 4.12 Reinigen der Auspuffanlage 4.13 Nachstellen der Lenkungslager 5 Verschiedene Handgriffe 5.1 Vorderradausbau 5.2 Hinterradausbau 5.3 Reifenmontage 5.4 Ausbau der Kette 5.5 Einstellen des Scheinwerfers 5.6 Auswechseln der BiluxIampe 5.7 Abnehmen der Haube 6 Ratgeber bei Motorstörungen 6.1 Motor springt nicht an 6.2 Motor arbeitet unregelmäßig 6.3 Motor zieht nicht 6.4 Motor knallt oder patscht in den Vergaser 6.5 Motor wird zu heiß 6.6 Motor übertourt sich (dreht durch) 6.7 Geräusche 7 Werkzeuge |
Technische Datennächster Punkt ; Index
2. Bedienungsanleitung2.1. Bedienungselementenächster Punkt ; IndexDie Anordnung der Bedienungselemente können Sie der Tafel 1 entnehmen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Tafel 1. Bedienungselemente
2.2. Reifenluftdruck überprüfennächster Punkt ; IndexDie Bereifung gehört zu den hoch beanspruchten Bauteilen des Kraftfahrzeugs.
Von ihr hängt zum großen Teil die Sicherheit des Fahrers ab. Aus diesem Grunde ist es
notwendig, sie ständig zu kontrollieren und dabei besonders auf die Einhaltung des
vorgeschriebenen Reifenluftdrucks zu achten.
Die Luftpumpe befindet sich am Bodenblech der Sitzbank. 2.3. Tankennächster Punkt ; IndexDer Kraftstoffbehälter befindet sich unter der Sitzbank, die durch ein
Steckschloß verriegelt wird. Hier sind außerdem das Bordwerkzeug mit
Glühlampenersatzkasten und, wie schon erwähnt, die Luftpumpe diebstahlsicher
untergebracht (Bild 1). |
Bild 1. Aufgeklappter Sitz
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Das Mischungsverhältnis ist das Verhältnis der Raumteile Kraftstoff zu
einem Raumteil Motorenöl. 2.4. Inbetriebnehmen des Rollersnächster Punkt ; IndexNachdem das Fahrzeug von Ihnen ordnungsgemäß übernommen wurde und Sie sich mit allen Bedienungselementen vertraut gemacht haben, können Sie die erste Fahrt antreten. 2.4.1. Startennächster Punkt ; IndexWenn Sie beim Starten folgendermaßen vorgehen, werden normalerweise nie
Startschwierigkeiten auftreten: 2.4.2. Anfahrennächster Punkt ; IndexNachdem Sie auf dem Roller Platz genommen haben, ziehen Sie den Kupplungshebel und schalten den 1. Gang ein (die Markierung am Gehäuse des Schaltdrehgriffs zeigt auf 1). Unter gleichzeitigem Gasgeben lassen Sie nun den Kupplungshebel langsam los. 2.4.3. Schaltennächster Punkt ; IndexSobald sich das Fahrzeug in Bewegung gesetzt und eine Geschwindigkeit
von etwa 15 km/h erreicht hat, schalten Sie auf den 2. Gang. Dazu nehmen Sie das Gas
rasch weg, ziehen den Kupplungshebel und drehen den Schaltgriff, bis die Arretierung
für den 2. Gang einrastet (die Markierung auf dem Gehäuse steht dabei dem mit '2'
bezeichneten Teilstrich des Drehgriffs gegenüber). 2.4.4. Während der Fahrtnächster Punkt ; IndexNachdem Sie Ihren Roller über eine Fahrstrecke von ungefähr 500 km
eingefahren haben - wir geben Ihnen dazu im Abschnitt 2.5 einige
Erläuterungen -, können Sie die Motorleistung voll ausnutzen. Das soll jedoch keine
Empfehlung dafür sein, das Fahrzeug ständig mit Vollgas zu fahren. Der günstigste
Betriebsbereich für den Motor liegt bei etwa 3/4 seiner Höchstdrehzahl, den man im
Hinblick, auf Wirtschaftlichkeit des Kraftstoffverbrauchs und lange Lebensdauer der
