Betriebsanleitung

SIMSON Spatz Mokick







Index



Vorwort



Wir danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie mit dem Kauf Ihres neuen SIMSON-Fahrzeuges in uns setzen.

Ihre Zufriedenheit mit diesem technisch und qualitativ hochwertigen Produkt zu wahren, werden wir stets bestrebt sein. Bitte helfen Sie uns dabei, indem Sie zur sachgemäßen Wartung und Pflege die in der Betriebsanleitung gegebenen Hinweise beachten.

Die mit dem Fahrzeug übergebene Betriebsanleitung enthält darüber hinaus wichtige Informationen, die zur sachkundigen Bedienung Ihres neuen SIMSON-Fahrzeuges und damit Ihrer Sicherheit im Straßenverkehr dienen.

Die im Serviceheft vorgeschriebenen kostenpflichtigen Inspektions- und Wartungsarbeiten dienen zum einen der Funktionssicherheit und Werterhaltung und zum anderen ist deren fristgerechte Durchführung eine wichtige Voraussetzung zur Erhaltung Ihres Garantieanspruches.

Deshalb sollten Sie das beigefügte Serviceheft stets vorlegen, wenn Sie Ihr Fahrzeug zu Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner bringen. Achten Sie bitte darauf, daß die durchgeführten Inspektions- und Wartungsarbeiten von dem ausführenden SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner im Serviceheft jeweils bestätigt werden.

Sollten Sie Ihr Fahrzeug einmal verkaufen, denken Sie bitte daran, auch diese Betriebsanleitung dem neuen Besitzer zu übergeben.

Bezüglich der Pflege- und Inspektionsvorschriften gelten - auch bei eventuell abweichenden Angaben in der Betriebsanleitung die Angaben in Ihrem Serviceheft.

Allzeit Gute Fahrt!

SIMSON ZWEIRAD GmbH
Meininger Str. 222
D-98501 Suhl
Tel. +49 (0) 3681/7140-0
Fax. +49 (0) 3681/7140-290










Umweltschutz



Die SIMSON ZWEIRAD GmbH setzt in einen Umweltschutz, der an den Ursachen ansetzt und alle Auswirkungen der Produktionsprozesse und des Produktes auf unsere Umwelt im Rahmen der heutigen Technik minimiert.

Diese heute so wichtige Thematik fließt in die unternehmerische Geschäftspolitik der SIMSON ZWEIRAD GmbH ein.

Ziele sind der sparsame Einsatz von Ressourcen und ein schonender Umgang mit unserer Umwelt durch entsprechende Verfahren.

In der Ihnen vorliegenden Betriebsanleitung finden Sie mit diesem Symbol gekennzeichnete Umweltschutzhinweise.

Durch umweltschonenden Betrieb Ihres Fahrzeuges können Sie helfen, die natürlichen Lebengrundlagen, deren Erhaltung Mensch und Tier dient, zu erhalten.

Beachten Sie: Kraftstoffverbrauch, Verschleiß von Motor, Bremsen und Reifen, sind abhängig von der Fahrweise, den Betriebsbedingungen und den regelmäßig durchgeführten Inspektions- und Wartungsarbeiten.

Beachten Sie die Angaben in Ihrem Serviceheft.






Garantiebedingungen



  1. Die SIMSON ZWEIRAD GmbH garantiert dem Endkunden eine dem jeweiligen Stand der Technik entsprechende Fehlerfreiheit in Werkstoff und Werkarbeit gemäß den nachfolgenden Bedingungen.
  2. Die Garantie endet mit Erreichen einer Laufleistung von 10.000 km, spätestens aber mit Ablauf von 12 Monaten nach Übergabe des Fahrzeuges an den Endkunden oder nach Erstzulassung des Fahrzeuges. Der Garantieanspruch ist auf den serienmäßigen Erstauslieferungszustand beschränkt. Fehler oder Mängel, die nicht vor Ablauf der Garantiezeit bei einem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner angemeldet worden sind, begründen keinen Garantieanspruch.
  3. Von der Garantie ausgeschlossen sind Filterelemente, Glasscheiben, Glühlampen, Sicherungen, Zündkerzen, Reib- und Bremsbeläge, Zahnriehmen, Bowdenzüge, Batterie für Zeituhr, Sicherheitsschlüssel und jegliches nicht zur Serienaus-stattung gehörendes Zubehör. Ebenfalls ausgeschlossen sind Mängel oder Schäden, die durch normale Abnutzung oder Verschleiß bzw. durch Steinschlag, Hagel, Streusalz, Industrieabgase oder unsachgemäße Lagerung entstanden sind.
  4. Innerhalb der Garantiezeit werden alle Mängel, die nachweislich auf Werkstoff- oder Werkarbeitsfehler zurückzuführen sind, kostenlos bei einem von der SIMSON ZWEIRAD GmbH dazu bevollmächtigten SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner beseitigt (Nachbesserung). Die SIMSON ZWEIRAD GmbH behält sich vor, defekte Teile / Baugruppen instandzusetzen oder auszutauschen. Ausgetauschte Teile/Baugruppen gehen entschädigungslos in das Eigentum der SIMSON ZWEIRAD GmbH über.
    Für während der Garantiezeit ausgetauschte Teile endet der Garantieanspruch mit Ablauf des Garantieanspruches für den entsprechenden Kaufgegenstand.
  5. Die SIMSON ZWEIRAD GmbH ist berechtigt, die Erfüllung von Garantieansprüchen zu verweigern, wenn
    • ein Mangel oder ein Schaden des Kaufgegenstandes durch Benutzerverschulden, insbesondere durch Bedienungsfehler oder unsachgemäße Behandlung sowie Nichtbeachtung der Hinweise in der Betriebsanleitung oder durch einen Unfall entstanden ist.
    • vorschriftswidrige Behandlung, insbesondere Überbeanspruchung des Kaufgegenstandes durch den Benutzer dazu führt, daß aus einem Werkstoff- oder Werkarbeitsfehler ein Schaden am Kaufgegenstand entstanden ist.
    • der Endkunde eine im Serviceheft vorgeschriebene Inspektion nicht oder zu spät hat vornehmen lassen, und zwar auch dann, wenn der Fehler schon vor dem vorgeschriebenen Zeitpunkt der versäumten oder verspäteten Inspektion aufgetreten ist.
    • der Endkunde eine im Serviceheft vorgeschriebene Inspektion oder eine Reparatur nicht bei einer SIMSON Vertriebs- und Servicepartner hat vornehmen lassen.
    • der Kaufgegenstand in irgendeiner Weise umgebaut oder mit Teilen ausgerüstet worden ist, die nicht zu der ausdrücklich von der SIMSON ZWEIRAD GmbH zugelassenen Ausstattung des Kaufgegenstandes gehören.
    • der Kaufgegenstand bei Motorsportveranstaltungen eingesetzt worden ist.
    • Schäden durch Anwendung eines Hochdruckreinigungsgerätes entstanden sind.
  6. Von den vorstehenden Garantiebestimmungen abweichende Vereinbarungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der schriftlichen Bestätigung durch die SIMSON ZWEIRAD GmbH.
    Der mit der Beseitigung eines Fehlers beauftragte SIMSON-Vertriebs- und Service- partner hat keine Vollmacht, im Namen der SIMSON ZWEIRAD GmbH rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben.
  7. Die vorstehende Garantie berührt die Gewährleistungsansprüche des Endkunden gegen den Verkäufer (Händler) nicht.
    Diese Ansprüche bestehen unabhängig und neben der vorstehenden Garantie, sie werden durch diese in keiner Weise eingeschränkt.


Pflegehinweise



Obwohl Ihr neues Fahrzeug von uns bestmöglich durch hochwertige Oberflächenbeschichtungen gegen Korrosion geschützt wurde, können ihm aggressive Luftschadstoffe und besonders Streusalzeinwirkung im Winter doch zusetzen.



  • Deshalb ist eine regelmäßige gründliche Reinigung aller Fahrzeugteile zur Werterhaltung Ihres Fahrzeuges erforderlich.
  • Lackierte Teile, Kunststoff- und Gummiteile, Sitzbank, Fahrtrichtungsanzeiger, hintere Leuchteinheit und Streuscheibe der vorderen Leuchteinheit sollten mit ausreichend Wasser und einem weichen Schwamm gereinigt werden. Zur Verbesserung der Reinigungswirkung kann dem Wasser ein Autoshampoo oder Haushaltsspülmittel beigegeben werden.
  • Darüber hinaus ist die Verwendung handelsüblicher Pflegemittel, wie Autopolituren für lackierte Teile, Chrompolituren für blanke Metallteile und Gummipflegemittel für alle Gummiteile empfehlenswert.
    Beachten Sie bitte die jeweiligen Herstellerangaben.
  • Zur Reinigung des Motors und anderer stark verschmutzter Metallteile können handelsübliche Motorenreinigungsmittel verwendet werden.
    Hierzu beachten Sie bitte die jeweiligen Herstellerangaben und die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz des Grundwassers und der Umwelt.
    Achtung:
    Benutzen Sie kein Hochdruckreinigungsgerät!





