Inhaltsverzeichnis


5 Arbeiten am Vergaser
5.1 Horizontal-Nadeldüsen-Kolbenschiebervergaser 16N
5.1.1 Einzelteile der Vergaseranlage
5.1.2 Regulierarbeiten am Vergaser
5.1.2.1 Leerlauf einregulieren
5.1.2.2 Einflußnahme auf das Teil- und Vollastverhalten
5.1.2.3 Reinigen des Vergasers
5.1.2.4 Niveauprüfgerät
5.2 Nadeldüsen-Kolbenvergaser NKJ
5.2.1 Regulierarbeiten am Vergaser
5.2.1.1 Leerlauf einregulieren
5.2.1.2 Einflußnahme auf Teil- und Vollastverhalten
5.2.1.3 Reinigen des Vergasers
6 Arbeiten am Hinterradantrieb
6.1 Demontage
6.1.1 Öffnen des Kettenschutzes
6.1.2 Abnehmen der Antriebskette
6.1.3 Zerlegen des Hinterradmitnehmers
6.2 Montage
6.2.1 Zusammensetzen des Mitnehmers
6.2.2 Einsetzen des Mitnehmers in den Kettenschutz
6.2.3 Komplettieren des Hinterradantriebes
7 Arbeiten an der Innenbackenbremse
7.1 Ausbau der Bremsbacken
7.2 Demontage des Bremsschildes (Hinterrad)
7.3 Montage des Bremsschildes
7.3.1 Einfügen der Zwischenlagen für Bremsbacken
7.3.2 Bremslichtschalter montieren und einregulieren
8 Arbeiten an der Radnabe
8.1 Ausbau der Radlager
8.2 Einsezten der Radlager
9 Instandsetzung der Federbeine
9.1 Hydraulisch gedämpfte Federbeine
9.1.1 Auswechseln der Tragfedern
9.1.2 Instandsetzung der hydraulischen Stoßdämpfer
9.2 Reibungsgedämpfte Federbeine
9.2.1 Demontage des Federbeines
9.2.2 Zusammenbau des Federbeines
9.2.2.1 Montage des Reibungsdämpfers
9.2.2.2 Komplettierung des Federbeines

5 Arbeiten am Vergaser

5.1 Horizontal-Nadeldüsen-Kolbenschiebervergaser 16N

5.1.1 Einzelteile der Vergaseranlage

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Bild 180
  1. Schlauchnippel
  2. Startvergaser
  3. Leerlauf-Anschlagschraube
  4. Leerlauf-Luftregulierschraube
  5. Verschlußschraube
  6. Stellschraube

5.1.2 Regulierarbeiten am Vergaser

5.1.2.1 Leerlauf einregulieren

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Vor der Regulierung Zündkerze auf Zustand und richtigen Elektrodenabstand überprüfen. Die Leerlaufdüse muß einwandfrei sauber sein. Leerlaufregulierung an betriebswarmer Maschine ausführen.

Leerlauf-Luftregulierschraube ganz einschrauben. Durch Herausschrauben das Leerlaufgemisch soweit mit Luft anreichern, bis ein regelmäßiger Motorlauf eintritt. Die Leerlaufdrehzahl wird mit Hilfe der Leerlauf-Anschlagschraube eingestellt.

5.1.2.2 Einflußnahme auf das Teil- und Vollastverhalten

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Hauptdüse größer:

  • Verbrauch größer
  • Gemisch mit Kraftstoff angereichert
  • Leistung größer (?)
Hauptdüse kleiner:
  • Verbrauch geringer
  • Gemisch abgemagert
  • Leistung geringer (?)
Teillastnadel tiefer hängen:
  • Abmagerung im Teillastbereich
Teillastnadel höher hängen:
  • Anreicherung im Teillastbereich
Zu arme Einstellung des Vergasers unbedingt vermeiden, Überhitzungsschäden am Motor können die Folge sein.

5.1.2.3 Reinigen des Vergasers

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Die Hauptdüse ist nach dem Lösen der Verschlußschraube zugänglich. Düsen niemals mit harten Gegenständen reinigen. Die Bohrung einer Düse niemals nacharbeiten. Bei notwendiger Bestückungskorrektur Originaldüse anderer Abmessung verwenden.

Der Schwimmer läßt sich vom Vergaseroberteil abnehmen, wenn der Scharnierstift seitlich aus dem Schwimmerscharnier gezogen wurde.

