Betriebsanleitung

SIMSON .050/.080 TS
SIMSON .050/.080 SC

Index



Wir freuen uns, daß Sie sich für ein SIMSON-Erzeugnis entschieden haben und danken Ihnen für Ihr Vertrauen.

Das Fahrzeug zeichnet sich aus durch hohen Fahr- und Bedienkomfort sowie den SIMSON typischen Eigenschaften Robustheit und Zuverläßigkeit.

Nehmen Sie sich Zeit zum Kennenlernen Ihres neuen Fahrzeugs, das erhöht sowohl Ihre Sicherheit im Straßenverkehr als auch Ihre Freude am Fahren.

Lesen Sie diese Betriebsanleitung gründlich durch, bevor Sie mit Ihrem neuen Fahrzeug starten. Sie erhalten wichtige Hinweise zur sachkundigen Bedienung und Handhabung Ihres Fahrzeug sowie hilfreiche Tips zur regelmäßigen Wartung und Pflege.

Beachten Sie die Hinweise in dieser Betriebsanleitung. Nur so erhalten Sie den Wert Ihres Fahrzeugs und schaffen die Voraußetzungen für Gewährleitungsansprüche.

Neben dieser Betriebsanleitung erhalten Sie ein Serviceheft. Hier finden Sie die Inspektions- und Wartungsintervalle, die dabei notwendigen Arbeiten und wichtige Hinweise zur Gewährleistung.

Bitte beachten Sie die mit den folgenden Zeichen versehenen Sicherheitshinweise und Informationen:

Achtung! Unfall- und Verletzungsgefahren!
Achtung! Technische Schäden!
Hinweis auf mögliche Gefährdung der Umwelt
 Informationen, die für das Verständnis nützlich und wichtig sind.

Jederzeit gute Fahrt wünscht Ihnen Ihre

SIMSON MOTORRAD GmbH & Co. KG






Inhaltsverzeichnis

1Vorstellung
1.0.1     Off-Road-Version SC
1.0.2Tourensport TS
2Sicherheitsinformationen
2.1Wichtige Hinweise
2.2Fahrhinweise für den Benutzer
2.2.1Sicheres Fahren
2.2.2Kleidung
2.2.3Persönliche Fahrweise
2.3Überprüfung vor Fahrtantritt
2.4Tipps zum Fahren
2.5Entsorgungshinweise
3Identifizierung
3.1Schlüßelnummer
3.2Fahrzeug-Identifikationsnummer
3.3Motornummer
3.4Amtliches Kennzeichen
3.5Modell und Hersteller
4Bedienung
4.1Anordnung der Bedienelemente
4.2Kombinationßchalter links
4.3Gasdrehgriff
4.4Anzeigeeinheit
4.5Lenkersperrschloß
4.5.1Lenkersperre einrasten
4.5.2Lenkersperre ausrasten
4.6Seitendeckel links
4.6.1Entsperren und Abnehmen
4.6.2Einsetzen und Sperren
4.7Fußschaltung
4.8Bremsen
4.8.1Handbremshebel
4.8.2Fußbremshebel
4.9Kraftstoffhahn
4.10Rückspiegel
4.11Kraftstoffbehälter
5Betriebshinweise
5.1Starten und Anfahren
5.1.1Starten des kalten Motors
5.1.2Starten des warmen Motors
5.1.3Anfahren
5.2Hinweise zum Einfahren und Betrieb
5.2.1Einfahrhinweise
5.2.2Betriebshinweise
5.2.3Hinweise zur Kraftstoffeinsparung
5.3Hinweise zum Schalten
5.4Betätigen der Bremsen
5.5Abstellen des Fahrzeugs
5.6Tanken
5.6.1Tanken bei Mischungßchmierung
5.6.2Tanken bei Getrenntschmierung
5.7Sichern der Ölzufuhr
6Pflege und Wartung
6.1Schmierstellen
6.2Überprüfen des Getriebeölstands
6.3Überprüfen der Bremsen
6.3.1Bremsbeläge
6.3.2Trommelbremse
6.3.3Scheibenbremse
6.4Prüfen des Reifenluftdrucks
6.5Warten der Batterie
6.6Prüfen und Pflegen der Antriebskette
6.7Reinigen des Fahrzeugs
6.8Außerbetriebsetzen des Fahrzeugs
6.9Wiederinbetriebnehmen des Fahrzeugs
7Selbsthilfe
7.1Aus- und Einbau der Räder
7.1.1Vorderrad aus- und einbauen
7.1.2Hinterrad aus- und einbauen
7.2Entlüften des Ölzufuhrsystems
7.3Nachstellen der Trommelbremse
7.3.1Hinterrad-Trommelbremse
7.3.2Vorderrad-Trommelbremse
7.4Einstellen des Hinterrad-Bremslichtschalters
7.5Nachstellen der Kupplung
7.6Federbeine einstellen
7.7Wechseln der Glühlampen
7.7.1Bremslicht / Rücklicht
7.7.2Blinkleuchten
7.7.3Kontrollleuchten und Tachometer
7.7.4Scheinwerfer Modell SC
7.7.5Scheinwerfer Modell TS
7.8Einstellen des Scheinwerfers
7.9Wechseln der Sicherung
7.10Wechseln der Zündkerze
8Anhang
8.1Technische Daten





1 Vorstellung

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Eigenmächtige Veränderungen an den vorgestellten Fahrzeugen sowie der Anbau nicht vom Hersteller freigegebener Bau- und Zusatzteile können die Fahreigenschaften negativ beeinflußen und schließen eine Haftung des Herstellers für daraus entstehende Schäden aus.



1.0.1 Off-Road-Version SC

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Straßenorientiertes Enduro durch Stollenbereifung und einen hochgelegten Auspuff- auch für den leichten Geländeeinsatz.







1.0.2 Tourensport TS

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Fahrzeug mit Straßenbereifung und einem tiefgelegten Auspuff.







2 Sicherheitsinformationen

2.1 Wichtige Hinweise

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Lesen Sie die Betriebsanleitung aufmerksam durch, bevor Sie mit dem Fahrzeug fahren. Nur mit genauer Sachkenntnis vermeiden Sie Fehler und gewährleisten einen störungsfreien Betrieb.



Auf öffentlichen Straßen darf das Fahrzeug nur gefahren werden, wenn die in den nationalen Verkehrsgesetzen festgelegte Betriebs- und Fahrerlaubnis vorliegt und das Fahrzeug entsprechend ausgerüstet ist. Die Betriebserlaubnis müßen Sie während der Fahrt mitführen.

Bewahren Sie die Betriebsanleitung und die Betriebserlaubnis sorgfältig auf. Bei Verkauf, Vermietung oder Verleihung des Fahrzeugs müßen Sie diese Papiere dem neuen Besitzer zu übergeben.



 

Vergewißern Sie sich, daß Sie die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht-Versicherung ordnungsgemäß abgeschloßen haben. Sie machen sich strafbar, wenn Sie ein Fahrzeug ohne den vorgeschriebenen Haftpflicht-Versicherungßchutz im öffentlichen Straßenverkehr betreiben.



2.2 Fahrhinweise für den Benutzer

2.2.1 Sicheres Fahren

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  • Befolgen Sie immer die regionalen Gesetze und Bestimmungen.
  • Überprüfen Sie das Fahrzeug, bevor Sie den Motor starten. So verhüten Sie Unfälle und schützen sich und die Maschine vor Schäden.
  • Laßen Sie das Fahrzeug nur von Personen fahren, die im Besitz eines gültigen Führerscheins sind.
  • Machen Sie sich gut bemerkbar, um unverschuldete Unfälle zu vermeiden.
  • Tragen Sie auffällig helle oder reflektierende Kleidung. Fahren Sie nicht im toten Winkel anderer Verkehrsteilnehmer.
  • Seien Sie äußerst wachsam an Kreuzungen, Aus- und Einfahrten und an Einmündungen von Seitenstraßen.
  • Halten Sie Geschwindigkeitsbegrenzungen ein, und fahren Sie niemals schneller als die Umstände es zulaßen.
  • Zeigen Sie Abbiegen oder Spurwechsel rechtzeitig an.
  • Nehmen Sie Personen nur auf dem zugelaßenen Sozius mit. Darüber hinaus ist die Mitnahme von Personen unzuläßig.
  • Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest, und laßen Sie beide Füße auf den Fußrasten ruhen. Der Beifahrer muß sich mit beiden Händen am Fahrzeug oder Fahrer festhalten und beide Füße auf den Sozius-Fußrasten ruhen laßen.


