Inhaltsverzeichnis10 Arbeiten an der elektrischen Anlage 10.1 Schwunglichtmagnetzünder 10.1.1 Zündseite 10.1.1.1 Zündeinstellung 10.1.1.1.1 Kontrolle der Abrißstellung 10.1.1.1.2 Filzwischer, Fangfilz, Sicherheitsfunkenstrecke 10.1.1.2 Prüfwerte und Einbaumaße 10.1.2 Lichtseite 10.1.2.1 Prüfwerte und Einbaumaße 10.2 Schlußlichtdrossel 10.3 Ladeanlage 10.3.1 Teilschnittdarstellung der Ladeanlage 10.3.2 Schaltschema der Ladeanlage 10.3.3 Hinweise zur Behandlung des Halbleiter-Flächengleichrichters 10.3.4 Funktionsprüfung 10.3.4.1 Prüfung der Ladung im Fahrzeug 10.3.4.1.1 Prüfung der Sperrwirkung des Gleichrichters im Fahrzeug 10.3.4.1.2 Prüfung des Ladestromes 10.3.4.1.3 Prüfung der Batteriespannung an der Ladeanlage 10.3.4.1.4 Prüfung der Wechselspannung vor der Ladeanlage 10.3.4.1.5 Prüfung der Spannung hinter der Ladeanlage (ohne Batterieladung!) 10.3.4.2 Prüfung der Anlage außerhalb des Fahrzeugs 10.3.4.2.1 Prüfung der Sperrwirkung des Gleichrichters außerhalb des Fahrzeugs 10.4 Behandlung der Batterie 10.4.1 Batterie 10.4.1.1 Inbetriebnahme und Erstladung 10.4.1.2 Laden der Batterie im eingebauten Zustand 10.4.1.3 Laden der Batterie außerhalb des Fahrzeugs 10.4.1.4 Wartung der Batterie 10 Arbeiten an der elektrischen Anlage10.1 Schwunglichtmagnetzünderzum nächsten Punkt ; Index
Die Schwungscheibe enthält sechs oxidkeramische Dauermagnete,
die weder einer Nachmagnetisierung nach bei abgebauter
Schwungscheibe eines magnetischen Kurzschlusses bedürfen. Die
Nabe der Schwungscheibe ist als Unterbrechernocken ausgebildet.
Sie ist außerdem mit dem Gewinde für die Vorrichtung zum Abziehen der Schwungscheibe von der Kurbelwelle (M27x1,25)
versehen.
Die Zündzuleitung ist mit dem Zündspulenanschluß in der Hochspannungsdurchführung mit Hilfe eines Verbindungsbleches, das als Sicherheitsfunkenstrecke ausgebildet ist, verbunden. Folgende Farbabweichungen der Grundplattenverkabelung sind möglich:
10.1.1 Zündseitezum nächsten Punkt ; Index
10.1.1.1 Zündeinstellungzum nächsten Punkt ; Index
10.1.1.1.1 Kontrolle der Abrißstellungzum nächsten Punkt ; Index
10.1.1.1.2 Filzwischer, Fangfilz, Sicherheitsfunkenstreckezum nächsten Punkt ; Index
10.1.1.2 Prüfwerte und Einbaumaßezum nächsten Punkt ; Index
Beide Lichtspulen müssen dabei gleichzeitig nach der Tabelle im
Abschnitt 10.1.2.1 belastet sein. 10.1.2 Lichtseitezum nächsten Punkt ; Index15- (25-)W-Lichtspule (ohne Anzapfung zwischen Unterbrecher
und Kondensator angeordnet). 10.1.2.1 Prüfwerte und Einbaumaßezum nächsten Punkt ; IndexFür eine Prüfung der Lichtseite des Zünders im Fahrzeug ist eine orientierende Spannungskontrolle an den Leitungsklemmen 59 und 59 b,c möglich (z.B. mit Prüflampe 6V,15W, abgeschlossenen Leitungen 59 bzw. 59 b,c gegen Masse). Die Spannung an der Klemme 59 a wird wie folgt überprüft:
|
| Klemme Nr. | Belastungswiderstand in Ohm | Drehzahl in U/min | Spannung in V |
| 59 | 3,04 | 3000 7500 | >= 6,0 <= 7,5 |
| 59 a | keine Belastung | 3000 7500 | >= 6,0 <= 20 |
| 59 b,c | 2,53 | 3000 7500 | >= 6,0 <= 7,5 |
|
Die Spannungsmessung erfolgt mit einem Effektiv-
Spannungmesser (notfalls Vielfachinstrument). Die Widerstände
müssen induktionsfrei (bifilare Wicklung) und temperaturunabhängig (Belastbarkeit = 20W) sein. Die Zündseite muß bei diesen
Messungen mit 7mm Funkenlänge belastet werden.