Triebwerksteile möglichst einhalten sollte. 2.4.5. Anhaltennächster Punkt ; IndexZum Anhalten rechtzeitig die rechte Blinkleuchte betätigen, Gas
wegnehmen, Leerlauf einschalten und das Fahrzeug durch Betätigen der Bremsen zum
Stillstand bringen. 2.4.6. Abstellennächster Punkt ; IndexSchaltdrehgriff ist in Leerlaufstellung. Zündung ausschalten. Dazu Zündschlüssel nach rechts drehen und aus dem Zündschloß ziehen. Kraftstoffhahn schließen! 2.4.7. Sicherung gegen unbefugtes Benutzennächster Punkt ; IndexUnterhalb des Armaturenblechs befindet sich (in Fahrtrichtung gesehen)
links das Lenkerschloß zur Sicherung des Fahrzeugs gegen unbefugtes Benutzen. Zum
Sichern wird der Schlüssel eingeführt, dann um 45° nach links geschwenkt und das Schloß
unter leichtem Druck so weit nach innen geschoben, bis es in die dafür vorgesehene
Bohrung im Gabelschaftrohr einrastet. 2.4.8. Beleuchtungnächster Punkt ; IndexDer Zündlichtschalter hat 4 Schaltstellungen.
Der kombinierte Signalhornknopf-Abblendschalter ist am Lenker links, der
Schalter für die Blinkleuchten rechts angebracht. 2.5. Einfahrennächster Punkt ; IndexDie bewegten Teile des Motors benötigen eine gewisse Betriebszeit, um sich aufeinander einzuspielen. Diese Einlaufperiode erstreckt sich etwa über die ersten 500 Fahrkilometer. Während dieser Zeit sollte man den Motor besonders schonend behandeln und aufmerksam beobachten. Halten Sie vor allem das vorgeschriebene Mischungsverhältnis ganz exakt ein. Steigern Sie langsam, aber stetig die Belastung des Motors, schalten Sie herunter, sobald Sie merken, daß der Motor nicht mehr flott zieht. Und noch etwas: Fahren Sie Ihren Roller während der Einfahrzeit möglichst solo! 2.6. Kraftstoffverbrauchnächster Punkt ; IndexEs ist ein weitverbreiteter Irrtum, daß bei zu hohem Kraftstoffverbrauch
der Vergaser als Sündenbock Nr. 1 anzusehen ist. Vielfach werden dann Korrekturen an der
vom Werk vorgeschriebenen Einstellung und Bestückung vorgenommen, wodurch sich das Übel
nur noch verschlimmert. Seien Sie versichert, daß diese Vorschriften nicht aus der Luft
gegriffen sind, sondern in umfangreichen und langwierigen Prüfstand- bzw. Fahrversuchen
ermittelt wurden, um günstigste Verbrauchswerte bei bester Leistung in allen
Betriebsbereichen zu garantieren!
Selbstverständlich erhöht sich auch der Kraftstoffverbrauch zwangsläufig
durch Fahren in den niedrigen Gängen und durch häufiges Schalten, beispielsweise im
Stadtverkehr, in gebirgigen Gegenden oder bei Gegenwind. 3. Technische Beschreibung3.1. Rahmennächster Punkt ; IndexEr ist als verwindungssteifer Doppelrohrrahmen ausgelegt. 3.2. Vorderradschwingenächster Punkt ; IndexDas Vorderrad wird durch eine wartungsfrei gelagerte (Gummi-Silentbuchsen) Langarmschwinge geführt, die durch reibungsgedämpfte Federbeine abgestützt wird. |
Bild 2. Vorderradschwinge
3.3. Hinterradschwingenächster Punkt ; IndexAuch sie ist wartungsfrei gelagert und wird ebenfalls durch reibungsgedämpfte Federbeine abgestützt. |
Bild 3. Hinterradschwinge