2.2.2 Kleidung

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  • Tragen Sie immer einen Schutzhelm. Der Beifahrer benötigt den gleichen Schutz.
  • Tragen Sie eng anliegende Kleidung, um ein Verfangen mit den Bedienelementen, den Fußrasten, der Antriebskette oder den Rädern zu vermeiden.
  • Die Abgasanlage wird während des Betriebes sehr heiß und bleibt es auch nach dem Abstellen des Motors noch längere Zeit. Tragen Sie nur solche Kleidung, die Ihre Beine vollständig bedeckt.


2.2.3 Persönliche Fahrweise

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Die Fahrsicherheit wird weitgehend vom persönlichen Verhalten und von der Fahrweise bestimmt.



  • Fahren Sie nicht, wenn Sie müde sind.
  • Fahren Sie niemals, wenn Ihre Fahrtüchtigkeit z. B. durch Alkohol, Drogen oder Medikamente beeinträchtigt ist.
  • Paßen Sie die Fahrgeschwindigkeit stets dem Straßenzustand und der Verkehrßituation an.
  • Halten Sie die Verkehrsregeln - insbesondere Geschwindigkeitsbegrenzungen - strikt ein.


2.3 Überprüfung vor Fahrtantritt

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Überprüfen Sie vor jeder Fahrt die Betriebßicherheit Ihres Fahrzeugs. Eine komplette Sicherheitsüberprüfung ist lebenswichtig.



Stellen Sie vor Fahrtantritt eine Unregelmäßigkeit fest, muß diese vor Inbetriebnahme des Fahrzeugs unbedingt behoben werden.



Überprüfen Sie vor dem Fahrtantritt:

  • Bremswirkung der Vorder- und Hinterradbremse.
  • Bremsflüßigkeitßtand der Vorderradbremse.
  • Funktionstüchtigkeit von Scheinwerfer, Schluß- / Bremslicht, Blinker, Anzeigenleuchten und Signalhorn.
  • Reifenzustand und Reifendruck.
  • Kraftstoffvorrat.
  • Ölstand. (Nur bei Getrenntschmierung)
  • Zustand und Spannung der Kette.
  • Leichtgängigkeit des Gasdrehgriffs in allen Lenkerstellungen und Drehrichtungen.
  • Funktion, Zustand und freies Spiel der Kupplung.
  • Rückspiegel auf Zustand, Sauberkeit und Einstellung.


2.4 Tipps zum Fahren

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  • Laßen Sie den Motor nicht im Stand warmlaufen. In der Warmlaufphase sind Verschleiß und Schadstoffaußtoß besonders hoch.
    Fahren Sie deshalb mit geringer Motordrehzahl kurz nach dem Start los.
  • Vermeiden Sie Vollgasbeschleunigungen.
    Durch gefühlvolles Gasgeben werden der Kraftstoffverbrauch und die Umweltbelastung sowie der Verschleiß erheblich vermindert.
  • Fahren Sie möglichst wenig mit Höchstgeschwindigkeit.
    Kraftstoffverbrauch, Abgas und Fahrgeräusch nehmen bei hoher Geschwindigkeit überproportional zu.
  • Fahren Sie gleichmäßig und voraußchauend.
    Unnötige Beschleunigungs- und Bremsmanöver müßen mit hohem Kraftstoffverbrauch bezahlt werden.
  • Stellen Sie den Motor während voraußehbarer längerer verkehrsbedingter Wartezeiten ab.


2.5 Entsorgungshinweise

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Übergeben Sie Ihr Fahrzeug am Ende seiner Nutzungsdauer einem anerkannten Entsorgungsunternehmen zur umweltgerechten Entsorgung.



Beachten Sie immer die landeßpezifischen Gesetze und Verordnungen.



3 Identifizierung

3.1 Schlüßelnummer

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Mit dem Fahrzeug erhalten Sie zwei Schlüßel für das Lenkersperrschloß, denn Zünd-Lichtschalter und das Seitendeckelschloß. An der Schlüßelverbindung befindet sich eine Plakette mit der Schlüßelnummer.

 

Bewahren Sie den Zweitschlüßel und die Plakette getrennt vom Fahrzeug auf. Die Schlüßelnummer müßen Sie bei der Bestellung eines Ersatzschlüßels angeben.







3.2 Fahrzeug-Identifikationsnummer

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Die Fahrzeug-Identifikationsnummer dient zur eindeutigen Erkennung des Fahrzeugs und wird für die Anmeldung bei der zuständigen Behörde benötigt.

Sie befindet sich auf der rechten Seite des Fahrzeugs im Bereich des Steuerkopfes.

 

Achten Sie auf die Übereinstimmung der Identifikationsnummer am Fahrzeug mit der angegebenen Nummer in der Betriebserlaubnis.







3.3 Motornummer

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Die Motornummer befindet sich an der oberen Motorgehäusehälfte.

Sie trägt wesentlich zur Identifizierung Ihres Fahrzeugs und des damit verbundenen Motors bei.







3.4 Amtliches Kennzeichen

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Wird das Fahrzeug für den Straßenverkehr zugelaßen, müßen Sie es mit einem amtlichen Kennzeichen ausrüsten. Durch den Hersteller sind die entsprechenden Befestigungspunkte bereits am hinteren Kotflügel vorgesehen.







3.5 Modell und Hersteller

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Die Modellbezeichnung, z. B. .050 TS, ist beidseitig am Fahrzeug angebracht.

Der Kraftstoffbehälter ist mit dem SIMSON - Logo und dem Schriftzug SIMSON gekennzeichnet.



4 Bedienung

4.1 Anordnung der Bedienelemente

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  1. Kontrollinstrumente
  2. Zünd-Lichtschalter
  3. Tachometer
  4. Handbremshebel
  5. Gasdrehgriff
  6. Kraftstofftank
  7. Fußbremshebel
  8. Fußraste für Beifahrer
  9. Abgasanlage
  10. Sitzbank
  11. Seiten- bzw. Hauptständer
  12. Fußraste für Fahrer
  13. Fußschalthebel
  14. Kickstarterhebel
  15. Kombinationßchalter links
  16. Festgriff
  17. Kupplungshebel


4.2 Kombinationsschalter links

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  1. Schalter für Abblend-/Fernlicht
    Schalterstellung unten: Abblendlicht
    Schalterstellung oben: Fernlicht
  2. Schalter für Blinkleuchten
  3. Taster für Signalhorn
  4. Starterhebel
    Stellung I Fahrbetrieb/Warmstart
    Stellung II Kaltstart


4.3 Gasdrehgriff

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Mit dem Gasdrehgriff regulieren Sie während der Fahrt die Geschwindigkeit.

Geschwindigkeit verringern - Gasdrehgriff in Fahrtrichtung drehen
Geschwindigkeit erhöhen - Gasdrehgriff entgegen der Fahrtrichtung drehen



4.4 Anzeigeeinheit

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  1. Tachometer
  2. Kilometerzähler
  3. Blinkkontrolle
  4. Fernlichtkontrolle
  5. Leerlaufkontrolle
  6. Zünd-Lichtschalter
Stellung IZündung, Licht und Motor ausgeschaltet,
Schlüßel kann abgezogen werden
Stellung IIZündung eingeschaltet, Beleuchtung ausgeschaltet
Stellung III      Zündung und Beleuchtung eingeschaltet


4.5 Lenkersperrschloß

4.5.1 Lenkersperre einrasten

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  • Lenker nach rechts einschlagen und Zündschlüßel in das Schloß stecken.
  • Schließzylinder mit dem Schlüßel gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
  • Schließzylinder mit dem Schlüßel in die Schloßführung hineindrücken. Schlüßel im Uhrzeigersinn wieder bis zum Anschlag zurückdrehen.
  • Mit dem Abziehen des Schlüßels ist der Lenker gesperrt.






4.5.2 Lenkersperre ausrasten

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  • Zündschlüßel in das Schloß stecken.
  • Schließzylinder mit dem Schlüßel gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
  • Schließzylinder mit dem Schlüßel aus der Schloßführung herausziehen.
  • Schlüßel im Uhrzeigersinn wieder bis zum Anschlag zurückdrehen.