5.1.2.4 Niveauprüfgerät

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Bild 181

5.2 Nadeldüsen-Kolbenvergaser NKJ

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Bild 182
  1. Schlauchnippel
  2. Düsenhalteschraube
  3. Drosselklappe
  4. Leerlauf-Anschlagschraube
  5. Tupfer
  6. Verschlußschraube

5.2.1 Regulierarbeiten am Vergaser

5.2.1.1 Leerlauf einregulieren

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Der NKJ-Vergaser besitzt kein besonderes Leerlaufsystem. Die Einregulierung der Leerlaufdrehzahl wird mir Hilfe der LeerlaufAnschlagschraube vorgenommen.

Voraussetzung für ordentliches Leerlaufverhalten ist:

  • Dichtheit der Vergaseranlage und des Motors zur Vermeidung von Falschluft
  • richtige Zündeinstellung und einwandfreier Zustand der Zündanlage
  • richtig einregulierte Kraftstoffhöhe im Schwimmergehäuse
Einregulierung der Leerlaufdrehzahl bei warmem Motor ausführen.

5.2.1.2 Einflußnahme auf Teil- und Vollastverhalten

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Die Hauptdüse wirkt von ¾ geöffnetem Gasschieber bis Vollast. Von ¼ bis ¾ Gasschieberöffnung wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch die Nadeldüse und die Teillastnadel bestimmt. Für evtl. Korrekturen gilt das unter 5.1.2.2 Gesagte.

5.2.1.3 Reinigen des Vergasers

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Die Hauptdüse kann gesäubert werden, ohne daß die Demontage des Vergasers nötig ist. Sie wird zugänglich, wenn die seitlich angebrachte Düsenhalteschraube entfernt wurde. Eine Ausnahme bildet der Vergaser 135-1. Bei diesem Typ sind Haupt- und Nadeldüse zu einem Stock vereinigt.

6 Arbeiten am Hinterradantrieb

6.1 Demontage

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Bild 183

Das Hinterrad ist ausgebaut, das Antriebskettenrad gelöst. Mutter M12x1,5 von der Achsverlängerung schrauben und Hinterradantrieb von der Schwinge abnehmen

Werkzeug:
  • Schraubenschlüssel SW 19mm

6.1.1 Öffnen des Kettenschutzes

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Bild 184 Gummipfropfen (1) entfernen und Deckel zum Kettenschutz (2) herausheben.

Werkzeug:
  • Schraubenzieher 6mm

6.1.2 Abnehmen der Antriebskette

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Bild 185 Verschlußfeder des Kettenschlosses öffnen, Kette aus dem Gehäuse ziehen und Kettenschutzschläuche abnehmen.

Werkzeug:
  • Flachzange

6.1.3 Zerlegen des Hinterradmitnehmers

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Bild 186 Elastikring herausnehmen.

Werkzeug:
  • Schraubenzieher

Bild 187 Sicherungsring 40 entfernen. Rillenkugellager 6203 und Achsverlängerung herausnehmen.

Werkzeug:
  • Seegerringzange
  • Dorn
  • Schlosserhammer

6.2 Montage

6.2.1 Zusammensetzen des Mitnehmers

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Bild 188 Mitnehmer erwärmen. Kugellager 6203 mit 2 ccm Wälzlagerfett montieren und Sicherungsring einsetzen.

Werkzeug:
  • Heizplatte
  • Durchschlag
  • Schlosserhammer
  • Seegerringzange

Bild 189 Achsverlängerung und Elastikring (mit Beschriftung nach oben) einsetzen.

Werkzeug:
  • Gummihammer

6.2.2 Einsetzen des Mitnehmers in den Kettenschutz

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Bild 190 Antriebskette in die Kettenschutzschläuche einziehen und die beiden Kettenenden in die Anschlußstutzen des Kettenschutzes einführen. Kettenschloß verriegeln.

Werkzeug:
  • Drahthaken
  • Flachzange

Bild 191 Kettenschloß

Verschlußfeder entgegengesetzt der Kettenlaufrichtung in die Verschlußstiftrillen einsetzen.

Werkzeug:
  • Flachzange

6.2.3 Komplettieren des Hinterradantriebes

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Bild 192 Kette auf den Zahnkranz des Mitnehmers auflegen. Abschmierfett in die Kettenschutzschläuche einspritzen und Deckel zum Kettenschutz auflegen. Gummipfropfen einsetzen.

Werkzeug:
  • Fettpresse

Bild 193 Beim weiteren Arbeiten mit dem Hinterradantrieb muß darauf geachtet werden, daß die Kette nicht wieder vom Zahnkranz abspringt (evtl. Kette mit Hilfe des Ritzels sichern).