3.4. Rädernächster Punkt ; IndexSie sind mit Alu-Vollhornfelgen der Größe 1,50 A x 16 ausgerüstet. Die Reifengröße ist 20 x 2,75. Die mechanischen Innenbackenbremsen haben einen Bremstrommeldurchmesser von 125 mm, die wirksame Bremsbelag Fläche jedes Rades beträgt 58 cm². Vorder- und Hinterrad können gegeneinander ausgetauscht werden. 3.5. Federbeinenächster Punkt ; IndexDas tragende Element des Federbeins ist eine Schraubenfeder, die durch Schutzhülsen verdeckt wird. Der Reibungsstoßdämpfer ist im Innenraum der Feder untergebracht und besteht aus einem innen geglätteten Stahlrohr, in dem sich die Kolbenstange mit den Reibsegmenten bewegt. Durch Anpressung der Segmente an die Innenwandung des Stahlrohres (Gleitrohr) werden die unerwünschten Federschwingungen gedämpft. 3.6. Kippständernächster Punkt ; IndexDer Kippständer ermöglicht das freie Abstellen des Kleinrollers. 3.7. Abnehmen des Motortunnelsnächster Punkt ; IndexDer als Schmutzschutz dienende Motortunnel wird mittels einer Rändelmutter gehalten. Wollen Sie den Motortunnel abnehmen, so brauchen Sie lediglich diese Mutter zu entfernen; der Kraftstoffhahn muß sich dabei in der Stellung 'Zu' befinden. Der Tunnel läßt sich dann nach oben und seitwärts abnehmen. 3.8. Motornächster Punkt ; IndexDer 'Simson'-Zweitakt-Motor arbeitet nach dem Prinzip der Umkehrspülung (s. Bild 4). Bei seiner Aufwärtsbewegung erzeugt der Kolben in der abgedichteten Kurbelkammer einen Unterdruck und gibt auf dem Weg zum oberen Totpunkt mit seiner Unterkante den Einlaß- |
Bild 4. Arbeitsweise des Zweitaktmotors
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schlitz im Zylinder frei. Durch diesen gelangt die beim Durchströmen
des Vergasers mit Kraftstoff angereicherte Außenluft in die Kurbelkammer. Der
Ansaugvorgang spielt sich also unterhalb des Kolbens ab. Zu gleicher Zeit wird
oberhalb des Kolbenbodens Frischgas verdichtet und kurz vor dem oberen Totpunkt
durch den Zündfunken der Zündkerze gezündet. Das verbrennende Gas dehnt sich stark
aus und treibt den Kolben zum unteren Totpunkt. Diesen Vorgang bezeichnet man als
Arbeitstakt. 3.9. Kühlungnächster Punkt ; IndexSie erfolgt durch den von einem Radialgebläse erzeugten Luftstrom,
der durch die Luftführung zum Zylinderkörper und -deckel gelenkt wird. Das
Schaufelrad des Gebläses ist auf der Schwungscheibe des Magnetzünders aufgesetzt. 3.10. Triebwerknächster Punkt ; IndexDie vom Kurbeltrieb erzeugte Drehbewegung wird durch ein
schrägverzahntes Zahnradpaar auf die Kupplung, die ihrerseits wieder auf der
Antriebswelle des Getriebes sitzt, und von dort über die verschiedenen Gangradpaare
und die Abtriebswelle auf das Kettenritzel übertragen. 3.11. Vergaser und Luftfilternächster Punkt ; IndexSie dienen zur Aufbereitung eines zündfähigen und
verunreinigungsfreien Kraftstoff-Luft-Gemisches. 3.12. Auspuffanlagenächster Punkt ; IndexDie zerlegbare Auspuffanlage ist genau auf die Eigenheiten des Motors abgestimmt. Es empfiehlt sich aus diesem Grunde nicht, irgendwelche Veränderungen an ihr vorzunehmen, da sie nur nachteilige Folgen für Kraftstoffverbrauch und Motorleistung hätten. 3.13. Schwunglichtmagnetzündernächster Punkt ; IndexDer Schwunglichtmagnetzünder vereinigt in sich den Magnetzünder, der
den zur Entzündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches erforderlichen Zündfunken liefert,
sowie einen Wechselstromerzeuger, der den für die Beleuchtung und zum Laden der