4.6 Seitendeckel links

4.6.1 Entsperren und Abnehmen

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  • Zündschlüßel in das Schloß stecken.
  • Schließzylinder mit dem Schlüßel gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
  • Seitendeckel leicht nach unten drücken und vom Batteriehalter abnehmen.
  • Schlüßel läßt sich in dieser Position nicht abziehen.






4.6.2 Einsetzen und Sperren

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  • Außchnitt im Seitendeckel unten in die Lasche des Batteriehalters einsetzen.
  • Seitendeckel nach oben und dann leicht an das Gehäusemitteilteil drücken.
  • Schlüßel im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
  • Mit dem Abziehen des Schlüßels ist die Seitendeckelverriegelung gesperrt.


4.7 Fußschaltung

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Schaltschema der Fußschaltung:

  1. Leergang
  2. 1. Gang
  3. 2. Gang
  4. 3. Gang
  5. 4. Gang


4.8 Bremsen

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Bremsen Sie niemals abrupt oder zu stark, sondern immer gefühlvoll. Sie vermeiden dadurch ein Blockieren der Räder. Führen Sie Vollbremsungen nur in Notsituationen durch.


4.8.1 Handbremshebel

nächster Abschnitt ; Index





Durch Anziehen des Handbremshebels bremst das Fahrzeug - entsprechend der Dosierung - über das Vorderrad ab. Bei Entspannung des Handbremshebels nimmt die Bremskraft wieder ab.



4.8.2 Fußbremshebel

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Der Fußbremshebel für die Hinterradbremse ist werkseitig voreingestellt.

Das Spiel des Fußbremshebels sollte im Bereich 10-20 mm liegen. Durch den betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel. Gegebenenfalls können Sie eine Korrektur vornehmen. Lesen Sie dazu den Abschnitt 7.3, Seite 36.



4.9 Kraftstoffhahn

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Stellungen des Kraftstoffhahns:

  1. Geschloßen
  2. Geöffnet
  3. Reserve (ca. 1 Liter Kraftstoff)

Beim Abstellen des Fahrzeugs sollte der Kraftstoffhahn aus Sicherheitsgründen geschloßen werden.



4.10 Rückspiegel

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Die Rückspiegel müßen vor Fahrtantritt so eingestellt werden, daß eine ausreichende Sicht nach hinten gewährleistet ist.

Die Einstellung erfolgt über das Kugelgelenk (1) durch horizontales und vertikales Kippen des Spiegels.

Reicht der Einstellbereich nicht aus, läßt sich zur Grobausrichtung die Kontermutter unter der Abdeckkappe (2) lockern und der Spiegel in die erforderliche Stellung schwenken. Danach muß die Kontermutter wieder festgezogen werden.



4.11 Kraftstoffbehälter

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ÖffnenDrehen des Verschlußes gegen den Uhrzeigersinn
Schließen      Drehen des Verschlußes im Uhrzeigersinn


5 Betriebshinweise

5.1 Starten und Anfahren

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Betreiben Sie den Motor grundsätzlich nicht in geschloßenen Räumen. Vergiftungsgefahr!


5.1.1 Starten des kalten Motors

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  • Lenkersperre ausrasten.
  • Getriebe auf Leerlauf schalten.
  • Kraftstoffhahn öffnen.
  • Zündung einschalten, Licht sollte ausgeschaltet sein.
  • Starterhebel nach vorn (in Fahrtrichtung) drücken, kein Gas geben.
  • Tritthebel des Kickstarters ausklappen.
  • Kickstarter nach unten treten.
  • Wenn der Motor angesprungen ist Gas geben.
  • Starterhebel je nach Außentemperatur früher oder später wieder in die Ausgangßtellung bewegen.


 Sollte der Motor nach fünfmaligem Betätigen des Kickstarters nicht angesprungen sein, den Starterhebel wieder in seine Ausgangßtellung drücken, etwas Gas geben und den Startversuch wiederholen.


5.1.2 Starten des warmen Motors

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  • Lenkersperre ausrasten.
  • Getriebe auf Leerlauf schalten.
  • Kraftstoffhahn öffnen.
  • Zündung einschalten, Licht sollte ausgeschaltet sein.
  • Starterhebel in der Ausgangßtellung belaßen. Etwas Gas geben.
  • Kickstarter treten.


5.1.3 Anfahren

nächster Abschnitt ; Index

Motor starten.



 Geben Sie keinesfalls Gas, bremsen Sie leicht mit der Vorderbremse, damit sich das Fahrzeug nicht ungewollt in Bewegung setzt.


Setzen Sie sich auf das Fahrzeug, ziehen Sie den Kupplungshebel bis an den Festgriff heran, und legen Sie erst dann den 1. Gang ein.

Geben Sie vorsichtig Gas, und kuppeln Sie gleichzeitig langsam ein, indem Sie den Kupplungshebel langsam loslaßen. Das Fahrzeug setzt sich in Bewegung. Die weitere Geschwindigkeitsregelung erfolgt nun mit dem Gasdrehgriff.



5.2 Hinweise zum Einfahren und Betrieb

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 Für die Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit des Triebwerkes bzw. Fahrzeugs ist die Einfahrphase von entscheidender Bedeutung. In dieser Zeit erfolgt das gegenseitige funktionsgemäße Anpaßen der bewegten Bauteile. Halten Sie die Einfahrhinweise strikt ein.


5.2.1 Einfahrhinweise

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.050 TS/SC (25 km/h Modelle) und .080 TS/SC

Laufleistung bis 500 km:

  • Verwenden Sie ein Kraftstoff-Öl-Gemisch von 33:1.
  • Fahren Sie nicht mit Volllast und Vollgas.
  • Nutzen Sie nur ¾ der Höchstgeschwindigkeit.
  • Laßen Sie den Motor nicht warmlaufen, sondern fahren Sie ihn warm.
  • Legen Sie bei längerem Halt den Leergang ein.
  • Vermeiden Sie Soziusbetrieb.


.050 TS/SC

Laufleistung bis 500 km:

  • Verwenden Sie ein Kraftstoff-Öl-Gemisch von 33:1.
  • Fahren Sie nicht mit Volllast und Vollgas.
  • Vermeiden Sie in den kleineren Getriebegängen Drehzahlen über 5000 U/Minute.
  • Fahren Sie maximal 40 km/h.
  • Vermeiden Sie Soziusbetrieb.

Laufleistung von 500 bis 700 km:

  • Erhöhen Sie die Belastung des Motors schrittweise bis zur vollen Leistungsabgabe.


5.2.2 Betriebshinweise

nächster Abschnitt ; Index

.050 TS/SC

Das Fahrzeug ist mit einer elektronischen Geschwindigkeitsbegrenzung ausgerüstet. Dadurch wird die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h - unabhängig vom eingelegten Getriebegang - geregelt.

 Fahren Sie auf ebener und abschüßiger Fahrbahn bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h nicht mit Vollgas. Der Fahrbetrieb bei Teillast schont das Triebwerk und die Umwelt.


Vermeiden Sie grundsätzlich Geschwindigkeiten höher als 45 km/h, z.B. bei Bergabfahrten. Es könnten Motorschäden auftreten!

Die Abgasanlage ist mit einem Katalysator ausgerüstet, deßen ordnungsgemäße Funktion von den Betriebstemperaturen abhängt. Je nach Streckenprofil und Umweltbedingungen beginnt der Katalysator nach einer Fahrstrecke von ca. 2 bis 4 km zu arbeiten. Um einen reibungslosen Motorbetrieb und die Haltbarkeit der Abgasanlage zu gewährleisten, müßen Sie bei häufigem Kurzstreckenbetrieb (weniger als 5 km) mindestens einmal im Monat eine Fahrstrecke von ca. 10 bis 15 Kilometern zurücklegen.

Nur so erfolgt die vollständige Verbrennung der am Katalysator angesammelten unverbrannten Rückstände.

Schalten Sie nach Beenden der Fahrt das Fahrzeug sofort aus dem Leerlauf ab. Geben Sie vor dem Außchalten nicht mehrfach Gas. So vermeiden Sie, daß die Abgasanlage mit unverbranntem Kraftstoff-Öl-Gemisch angereichert wird. Dieses Kraftstoff-Öl-Gemisch führt beim Abschalten des Motors zu Verpuffungen und zur Zerstörung der Abgasanlage!


5.2.3 Hinweise zur Kraftstoffeinsparung

nächster Abschnitt ; Index

Nach dem Beschleunigen des Fahrzeugs bis zur gewünschten Geschwindigkeit können Sie den Gasdrehgriff wieder etwas zurückdrehen, ohne daß sich Motorleistung und Geschwindigkeit vermindern.