Inhaltsverzeichnis

Vorstellung des Automatik - Mokicks
Hinweise zur Benutzung
Erläuterung der Symbole
Allgemeine Informationen
Sicherheitshinweise für den Benutzer
Sicherheitsvorschriften für das Betreiben des Mokicks
Tips für sicheres wirtschaftliches und umweltbewußtes Fahren
Entsorgungshinweis
Fahrzeug-Identifizierung
Fahrzeugidentifizierungsnummer
Motornummer
Aufkleber
Versicherungskennzeichen
Kombi-Instrument
Kombi-Schalter
      Funktion Kippschalter für Abblend- / Fernlicht
      Funktion Druckschalter für Rückstellung des Fahrtrichtungsanzeigers
      Funktion Druckschalter für Fahrtrichtungsanzeiger
      Funktion Druckschalter für Signalhorn
      Funktion Druckschalter für Motorstart
Betätigung der Bremsen
      Betätigungsgriff der handbetätigten Hinterradbremse
      Betätigungsgriff der Vorderradhandbremse
Zündschlüssel
      Zündschlüssel
Zünd- und Lenksperrschloß
      Funktionen des Zünd- und Lenksperrschlosses
Sitzbankverriegelung
      Sitzbank aus- und einbauen
Spiegeleinstellung
      Spiegeleinstellung prüfen, gegebenenfalls einstellen
Tankdeckel
      Tankdeckel öffnen / schließen
Ölbehälter
      Ölbehälter öffnen / schließen
Kraftstoffhahn
      Funktion des Kraftstoffhahnes
Hauptständer
      Benutzung des Hauptständers
Voraussetzung für die Benutzung des Fahrzeugs
      Voraussetzung zur Benutzung des Fahrzeugs
Vorbereitung vor Fahrtantritt
      Prüfvorgänge vor Fahrtantritt oder Motorstart
Starten des Automatik - Mokicks
      Starten des Motors
      Motor springt nicht an
      Anfahren Ihres Automatik - Mokicks
Einfahren Ihres Automatik - Mokicks
      Einfahrhinweise während der ersten 1.000 km
      Schalten des Fahrzeuges
      Abremsung des Fahrzeuges
Abstellen des Fahrzeugs
      Abstellen des Fahrzeugs
Kraftstoff tanken
      Betanken Ihres Fahrzeugs
Ölstand prüfen, gegebenenfalls richtigstellen
      Ölstand prüfen
      Ölstand richtigstellen
Zuladung
Winterfahrbetrieb
Allgemeine Wartungshinweise
Schmierstellen des Mokicks
Vorderradbremse einstellen
      Handbetätigte Hinterradbremse einstellen
Ölstand prüfen, gegebenenfalls richtigstellen
      Ölstand prüfen
      Ölstand richtigstellen
Ölwechsel am Getriebe
Reinigung des Luftfilters
Arbeiten am Kraftstoffsystem
Batteriepflege und Wartung
      Batterie ausbauen
      Flüssigkeitsstand der Batterie prüfen
      Batterie laden
      Lagerung der Batterie
      Batterie erneuern
      Batterie einbauen
Beleuchtungs- und Signalanlage
      Scheinwerfer einstellen
Reifenluftdruck
Außerbetriebsetzung des Mokicks
Wiederinbetriebnahme des Fahrzeugs
Pflegehinweise
Aus- und Einbau der Laufräder
      Vorderrad ausbauen
      Vorderrad einbauen
      Hinterrad ausbauen
      Hinterrad einbauen
Reifenwechsel
Beseitigung von Lufteinschlüssen im Ölzufuhrsystem
Elektrische Anlage
      Aus- und Einbau der Zündkerze
      Sicherungswechsel
Beleuchtungs- und Signalanlage
      Glühlampenwechsel der Leuchteinheit vorn
      Glühlampenwechsel der Fahrtrichtungsanzeiger
      Glühlampenwechsel an der hinteren Leuchteinheit
      Glühlampenwechsel der Kontrolleuchten
Störungssuche





1 Vorstellung des Automatik - Mokicks

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Bild 1 Mokick "Spatz"





Das Automatik - Mokick „Spatz" ist ein einsitziges Fahrzeug mit modernem Design, das Zuverlässigkeit und überschaubare Technik vereint.

Eigenmächtige Veränderungen am Automatik - Mokick „Spatz", sowie der Anbau nicht vom Hersteller freigegebener Bau- und Zusatzteile können die Fahreigenschaften des Automatik - Mokicks negativ beeinflussen und schließen eine Haftung des Herstellers für daraus entstehende Schäden aus.



Bild 2 Mokick "Spatz"





2 Hinweise zur Benutzung

2.1 Erläuterung der Symbole

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Wichtige Hinweise sind im betreffenden Abschnitt durch nachfolgend aufgelistete Symbole gekennzeichnet.



Warnung!

Alle Stellen, die Ihre Sicherheit betreffen, sind mit diesem Symbol gekennzeichnet.



Information

Wichtige Informationen für die Bedienung oder den Betrieb des Fahrzeugs werden so gekennzeichnet.



Umweltschutz

Hinweise zum Umweltschutz werden Ihnen durch Kennzeichnung dieses Symbols gegeben. Hierzu beachten Sie bitte die gesetzlichen Vorschriften.



2.2 Allgemeine Informationen

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Vor der Inbetriebnahme des Automatik - Mokicks ist die Ihnen übergebene Betriebsanleitung genaustens zu studieren und zu beachten. Denn mit genauer Sachkenntnis können Fehler beim Betreiben des Automatik - Mokicks vermieden und dessen störungsfreier Betrieb gewährleistet werden. Mokick fahren erfordert vom Fahrer besondere Vorsichtsmaßnahmen, um die persönliche Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Machen Sie sich mit diesen Vorschriftsmaßnahmen vertraut, bevor Sie fahren.



  • Auf öffentlichen Straßen darf das Mokick nur gefahren werden, wenn die in den nationalen Verkehrsgesetzen festgelegte Betriebs- und Fahrerlaubnis vorliegt, und das Mokick entsprechend ausgerüstet ist.
  • Betriebserlaubnis und Betriebsanleitung müssen vorhanden sein und sollten sorgfältig aufbewahrt werden. Bei Verkauf, Vermietung oder Verleihung des Mokicks sind diese Papiere dem neuen Besitzer zu übergeben. Lassen Sie sich die Übergabe bestätigen!
  • Die Mitnahme von Personen ist unzulässig!


2.3 Sicherheitshinweise für den Benutzer

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Regeln für sicheres Fahren



  • Nehmen Sie stets eine "Überprüfung vor dem Fahren" (s. Seite 12) oder dem Motorstart vor. Sie dient der Unfallverhütung und schützt Sie und das Mokick vor Schäden.
  • Lassen Sie das Mokick nur von Personen fahren, die im Besitz eines gültigen Führerscheines sind.
  • Machen Sie sich gut bemerkbar, um unverschuldete Unfälle zu vermeiden. Tragen Sie auffällig helle oder reflektierende Kleidung. Fahren Sie nicht im toten Winkel anderer Verkehrsteilnehmer.
  • Befolgen Sie die regionalen Gesetze und Bestimmungen. Halten Sie Geschwindigkeitsbegrenzungen ein, und fahren Sie niemals schneller, als die Umstände es zulassen. Zeigen Sie Abbiegen oder Spurwechsel rechtzeitig an. Ihre Wendigkeit kann andere Verkehrsteilnehmer überraschen.
  • Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest, und lassen Sie beide Füße auf den Fußrasten ruhen.


Kleidung



  • Tragen Sie enganliegende Kleidung um ein Verfangen mit den Bedienelementen und dem Fahrwerk zu vermeiden.
  • Die Abgasanlage wird während des Betriebs sehr heiß und bleibt es auch nach dem Abstellen des Motors noch längere Zeit. Berühren Sie keine Teile der heißen Abgasanlage. Tragen Sie nur solche Kleidung, die Ihre Beine vollständig bedeckt.


Haftpflicht- Versicherungsschutz



  • Achten Sie darauf, daß Sie die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung ordnungsgemäß abgeschlossen haben. Sie machen sich strafbar, wenn Sie ein Fahrzeug ohne den gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflicht-Versicherungsschutz im öffentlichen Straßenverkehr betreiben.


Persönliche Fahrweise



  • Nicht fahren, wenn Sie müde sind.
  • Niemals fahren, wenn die Fahrtüchtigkeit durch Alkohol, Drogen, Medikamente und ähnliches beeinträchtigt ist.
  • Die Fahrgeschwindigkeit stets dem Straßenzustand und der Verkehrssituation anpassen.
  • Die Verkehrsregeln - insbesondere die Geschwindigkeitsbegrenzungen - strikt einhalten


2.4 Sicherheitsvorschriften für das Betreiben des Mokicks

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Überprüfen Sie vor jeder Fahrt die Verkehrs- und Betriebssicherheit Ihres Mokicks. Eine komplette Sicherheitsüberprüfung ist lebenswichtig!

Die aufgelisteten Überprüfungen nehmen nur wenig Zeit in Anspruch. Die dadurch gewonnene Sicherheit ist mehr Wert als der geringe Zeitaufwand.

Überprüfen Sie vor Fahrtantritt:

  • Bremswirkung der Vorder-und Hinterradbremse
  • Scheinwerfer, Schluß- /Bremslicht, Fahrtrichtungsanzeiger, Anzeigeleuchten und Signalhorn auf Funktionstüchtigkeit
  • Reifenzustand und Reifenluftdruck
  • Kraftstoffvorrat, gegebenfalls nachtanken
  • Ölstand, gegebenfalls fehlende Ölmenge auffüllen
  • Gasdrehgriff auf Leitgängigkeit in allen Lenkerstellungen und Drehrichtungen
  • Rückspiegel auf Zustand, Sauberkeit und Einstellung


Achtung!

Stellen Sie vor Fahrtantritt eine Unregelmäßigkeit fest, muß diese vor Inbetriebnahme des Mokicks unbedingt behoben werden.