Batterie benötigten Strom abgibt. 3.14. Elektrische Anlagenächster Punkt ; IndexDie elektrische Anlage besteht aus dem Zündstromkreis und den beiden
Lichtstromkreisen. 4. Pflege und Wartungnächster Punkt ; IndexRegelmäßige Pflege und Wartung erhält den Wert, erhöht die Lebensdauer und sichert die Zuverlässigkeit ihres Simson-Kleinrollers 'Schwalbe'. 4.1. Reinigennächster Punkt ; IndexEs ist eine bekannte Tatsache, daß jedes Kraftfahrzeug besonders während
der niederschlagsreichen Monate des Jahres, einer Unzahl schädigender Einflüsse ausgesetzt
ist. Sie wirken vor allem auf das äußere Lackkleid und die blanken Metallteile ein und
können hier, wenn die entsprechenden Pflege- und Wartungsarbeiten versäumt werden,
erheblichen Schaden anrichten. Straßenschmutz zerkratzt ja nicht nur die Lackierung,
sondern wirkt auch chemisch schädigend auf sie ein. Empfehlenswert ist es, wenn man seinem
Fahrzeug im regelmäßigen Turnus die notwendige Pflege angedeihen läßt. 4.2. Bereifungnächster Punkt ; IndexWie bereits an anderer Stelle erwähnt, soll die Bereifung einer dauernden
und gewissenhaften Überprüfung unterliegen. Dabei ist besonders die ständige Kontrolle und
Einhaltung des vorgeschriebenen Luftdruckes außer für die Fahrsicherheit auch für die
Lebensdauer der Reifen von ausschlaggebender Bedeutung. Merken Sie sich! 4.3. Ölstand überprüfen und Ölwechselnächster Punkt ; IndexDie Ölfüllung im Getriebe ist regelmäßig zu überprüfen und notfalls zu
ergänzen. Bei richtigem Ölstand reicht der Flüssigkeitsspiegel bis zur Kontrollschraube auf
der rechten Unterseite (Bild 5). Das Schmiermittel (Motorenöl der vorgeschriebenen
Viskosität) soll erstmalig nach 500 km (2. Durchsicht) und später alle 8000 ... 10000 km
erneuert werden. Das Frischöl wird durch die Öffnung des Kupplungsdeckels (Bild
8) eingefüllt. |
Bild 5. Ölkontrollschraube
Bild 6. Ölablaßschraube
4.4. Kettenpflegenächster Punkt ; IndexDie Antriebskette gehört zu den strapaziertesten Triebwerksteilen, da sie
durch die Schwingenbewegung und ihre hohe Umlaufgeschwindigkeit starken Beanspruchungen
unterliegt. Ihre Wartung sollte daher unter keinen Umständen vernachlässigt werden.
Wesentlich ist vor allem die genaue Einstellung von Spur und Durchhang. |
Bild 7. Kontrolle der Kettenspannung
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sich eine derartige Korrektur notwendig, so sind Steckachse und die Mutter
am Kettenkasten zu lockern und die Kettenspanner gleichmäßig in der gewünschten Weise zu
verstellen. Anschließend sind Achse und Mutter wieder fest anzuziehen. 4.5. Abschmierennächster Punkt ; IndexDas Fahrwerk Ihres Kleinrollers 'Schwalbe' ist nach dem Prinzip weitgehender
Wartungsfreiheit konstruiert. Sowohl Fußbremshebel als auch Vorder- und Hinterradschwinge
sind in Gummi-Silentbuchsen gelagert, die keiner Schmierung oder anderweitigen Pflege
bedürfen. Die Radlager sollen lediglich alle 8000 ... 10000 km gefettet werden. Diese Arbeit
überläßt man aber günstigerweise einem Simson-Dienst, da dazu ein spezieller
Radlagerauszieher nötig ist. 4.6. Pflegeschemanächster Punkt ; Index
4.7. Nachstellen der Kupplungnächster Punkt ; IndexDie Kupplung muß vollständig ein- und auskuppeln, darf also nicht rutschen,
weil dadurch die Kupplungslamellen verbrennen können. Bei richtiger Einstellung muß der