Der Motor läuft dann im Teillastbereich und arbeitet somit wirtschaftlicher.



5.3 Hinweise zum Schalten

nächster Abschnitt ; Index

Schalten Sie nie ohne Betätigung der Kupplung. Getriebe, Motor und Kraftübertragung können stark beschädigt werden.


Hoch- oder Herunterschalten:



 Beachten Sie das Schaltschema für den Fußschalthebel auf Seite 16.


  • Nehmen Sie das Gas zurück.
  • Ziehen Sie den Kupplungshebel vollständig und schalten Sie in den nächsten Gang. Laßen Sie den Kupplungshebel zügig wieder los, und geben Sie dabei Gas.
  • Schalten Sie in den Leerlauf, indem Sie den Fußschalthebel wiederholt nach unten drücken (im 1. Gang ist ein Widerstand spürbar), danach den Fußschalthebel leicht hochziehen.


5.4 Betätigen der Bremsen

nächster Abschnitt ; Index

Bremsen Sie niemals abrupt oder zu stark, sondern immer gefühlvoll. Sie vermeiden dadurch ein Blockieren der Räder. Führen Sie Vollbremsungen nur in Notsituationen durch.


Beachten Sie folgende Hinweise:

  • Verringern Sie die Geschwindigkeit vor einer Kurve. Das Bremsen in der Kurve kann zum Wegrutschen führen.
  • Setzen Sie die Bremsen auf naßer Fahrbahn vorsichtig ein. Beachten Sie den längeren Bremsweg.
  • Benutzen Sie an langen, steilen Gefällstrecken beide Bremsen in Abständen (Intervallbremsen).


5.5 Abstellen des Fahrzeugs

nächster Abschnitt ; Index

Die Abgasanlage wird auch bei nur kurzem Betrieb sehr heiß! Stellen Sie Ihr Fahrzeug so ab, daß die Abgasanlage nicht von Fußgängern - insbesondere Kindern - berührt werden kann. Verbrennungsgefahr!


  • Stellen Sie das Fahrzeug stets auf festem Untergrund ab. An Steigungen müßen Sie das Fahrzeug in Fahrtrichtung zur Steigung abstellen.
  • Benutzen Sie zum Abstellen des Fahrzeugs den Haupt- bzw. Seitenständer.
  • Schalten Sie die Zündung aus, und ziehen Sie in jedem Fall den Zündschlüßel ab, wenn Sie das Fahrzeug verlaßen.
  • Rasten Sie die Lenkersperre ein, um Diebstahl vorzubeugen.
  • Schließen Sie den Kraftstoffhahn.


5.6 Tanken

nächster Abschnitt ; Index

Vorsicht beim Umgang mit Kraftstoff! Explosions- und Brandgefahr! Gesundheitsgefährdung bei Einatmen!


Kraftstoff darf nicht in die Kanalisation oder in das Erdreich gelangen!


 Füllen Sie niemals in der Nähe offener Flammen oder zündfähiger Funken Kraftstoff nach!

Stellen Sie vor dem Auftanken den Motor ab, ziehen Sie den Zündschlüßel und schließen Sie den Kraftstoffhahn!

Füllen Sie Kraftstoff nicht in geschloßenen Räumen nach!

Kraftstoff greift die Lackierung und Kunststoffteile an!

Das Kraftstoffvolumen ändert sich entsprechend den Temperaturverhältnißen. Tanken Sie nicht bis zur Oberkante des Einfüllstutzens! Überfüllen Sie den Kraftstofftank nicht!

Achten Sie darauf, daß kein Kraftstoff auf heiße Motorteile und die Abgasanlage gelangt!

Verwenden Sie keinen verbleiten Kraftstoff. Ansonsten wird der Abgaskatalysator an Ihrem Fahrzeug zerstört.

Verschließen Sie nach dem Tanken den Tankdeckel fest!


5.6.1 Tanken bei Mischungßchmierung

nächster Abschnitt ; Index

Kraftstoff

Normal bleifrei, Mindestoktanzahl 90 ROZ

Öl

Handelsübliches Marken-Zweitaktmotorenöl, Viskosität 20-25 mm²/s bei 50 °C.

Ölsorten

  • AGIP-27 city
  • Castrol-TTS
  • Q8-RSTT-moto
  • Addinol MZ 406
  • Addinol MZ 406 S

Mischungsverhältnis Kraftstoff : Öl

50:1 mit handelsüblichem Marken-Zweitaktmotorenöl



 Bitte verwenden Sie bei der ersten Tankfüllung ein Mischungsverhältnis von 33:1.


5.6.2 Tanken bei Getrenntschmierung

nächster Abschnitt ; Index

Kraftstoff

Normal bleifrei, Mindestoktanzahl 90 ROZ



 Kontrollieren Sie bei jeder Betankung Ihres Fahrzeugs den Ölstand im Vorratsbehälter. Verfahren Sie wie im folgenden Abschnitt beschrieben.


5.7 Sichern der Ölzufuhr

nächster Abschnitt ; Index

(nur bei Getrenntschmierung)



Fahren Sie den Ölbehälter nicht leer, da der Motor sonst ohne Schmierung betrieben wird! Gefahr der Zerstörung des Motors!


Motorenöl darf nicht in die Kanalisation oder in das Erdreich gelangen!


Der Ölbehälter hat ein Faßungsvermögen von ca. 1,5 Litern. Damit können Sie etwa 1500 km fahren. Die Reichweite ist abhängig von der Fahrweise.

Kontrollieren Sie bei jedem Tanken den Ölvorrat im Ölbehälter und füllen Sie gegebenenfalls Öl nach.

Folgende Ölsorten sind durch die SIMSON MOTORRAD GmbH & Co. KG freigegeben:

  • AGIP-27 city
  • Castrol-TTS
  • Q8-RSTT-moto
  • Addinol MZ 406
  • Addinol MZ 406 S

Falls der Ölbehälter vollständig entleert ist oder die Ölzufuhr unterbrochen wurde, entstehen Lufteinschlüße im Ölzufuhrsystem. Bevor Sie Ihr Fahrzeug wieder benutzen, müßen erst die Lufteinschlüße beseitigt werden. Verfahren Sie dazu, wie im Abschnitt 7.2, Seite 36 beschrieben.



6 Pflege und Wartung

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 Sachkenntnis und entsprechendes Werkzeug sind Voraußetzung zur ordnungsgemäßen Ausführung von Wartungsarbeiten. Übertragen Sie gegebenenfalls die Arbeiten Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner.

Regelmäßige Wartung, Einstellung und Schmierung durch eine Fachwerkstatt geben die Garantie für Sicherheit und Leistungsvermögen über Jahre.

Überlaßen Sie innerhalb der Garantiezeit alle Wartungsarbeiten der Fachwerkstatt. Nur so sichern Sie Ihre Gewährleistungsansprüche.

Die im Wartungsplan des Servicehefts aufgeführten km-Intervalle dienen als Richtwerte für die angeführten Arbeiten, da sie durch Fahrweise, Wetter, Fahrgelände und geografische Lage beeinflußt werden.


6.1 Schmierstellen

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Folgende Schmierstellen sollten Sie selbst regelmäßig prüfen und warten:

SchmierstelleSchmiermittel
KupplungshebelWälzlagerfett / Öl
GasdrehgriffÖl
KetteKettenspray
HandbremshebelWälzlagerfett / Öl


6.2 Überprüfen des Getriebeölstands

nächster Abschnitt ; Index

Laßen Sie den Motor erst bis auf ca. 60 °C abkühlen, bevor Sie die Ölstandskontrollschraube und die Schraube der Öleinfüllöffnung heraußchrauben. Verbrennungsgefahr!


Achten Sie darauf, daß kein Öl in die Kanalisation oder in das Erdreich gelangt.


Bringen Sie das Fahrzeug in eine waagerechte Lage.

Drehen Sie die Ölstandskontrollschraube (1) CONTROL OIL aus dem Kupplungsdeckel heraus.

Der Ölstand sollte etwas höher sein als die Unterkante der Kontrollöffnung, so daß das Öl aus der Gewindebohrung austritt. Ist dies nicht der Fall, müßen Sie Getriebeöl nachfüllen.