2.5 Tips für sicheres wirtschaftliches und umweltbewußtes Fahren

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  • Den Motor nicht im Stand warmlaufen lassen! In der Warmlaufphase sind Verschleiß und Schadstoffausstoß besonders hoch. Deshalb fahren Sie mit geringer Motordrehzahl kurz nach dem Motorstart los.
  • Vollgasbeschleunigungen vermeiden!
    Durch gefühlvolles Gasgeben werden der Kraftstoffverbrauch und die Umweltbelastung sowie der Verschleiß erheblich vermindert.
  • Möglichst wenig mit Höchstgeschwindigkeit fahren!
    Kraftstoffverbrauch, Abgas und Fahrgeräusch nehmen bei hoher Geschwindigkeit überproportional zu.
  • Fahren Sie gleichmäßig und vorrausschauend!
    Unnötige Beschleunigungs- und Bremsmanöver müssen mit hohem Kraftstoffverbrauch bezahlt werden.
  • Den Motor während vorraussehbarer längerer verkehrsbedingter Wartezeiten abstellen!


2.6 Entsorgungshinweis

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Übergeben Sie Ihr Automatik - Mokick einem anerkannten Entsorgungsunternehmen zur umweltgerechten Verschrottung.



Beachten Sie immer die landesspezifischen Gesetze und Verordnungen!



3 Fahrzeug-Identifizierung

3.1 Fahrzeugidentifizierungsnummer

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Bild 3 Typschild mit Fahrzeug-Ident.-Nr.





Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer ist am Fahrzeug zweimal angebracht.

Die Fahrzeugidentifizierungsnummer finden Sie auf dem Typenschild am rechten Fahrzeugrahmen unter dem Seitendeckel (s. Bild 3).

sowie

im Bereich des Rahmens rechts unterhalb des Tanks (s. Bild 4).



Achten Sie beim Erwerb des Mokicks auf die Übereinstimmung der Fahrzeugidentifizierungsnummer von Fahrzeug, Fahrzeugbrief und der Betriebserlaubnis!



Bild 4 Fahrzeugg-Ident.-Nr.





3.2 Motornummer

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Bild 5 eingeprägte Motor-Nr.





Die eingeprägte Motornummer befindet sich an der oberen Motorgehäusehälfte rechts (s. Bild 5).

Sie trägt wesentlich zur Identifizierung Ihres Fahrzeuges und des damit verbundenen Aggregates bei.



3.3 Aufkleber

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Das Fahrzeug ist beidseitig am Heckträger mit dem Schriftzug "Spatz" und am Kraftstoffbehälter mit dem SIMSON-Logo gekennzeichnet.



3.4 Versicherungskennzeichen

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Wird das Automatik - Mokick für den Straßenverkehr zugelassen, muß eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen und das Versicherungskennzeichen montiert werden. Die entsprechenden Befestigungspunkte sind durch den Hersteller bereits am hinteren Kotflügel vorgesehen.



4 Anordnung der Bedienelemente

4.1 Kombi-Instrument

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Bild 6 Kombi-Instrument





Im Kombi-Instrument sind integriert,

  • Tachometer (1),
  • Kilometerzähler (2),
  • Zünd- und Lenkersperrschloss (3),
  • Kontrolleuchte (4) für Ölstand (rot),
  • Kontrolleuchte (5) für Kraftstoffüllstand (gelb),
  • Kontrolleuchte (6) für Fernlicht (blau),
  • Kontrolleuchte (7) für Fahrtrichtungsanzeiger links und rechts (grün),


Beachten Sie, Kontrolleinrichtungen Grün und Blau beinhalten eine Information. Rote Kontrolleinrichtungen bedeuten Warnung und weisen auf eine Gefahr hin.



4.2 Kombi-Schalter

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Bild 7 Kombi-Schalter links





Die Kombi-Schalter sind funktionell am Lenker, neben den Griffstücken angeordnet (s. Bild 7).

Folgende Bedienelemente sind im Kombi-Schalter links integriert:

  • Kippschalter (1) für Abblend- / Fernlicht
  • Druckschalter (2) für Rückstellung des Fahrtrichtungsanzeigers
  • Schiebeschalter (3) für Fahrtrichtungsanzeiger
  • Druckschalter (4) für Signalhorn


Bild 8 Kombi-Schalter rechts





Rechter Kombi-Schalter mit integriertem

  • Druckschalter (5) für Motorstart


4.2.1 Funktion Kippschalter für Abblend-/Fernlicht

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  • Abblendlicht:
    Kippschalter (1) durch drücken in Stellung "b" bringen (s.Bild 9)
  • Fernlicht:
    Kippschalter (1) durch drücken in Stellung "a" bringen (s. Bild 9)


Bild 9 Kippschalter (1)





4.2.2 Funktion Druckschalter für Rückstellung des Fahrtrichtungsanzeigers

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  • Rückstellung des Fahrtrichtungsanzeigers:
    durch drücken des Druckschalters (2) wird der Fahrtrichtungsanzeiger abgeschaltet (s. Bild 8)


Bild 10 Druckschalter (3)





4.2.3 Funktion Druckschalter für Fahrtrichtungsanzeiger

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  • Fahrtrichtungsanzeiger rechts:
    durch verschieben des Schiebeschalters (3) in die rechte Position wird der Fahrtrichtungsanzeiger aktiviert und stellt sich nach loslassen in seine Ausgangslage zurück (s. Bild 8).
    Eine Abschaltfunktion des Fahrtrichtungsanzeigers erreichen Sie durch das Drücken des Druckschalter (2).
  • Fahrtrichtungsanzeiger links:
    durch verschieben des Schiebeschalters (3) in die linke Position wird der Fahrtrichtungsanzeiger aktiviert und stellt sich nach loslassen in seine Ausgangslage zurück (s. Bild 8).
    Eine Abschaltfunktion des Fahrtrichtungsanzeigers erreichen Sie durch das Drücken des Druckschalter (2)


4.2.4 Funktion Druckschalter für Signalhorn

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  • Signalhorn:
    durch drücken des Druckschalters (4), wird ein akustisches Signal ausgesendet (s. Bild 11).


Bild 11 Druckschalter (4)





4.2.5 Funktion Druckschalter für Motorstart

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Bild 12 Druckschalter (5)





Beachten Sie die Hinweise im Kapitel: "Starten des Motors" (Unfallgefahr)!



  • Motorstart:
    Durch Betätigung der handbetätigten Hinterrad- oder der Vorderradbremse und Drücken des Druckschalters (5) wird der Anlassvorgang für den Motor eingeleitet (s. Bild 12).


Als Starthilfe steht Ihnen neben dem elektrischen Anlasser ein Kickstarter zur Verfügung.

  • Kickstarterhebel nach außen schwenken
  • Betätigung der handbetätigten Hinterrad- oder der Vorderradbremse
  • Kickstarterhebel kräftig mit dem Fuß nach unten durchtreten, bis der Motor anspringt
  • Nach dem Anspringen des Motors Kickstarterhebel in Ausgangslage bringen


4.3 Betätigung der Bremsen

4.3.1 Betätigungsgriff der handbetätigten Hinterradbremse

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Bild 13 Betätigungsgriff (1) der handbetätigten Hinterradbremse





  • Handbetätigte Hinterradbremse (Linke Lenkerseite):
    Bei Anziehen des Betätigungsgriffes (1) zum Fahrer bremst das Fahrzeug, entsprechend der Dosierung, über das Hinterrad ab. Bei Entspannung des Betätigungsgriffes nimmt die Bremskraft wieder ab (s. Bild 13).


4.3.2 Betatigungsgnff der Vorderradhandbremse

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Bild 14 Betätigungsgriff (2) der Vorderradbremse





  • Vorderradhandbremse (Rechte Lenkerseite):
    Durch Anziehen des Betätigungsgriffes (2) zum Fahrer bremst das Fahrzeug, entsprechend der Dosierung, über das Vorderrad ab. Bei Entspannung des Betätigungsgriffes nimmt die Bremskraft wieder ab (s. Bild 14).


4.4 Zündschlüssel

4.4.1 Zündschlüssel

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Bild 15 Zündschlüsselsatz





  • Zünd- und Lenkersperrschloß, Tankdeckel und Verriegelungsschloß der Sitzbank werden über einen Zündschlüssel bedient.


Das Fahrzeug wird Ihnen mit Zündschlüssel (1) und Ersatzschlüssel (3) ausgeliefert. An der Schlüsselverbindung befindet sich eine Plakette (2) mit der Schlüsselnummer. Bewahren Sie bitte Ersatzschlüssel und Plakette getrennt vom Fahrzeug auf (s. Bild 15)



4.5 Zünd- und Lenksperrschloß

4.5.1 Funktionen des Zünd- und Lenksperrschlosses

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Bild 16 Zünd- und Lenksperrschloß





  • Zünd- und Lenksperrschloss entriegeln:
    erfolgt durch drehen des Zündschlüssels im Uhrzeigersinn aus Position (3) in Position (1).
    Das Fahrzeug ist in Position (1) entriegelt, und die Zündung ist ausgeschaltet.


Beachten Sie bitte, daß Ihr Fahrzeug in diesem Zustand nicht gesichert ist.



  • Zündung einschalten:
    erfolgt durch drehen des Zündschlüssels im Uhrzeigersinn von Position (1) auf Position (2).
    Die Zündung und Lichtanlage ist in Position (2) eingeschaltet.
    Zündung ausschalten erfolgt in umgekehrter Reihenfolge!
  • Fahrzeugverriegelung:
    erfolgt durch rechten Lenkeinschlag und drehen des Zündschlüssels entgegen dem Uhrzeigersinns auf Position (3).