7 Arbeiten an der Innenbackenbremse

7.1 Ausbau der Bremsbacken

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Bild 194 Drei Sicherungsscheiben entfernen.

Werkzeug:
  • Flachzange
  • Zange für Sicherungsscheibe
  • Schraubenzieher

Bild 195 Bremsbacken und Bremsnocken abnehmen. (Bremsbackenfeder aushängen.)

7.2 Demontage des Bremsschildes (Hinterrad)

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Bild 196 Bremslichtschalter demontieren. Mutter M5 und Scheibe A5 entfernen. Kontaktschraube und Isolierbuchsen herausnehmen.

Werkzeug:
  • Schraubenzieher 6mm
  • Schraubenschlüssel SW 10mm

7.3 Montage des Bremsschildes

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Bild 197 Einsetzen des Bremsnockens und Aufstecken der Bremsbacken. Sicherungsscheibe und Feder montieren.

Werkzeug:
  • Seegerringzange
  • Flachzange

7.3.1 Einfügen der Zwischenlagen für Bremsbacken

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Bild 198 Bei stärkerem Verschleiß des Bremsbelages können Zwischenlagen in drei verschiedenen Dicken (Zwischenlage I 1mm dick, Zwischenlage II 2mm dick, Zwischenlage III 1,5mm dick) zwischen Bremsnocken und der Stirnfläche der Bremsbacken eingefügt werden.

Bremsbackenfeder aushängen, Zwischenlagen gleicher Dicke auf die Stirnflächen des oberen und unteren Bremsbackens auflegen, Bremsbackenfeder einhängen.

Werkzeug:
  • Flachzange

7.3.2 Bremslichtschalter montieren und einregulieren

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Bild 199 Zwei Isolierbuchsen in das Bremsschild einführen, Kontaktschraube, Federscheibe A5 und Sechskantmutter M5 montieren.

Werkzeug:
  • Schraubenschlüssel SW 8mm

Bild 200 Das Hinterrad ist in das Fahrzeug eingebaut. Prüflampe mit Batterie am Bremslichtschalter anschließen und durch Drehen der Kontaktschraube Kontaktpunkt suchen. Schraube wieder ein wenig zurückdrehen und den Leuchtbeginn des Bremslichtes in der gewünschten Fußbremshebelstellung einjustieren. Kontaktschraube in dieser Stellung durch Mutter M5 sichern.

Werkzeug:
  • Schraubenschlüssel SW 8mm
  • Schraubenzieher 4mm

8 Arbeiten an der Radnabe

8.1 Ausbau der Radlager

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Bild 201 Das Hinterrad ist ausgebaut. Dichtringe entfernen und Sicherungsring herausnehmen.

Werkzeug:
  • Schraubenzieher 9mm
  • Seegerringzange

Bild 202 Ausziehvorrichtung für Radlager in die Radnabe einführen, Spreizdorn anziehen und Radlager nacheinander entfernen. Distanzrohr herausnehmen.

Werkzeug:
  • Schraubenschlüssel SW 14mm
  • Schraubenschlüssel SW 9mm
  • Gummihammer
  • Ausziehvorrichtung DV 34401-6

8.2 Einsetzen der Radlager

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Bild 203 Radnabe und Einzelteile sind einwandfrei gereinigt. Linkes Radlager 6201 mit etwa 2 ccm Wälzlagerfett einsetzen.

Werkzeug:
  • Dornpresse
  • (Hohldorn,
  • Schlosserhammer)

Bild 204 Distanzrohr und rechtes Radlager 6201 ebenfalls mit etwa 2 ccm Wälzlagerfett einsetzen. Beide Dichtringe mit Lippengraphitpaste (etwa 1 ccm) eindrücken.

Werkzeug:
  • Dornpresse
  • (Hohldorn,
  • Schlosserhammer)

9 Instandsetzung der Federbeine

9.1 Hydraulisch gedämpfte Federbeine

9.1.1 Auswechseln der Tragfedern

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Bild 205 Obere Schutzhülse etwas nach unten drücken und Halbschalen entfernen.

Bild 206 Schutzhülse abstreifen und Tragfeder von der Kolbenstange nehmen.

Bild 207 Stoßdämpfer auf Dichtheit und Verschleißerscheinungen untersuchen.

Bild 208 Tragfeder fetten und auf den Stoßdämpfer aufsetzen.

Bild 209 Schutzrohr über die Tragfeder schieben nach unten drücken und Stützringhälften einlegen.