Kupplungshandhebel in eingekuppeltem Zustand zwischen seiner Anlagefläche und der Lagermuffe
am Bowdenzug etwa 2 ... 4 mm toten Gang (Spiel) aufweisen. Bei zu großem Spiel löst die
Kupplung nicht voll aus. Wenn das Spiel fehlt, neigt sie zum Rutschen. |
Bild 8. Nachstellen der Kupplung
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Die innere Kupplungsstellschraube mit Gegenmutter wird zugänglich. Gegenmutter lösen und innere Stellschraube verstellen; Linksdrehen ergibt Vergrößerung, Rechtsdrehen Verkleinerung des Kupplungsspiels. 4.8. Nachstellen der Bremsennächster Punkt ; IndexVorderradbremse: |
Bild 9. Nachstellen der Hinterradbremse
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Hinterradbremse: |
Bild 10. Getriebeschalthebel
4.9. Einstellen der Schaltungnächster Punkt ; IndexDas Einstellen der Schaltung überläßt man am besten dem Fachmann, da hierzu
schon einiges technisches Verständnis erforderlich ist. |
Bild 11. Nachstellen des Gasbowdenzugs
4.10. Arbeiten am Vergasernächster Punkt ; IndexDer Vergaser vom Typ NKJ 153-5 ist ein Nadeldüsen-Kolbenvergaser mit unten angesetztem Schwimmergehäuse. Das Herstellerwerk ist der VEB Berliner Vergaserfabrik. 4.10.1. Nachstellen des Gasbowdenzugsnächster Punkt ; IndexDie Stellung des Kolbenschiebers im Vergaser wird durch den Gasdrehgriff an
der rechten Lenkerseite reguliert. Durch Drehen von vorn nach hinten wird mehr Gas gegeben. 4.10.2. Einstellen der Leerlaufdrehzahlnächster Punkt ; IndexMit der Gehäuseanschlagschraube, die durch eine Feder gegen unbeabsichtigtes
Verstellen gesichert ist, kann der Leerlauf eingestellt werden. 4.10.3. Vergasereinstellungnächster Punkt ; IndexDie Vergasereinstellung und -bestückung, d. h., die Größe der Hauptdüse,
der Nadeldüse, der Teillastnadel, die Stellung der Teillastnadel sowie der
Schieberausschnitt wurde vom Herstellerwerk in Verbindung mit dem VEB Fahrzeug- und
Gerätewerk Simson Suhl, durch umfangreiche Versuche festgelegt. Es ist daher zu empfehlen,
bis auf Veränderungen in der Stellung der Teilastnadel keine Änderungen vorzunehmen. |
Bild 12. Vergaser NKJ 153-5
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derlich sein, so kann diese für den Teillastbereich durch Höher- oder Tieferhängen der Düsennadel im Nadelhalter sowie für die Spitzenleistung durch Änderung der Hauptdüse vorgenommen werden. Ein Höherhängen der Düsennadel im Nadelhalter bedeutet ein fettes Gemisch und höheren Kraftstoffverbrauch, Tieferhängen dagegen ein mageres Gemisch, also geringeren Kraftstoffverbrauch, aber auch eine größere Erhitzung des Motors. 4.10.4. Reinigen des Vergasersnächster Punkt ; IndexUm den Vergaser stets einsatzbereit zu halten, ist es zu empfehlen, diesen
von Zeit zu Zeit gründlich zu reinigen. Hierzu muß der Motortunnel abgenommen werden. Die
Hauptdüse kann gereinigt werden, ohne daß der Vergaser demontiert wird. 4.10.5. Reinigen des Luftfiltersnächster Punkt ; IndexDas Luftfilter hat die Aufgabe, die zur Verbrennung des Kraftstoffs
notwendige Luft zu reinigen, d. h. staubfrei zu machen. Zur besseren Filterwirkung ist das
Stahlgeflecht der Filterpatrone mit einem Ölüberzug versehen, der die Staubteilchen bindet.