4.6 Sitzbankverriegelung

4.6.1 Sitzbank aus- und einbauen

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Bild 17 Entriegelung der Sitzbank





Die Sitzbank wird durch ein in die Sitzbank integriertes Zylinderschloß verriegelt. (s. Bild 17)

  • Zum Entriegeln der Sitzbank,
    Schlüssel in das Zylinderschloß der Sitzbank einführen, diese im hinteren Bereich leicht drücken und Schlüssel in Uhrzeigersinn drehen und halten.
    Sitzbank hinten leicht anheben und nach hinten / oben abnehmen (s. Bild 18).
    Der Schlüssel im Zylinderschloß, kehrt selbsttätig in die Ausgangslage zurück.
  • Zum Verriegeln der Sitzbank,diese einführen und im hinteren Bereich nach unten drücken! Ein Schloßträger sorgt für die Fixierung der Sitzbank mit dem Fahrzeug (s. Bild 17).


Bild 18 Verriegelung der Sitzbank





4.7 Spiegeleinstellung

4.7.1 Spiegeleinstellung prüfen, gegebenenfalls einstellen

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Bild 19 Spiegeleinstellung





Die Rückspiegel müssen vor Fahrtantritt so eingestellt sein, daß eine ausreichende Sicht nach hinten gewährleistet ist.

Die horizontale und vertikale Einstellung des Spiegels am Kreuzgelenk (1) ist möglich. Hierzu kann der Spiegel begrenzt gekippt werden (s. Bild 19).

Reicht der Einstellbereich nicht aus, läßt sich zur Grobeinstellung eine Kontermutter unter dem Faltenbalg (2) lösen und der Spiegelarm im Befestigungsgewinde in die erforderliche Stellung schwenken.

Danach muß die Kontermutter wieder festgezogen werden (s. Bild 19).



Prüfen Sie die Spiegeleinstellung nach Beendigung Ihrer Arbeiten nochmals!



4.8 Tankdeckel

4.8.1 Tankdeckel öffnen / schließen

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Bild 20 Tankdeckel





Zum Öffnen des Tankdeckels die Verschlußkappe (1) nach vorn aufklappen und Schlüssel in das Schloß einführen. Drehen Sie entgegen dem Uhrzeigersinn den Schlüssel von Position (3) in Position (2).

Der Tankdeckel kann jetzt abgenommen werden (s. Bild 20).

Das Verschließen des Tankdeckels erfolgt in umgekehrter Reihenfolge!



4.9 Ölbehälter

4.9.1 Ölbehälter öffnen / schließen

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Bild 21 Ölbehälter





Der Ölbehälter (1) befindet sich unterhalb der Sitzbank. Zum Öffnen und Schließen des Ölbehälters (1) nehmen Sie die Sitzbank, wie unter Kapitel: "Sitzbankverriegelung" beschrieben, ab.

Der Ölbehälterverschluß (2) kann durch Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn abgeschraubt werden (s. Bild 19).

Das Verschließen des Ölbehälters (1) erfolgt durch Verdrehung des Ölbehälterverschlußes (2) im Uhrzeigersinn.



4.10 Kraftstoffhahn

4.10.1 Funktion des Kraftstoffhahnes

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Bild 22 Kraftstoffhahn-/Ventil





Der Kraftstoffhahn ist unterhalb des Tanks angeordnet. Der vom laufenden Motor erzeugte Unterdruck wirkt auf eine federbelastete Membran des Kraftstoffhahnes. Diese wird aus ihrem Sitz ausgehoben und gibt eine Kraftstoffzuführungsbohrung frei. Es wird somit eine Kraftstoffverbindung vom Tank zum Vergaser freigegeben.

Beim Abstellen des Motors bricht die Unterdruckversorgung am Kraftstoffhahn ab und die Kraftstoffzufuhr vom Tank zum Vergaser wird unterbrochen.



Der Kraftstoffhahn bedarf keiner manuellen Bedienung.



4.11 Hauptständer

4.11.1 Benutzung des Hauptständers

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Bild 23 Mokick mit Hauptständer





Das Mokick ist mit einem Hauptständer ausgestattet. Dieser ist mittig unterhalb des Fahrzeuges angeordnet.

Zur Benutzung des Hauptständers klappen Sie diesen nach unten, setzen unterstützend Ihren Fuß auf den Trittbügel am Hauptständer und ziehen das Fahrzeug nach hinten.



Achten Sie darauf, daß Ihr Fahrzeug sicher steht. Stellen Sie Ihr Fahrzeug auf befestigtem und ebenem Untergrund ab. An Steigungen stellen Sie Ihr Fahrzeug in Fahrtrichtung zur Steigung ab.

Fahren Sie nur mit vollständig nach oben geklapptem Seiten- und Hauptständer!



5 Fahr- und Betriebshinweise

5.1 Voraussetzung für die Benutzung des Fahrzeugs

5.1.1 Voraussetzung für die Benutzung des Fahrzeugs

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  • Berechtigung zum Führen des Kraftfahrzeuges gemäß den gesetzlichen Bestimmungen
  • Überprüfen Sie, wie im Kapitel "Hinweise zur Benutzung" beschrieben, die Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs vor Inbetriebnahme

Stellen Sie vor Inbetriebnahme des Fahrzeugs Unregelmäßigkeiten fest, sind diese im Vorfeld zu beseitigen.

Eine komplette Sicherheitsüberprüfung ist lebenswichtig!

Die aufgelisteten Überprüfungen im Kapitel "Hinweise zur Benutzung" nehmen nur wenig Zeit in Anspruch. Die dadurch gewonnene Sicherheit ist mehr wert als der geringe Zeitaufwand.



5.2 Vorbereitung vor Fahrtantritt

5.2.1 Prüfvorgänge vor Fahrtantritt oder Motorstart

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Prüfen Sie vor Fahrtantritt oder Motorstart:

  • den Kraftstoffvorrat,
  • Ölstand,
  • die Fahrzeugbeleuchtung, Blink- und Bremsleuchten.


Achtung!

Beim Betreiben des Motors in geschlossenen Räumen besteht Vergiftungsgefahr!



5.3 Starten des Automatik - Mokicks

5.3.1 Starten des Motors

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Die Bedienung eines Kraftstoffventils ist nicht notwendig, da Ihr Fahrzeug mit einem automatischen Kraftstoffventil ausgestattet ist.



Bild 24 Zünd- und Lenkersperrschloß



Bild 25 Anlasserschalter





Zum Starten des Motors werden folgende Handgriffe notwendig:

  • Zünd- und Lenksperrschloss entriegeln:
    erfolgt durch drehen des Zündschlüssels im Uhrzeigersinn aus Position (3) in Position (1)
  • Fahrzeug vom Ständer abbocken und aufsitzen
  • Zündung einschalten:
    erfolgt durch drehen des Zündschlüssels im Uhrzeigersinn von Position (1) auf Position (2).
    Die Zündung und Lichtanlage ist in Position (2) eingeschaltet.
  • eine der beiden unabhängigen Bremsen betätigen
  • Anlassertaster drücken, bis der Motor anspringt


Achtung!

Ist der Motor angesprungen, darf der Anlassertaster kein weiteres Mal betätigt werden! Dieses würde den Anlasser beschädigen und in seiner Lebensdauer einschränken.

Betätigen Sie den Anlassertaster nie länger als fünf Sekunden!



Bei ununterbrochenem Aufleuchten von Kontrolleuchten sind die Füllstände am Mokick zu überprüfen, um Schäden am Motor zu vermeiden! Hierzu geben Sie kein Gas, und schalten Sie den Motor ab!



5.3.2 Motor springt nicht an

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  • Unterbrechen Sie den Startvorgang für 10 Sekunden
  • Wiederholen Sie den Startvorgang


Achtung!

Ist der Motor angesprungen, darf der Anlassertaster kein weiteres Mal betätigt werden!

Dieses würde den Anlasser beschädigen und in seiner Lebensdauer einschränken.

Betätigen Sie den Anlassertaster nie länger als fünf Sekunden!



Bild 26 Kickstarter





Bleibt der Startvorgang ohne Erfolg:

  • Stellen Sie das Fahrzeug auf dem Hauptständer ab
  • Klappen Sie den Fußtritthebel (2) am Ende des Kickstarterhebel (1) um 90° nach links
  • Betätigen Sie eine der beiden unabhängigen Bremsen
  • Treten Sie den Kickstarterhebel(1) kräftig nach unten, bis der Motor anspringt, die Wiederholung dieses Vorganges kann 3-4 mal erforderlich sein
  • Bocken Sie das Fahrzeug vom Hauptständer ab
  • Klappen Sie den Fußtritthebel (2) am Ende des Kickstarterhebel (1) um 90° nach rechts
  • Setzen Sie sich auf das Fahrzeug und lösen dosiert die handbetätigte Bremse
  • Ihr Fahrzeug setzt sich in Bewegung


Eine Ursache, das Ihr Motor nicht anspringt, kann eine ungenügend geladene Batterie sein. Im Kapitel "Batteriepflege" wird auf dieses Thema zurückgegriffen.



5.3.3 Anfahren Ihres Automatik - Mokicks

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Starten Sie den Motor wie im Kapitel "Starten des Motors" beschrieben. Zum Anfahren des Automatik - Mokicks gehen Sie wie nachfolgend beschrieben vor.