Benutzen Sie nur das vorgeschriebene Getriebeöl. Laßen Sie die Ursachen für fehlendes Getriebeöl in einer Fachwerkstatt untersuchen, um Folgeschäden zu vermeiden!


Öl: Getriebeöl SAE 80 oder Motorenöl SAE 30 bis 40

Drehen Sie die Schraube der Öleinfüllöffnung (2) heraus.







Füllen Sie das Öl langsam bis zum vorgeschriebenen Stand ein. Verschließen Sie die Kontrollöffnung und die Einfüllöffnung jeweils mit der entsprechenden Schraube.



6.3 Überprüfen der Bremsen

nächster Abschnitt ; Index

Überlaßen Sie Einstellarbeiten an den Bremsen immer der Fachwerkstatt! Unfallgefahr!


6.3.1 Bremsbeläge

nächster Abschnitt ; Index

Die Überprüfung der Bremsbeläge erfolgt turnusmäßig im Rahmen der Inspektions- und Wartungsarbeiten durch Ihren SIMSON Service- und Vertriebspartner. Die Bremsklötze müßen ersetzt werden, wenn sich die Bremsbeläge abgenutzt haben auf



  • 1,5 mm bei der Trommelbremse und
  • 0,5 bis 1,0 mm bei der Scheibenbremse.


6.3.2 Trommelbremse

nächster Abschnitt ; Index

Am Fußbremshebel soll ein Spiel von 10 - 20 mm vorhanden sein.

Bei Modellen mit Vorderrad-Trommelbremse beträgt das Spiel an der Anlagefläche des Handbremshebels 2-3 mm (dies entspricht etwa 20 - 30 mm am Hebelende).

Durch den Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel, so daß die jeweilige Bremse nachgestellt werden muß. Lesen Sie dazu Abschnitt 7.3, Seite 36.



6.3.3 Scheibenbremse

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Bremsflüßigkeit: DOT 4 Castrol Disc Brake Fluid

Fühlt sich die Bremse beim Betätigen "schwammig" an, bemerken Sie beim Bremsen einen Druckverlust oder beim mehrmaligen Betätigen der Bremse einen "Aufpump-Effekt", befindet sich Luft im Bremßystem.



Suchen Sie in diesem Fall sofort einen SIMSON Service- und Vertriebspartner auf!


Kontrollieren Sie vor jedem Fahrtantritt den Füllstand der Bremsflüßigkeit im Bremsflüßigkeitsbehälter:

Maximal     7 mm unter Behälter-Oberkante Minimal     12 mm unter Behälter-Oberkante



Liegt der Füllstand unter dem Minimum müßen Sie umgehend Bremsflüßigkeit nachfüllen.

Laßen Sie den Grund für einen Bremsflüßigkeitsverlust sofort in einer Fachwerkstatt untersuchen und beheben.






 Mischen Sie nicht unterschiedliche Bremsflüßigkeiten miteinander. Dies kann chemische Reaktionen auslösen.

Bremsflüßigkeit greift Lack und Kunststoffteile an. Wischen Sie verschüttete Bremsflüßigkeit sofort weg.

Bremsflüßigkeit ist hygroskopisch, d.h. sie zieht Feuchtigkeit an. Zu hoher Waßergehalt in der Bremsflüßigkeit kann die Betriebßicherheit der Bremsanlage gefährden. Deshalb ist es notwendig, die Bremsflüßigkeit alle zwei Jahre zu erneuern. Der Bremßchlauch sollte alle vier Jahre gewechselt werden.


6.4 Prüfen des Reifenluftdrucks

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 Abgenutzte Reifen und falscher Reifenluftdruck beeinträchtigen die Fahrstabilität des Fahrzeugs. Achten Sie auf die gesetzlichen Mindestprofiltiefen und verwenden Sie nur für Ihr Fahrzeug zugelaßene Reifen. Unfallgefahr!


Prüfen Sie vor jeder Fahrt den Reifenluftdruck im kalten Zustand der Reifen.

Fahren Sie stets mit richtig eingestelltem Reifenluftdruck.



RadTSSC
Vorn180 kPa170kPa
Hinten190 kPa210 kPa
Hinten, mit Sozius250 kPa250 kPa


6.5 Warten der Batterie

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Betreiben Sie das Fahrzeug nur mit geladener Batterie! Vorsicht beim Laden einer Batterie! Explosionsgefahr durch Knallgasbildung!

Vermeiden Sie jeden Kontakt mit der Batteriesäure! Verätzungsgefahr!


Der Umgang mit Feuer oder offenem Licht ist strengstens untersagt! Explosionsgefahr!

Berühren Sie mit dem Pluspol keine leitenden Teile des Fahrzeugs! Achten Sie auf die richtige Polung! Kurzschlußgefahr!


Die Batterie befindet sich hinter dem linken Seitendeckel. Zum Abnehmen und Einsetzen des Seitendeckels verfahren Sie, wie im Abschnitt 4.6, Seite 15 beschrieben.

Die Funktionsfähigkeit und der Säurestatus der Batterie sollten im vorgeschriebenen Turnus (siehe Serviceheft) von einem SIMSON-Vertragshändler geprüft werden.







Möchten Sie die Batterie selbst warten oder austauschen, verfahren Sie wie folgt:

  • Batterie ausbauen:
    Erst Minuspol, dann Pluspol abklemmen
  • Batterie einbauen:
    Erst Pluspol, dann Minuspol anklemmen
  • Halten Sie die Batterieanschlüße sauber und konservieren Sie die Batteriepole stets mit Polfett.
  • Kontrollieren Sie den Elektrolytstand regelmäßig.
  • Verwenden Sie für das Nachfüllen nur destilliertes Waßer.


6.6 Prüfen und Pflegen der Antriebskette

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Die Antriebskette ist das wichtigste Kraftübertragungsteil an Ihrem Fahrzeug. Halten Sie die Antriebskette stets sauber und geschmiert, und achten Sie auf die richtige Kettenspannung.



Eine falsche Kettenspannung belastet den Motor und andere wichtige Bauteile.


Verwenden Sie für die regelmäßige Pflege der Kette O-Ring-Kettenspray.



 Der Gebrauch von Hochdruckreinigungsgeräten ist nicht empfehlenswert.


Prüfen Sie den Kettendurchhang in der Mitte der Kette. Belasten Sie dazu das Fahrzeug mit einer Person. Die Kette läßt sich bei mäßiger Kraftanwendung um etwa 10 mm aus der Normallage nach oben und unten drücken.







Korrigieren Sie die Kettenspannung gegebenenfalls:

  • Lösen Sie die Achsmutter (1) so weit, daß eine Verstellung des Rades möglich ist.
  • Drehen Sie die Spannmuttern (2) auf beiden Seiten um die gleiche Anzahl Umdrehungen, damit die Achse ausgerichtet bleibt.






Kette spannen     Drehen im Uhrzeigersinn
Kette lösenDrehen entgegen dem Uhrzeigersinn
  • Ziehen Sie nach dem Einstellen die Achsmutter (1) wieder fest. Anzugsdrehmoment: 80 Nm
  • Kontrollieren Sie abschließend die Radspur und korrigieren Sie sie gegebenenfalls.


6.7 Reinigen des Fahrzeugs

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Beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz des Grundwaßers und der Umwelt! Halten Sie die Hinweise der Hersteller der Reinigungsmittel ein. Gewährleisten Sie eine vorschriftsmäßige Entsorgung des Abwaßers.


Vermeiden Sie zu hohen Waßerdruck! Verwenden Sie kein Hochdruckreinigungsgerät! Bauteile des Fahrzeugs könnten beschädigt werden!


Unmittelbar nach der Reinigung kann die Bremswirkung beeinträchtigt sein. Unfallgefahr!


Häufige und gründliche Säuberung verbeßert sowohl das Erscheinungsbild Ihres Fahrzeugs als auch das allgemeine Betriebsverhalten.



 Verschließen Sie das Endrohr des Auspuffs, um das Eindringen von Waßer zu verhindern.

Stellen Sie sicher, daß die Zündkerze und alle Einfüllöffnungen richtig verschloßen sind.


  • Reinigen Sie lackierte Teile, Kunststoff- und Gummiteile, Sitzbank, Blinker, Rücklicht, Scheinwerferstreuscheibe und die Felgen mit Waßer, einem milden Reinigungsmittel und einem Schwamm.
  • Spülen Sie Schmutz und Reinigungsmittel immer mit sauberem Waßer ab, und wischen Sie alle Oberflächen trocken.
  • Pflegen Sie lackierte Teile, blanke Metallteile und Gummiteile mit handelsüblichen Pflegemitteln.
  • Säubern Sie den Motor mit einem handelsüblichen Motorreinigungsmittel.