9.1.2 Instandsetzung der hydraulischen Stoßdämpfer

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Die von uns verwendeten Teleskopstoßdämpfer arbeiten nach dem Prinzip doppeltwirkender Zweirohr-Stoßdämpfer (System ‘Hartha’).

Wirkungsweise in Druckrichtung:
Der mit Durchtrittsöffnungen und einer Ventilplatte versehene Kolben bewegt sich in dem mit Öl gefüllten Dämpfungszylinder nach unten. Dabei muß die Dämpfungsflüssigkeit den durch die Kolbengestaltung gesetzten Strömungswiderstand überwinden. Die mit dem Fahrbahnstoß in den Dämpfer einfließende Energie wird auf diese Weise abgebaut. Das von der Kolbenstange verdrängte Ölvolumen wird durch das Bodenventil des Dämpfungszylinders in den Raum zwischen Mantelrohr und Dämpfungszylinder gedrückt. Auch hierbei wird Energie abgebaut. Die Dämpfkraft kann mit Hilfe der am Bodenventil vorhandenen Schraube variiert werden.

Wirkungsweise in Zugrichtung:
Während der Zugrichtung bewegt sich der Kolben nach oben. Das im Arbeitsraum (oberhalb des Kolbens) befindliche Öl tritt durch dafür vorgesehene Öffnungen zwischen Kolbenstange und Kolben hindurch und muß dabei ein diese Öffnungen verschließendes Federscheibenpaket abheben. Die Vorspannung dieses Federscheibenpaketes kann durch eine Stellmutter (auf der Kolbenstange) ebenfalls entsprechend der gewünschten Dämpfkraft verändert werden.

Die beim Einfedern erfolgte Ölverdrängung durch die Kolbenstange wird über das Bodenventil aus dem Reserveraum (zwischen Mantelrohr und Zylinder) ausgeglichen.

Funktionsstörungen treten auf:
bei unvorschriftsmäßiger Ölfüllung (52 +/- 3 ccm Stoßdämpferflüssigkeit der Viskosität 30 - 38 cSt bei 20 C bzw. 8 - 12 cSt bei 50 C)

  • durch verschmutzte oder falsch einregulierte Ventile
  • bei Undichtheiten
  • Gewaltbeschädigungen
  • Verschleiß oder
  • Montagefehlern.
Pflege, Wartung, Funktionsprüfung
Der Teleskopstoßdämpfer bedarf keinerlei Pflege. Die Gummielemente zur Befestigung des Stoßdämpfers dürfen nicht mit Fett in Berührung gebracht werden. Nach jeweils 3000 km Fahrstrecke ist die ordnungsgemäße Befestigung am Fahrzeug und das Mantelrohr auf Ölspuren als Zeichen von Undichtheit zu überprüfen. Zur Kontrolle der eingestellten Dämpfkräfte sind Spezialprüfgeräte erforderlich, die eine reproduzierbare Aufzeichnung (Diagramm) des Dämpfungsverlaufes zulassen. Verlauf und Größe der Dämpfkraft sind für die Fahreigenschaften ausschlaggebend. Prüfung von Hand sind nicht zulässig, da auf diese Weise nicht festgestellt werden kann, ob über den gesamten Arbeitshub Dämpfwirkung vorhanden ist oder nicht. Diese Kontrolle muß bei vertikaler Stellung der Stoßdämpfer erfolgen. Transport- oder lagerungsbedingt kann es vorkommen, daß beim Auseinanderziehen der Teleskopstoßdämpfer ein ‘Leerhub’ zu spüren ist. Durch mehrmaliges ‘Pumpen’ in der Einbaulage des Stoßdämpfers kann das in den Reserveraum gelangte Öl wieder in den Zylinder gefördert werden.