  • Handbetätigte Hinterradbremse leicht dosiert lösen.
  • Durch dosierte Zugabe von Gas (Verdrehen des Gasdrehgriffs) setzt sich Ihr Automatik - Mokick in Bewegung.
  • Eine Erhöhung der Fahrtgeschwindigkeit erreichen Sie durch eine dosierte Zugabe von Gas (Verdrehen des Gasdrehgriffs).


Achtung!

Zentral- und Seitenständer müssen vor Fahrtantritt vollständig hochgeklappt sein, da es sonst zu schweren Unfällen kommen kann!



5.4 Einfahren Ihres Automatik - Mokicks

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Während der ersten Betriebsstunden weist der Motor eine höhere innere Reibung auf als später, wenn sich alle beweglichen Teile aufeinander eingespielt haben.



5.4.1 Einfahrhinweise während der ersten 1.000 km

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Die Einfahrphase während der ersten 1.000 km ist ein wichtiger Abschnitt in der Lebensdauer Ihres Automatik - Mokicks. Halten Sie die Einfahrhinweise in den ersten 1.000 km strikt ein.

Einfahrhinweise bei einer Laufleistung von 0-150 km



Neue Bremsbeläge müssen sich anpassen und haben daher während ca. der ersten 200 km noch nicht die optimale Reibkraft. Die verminderte Reibkraft kann durch eine höhere Handkraft ausgeglichen werden. Das gilt natürlich auch bei Erneuerung der Bremsbeläge.

Neue Reifen müssen ebenfalls eingefahren werden, denn sie besitzen am Anfang noch nicht die optimale Haftfähigkeit. Durch eine entsprechend vorsichtige Fahrweise während der ersten 100 km -insbesondere- bei Kurven durchfahrten - wird der Reifen haftfähiger und paßt sich den Fahrbahnverhältnissen gut an.



  • vermeiden Sie Drehzahlen über 7.000 U/min
  • wechseln Sie öfters die Drehzahlen und die Geschwindigkeiten


Einfahrhinweise bei einer Laufleistung von 150-500 km



  • vermeiden Sie Drehzahlen über 7.000 U/min
  • wechseln Sie öfters die Drehzahlen und die Geschwindigkeiten
  • Vermeiden Sie mit Vollgas zu fahren


Einfahrhinweise bei einer Laufleistung von 500-1.000 km



Nach den ersten 500 km muß das Öl im Untersetzungsgetriebe laut Wartungsplan gewechselt werden.



  • vermeiden Sie längere Fahrten mit Vollgas und Langstreckenfahrten mit Drehzahlen über 7.000 U/min
  • wechseln Sie öfters die Drehzahlen und die Geschwindigkeiten
  • ein kurzzeitiges Ausnutzen des Drehzahlbereiches ist möglich


Einfahrhinweise bei einer Laufleistung über 1.000 km



  • Fahrzeug kann mit Vollgas, Vollast gefahren werden


Treten während der Einfahrphase Probleme oder Störungen an Ihrem Automatik - Mokick auf, sollten Sie unverzüglich einen SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner aufsuchen!



5.4.2 Schalten des Fahrzeuges

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Ihr Fahrzeug ist mit einem stufenlosen Automatikgetriebe ausgestattet. Durch Betätigen des Gaszuges schaltet das Automatikgetriebe selbsttätig in den für die Geschwindigkeit erforderlichen Gang.



5.4.3 Abremsung des Fahrzeuges

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Betätigen Sie die unabhängigen Handbremsen dosiert! Ein zu starkes Abremsen des Fahrzeuges kann zum Blockieren der Laufräder und zum Verlußt der Kontrolle über das Fahrzeug führen.



Beachten Sie desweiteren die nachfolgenden Hinweise.

  • Verringern Sie die Geschwindigkeit vor Kurvenfahrten.
    Das Bremsen in Kurven kann zum Wegrutschen des Fahrzeuges führen.
  • Setzen Sie die Bremsen auf nasser Fahrbahn vorsichtig ein. Beachten Sie den längeren Bremsweg.


5.5 Abstellen des Fahrzeugs

5.5.1 Abstellen des Fahrzeugs

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Bild 27 Mokick mit Hauptständer





Zum Abstellen Ihres Fahrzeug benutzen Sie den Hauptständer.



Stellen Sie Ihr Fahrzeug stets auf festem Untergrund ab.

An Steigungen muß das Fahrzeug in Fahrtrichtung zur Steigung abgestellt werden.



Die Abgasgasanlage erreicht auch bei nur kurzem Betrieb hohe Temperaturen. Stellen Sie Ihr Fahrzeug so ab, daß dieses nicht von Fußgängern - insbesondere Kindern - berührt werden kann.

Beachten Sie bitte, daß Ihr Fahrzeug in diesem Zustand nicht gesichert ist.



Bild 28 Zünd- und Lenkersperrschloß





  • Schalten Sie die Zündung aus
    indem Sie den Zündschlüssel entgegen dem Uhrzeigersinn von Position (2) auf Position (1) drehen.
    Die Zündung und Lichtanlage ist in Position (1) ausgeschaltet.
  • Verriegeln Sie durch rechten Lenkeinschlag und drehen des Zündschlüssels entgegen dem Uhrzeigersinns von Position (1) auf Position (3) das Fahrzeug.


Ziehen Sie bei verlassen des Fahrzeuges (auch nur vorübergehend) den Zündschlüssel vom Fahrzeug ab.



5.6 Kraftstoff tanken

5.6.1 Betanken Ihres Fahrzeugs

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  • Der Kraftstoffbehälter hat ein Fassungsvermögen von 9,5 Litern und beinhaltet 2,0 Liter Kraftstoffreserve nach Aufleuchten der Kontrolleuchte für Kraftstoffüllstand.
  • Betanken Sie Ihr Fahrzeug ausschließlich mit Bleifreiem Normalbenzin mit einer Oktanzahl von 92 (ROZ).
  • Betanken Sie Ihr Fahrzeug rechtzeitig, nachdem die Kontrolleuchte für Kraftstoffüllstand (rot) aufleuchtet.


Das Öl wird dem Motor separat zugeführt. Es bedarf keiner weiteren Zuführung mittels Kraftstoffgemisches. Zusätzliches Öl im Kraftstoff schadet der Umwelt, belastet Ihren Geldbeutel und führt zu übermäßigen Ölkohleansatz im Motor Ihres Fahrzeugs.

Bei der Verwendung von verbleitem Kraftstoff führt dieser zur Zerstörung des Abgaskatalysators an Ihrem Fahrzeug.



Achtung!

Beim Umgang mit Kraftstoffen besteht Explosions- und Brandgefahr. Bei der Einnahme oder Einatmen von Kraftstoffen besteht Vergiftungsgefahr! Beachten Sie die entsprechenden Bestimmungen.



Beachten Sie die nachstehend aufgeführten Hinweise zum Betanken Ihres Mokicks.



  • Nicht in der Nähe offener Flammen oder zündfähiger Funken Kraftstoff nachfüllen!
  • Stellen Sie den Motor zum Betanken Ihres Fahrzeuges grundsätzlich ab!
  • Ziehen Sie den Zündschlüssel ab!
  • Stellen Sie Ihr Fahrzeug zum Betanken auf dem Zentralständer ab!
  • Füllen Sie Kraftstoff nicht in geschlossenen Räumen nach!
  • Atmen Sie die Benzindämpfe nicht ein!
  • Entfernen Sie verschütteten Kraftstoff sofort!
  • Überfüllen Sie nicht den Kraftstofftank!
  • Tanken Sie nicht bis zur Oberkannte des Einfüllstutzens! (Das Kraftstoffvolumen ändert sich entsprechend den Temperaturverhältnissen.)
  • Achten Sie darauf, daß kein Kraftstoff auf die heißen Motorteile und die Abgasanlage gelangt!
  • Kraftstoff nicht auf Lack-, Plastik- und Gummiteile gelangen lassen! (Kraftstoffe greifen Lack-, Plastik- und Gummiteile an.)
  • Kontrollieren Sie die Entlüftungsbohrungen am Tankdeckel! (Sie dienen der Be- und Entlüftung des Kraftstofftanks und verhindern beispielsweise eine Vakuumbildung. Vakuumbildung und Wasserbestandteile im Kraftstofftank führen zu Fehlfunktionen des Kraftstoffsystems.)
  • Kraftstoffverschluß nach dem Betanken fest verschließen!


5.7 Ölstand prüfen, gegebenenfalls richtigstellen

5.7.1 Ölstand prüfen

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Bild 29 Ölvorratsbehälter





Kontrollieren Sie bei jeder Betankung Ihres Fahrzeugs den Ölstand.



Achtung!

Der Ölbehälter darf nicht leer gefahren werden, da sonst Gefahr besteht, den Motor ohne Schmierung zu betreiben. Das kann zur Zerstörung des Motors führen (Ölkontrolleuchte beachten).



Im Kapitel "Beseitigung von Lufteinschlüssen im Ölzufuhrsystem" wird auf diese Arbeit näher eingegangen.



5.7.2 Ölstand richtigstellen

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Der Ölbehälter hat ein Fassungsvermögen von 1,1 Litern.

Ergänzen Sie die fehlende Ölmenge mit

  • Synthetischen Zweitaktmotorenöl.


Nachfolgend genannte Ölsorten sind durch die SIMSON ZWEIRAD GmbH für Ihr Fahrzeug freigegeben.