 Trocknen Sie die Antriebskette, und schmieren Sie sie sofort, um Rostbildung zu vermeiden. Fahren Sie die Bremsanlage unter mehrfacher hoher Belastung trocken. Nur so vermeiden Sie Korrosion.


Führen Sie nach der Reinigung eine kurze Probefahrt durch.



 Bei Winterfahrbetrieb können sich durch die Einwirkung von Streusalz Flecken auf den Felgen bilden. Reinigen Sie deshalb die Felgen nach jeder Fahrt gründlich mit Waßer.


Reinigen der Scheibenbremse

Durch Bremsabrieb kann es auf der Vorderrad-Bremßcheibe zur Flugrostbildung kommen. Dieser Belag läßt sich mit Hilfe eines Reinigungs- oder Scheuermittels entfernen. Anschließend muß die Bremßcheibe mit Waßer klargespült und danach mit leicht angezogener Handbremse trockengefahren werden.



6.8 Außerbetriebsetzen des Fahrzeugs

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Laßen Sie keinesfalls den Motor des außer Betrieb gesetzten Fahrzeugs kurzzeitig laufen, da er dabei nicht ausreichend warm wird!
Der beim Verbrennungsvorgang entstehende Waßerdampf kondensiert und kann zur Korrosion im Motor führen. Bei .050 TS/SC wird außerdem die Auspuffanlage verunreinigt und somit die Funktion des Katalysators beeinträchtigt.


Beachten Sie bitte folgende Ratschläge, wenn Sie Ihr Fahrzeug für längere Zeit außer Betrieb setzen:

  • Fahrzeug warm fahren, Kraftstoffhahn schließen und
    entweder
    warten, bis der Motor zum Stillstand kommt
    oder
    Vergaser von Restkraftstoff befreien und trocknen.
  • Fahrzeug gründlich von Staub und Schmutz reinigen.
  • Alle blanken, nicht lackierten Teile mit säurefreiem Fett einfetten.
  • Zur Vermeidung von Rost im Kraftstoffbehälter, diesen randvoll mit Kraftstoffgemisch füllen.
  • Wird das Fahrzeug in einem nicht feuersicheren Raum abgestellt, muß der Kraftstoffbehälter entleert und mit Öl ausgespült werden. Der Kraftstoffhahn ist in jedem Fall zu schließen.
  • Batterie abklemmen (Abschnitt 6.5, Seite 28).
  • Kette reinigen und mit Kettenspray behandeln.
  • Reifen auf vorgeschriebenen Druck für Soziusbetrieb füllen.
  • Batterie einmal im Monat nachladen.
  • Fahrzeug in einem trockenen Raum auf dem Ständer abstellen.
  • Alle 3 bis 4 Wochen mehrmals den Kickstarter bei geschloßenem Kraftstoffhahn langsam durchtreten.


6.9 Wiederinbetriebnehmen des Fahrzeugs

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 Überprüfen Sie vor Antritt der ersten Fahrt unbedingt die Beleuchtungs- und Signaleinrichtungen, die Bremswirkung und die Einstellung der Rückspiegel.


Verfahren Sie wie folgt:

  • Batterie einbauen (Abschnitt 6.5, Seite 29).
  • Reifendruck prüfen.
  • Gegebenenfalls Kraftstoff auffüllen.
  • Fahrzeug vom Ständer nehmen, Kraftstoffhahn öffnen und Motor starten.
  • Langsam anfahren und während der ersten Meter Fahrstrecke Vorder- und Hinterradbremse betätigen. So beseitigen Sie eventuell vorhandenen Flugrost und erreichen eine sichere Bremsenfunktion.


7 Selbsthilfe

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Nehmen Sie keine Veränderungen an Motor und Fahrgestell vor. Sie gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer. Unfallgefahr!


Beachten Sie beim Umgang mit Kraft- und Schmierstoffen die Umwelt- und Brandschutzbestimmungen.


Entsorgen Sie Altöle gemäß den gesetzlichen Bestimmungen.


 Sachkenntnis und entsprechendes Werkzeug sind Voraußetzung zur ordnungsgemäßen Ausführung von Reparaturarbeiten. Übertragen Sie gegebenenfalls die Arbeiten Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner.


7.1 Aus- und Einbau der Räder

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Durch den Ausbau der Räder ändert sich die Schwerpunktlage, das Fahrzeug kann vom Ständer kippen. Unfallgefahr!


Bei Fahrzeugen mit Seitenständer legen Sie bitte eine stabile Unterlage unter den Motor.



 Achten Sie darauf, daß Sie das Motorgehäuse nicht beschädigen.


7.1.1 Vorderrad aus- und einbauen

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 Betätigen Sie bei ausgebautem Rad nicht den Handbremshebel. Ansonsten schließen sich die Bremsklötze und behindern den Wiedereinbau.


  • Sorgen Sie für einen sicheren Stand des Fahrzeugs.
  • Lösen Sie die Achsmutter (1).






  • Lösen Sie die Klemmschraube (2) der Steckachse.
  • Ziehen Sie die Steckachse (3) nach links heraus, und nehmen Sie das Rad und den Tachoantrieb ab.


 Legen Sie das ausgebaute Rad bitte nicht auf die Seite mit der Bremßcheibe. Die Bremßcheibe könnte beschädigt werden.


Verfahren Sie zum Einbauen des Rades in umgekehrter Reihenfolge.

Bringen Sie den Tachoantrieb so an, daß er in der dafür vorgesehenen Nut in der Radnabe einrastet.

Führen Sie das Vorderrad so zwischen die Telegabelholme ein, daß sich die Bremßcheibe zwischen den Bremsklötzen befindet.

Setzen Sie beim Einstecken der Steckachse unbedingt das Distanzstück zwischen Radnabe und rechtem Gleitrohr ein.

Ziehen Sie nach dem Einsetzen der Steckachse zuerst die Achsmutter fest. Federn Sie danach die Teleskopgabel bei gezogener Handbremse mehrmals kräftig ein, um ein Verspannen der Gabel zu vermeiden. Ziehen Sie erst dann die Klemmschraube der Steckachse fest. Prüfen Sie den festen Sitz der Achsmutter nochmals.







7.1.2 Hinterrad aus- und einbauen

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Im Fahrbetrieb wird der Auspuff heiß. Beginnen Sie erst mit der Arbeit, wenn der Auspuff abgekühlt ist! Verbrennungsgefahr!


  • Sorgen Sie für einen sicheren Stand des Fahrzeugs.
  • Drehen Sie die Bremßtellmutter (1) heraus, und hängen Sie die Bremßtange (2) aus.
  • Schrauben Sie die Steckachse (3) nach links heraus.
  • Nehmen Sie das Distanzstück (4) heraus.
  • Ziehen Sie das Rad nach links vom Hinterradantrieb, und nehmen Sie es aus Schwinge und Kotflügel heraus.


Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Achten Sie auf die richtige Lage des Distanzstücks. Am Bremßchild befindet sich ein Anschlagbolzen (5) für die kurze Nut (6) des Distanzstücks.

Radnabe und Bremßchild müßen zentriert werden. Betätigen Sie aus diesem Grund beim Festziehen der Steckachse den Fußbremshebel.

Kontrollieren Sie abschließend die Radspur.









7.2 Entlüften des Ölzufuhrsystems

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(nur bei Getrenntschmierung)



Vorsicht beim Umgang mit Kraftstoff! Explosions- und Brandgefahr! Gesundheitsgefährdung bei Einatmen!


Betreiben Sie den Motor grundsätzlich nicht in geschloßenen Räumen. Vergiftungsgefahr!


Motoröl darf nicht in die Kanalisation oder in das Erdreich gelangen!


Falls der Ölbehälter vollständig entleert ist oder die Ölzufuhr unterbrochen wurde, entstehen Lufteinschlüße im Ölzufuhrsystem. Bevor Sie Ihr Fahrzeug wieder benutzen, müßen erst die Lufteinschlüße beseitigt werden.

Es ist empfehlenswert, das Fahrzeug zur Durchführung dieser Arbeiten zu einem SIMSON -Vertragshändler zu bringen.