10.2 Schlußlichtdrosselzum nächsten Punkt ; IndexDie Speisung des Schlußlichtes erfolgt von der Klemme 59 b,c des Schwunglichtmagnetzünders über den Zündlichtschalter Klemme 59 b und 58 und die Drossel. Der Stromkreis wird über ein besonderes Kontaktpaar beim Einschalten des Scheinwerfers automatisch mit geschlossen. Die Schlußlichtdrossel ist mit der Ladeanlage vereinigt. Sie hat die Aufgabe, das Schlußlicht (Leistungsaufnahme 5W) vor Überlastung durch die 18-W-Generatorwicklung zu schützen. Die Drosselspule arbeitet verschleißfrei. Bei Störungen ist eine Durchgangsprüfung zwischen den Drosselanschlüssen vorzunehmen. Die anzuwendende Prüfspannung soll 2V möglichst nicht überschreiten. 10.3 Ladeanlagezum nächsten Punkt ; IndexDie Ladeanlage enthält neben dem Gleichrichter, der den vom Schwunglichtmagnetzünder erzeugten Wechselstrom gleichrichtet, zwei Drosselspulen zur Anpassung des Rücklichtes (siehe auch Abschnitt 10.2) und des Halbleiter-Flächengleichrichters. 10.3.1 Teilschnittdarstellung der Ladeanlagezum nächsten Punkt ; Index
10.3.2 Schaltschema der Ladeanlagezum nächsten Punkt ; Index
10.3.3 Hinweise zur Behandlung des Halbleiter-Flächengleichrichterszum nächsten Punkt ; IndexDieses Bauelement ist empfindlich gegen Überspannung, zu hohe
Stromstärken und hohe Erwärmung. Beim Löten an der Klemme
und ganz besonders beim Auswechseln des Gleichrichters ist der
Lötkolben vom Netz zu trennen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge. 10.3.4 Funktionsprüfung10.3.4.1 Prüfung der Ladung im Fahrzeugzum nächsten Punkt ; IndexAls Meßinstrument können für Gleichspannung und Gleichstrom-Drehspuleninstrumente für Wechselspannung Dreheisen- oder
auch Gleichrichterinstrumente Anwendung finden. 10.3.4.1.1 Prüfung der Sperrwirkung des Gleichrichters im Fahrzeugzum nächsten Punkt ; IndexBei Motorstillstand (Zündlichtschalter auf Stellung ‘Aus’) Amperemeter mit Minusanschluß zum Gleichrichter in die Ladeleitung 51/rot einschalten (Meßbereich bis 6A), 1-A-Sicherung und richtigen Batterieanschluß überprüfen. Den Zündlichtschalter in Betriebsstellung bringen. Es darf kein Zeigerausschlag am Instrument erfolgen, andernfalls hat der Gleichrichter seine Sperrwirkung verloren und muß ausgewechselt werden. 10.3.4.1.2 Prüfung des Ladestromeszum nächsten Punkt ; IndexIn die Ladeleitung 51/rot Amperemeter mit Plusanschluß zum Gleichrichter hin einschalten. Meßbereich für 1A Gleichstrom wählen und den Motor kurzzeitig mit Höchstdrehzahl betreiben. Bei Anschluß der Leitung ‘viel Ladung’ (Klemme 63a grün/rot) muß das Instrument etwa 0,5A anzeigen. Bei Anschluß der Leitung ‘wenig Ladung’ (Klemme 63) muß das Gerät etwa 0,3A Ladestrom anzeigen. Bei negativem Ergebnis ist wie folgt weiter zu verfahren. 