Freigegebene Ölsorten:

  • AGIP-27 city
  • Castrol-TTS
  • Q8-RSTT-moto
  • Addinol MZ 406
  • Addinol MZ 406 S


Beachten Sie, daß kein Öl in die Kanalisation oder das Erdreich gelangen darf.



Bei einem Signal der Öistandskontrolieuchte im Kombi-Instrument, ergänzen Sie bitte umgehend die fehlende Ölmenge.



5.8 Zuladung

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Achtung!

Beim Anbringen von Gepäckstücken verändern sich die Fahreigenschaften des Fahrzeuges durch eine Verlagerung des Schwerpunktes. Stellen Sie Ihre Fahrweise und Geschwindigkeit entsprechend ein.

Das zulässige Gesamtgewicht und die maximal zulässigen Achslasten (siehe Technische Daten) dürfen nicht überschritten werden.



Beachten Sie folgende Hinweise:

  • Halten Sie das Zuladungsgewicht möglichst gering.
  • Ordnen Sie das Gepäck möglichst nahe am Fahrzeugschwerpunkt an.
  • Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig auf beiden Seiten des Fahrzeuges.
  • Halten Sie in regelmäßigen Zeitabständen an und kontrollieren Sie den Festsitz der Gepäckstücke.
  • Zur Befestigung des Gepäckes verwenden Sie Gummispannseile oder Spannbänder. Ihr SIMSON Vertriebs- und Servicepartner berät Sie hierzu gern.


5.9 Winterfahrbetrieb

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Wenn Sie Ihr Fahrzeug über die Wintermonate in einem Land mit gemäßigtem oder Kälterem Klimazonen betreiben, beachten Sie folgende Hinweise:

  • Schützen Sie vor Beginn des Winters die verchromten und ungeschützten Metallteile mit einem vom Fachhändler empfohlenen Korrosionsschutzmittel.
  • Schmieren Sie Ihr Mokick entsprechend dem Wartungsplan ab.
  • Behandeln Sie vor Eintritt der Winterperiode alle Schlösser am Fahrzeug mit einem vom Fachhändler empfohlenen Schloßpflegemittel.
  • Entfernen Sie nach dem Ende der Winterperiode alle Konservierungsmittel vom Fahrzeug.
  • Die Serienmäßige Bereifung ist nicht für Fahrten im Schnee oder auf Glatteis geeignet.




6 Wartung und Pflege

6.1 Allgemeine Wartungshinweise

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Beachten Sie, daß Sachkenntnis und entsprechendes Werkzeug Voraussetzung zur sachgemäßen Ausführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten sind. Verfügen Sie nicht über diese Voraussetzungen übertragen Sie die Arbeiten Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner.



Denken Sie bitte daran, daß unsachgemäß ausgeführte Reparatur- und Wartungsarbeiten zum Verlust der Gewährleistungsansprüche führen können. Regelmäßig ausgeführte Wartungs-, Einstellungs- und Schmierarbeiten bilden die Grundlage für einen sicheren und störungsfreien Betrieb Ihres Mokicks über viele Jahre.



Nehmen Sie keine Veränderungen an Motor und Fahrgestell vor. Sie gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer.



Die in Ihrem Serviceheft aufgeführten Wartungszyklen dienen als Richtwerte für die aufgeführten Arbeiten, da sie durch folgende Einflußfaktoren beeinflußt werden:

  • Fahrweise
  • Wetter
  • Einsatzbereich
  • geographische Lage.


Die Wartungsintervalle sind entsprechend den Bedingungen anzupassen! Die nachfolgenden Hinweise geben Ihnen Informationen zur Durchführung kleinerer Wartungsarbeiten und Selbsthilfe im Pannenfall. Das mitgelieferte Bordwerkzeug dient neben der Pannenhilfe zum Ausführen kleinerer Wartungsarbeiten.



Innerhalb der Garantiezeit überlassen Sie die Wartungs- und Reparaturarbeiten zur Sicherung der Gewährleistungsansprüche Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner.

Beachten Sie bei allen selbstausgeführten Wartungs- und Reparaturarbeiten die Bestimmungen des Arbeits- und Brandschutzes.

Benutzen Sie ausschließlich durch die SIMSON Zweirad GmbH freigegebene Treib- und Schmierstoffe.



Ergänzen Sie fehlende Schmierstoffe / Öl nur mit den Orginalflüssigkeiten da Mischungen zu Funktionstörungen führen oder Schäden hervorrufen können.

Lassen Sie Ursachen für Verlust von Schmier- und Treibstoffen bei Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner diagnostizieren um Folgeschäden zu vermeiden.



Beachten Sie bitte beim Umgang mit Treib-, Schmier- und Reinigungsstoffen die jeweiligen Angaben des Herstellers zum Umwelt- und Brandschutz.

Entsorgen Sie Treib-, Schmier- und Reinigungsstoffe gemäß den gesetzlichen Bestimmungen.



7 Schmierstellen

7.1 Schmierstellen des Mokicks

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Bild 30 Schmierstellen



Bild 31 Schmierstellen





Pos.SchmierstelleSchmiermittel
1Tachoantrieb im VorderradWälzlagerfett
2TachowelleÖl
3Handbremshebel links und rechtsWälzlagerfett / Öl
4LenkkopflagerWälzlagerfett
5Verriegelung der SitzbankWälzlagerfett
6FederungWälzlagerfett
7Bremsnocken vorn und hintenWälzlagerfett
8Radlager vom und hintenWälzlagerfett
9Lagerung des HauptständersWälzlagerfett
10GasdrehgriffWälzlagerfett
11VorderradgabelWälzlagerfett
12GetriebeÖlwechsel


8 Bremsanlage

8.1 Vorderradbremse einstellen

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Bild 32 Einstellung der handbetätigten Vorderradbremse





Durch betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel am Handbremsgriff. Eine Korrektur erfolgt durch lösen der Kontermutter (1) und dem Drehen der Einstellschraube (2) am Handbremsgriff (3).

Das Spiel am Handbremsgriff (Spiel zwischen Handbremsgriff und Anlagefläche der Griffaufnahme) soll nach Einstellung der Bremse 2-3 mm betragen.

Nach den Einstellarbeiten sichern Sie die Einstellschraube (2) durch anziehen der Kontermutter (1).

Nach Beendigung Ihrer Arbeiten überprüfen Sie:

  • Ordnungsgemäße Ausführung
  • Spiel der Bremse
  • Freigängigkeit des Laufrades bei nicht betätigter Bremse
  • Funktion der Bremse


Ist das Spiel zu groß und eine Nachstellung des Spiels nicht erreichbar, sind die Bremsbacken der Trommelbremse verschlissen. Ein Ersetzen der Bremsbacken ist dringend erforderlich.

Diese Arbeiten sollten Sie Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner überlassen.



8.1.1 Handbetätigte Hinterradbremse einstellen

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Bild 33 Einstellung der handbetätigten Hinterradbremse





Durch betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel am Handbremsgriff. Eine Korrektur erfolgt durch leichtes verdrehen des Bremshebel (1) in Fahrtrichtung und dem drehen der Einstellschraube (2). (s. Bild 33)

Das Spiel am Handbremsgriff (Spiel zwischen Handbremsgriff und Anlagefläche der Griffaufnahme) soll nach Einstellung der Bremse 2-3 mm betragen (s. Bild 34).

Nach den Einstellarbeiten sichern Sie die Einstellschraube (2) durch ihre Lage am Bremshebel (1)..



Bild 34 Spiel am Handbremsgriff





Nach Beendigung Ihrer Arbeiten überprüfen Sie:

  • Ordnungsgemäße Ausführung
  • Spiel der Bremse
  • Freigängigkeit des Laufrades bei nicht betätigter Bremse
  • Funktion der Bremse


Ist das Spiel zu groß und eine Nachstellung des Spiels nicht erreichbar, sind die Bremsbacken der Trommelbremse verschlissen. Ein Ersetzen der Bremsbacken ist dringend erforderlich.

Diese Arbeit sollten Sie Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner überlassen.



8.2 Ölstand prüfen, gegebenenfalls richtigstellen

8.2.1 Ölstand prüfen

nächster Abschnitt ; Index

Bild 35 Ölvorratsbehälter





Kontrollieren Sie bei jeder Betankung Ihres Fahrzeugs den Ölstand im Vorratsbehälter. Dieser ist unterhalb der Sitzbank angeordnet. Zur Ölstandskontrolle nehmen Sie die Sitzbank ab.



Achtung!

Der Ölbehälter darf nicht leer gefahren werden, da sonst Gefahr besteht, den Motor ohne Schmierung zu betreiben. Das kann zur Zerstörung des Motors führen (Ölkontrolleuchte beachten).



Im Kapitel "Beseitigung von Lufteinschlüssen im Ölzufuhrsystem" wird auf diese Arbeit näher eingegangen.



8.2.2 Ölstand richtigstellen

nächster Abschnitt ; Index

Der Ölbehälter hat ein Fassungsvermögen von 1,1 Litern. Ergänzen Sie die fehlende Ölmenge mit

  • Synthetischen Zweitaktmotorenöl.


Nachfolgend genannte Olsorten sind durch die SIMSON ZWEIRAD GmbH für Ihr Fahrzeug freigegeben.

Freigegebene Ölsorten:

  • AGIP-27 city
  • Castrol-TTS
  • Q8-RSTT-moto
  • Addinol MZ 406
  • Addinol MZ 406 S


Beachten Sie, daß kein öl in die Kanalisation oder das Erdreich gelangen darf.



Bei einem Signal der Olstandskontrolieuchte im Kombi-Instrument, ergänzen Sie bitte umgehend die fehlende Ölmenge.