Transportieren Sie das Fahrzeug bei Lufteinschlüßen im Ölzufuhrsystem keinesfalls mit laufendem Motor!


Wenn Sie das Ölzufuhrsystem selbst entlüften möchten, verfahren Sie wie folgt:

  • Ölbehälter mit freigegebener Ölsorte befüllen (Abschnitt 5.7, Seite 24).
  • Kraftstofftank mittels Handpumpe entleeren.
  • 2 bis 3 Liter Zweitaktgemisch 50 : 1 einfüllen.
  • Motor starten und im Leerlauf drehen laßen.
  • Die Abschlußschraube an der Ölpumpe lösen und erst wieder anziehen, wenn der austretende Ölstrom durchgehend blasenfrei ist.
  • Fahren Sie mit dem im Tank befindlichen Gemisch noch mindestens 20 km weiter, bevor Sie wieder Kraftstoff ohne Ölzusatz tanken.


7.3 Nachstellen der Trommelbremse

7.3.1 Hinterrad-Trommelbremse

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Am Fußbremshebel soll ein Spiel von 10-20 mm vorhanden sein. Durch den betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel, so daß die Bremse nachgestellt werden muß.

Durch Verdrehen der Bremßtellmutter (1) können Sie den Fußbremshebel nachstellen. Reicht der verfügbare Einstellbereich nicht aus, muß der Bremshebel auf dem verzahnten Bremsnocken versetzt werden. Laßen Sie diese Arbeit durch einen SIMSON-Vertragshändler ausführen.



 Die Bremsbacken dürfen nach der Einstellung nicht an der Bremstrommel anliegen, da Sie sonst schleifen.






7.3.2 Vorderrad-Trommelbremse

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Das Spiel an der Anlagefläche des Handbremshebels soll 2-3 mm betragen (dies entspricht etwa 20 - 30 mm am Hebelende). Durch den betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel, so daß die Bremse nachgestellt werden muß.



  • Lösen Sie die Kontermutter (2).
  • Stellen Sie mit der Stellschraube (3) das Spiel ein.
  • Sichern Sie die Stellschraube, indem Sie die Kontermutter wieder anziehen.


 Die Bremsbacken dürfen nach der Einstellung nicht an der Bremstrommel anliegen, da Sie sonst schleifen.






7.4 Einstellen des Hinterrad-Bremslichtschalters

nächster Abschnitt ; Index

Beim Bestätigen des Fußbremshebels muß das Bremslicht aufleuchten, bevor die Bremse anspricht. Um diese Einstellung vorzunehmen, verfahren Sie wie folgt:

  • Entfernen Sie den Seitendeckel an der linken Seite des Fahrzeugs:
    Schließzylinder mit dem Schlüßel gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
    Seitendeckel leicht nach unten drücken und vom Batteriehalter abnehmen.
  • Trennen Sie die Steckverbindung (1) des Bremslichtschalters.
  • Halten Sie den Bremslichtschalter (2) fest.
  • Drehen Sie die Kunststoffmutter (3) nach links oder rechts, um die Einstellung vorzunehmen.
  • Stellen Sie die Steckverbindung wieder her.
  • Bringen Sie den Seitendeckel wieder an:
    Außchnitt im Seitendeckel unten in die Lasche des Batteriehalters einsetzen.








  • Seitendeckel nach oben und dann leicht an das Gehäusemitteilteil drücken.
    Schlüßel im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
    Mit dem Abziehen des Schlüßels ist die Seitendeckelverriegelung gesperrt.


7.5 Nachstellen der Kupplung

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Das Spiel an der Anlagefläche des Kupplungshebels soll 2-3 mm betragen (dies entspricht etwa 10-20 mm am Hebelende).

Durch den betriebsbedingten Verschleiß der Kupplungsbeläge vergrößert sich das Spiel, so daß die Kupplung nachgestellt werden muß.



  • Lösen Sie die Kontermutter (1).
  • Nehmen Sie die Einstellung mit der Stellschraube (2) vor.
  • Sichern Sie die Stellschraube durch Anziehen der Kontermutter.








7.6 Federbeine einstellen

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Die Federbeine stellen Sie je nach Fahrzeugbelastung und gewünschtem Fahrkomfort ein. Beide Federbeine müßen die gleiche Einstellstufe aufweisen.

Zum Einstellen verwenden Sie am besten einen Hakenschlüßel.



Härtere FederungDrehen im Uhrzeigersinn
Weichere Federung       Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn






7.7 Wechseln der Glühlampen

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 Verwenden Sie immer die vorgeschriebenen Glühlampen, nur so vermeiden Sie vorzeitigen Ausfall der Lampen oder Störungen in der elektrischen Anlage. Faßen Sie die Glühlampen beim Auswechseln mit einem sauberen Tuch an.


7.7.1 Bremslicht / Rücklicht

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Lösen Sie die Halteschrauben der Rücklichtkappe, und nehmen Sie die Kappe ab. Wechseln Sie die defekte Glühlampe aus:



GlühlampeTyp
RückleuchteC5W - 12V 5W
BremsleuchteP25 - 1 - 12V 21W


Bringen Sie die Rücklichtkappe wieder an, indem Sie die Halteschrauben leicht anziehen.







7.7.2 Blinkleuchten

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Nehmen Sie die Blinkleuchtenkappe - gemäß der Symbolik auf dem Blinkleuchtengehäuse - vorsichtig ab. Verwenden Sie dazu einen Schraubendreher.

Wechseln Sie die defekte Glühlampe aus:



GlühlampeTyp
BlinkleuchteR19/10 - 12V 10W


Bringen Sie die Blinkleuchtenkappe wieder an.



 Achten Sie dabei darauf, daß die Waßeraustrittsöffnung nach unten zeigt.






7.7.3 Kontrollleuchten und Tachometer

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  • Lösen Sie die Gummi-Elemente zur Befestigung der Scheinwerfermaske, und klappen Sie die Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer nach vorn.
  • Schrauben Sie die Tachometerwelle ab.
  • Entfernen Sie nun die 3 Innensechskantschrauben an der Unterseite der Anzeigeeinheit, und ziehen Sie die untere Gehäusehälfte nach unten.






Kontrollleuchte wechseln:

  • Ziehen Sie an der defekten Kontrollleuchte (1) die Steckverbindungen ab.
  • Lösen Sie die Rändelmutter.
  • Nehmen Sie die Kontrollleuchte komplett heraus, und tauschen Sie sie aus.






Tachometerbeleuchtung wechseln:

Ziehen Sie die Glühlampe an der Faßung (2) vorsichtig heraus, und tauschen Sie sie aus.



GlühlampeTyp
TachometerbeleuchtungW5/1,2 - 12V 1,2W


7.7.4 Scheinwerfer Modell SC

nächster Abschnitt ; Index

  • Lösen Sie die Gummi-Elemente zur Befestigung der Scheinwerfermaske, und klappen Sie die Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer nach vorn.


GlühlampeTyp
ScheinwerferB - 12V 35/35W
BegrenzungsleuchteT8/4 - 12V 4W


Glühlampe für Scheinwerfer wechseln:

  • Schieben Sie die Gummikappe (1) nach hinten.
  • Klappen Sie den Haltebügel nach unten, und nehmen Sie den Glühlampeneinsatz (2) heraus.
  • Drücken Sie die Glühlampe nieder, drehen Sie sie bis zum Anschlag nach links, und ziehen Sie sie heraus.
  • Setzen Sie die neue Glühlampe ein.
  • Bringen Sie den Glühlampeneinsatz wieder mit dem Haltebügel an.
  • Schieben Sie die Gummikappe auf.






Begrenzungsleuchte wechseln:

  • Ziehen Sie die Begrenzungsleuchte vorsichtig heraus. Jetzt können Sie die Glühlampe herausziehen und austauschen.


Befestigen Sie abschließend die Scheinwerfermaske wieder mit den Gummi-Elementen.



7.7.5 Scheinwerfer Modell TS

nächster Abschnitt ; Index

  • Entfernen Sie den Frontring. Lösen Sie dazu die 3 Kreuzschlitzschrauben.
  • Entfernen Sie die 3 Befestigungßchrauben des Scheinwerfereinsatzes, und nehmen Sie den Scheinwerfereinsatz heraus.