Je weniger Staub, der bekanntlich zum großen Teil aus feinen Quarzkörnchen besteht, in das
Motorinnere gelangt, desto geringer ist der Verschleiß der Triebwerksteile. |
Bild 13. Einzelteile des Vergasers
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tor nie in Betrieb genommen werden. Bei der Reinigung des Luftfilters ist der Ansauggeräuschdämpfer gleichfalls zu säubern. |
Bild 14. Ansauggeräuschdämpfer und Luftfilter
4.11. Arbeiten an der Elektrikanlage4.11.1. Prüfen der Zündkerzenächster Punkt ; IndexAls Folge hoher Beanspruchung zeigt die Kerze nach einer gewissen
Betriebszeit Alterserscheinungen, die sich als Elektrodenabstand, Verbrennungsrückstände
am Isolator usw. bemerkbar machen. |
Bild 15. Überprüfen der Zündkerze
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Springt kein Funke über, so ist die Zündanlage systematisch in folgender
Weise zu prüfen: 4.11.2. Abstand den Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung überprüfennächster Punkt ; IndexDer Unterbrecher (Kontakte, Lauffläche und Lagerbohrung) unterliegt einem
natürlichen Verschleiß. Seine einwandfreie Funktion ist deshalb regelmäßig zu
kontrollieren. Diese Arbeiten sollten zweckmäßigerweise von einem Simson-Dienst oder einer
IKA-Vertragswerkstatt vorgenommen werden. Sind Sie dazu jedoch selbst in der Lage, so
bitten wir, folgende Hinweise zu beachten: |
Bild 16. Kontrolle des Abrisses
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Die Nachschmierung des Filzes erfolgt, indem mit einem Schraubenzieher o. ä. einige Tropfen Hypoid-Getriebeöl 03 GHYP auf das dem Nocken abgewandte Ende des Filzes gebracht werden. Die beste Ölfüllung des Filzes wird erreicht, wenn das Filzstück ausgebaut und in Benzin durch kräftiges Walken gereinigt wird. Nach dem Trocknen ist wieder Hypoidöl einzuwalken. Die beste Tränkung ist erreicht, wenn beim Zusammendrücken des Filzes nur so viel Öl an der Oberfläche erscheint, wie beim Nachlassen des Druckes wieder aufgesaugt wird. Bei verkrusteter Lauffläche des Filzes kann auch die bisher dem Nocken abgewandte Seite des Filzes als Schmierfläche benutzt werden. |
Bild 17. Schwunglichtmagnetzünder
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Der Filzwischer soll nur den Nockenberg berühren. Der Abstand zwischen Nockental und Filz muß etwa 1/2 mm betragen. Liegt der Filz auch im Nockental an, so wird das Öl aus ihm 'herausgepumpt' und geht verloren. Eine Justierung des Filzstückes ist möglich, wenn der Filzhalter etwas aufgebogen und das Filzstück zurück- |
Bild 18. Unterbringung der Batterie
Bild 19. Schaltplan
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gestaucht oder vorgezogen wird. Danach ist ein Festklemmen des Filzes durch Zubiegen des Halters nötig. 4.11.3. Wartung der Batterienächster Punkt ; IndexDie Wartung und Pflege der Batterie ist denkbar einfach. Sie erstreckt sich im wesentlichen auf die monatliche Kontrolle des Flüssigkeitsspiegels, der einige Millimeter über den oberen Rand der Separatoren (perforierte Zwischenlagen) reichen soll. Sinkt er darunter ab, so ist das Elektrolyt mit destilliertem Wasser zu ergänzen. Die Anschlußpole der Batterie sind bei dieser Gelegenheit, am besten mit Wasser und Bürste, zu reinigen und anschließend leicht einzufetten. Die Batterieanschlüsse dürfen nicht verwechselt werden, da sonst eine Schädigung des Gleichrichters eintreten kann. Während des Winters ist der Sammler besonders pfleglich zu behandeln. Denken Sie daran, daß er in ungeladenem Zustand bereits bei etwa -10 °C einfriert. Bei längerem Abstellen des Fahrzeugs ist es zweckmäßig, die Batterie auszubauen und an einem frostfreien Ort aufzubewahren. Es empfiehlt sich, den Sammler etwa alle 6 Wochen einem Simson- -oder IKA-Dienst zur Wartung zu übergeben. Die Ladestromstärke darf beim Laden der Batterie außerhalb des Fahrzeuges 0,5 Ampere nicht überschreiten. Das Batteriegehäuse ist vor Kraftstoff und Schlagbeanspruchung zu schützen. 4.11.4. Beschreibung der Ladeanlagenächster Punkt ; IndexDie Ladung der Batterie erfolgt von dem wechselstromerzeugenden