8.3 Ölwechsel am Getriebe

nächster Abschnitt ; Index

Bild 36 Öleinfüll- und Ablaßschraube





Lassen Sie den Ölwechsel am Getriebe unter Beachtung der Wartungszyklen bei Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner ausführen. Dort bestehen Voraussetzungen für eine umweltgerechte Altölentsorgung.

Der Ölwechsel erfolgt nach Wartungsplan in Ihrem Serviceheft. Des weiteren beachten Sie:

  • Motor (Getriebeöl) warmfahren (mindestens 5 km)
  • Mokick auf Hauptständer waagerecht abstellen
  • Geeignetes Auffanggefäß unter der Ölablaßschraube (2) positionieren


Achten Sie darauf, daß im Betrieb des Fahrzeuges hohe Temperaturen entstehen! Lassen Sie den Motor bis auf ca. 60° Grad Celsius abkühlen, bevor die Ölablaß- oder Öleinfüllschraube abgeschraubt wird.

Des weiteren entfernen Sie verschüttetes Öl sofort! Öl greift Plastik-, Gummi- und Lackteile an!



Beachten Sie, daß kein Öl in die Kanalisation oder das Erdreich gelangen darf.



  • Öleinfüllschraube (1) abschrauben
  • Ölablaßschraube (2) abschrauben und mit Dichtung (3) abnehmen
  • Getriebeöl vollständig ablaufen lassen
  • Ölablaßschraube (2) unter Verwendung einer neuen Dichtung (3) anschrauben
  • Öl über Öleinfüllöffnung auffüllen
    Ölfüllmenge: 100 ml
    Ölsorte: Öl mit der SAE - Viscositätsklassenbezeichnung SAE 10W-40
  • Öleinfüllschraube (1) anschrauben
  • Motor starten und 20-30 Sekunden laufen lassen


Nach Beendigung der Arbeiten prüfen Sie den Festsitz der Schrauben und die Dichtheit des Motors!



8.4 Reinigung des Luftfilters

nächster Abschnitt ; Index

Bild 37 Luftfilter





Reinigen Sie den Luftfilter entsprechend den Wartungszyklen in Ihrem Serviceheft. Verschmutzte Filter führen zu Funktionsstörungen der Ansauganlage. Zum Reinigen oder Ersetzen des Filters beachten Sie folgende Arbeitsschritte:

  • Zylinderkopfschraube der Fußrastenanlage abschrauben und diese abnehmen
  • Schrauben Sie drei Kreuzschlitzschrauben am Luftfiltergehäusedeckel (1) ab und lösen Sie den Federclip (3)
  • Nehmen Sie den Luftfiltergehäusedeckel (1) ab
  • Nehmen Sie den Luftfilter (2) aus dem Gehäuse heraus und reinigen oder erneuern Sie diesen


Achten Sie darauf, daß der wiedereingesetzte Luftfilter mit der feinstrukturierten Seite nach außen zeigt.



Der Einbau des Luftfilters erfolgt in umgekehrter Reihenfolge!



8.5 Arbeiten am Kraftstoffsystem

nächster Abschnitt ; Index

Arbeiten werden am Kraftstoffsystem entsprechend den in Ihrem Serviceheft angegebenen Wartungszyklen fällig und sorgen für einen störungsfreien Betrieb Ihres Mokicks.

Diese Arbeiten sollten Sie Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner überlassen. Bei Funktionsstörungen werden Arbeiten an folgenden Komponenten fällig:

  • Kraftstoffanlage auf Dichtheit prüfen und gegebenenfalls poröse Kraftstoffleitungen durch originale Benzinschläuche von Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner ersetzen
  • Unterdruckleitung vom Kraftstoffventil zum Vergaser auf Dichtheit prüfen,
    Sicherungselemente prüfen und gegebenenfalls ersetzen
  • Kraftstofftank
    bei Verschmutzung spülen
  • Vergaser
    zerlegen, reinigen und einstellen


Achtung!

Beim Umgang mit Kraftstoffen besteht Explosions- und Brandgefahr. Bei der Einnahme oder Einatmen von Kraftstoffen besteht Vergiftungsgefahr! Beachten Sie die entsprechenden Bestimmungen!



Achten Sie darauf, daß die Einstellungen am Vergaser durch den Hersteller optimal Ihrem Fahrzeug angepaßt wurden.

Nachträgliche Einstellungen wirken sich negativ auf Motorleistung, Kraftstoffverbrauch, Abgasverhalten und Umwelt aus.



8.6 Batteriepflege und Wartung

nächster Abschnitt ; Index

Bild 38 Batterie





Zur Vermeidung von Schäden an der elektrischen Anlage sowie Gewährleistung der Betriebs- und Verkehrssicherheit ist das Fahrzeug mit einer ausreichend geladenen Batterie zu betreiben.

Die Prüfung der Funktionsfähigkeit der Batterie sollte im vorgeschrieben Turnus durch Ihren SIMSON Vertriebs- und Servicepartner erfolgen.



8.6.1 Batterie ausbauen

nächster Abschnitt ; Index

Achtung!

Bei dem Umgang mit der Batterie ist darauf zu achten, daß Sie keinen Haut- oder Körperkontakt mit der Batteriesäure (Füllung der Batterie) erhalten! Dieses gilt auch für Textilien aller Art! Batterie vor Kindern geschützt aufbewahren!

Verätzungsgefahr!

Wegen Explosionsgefahr ist der Umgang mit offenem Licht oder Feuer strengstens untersagt!



Bild 39 Batterie





Falls Sie Ihre Batterie selbst warten oder ersetzen möchten gehen Sie nach folgenden Arbeitsschritten vor:

  • entriegeln Sie die Sitzbank und nehmen Sie diese ab
  • klemmen Sie erst das Massekabel (braun) am Batteriepol (Minus) ab
  • klemmen Sie das Pluskabel am Batteriepol (Plus) ab
  • öffnen Sie den Klettverschluß der Batteriebefestigung
  • entnehmen Sie die Batterie


8.6.2 Flüssigkeitsstand der Batterie prüfen

nächster Abschnitt ; Index

Achtung!

Bei dem Umgang mit der Batterie ist darauf zu achten, daß Sie keinen Haut- oder Körperkontakt mit der Batteriesäure (Füllung der Batterie) erhalten! Dieses gilt auch für Textilien aller Art! Batterie vor Kindern geschützt aufbewahren!

Verätzungsgefahr!

Wegen Explosionsgefahr ist der Umgang mit offenem Licht oder Feuer strengstens untersagt!



Bild 40 Batterie





Zum Laden und Flüssigkeitskontrolle der Batterie schrauben Sie die Verschlußstopfen (Kreuzschlitzverschlußschrauben) an der Oberseite der Batterie ab.

Prüfen Sie den Flüssigkeitsstand der Batteriezellen. Die Flüssigkeit sollte die Platten in der Batterie bedecken.

Füllen Sie bei Bedarf mit einem passenden Trichter destiliertes Wasser auf. Sollte sich ein Ladevorgang anschließen, lassen Sie die Batterie offen.



8.6.3 Batterie laden

nächster Abschnitt ; Index

Achtung!

Bei dem Umgang mit der Batterie ist darauf zu achten, daß Sie keinen Haut- oder Körperkontakt mit der Batteriesäure (Füllung der Batterie) erhalten! Dieses gilt auch für Textilien aller Art! Batterie vor Kindern geschützt aufbewahren!

Verätzungsgefahr!

Wegen Explosionsgefahr ist der Umgang mit offenem Licht oder Feuer strengstens untersagt!



Folgende Schritte sind notwendig:

  • Batterie ausbauen
  • Flüssigkeitsstand der Batterie prüfen (Verschlußstopfen offen lassen)
  • Batterie an das Ladegerät (nach Angaben des Herstellers) anklemmen und laden


8.6.4 Lagerung der Batterie

nächster Abschnitt ; Index

Für die Lebenserwartung einer Batterie ist deren Lagerung und Pflege während dem Aussetzen der Nutzungsperiode sehr bedeutsam. Hierbei ist es wichtig, die Batterie bei +5° - +20° Grad Celsius zu lagern. Ebenso wichtig ist es, diese in regelmäßigen Zeitabständen nachzuladen und deren Flüssigkeitsstände zu kontrollieren. Das Nachladen der Batterie sollte monatlich einmal erfolgen und wird im Kapitel "Batterie laden" näher beschrieben.



Achtung!

Bei dem Umgang mit der Batterie ist darauf zu achten, daß Sie keinen Haut- oder Körperkontakt mit der Batteriesäure (Füllung der Batterie) erhalten! Dieses gilt auch für Textilien aller Art! Batterie vor Kindern geschützt aufbewahren!

Verätzungsgefahr!

Wegen Explosionsgefahr ist der Umgang mit offenem Licht oder Feuer strengstens untersagt!



8.6.5 Batterie erneuern

nächster Abschnitt ; Index

Zum Ersetzen der Batterie bauen Sie diese wie im Kapitel "Batterie ausbauen" beschrieben aus.



Achtung!

Bei dem Umgang mit der Batterie ist darauf zu achten, daß Sie keinen Haut- oder Körperkontakt mit der Batteriesäure (Füllung der Batterie) erhalten! Dieses gilt auch für Textilien aller Art! Batterie vor Kindern geschützt aufbewahren!

Verätzungsgefahr!

Wegen Explosionsgefahr ist der Umgang mit offenem Licht oder Feuer strengstens untersagt!



Beachten Sie die gesetzlichen Umweltbestimmungen zur Entsorgung von Batterien!