Kennwerte des Stoßdämpfers
StoßdämpfertypC 22-70 F -25/5C 22-70 G -13/5
Verwendunghintenvorn
Dämpfkraft
Zugrichtung in kp28 +/- 516 +/- 5
Druckrichtung in kp5 +/- 35 +/- 3
Länge
zusammengeschoben in mm294256
auseinandergezogen in mm338309
Ölfüllmenge in ccm52 +/- 352 +/- 3
Prüfdrehzahl in U/min100100
Prüfhub4040
Funktionsstörung und deren Uraschen:
  1. Druckstufe arbeitet nicht : Dichtscheibe auf Bodenventil dichtet nicht ab ( Dichtscheibe verbogen, Dichtfläche am Bodenventil nicht plan). Schmutz zwischen Dichtscheibe und Bodenventilkörper.
  2. Zugstufe arbeitet nicht : Schmutz zwischen Dichtscheibe und Dichtfläche am Koben sowie zwischen Ventilteller und Auflagefläche. Dichtscheibe am Kolben dichtet nicht ab (Dichtscheibe verbogen, Kolbendichtfläche nicht plan).
  3. Dämpfkraft setzt in Zug- und Druckrichtung nach jedem Hub später ein : Bodenventil dichtet an den Stirnseiten des Zylinders nicht einwandfrei ab. Bodenventil im Mantelrohr schief.
  4. Dämpfer weist Ölverlust auf : Kolbenstangenabdichtung (Manschette) defekt. Kolbenstange schadhaft, Mantelrohrabdichtung defekt. Mantelrohr undicht (durchgescheuert, Riß).
  5. Dämpfung setzt nicht weich sondern ruckartig ein : Zu wenig Dämpferflüssigkeit. Bodenventil undicht.
  6. Dämpfer wirkungslos, ohne sichtbaren Ölverlust : Fremdkörper zwischen Membrane des Kolbenventils.

9.2 Reibungsgedämpfte Federbeine

9.2.1 Demontage des Federbeines

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Bild 210 Federbein einspannen. Tragfeder mit der unteren Schutzhülse zusammendrücken und Haltegabel 32350-8 in die entsprechenden Aussparungen einführen.

Werkzeug:
  • Haltegabel 32350-8

Bild 211 Zylinderkerbstift 4x28 aus dem unteren Einspannstück entfernen und Einspannstück von der Kolbenstange ziehen.

Werkzeug:
  • Durchschlag 3,8mm Dmr.
  • Schlosserhammer

Bild 212 Haltegabel abnehmen. Untere Schutzhülse, Tragfeder und obere Schutzhülse entfernen.

Bild 213 Gummipuffer von der Kolbenstange nehmen und das Gleitrohr an seinem unteren Ende einspannen.

Werkzeug:
  • Dreibackenfutter

Bild 214 Oberes Einspannstück vom Gleitrohr schrauben und Kolbenstange mit Reibsegment herausstoßen.

Werkzeug:
  • Dorn

9.2.2 Zusammenbau des Federbeines

9.2.2.1 Montage des Reibungsdämpfers

zum nächsten Punkt ; Index

Bild 215 Verschleißzustand der Reibsegmente und des Gleitrohres überprüfen. Nach etwa 3000 - 5000 km ist das Gleitrohr (1) mit Hilfe des Druckdornes EV 32350-9 (2) (Kugeldurchmesser 15,1 und 15,15 mm) nachzukalibrieren.

Werkzeug:
  • Druckdorn EV 32350-9
  • Schlosserhammer
  • Dornpresse

Bild 216 Kolbenstange mit Reibsegment in die Montagehülse EV 32350-7 einführen.

Werkzeug:
  • Montagehülse EV 32350-7
  • Dornpresse

Bild 217 Kolbenstange in das Gleitrohr eindrücken.

Werkzeug:
  • Montagehülse EV 32350-7
  • Dornpresse

Bild 218 Oberes Einspannstück aufschrauben. Kolbenstange leicht fetten und Funktionsprobe durchführen.

Werkzeug:
  • Dreibackenfutter
  • Dorn

9.2.2.2 Komplettierung des Federbeines

Index

Bild 219 Gummipuffer auf die Kolbenstange schieben, oberes Schutzrohr und eine Auflagescheibe montieren.

Bild 220 Unterschiedsmerkmale der Tragefedern:

  1. Tragfeder, vorn
  2. Tragfeder, hinten, einsitziges Fahrzeug
  3. Tragfeder, hinten, zweisitziges Fahrzeug.
Tragfeder mit zähem Fett versehen (Schmierfett darf nicht in das Innere des Reibungsstoßdämpfers gelangen!). Auflegscheibe und das untere Schutzrohr montieren.

Bild 221 Tragfeder zusammendrücken, Haltegabel einschieben, unteres Einspannstück aufstecken und Zylinderkerbstift 4x28 einsetzen.

Werkzeug:
  • Haltegabel EV 32350-8
  • Schlosserhammer

Bild 222 Haltegabel entfernen und Federbein gemäß seiner Kennzeichnung am Fahrzeug montieren.

  1. Federbein, vorn
  2. Federbein, hinten, einsitziges Fahrzeug
  3. Federbein, hinten, zweisitziges Fahrzeug.