Schwunglichtmagnetzünder über eine Feinsicherung (G-Schmelzeinsatz 1 C-TGL 0-41 571
mittelträge), Drosselspule, Halbleiter-Flächengleichrichter OY 911 (oder OY 910 oder OY
111). Es liegt in der Gesetzmäßigkeit dieser Anlage begründet, daß entgegen den mit Reglern
versehenen Gleichstrom-Lichtmaschinen eine Regelung des Ladestromes in Abhängigkeit vom
Ladezustand der Batterie und dem Verbrauch nicht möglich ist. 4.12. Reinigen der Auspuffanlagenächster Punkt ; IndexLeistung und Verbrauch eines Zweitaktmotors hängen in hohem Maße vom
Staudruck in der Auspuffanlage ab. Wenn die Motorleistung nachläßt, so ist eine Reinigung
der Auspuffanlage unbedingt erforderlich. 4.13. Nachstellen der Lenkungslagernächster Punkt ; IndexSollte sich nach längerem Betrieb ein zu großes Spiel am Lenkungslager bemerkbar machen. so ist ein Nachstellen erforderlich. |
Bild 20. Der Schalldämpfer
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Arbeitsvorgang: 5. Verschiedene Handgriffe5.1. Vorderradausbau (Bild 21)nächster Punkt ; Index
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Bild 21. Ausbau des Vorderrades
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Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaues (Kabelband für Bremsbowdenzug zurückschieben!). 5.2. Hinterradausbau (Bild 22)nächster Punkt ; Index
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Bild 22. Ausbau des Hinterrades
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Beim Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaues ist darauf zu achten, daß das Laufrad spurhaltig eingesetzt wird (Stellung der Kettenspanner beachten!). Zu erwähnen wäre noch, daß Vorderrad und Hinterrad untereinander austauschbar sind. 5.3. Reifenmontagenächster Punkt ; IndexDemontage (Bild 23):
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Bild 23. Reifenmontage
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Montage
5.4. Ausbau der Kettenächster Punkt ; Index
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Bild 24. Hinterradantrieb
Wird die Kette gegen eine neue ausgewechselt, so hängt man diese
günstigerweise an die alte Kette an und zieht sie so mühelos durch die Schutzbälge und den
Zahnkranzkasten. Etwas schwieriger ist diese Angelegenheit, wenn die Kette ohne dieses
Hilfsmittel aufgelegt werden muß.
5.5. Einstellen des Scheinwerfersnächster Punkt ; IndexZur richtigen Einstellung des Scheinwerfers muß der Roller mit 2 Personen belastet auf einem ebenen Platz in 5 m Entfernung mit seiner Längsachse senkrecht zu einer Wand aufgestellt werden. An der Wand wird die Höhe der Scheinwerfermitte durch ein Kreuz markiert. Bei abgeblendetem Licht muß sich bei richtig eingestelltem Scheinwerfer die obere Grenze der auf der Wand |
Bild 25. Einstellen des Scheinwerfers
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erscheinenden hellen Fläche (Hell-Dunkel-Grenze) 5 cm unterhalb des
Markierungspunktes abzeichnen. |
Bild 26. Auswechseln der Biluxlampe
5.6. Auswechseln der Biluxlampe (Bild 26)nächster Punkt ; Index
5.7. Abnehmen der Haubenächster Punkt ; Index
6. Ratgeber bei Motorstörungen6.1. Motor springt nicht annächster Punkt ; Index
6.2. Motor arbeitet unregelmäßignächster Punkt ; Index
6.3. Motor zieht nichtnächster Punkt ; Index
6.4. Motor knallt oder patscht in den Vergasernächster Punkt ; Index
6.5. Motor wird zu heißnächster Punkt ; Index
6.6. Motor übertourt sich (dreht durch)nächster Punkt ; Index
6.7. Geräuschenächster Punkt ; Index
7. WerkzeugeIndexIn der Werkzeugtasche sind die für die Unterhaltung und Pflege erforderlichen Werkzeuge untergebracht (Bild 27). |
Bild 27. Bordwerkzeuge