10.3.4.1.3 Prüfung der Batteriespannung an der Ladeanlagezum nächsten Punkt ; IndexBei Betriebsstellung des Zündlichtschalters muß am Kühlblech des Gleichrichters die Batteriespannung (Pluspol) anliegen und gegen Masse zu messen sein. Ist dies nicht der Fall, liegt der Fehler in den elektrischen Verbindungen (Ladeanlage Klemme 51 - Zündlichtschalter Klemme 5 (15/51 - 30) - Batterieanschluß - Masse) vor. 10.3.4.1.4 Prüfung der Wechselspannung vor der Ladeanlagezum nächsten Punkt ; Index (siehe Abschnitt 10.1.2.1)10.3.4.1.5 Prüfung der Spannung hinter der Ladeanlage (ohne Batterieladung!)zum nächsten Punkt ; IndexDazu Leitung 51/rot von der Klemme an der Sicherungsdose lösen und Gleichspannungsmesser mit Plusanschluß an die gelöste Leitung ankleben, Minusanschluß des Gerätes an Masse. Motor kurzzeitig auf Höchstdrehzahl bringen. Die gemessene Spannung soll zwischen 5 - 7 V liegen. Bei negativem Meßergebnis kann der Gleichrichter einen Unterbrecher haben oder in der Leitungsklemme ein Leitungsbruch vorliegen. 10.3.4.2 Prüfung der Anlage außerhalb des Fahrzeugs10.3.4.2.1 Prüfung der Sperrwirkung des Gleichrichters außerhalb des Fahrzeugszum nächsten Punkt ; IndexAn die Klemme 51/rot den Minuspol einer 2-V-Batterie anschließen. An die Klemme 63/grün den Minusanschluß des Amperemeters anschließen (Meßbereich mindestens 2A). 10.4 Behandlung der Batterie10.4.1 Batteriezum nächsten Punkt ; IndexFür unsere Fahrzeugtypen findet eine Bleibatterie (6V, 4,5Ah)
Verwendung. Sie dient zur Speisung der Gleichstromverbraucher
wie Blinkleuchten, Parkleuchten, Signalhorn und Leerganganzeige. 10.4.1.1 Inbetriebnahme und Erstladungzum nächsten Punkt ; IndexBei Inbetriebnahme einer neuen Batterie ist diese mit Akkumulatoren-Schwefelsäure mit einer Dichte von 1,28 g/ccm (in den Tropen 1,23 g/ccm) bis 1cm über den oberen Plattenrand zu füllen, nachdem zuvor die Füllverschlüsse entfernt wurden sind. Batterie zwei bis drei Stunden stehen lassen, der Säurespiegel sinkt dabei ab, dann bis zur ursprünglichen Höhe wieder Säure nachfüllen. Daraufhin wird das Laden mit der Hälfte des normalen Ladestromes (0,25A) durchgeführt. 10.4.1.2 Laden der Batterie im eingebauten Zustandzum nächsten Punkt ; IndexDas Laden der Batterie im eingebauten Zustand erfolgt von dem
wechselstromerzeugenden Schwunglichtmagnetzünder über den
Halbleiter-Flächengleichrichter. Diese Anlage wurde zum Umschalten auf viel und wenig Ladestrom eingerichtet, damit eine
gewisse Anpassung an verschiedene Betriebsarten möglich ist. Bei
Anschluß der Leitung ‘viel Ladung’ (Klemme 63a/ grün/rot) erfolgt das Laden der Batterie mit 0,5A, bei Anschluß der Leitung
‘wenig Ladung’ (Klemme 63 grün) mit 0,3A. 10.4.1.3 Laden der Batterie außerhalb des Fahrzeugszum nächsten Punkt ; IndexDas Aufladen einer leeren Batterie sollte stets außerhalb des Fahrzeugs erfolgen, weil die Ladezeit im Fahrbetrieb auch bei ‘viel
Ladung’ und Verzicht auf alle Gleichstromverbraucher viel zu
lange dauern würde. Das Laden sollte mit 1/10 der Gesamtkapazität der Batterie vorgenommen werden. Dies würde bedeuten, daß
die von uns eingebauten Batterien mit 0,45 A zu laden sind.
Die Batterie darf nur an Gleichstrom angeschlossen werden. Beim
Anschließen ist darauf zu achten, daß die gleichnamigen Pole von
Batterie und Ladeleitung miteinander verbunden werden, d.h. +
mit + und - mit -.
10.4.1.4 Wartung der BatterieIndexDie einwandfreie Funktion des gesamten Gleichstromkreises am
Fahrzeug hängt im entscheidenden Maße vom Zustand der Batterie ab. |