GlühlampeTyp
ScheinwerferHS1 - 12V 35/35W
BegrenzungsleuchteW5W - 12V 5W


Glühlampe für Scheinwerfer wechseln:

  • Trennen Sie die Steckverbindung der Glühlampe.
  • Drehen Sie den Sicherungsring nach links bis zum Anschlag, und nehmen Sie die Glühlampe heraus.
  • Setzen Sie die neue Glühlampen ein, und sichern Sie die Verbindung mit dem Sicherungsring.
  • Stellen Sie die Steckverbindung wieder her.


Begrenzungsleuchte wechseln:

Ziehen Sie die Begrenzungsleuchte vorsichtig heraus.







Jetzt können Sie die Glühlampe herausziehen und austauschen.

Bauen Sie abschließend den Scheinwerfer wieder zusammen.



7.8 Einstellen des Scheinwerfers

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 Achten Sie stets auf die richtige Scheinwerfereinstellung! Ein zu hoch eingestellter Scheinwerfer blendet andere Verkehrsteilnehmer, dadurch können Unfälle provoziert werden!


Es ist empfehlenswert, die Überprüfung und korrekte Einstellung des Scheinwerfers von Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner vornehmen zu laßen.



7.9 Wechseln der Sicherung

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Verwenden Sie nur die vorgeschriebene 5 A-Sicherung! Überbrücken mit anderen Hilfsmitteln kann zu schwerwiegenden Schäden an der elektrischen Anlage führen. Brandgefahr!


  • Schalten Sie die Zündung aus.
  • Entfernen Sie den Seitendeckel an der linken Seite des Fahrzeugs:
    Schließzylinder mit dem Schlüßel gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
    Seitendeckel leicht nach unten drücken und vom Batteriehalter abnehmen.
  • Drücken Sie die beiden Hälften der Kunststoffhülse gegeneinander und drehen Sie entgegen dem Uhrzeigersinn. Jetzt können Sie die Sicherung auswechseln.
  • Bringen Sie den Seitendeckel wieder an:






    Außchnitt im Seitendeckel unten in die Lasche des Batteriehalters einsetzen.
    Seitendeckel nach oben und dann leicht an das Gehäusemitteilteil drücken.
    Schlüßel im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen.
    Mit dem Abziehen des Schlüßels ist die Seitendeckelverriegelung gesperrt.


 Brennt die Sicherung nach dem Wechsel erneut durch, wenden Sie sich bitte an Ihre Fachwerkstatt.


7.10 Wechseln der Zündkerze

nächster Abschnitt ; Index

Berühren Sie nicht die Zündkerze, wenn der Motor noch heiß ist! Verbrennungsgefahr!


Drehen Sie die Zündkerze nicht heraus, wenn der Motor noch heiß ist! Gefahr der Zerstörung des Kerzengewindes!


  • Ziehen Sie den Kerzenstecker ab.
  • Drehen Sie die Zündkerze mit einem Kerzenschlüßel heraus.
  • Ziehen Sie den Zündleitungßtecker von der Zündkerze ab.
  • Begutachten Sie die Elektrode.


 Die Elektroden dürfen keine Spuren von sichtbarem Abbrand aufweisen. Der Isolatorfuß muß graugelb bis braun sein. Berücksichtigen Sie, daß Zündkerzen nach einer Laufleistung von 7.000 km ersetzt werden sollten.


  • Reinigen Sie mit einer Drahtbürste die Elektrode von Verbrennungsrückständen.
  • Prüfen Sie den Elektrodenabstand, und stellen Sie ihn gegebenenfalls auf 0,4 mm ein.


 Ist die Elektrode defekt oder korrodiert, müßen Sie eine neue Zündkerze einsetzen.


  • Schrauben Sie die Zündkerze zunächst von Hand ein, und ziehen Sie sie anschließend mit dem Kerzenschlüßel handfest an.
  • Stecken Sie den Kerzenstecker wieder auf.






8 Anhang

8.1 Technische Daten

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Fahrdaten.050 TS/SC (25 km/h).050 TS/SC.080 TS/SC
Höchstgeschwindigkeit25 km/h45 km/h75 km/h
Kraftstoffverbrauch1,8 l/100 km*2,0 l/100 km**2,2 l/100 km**
Standgeräusch
bei Drehzahl
85/80 dB (A)
bei 3190 U/min
78 dB (A)
bei 2750 U/min
84/83 dB (A)
bei 3000 U/min
* gemeßen bei 20 km/h in der Ebene
** gemeßen bei 40 km/h in der Ebene, mit 1 Person besetzt


Gewichte.050 TS/SC (25 km/h).050 TS/SC.080 TS/SC
Leergewicht85 kg85 kg85 kg
Zul. Gesamtgewicht210 kg260 kg260 kg


AbmeßungenTSSC
Gesamtlänge1800 mm1820 mm
Gesamtbreite mit Spiegel740 mm1100 mm
Lenkerbreite645 mmv mm
Höhe mit Spiegel1230 mm1300 mm
Sitzhöhe, unbelastet770 mm790 mm
Radstand1210 mm1210 mm


BereifungTSSC
Reifendruck  
vorn180 kPa170 kPa
hinten ohne Sozius190 kPa210 kPa
hinten mit Sozius250 kPa250 kPa
Reifengrößen siehe Betriebserlaubnis


FahrdatenTS/SC
Anzahl der Sitzplätze
 
1 bei TS/SC 50 (25 km/h)
2 bei TS/SC 50 und 80
Federung, vornTelegabel
Federung, hintenSchwinge mit 2 einstellbaren Federbeinen
Federweg, vorn135 mm
Federweg, hinten85 mm
Schwingungsdämpfer
 
vorn: hydraulische Dämpfung
hinten: hydraulische Dämpfung
Kraftstoffbehälter8,7 l, davon 1 l Reserve


BremsenTS/SC
VorderradScheibenbremse, 220 mm oder mechanisch betätigte Simplex-Innenbackenbremse
BremsflüßigkeitDOT 4 Castrol Disc Brake Fluid
Hinterradmechanisch betätigte Simplex-Innenbackenbremse
Betätigung
Bremse Vorderrad
Bremse Hinterrad
 
Handbremshebel, rechts
Fußbremshebel, rechts


Motor.050 TS/SC (25 km/h).050 TS/SC.080 TS/SC
ArbeitsverfahrenZweitakt-Otto-Motor
Hubraum49,9 cm³49,9 cm³70 cm³
Höchstleistung
bei Drehzahl
1,15 kW*
bei 4250 U/min
2,5 kW
bei 5500 U/min
4,1 kW
bei 6000 U/min
Max. Drehmoment
bei Drehzahl
3,45 Nm
bei 2750 U/min
4,5 Nm
bei 5000 U/min
6,7 Nm
bei 5500 U/min
Zylinderbohrung38 mm38 mm45 mm
Kolbenhub44 mm44 mm44 mm
Verdichtungsverhältnis9,5:19,5:110,5:1
Vergasertyp Bing17/10/12217/15/110917/15/1101
SchmierungMischungßchmierung 50:1 oder Getrenntschmierung
Zündzeitpunkt1,8 mm vor OT
(20,5° KW)
1,2 mm vor OT
(17° KW)
1,4 mm vor OT
(18,5° KW)
ZündkerzeM14-260, Elektrodenabstand 0,4 mm
KühlungLuft
AbgasanlageAbsorptions-Reflexionßchalldämpfer
 -mit Katalysator-
Kupplung4-Scheiben-Ölbadkupplung mit Tellerfeder
GetriebeZiehkeilgetriebe, mechanisch betätigt, Getriebeöl - Füllmenge 400 cm³
 3-Gang4-Gang4-Gang
KraftübertragungEinfach-Rollenkette
 ½"x5,2-118½"x5,2-112½"x5,2-110


Elektrische AnlageTS/SC
Bordnetzspannung12V
Batteriekapazität3 Ah
Zündanlage
 
Schwunglicht-Elektronikzünder 42/21 W
.050 TS/SC: mit elektronischer Zündzeitpunktverstellung
Sicherung5A
Fahrtrichtungsanzeige4-Leuchten Blinkanlage
Signalhorn12 V, Gleichspannung
Scheinwerfer
TS
SC
 
HS1 - 12V 35/35W
B - 12V 35/35W
Begrenzungsleuchte
TS
SC
 
W5W - 12V 5W
T8/4 - 12V 4W
BlinkleuchteR19/10 - 12V 10W
BremsleuchteP25-1 12V 21W
RückleuchteC5W - 12V 5W
TachobeleuchtungW5/1,2 12V 1,2W


Index