Es sind nur Batterien des gleichen Bautyps zu verwenden! Beachten Sie die Herstellerangaben und vergleichen Sie diese! Eine Veränderung des Bautyps kann zu Störungen der elektrischen Anlage führen!



Der Einbau ist im Kapitel "Batterie einbauen" beschrieben. Beachten Sie die jeweiligen Sicherheitshinweise des genannten Kapitels!



8.6.6 Batterie einbauen

nächster Abschnitt ; Index

Achtung!

Bei dem Umgang mit der Batterie ist darauf zu achten, daß Sie keinen Haut- oder Körperkontakt mit der Batteriesäure (Füllung der Batterie) erhalten! Dieses gilt auch für Textilien aller Art! Batterie vor Kindern geschützt aufbewahren!

Verätzungsgefahr!

Wegen Explosionsgefahr ist der Umgang mit offenem Licht oder Feuer strengstens untersagt!



Gehen Sie nach folgenden Arbeitsschritten vor:

  • Schließen Sie, falls noch nicht geschehen, die Batterie mit den Verschlußstopfen
  • Heben Sie die Batterie in den Batteriehalter
  • Schließen Sie den Klettverschluß der Batteriebefestigung
  • Klemmen Sie erst das Pluskabel am Batteriepol (Plus) an
  • Klemmen Sie das Massekabel (braun) am Batteriepol (Minus) an
  • Setzen Sie die Sitzbank auf das Fahrzeug, und verriegeln Sie diese


8.7 Beleuchtungs-und Signalanlage

8.7.1 Scheinwerfer einstellen

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Bild 41 Scheinwerfereinstellung





Die Scheinwerfereinstellung erfolgt durch:

  • Lösen der Sechskantmutter (1) unterhalb der Leuchteinheit
  • Kippen des Scheinwerfers, um entsprechende Ausstrahlung zu gewährleisten
  • Sechskantmutter (1) anziehen und Scheinwerfereinstellung nach Beendigung Ihrer Arbeit prüfen


Achtung!

Eine Überprüfung der korrekten Scheinwerfereinstellung sollte umgehend Ihr SIMSON Vertiebs- und Servicepartner durchführen.



8.8 Reifenluftdruck

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Ihr Fahrzeug ist serienmäßig mit schlauchlosen Reifen ausgestattet. Prüfen Sie vor Ihrem Fahrtantritt den Reifenluftdruck und deren Zustand.

    Der Reifenluftdruck beträgt: vorn 150 kPA und hinten 200 kPA


Beachten Sie, daß falscher Reifenluftdruck und abgenutzte Reifen die Fahrstabilität des Fahrzeugs beeinträchtigen! Das kann zu Unfällen führen! Achten Sie auf die gesetzlichen Mindestprofiltiefen und verwenden Sie nur für Ihr Fahrzeug zugelassene Reifen!



Für eine Reifenmontage steht Ihnen Ihr SIMSON Vertriebs- und Servicepartner gern zur Verfügung.



8.9 Außerbetriebsetzung des Mokicks

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Langfristiges Außerbetriebsetzen (Stillegung) des Fahrzeugs (60 Tage oder mehr) erfordert einige Schutzmaßnahmen, um Schäden zu verhindern. Die über die Nutzungsdauer hervorgetretenen Mängel sind im Zuge der Stillegung sofort zu beheben.

Beachten Sie bei einer Außerbetriebsetzung folgende Hinweise:



Lassen Sie den Motor des abgestellten Fahrzeugs auch nicht kurzzeitig laufen, da er nicht ausreichend warm wird. Der beim Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf kondensiert und kann zur Korrosion im Motor führen.



  • Reinigen Sie Ihr Mokick von Staub und Schmutz
  • Entleeren Sie das gesamte Kraftstoffsystem
  • Schrauben Sie die Zündkerze heraus, geben Sie ein paar Tropfen Motorenöl in den Verbrennungsraum (Kerzenloch) und schrauben Sie die Zündkerze wieder ein
  • Bei abgezogenem Zündkabel mit Kickstarter Motor mehrmals durchdrehen, damit die Zylinderwände mit Öl benetzt werden
  • Ölen Sie sämtliche Bedienzüge
  • Stellen Sie Ihr Fahrzeug auf dem Hauptständer so ab, daß beide Laufräder den Boden nicht berühren
  • Schützen Sie Chrom- und ungeschützte Metallteile mit Konservierungsmitteln (Beachten Sie die jeweiligen Herstellerangaben)


Achtung!

Bei dem Umgang mit der Batterie ist darauf zu achten, daß Sie keinen Haut- oder Körperkontakt mit der Batteriesäure (Füllung der Batterie) erhalten! Dieses gilt auch für Textilien aller Art! Batterie geschützt vor Kindern aufbewahren!

Verätzungsgefahr!

Wegen Explosionsgefahr ist der Umgang mit offenem Licht oder Feuer strengstens untersagt!



  • Bauen Sie die Batterie aus, und lagern Sie diese trocken
  • Laden Sie die Batterie monatlich einmal nach


8.10 Wiederinbetriebnahme des Fahrzeugs

nächster Abschnitt ; Index

Nach einer längeren Außerbetriebsetzung des Mokicks ist dieses vor Fahrtantritt auf Verkehrs- und Betriebssicherheit zu prüfen. Bauen Sie die Batterie ein und klemmen Sie diese an. Diese Arbeit wird im Kapitel "Batterie einbauen" näher beschrieben. Betanken Sie Ihr Fahrzeug. Diese Arbeit und der zu verwendende Kraftstoff wird im Kapitel "Betanken des Fahrzeugs" näher beschrieben.

Überprüfen Sie des weiteren die Einstellung der Rückspiegel, den Ölstand und den Reifenluftdruck. Stellen Sie Mängel fest, beheben Sie diese vor Fahrtantritt.



8.11 Pflegehinweise

nächster Abschnitt ; Index

Obwohl Ihr neues Fahrzeug von uns bestmöglich durch hochwertige Oberflächenbeschichtungen gegen Korrosion geschützt wurde, können ihm aggressive Luftschadstoffe und besonders Streusalzeinwirkung im Winter doch zusetzen.



  • Deshalb ist eine regelmäßige gründliche Reinigung aller Fahrzeugteile zur Werterhaltung Ihres Fahrzeuges erforderlich.
  • Lackierte Teile, Kunststoff- und Gummiteile, Sitzbank, Fahrtrichtungsanzeiger, hintere Leuchteinheit und Streuscheibe der vorderen Leuchteinheit sollten mit ausreichend Wasser und einem weichen Schwamm gereinigt werden. Zur Verbesserung der Reinigungswirkung kann dem Wasser ein Autoshampoo oder Haushaltsspülmittel beigegeben werden.
  • Darüber hinaus ist die Verwendung handelsüblicher Pflegemittel, wie Autopolituren für lackierte Teile, Chrompolituren für blanke Metailteile und Gummipflegemittel für alle Gummiteile empfehlenswert.


Beachten Sie bitte die jeweiligen Herstellerangaben.



  • Zur Reinigung des Motors und anderer stark verschmutzter Metallteile können handelsübliche Motorenreinigungsmittel verwendet werden.


Hierzu beachten Sie bitte die jeweiligen Herstellerangaben und die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz des Grundwassers und der Umwelt.



Achtung:

Benutzen Sie kein Hochdruckreinigungsgerät!



9 Ratgeber für Kleinreparaturen

9.1 Aus- und Einbau der Laufräder

9.1.1 Vorderrad ausbauen

nächster Abschnitt ; Index

Bei Reparaturarbeiten an der Radnabe, Tromelbremse, Telegabel und einem Reifenwechsel (erfordert eine maschinelle Montage) wird der Ausbau des Laufrades erforderlich.



Beachten Sie, daß Sachkenntnis und entsprechendes Werkzeug Voraussetzung zur sachgemäßen Ausführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten sind. Verfügen Sie nicht über diese Voraussetzungen übertragen Sie die Arbeiten Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner.



Denken Sie bitte daran, daß unsachgemäß ausgeführte Reparatur- und Wartungsarbeiten zum Verlust der Gewährleistungsansprüche führen können. Diese Arbeiten werden im herausgegebenen Reparaturhandbuch näher beschrieben. Sie können dieses Buch über Ihren SIMSON Vertriebs- und Servicepartner käuflich erwerben.



Bild 42 Vorderrad mit Tachoantrieb



Bild 43 Vorderrad mit Steckachse





Beim Ausbau des Vorderrades werden folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  • Fahrzeug auf befestigten Untergrund mit Hauptständer abstellen
  • Heben Sie Ihren Roller im Bereich des Vorderrades an, und stützen Sie Ihr Fahrzeug mit einer stabilen Unterlage (z.B. Holz) unterhalb der Fußrastenanlage ab. Ein Tuch zwischen Holz und Fußrastenanlage vermeidet Lackschäden am Fahrwerk!
  • Überwurfmutter der Tachowelle (1) am Tachoantrieb (2) abschrauben und Tachowelle abziehen
  • Seilzug durch entspannen des Bremshebels (3) der Vorderradbremse aushängen
  • Achsmutter (4) abschrauben
  • Klemmschraube (5) der Steckachse lösen
  • Vorderrad leicht halten und
  • Steckachse (6) herausziehen
  • Vorderrad nach vorn abnehmen


9.1.2 Vorderrad einbauen

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Bild 44 Vorderrad mit Tachoantrieb



Bild 45 Vorderrad mit Steckachse





Beim Einbau des Vorderrades werden folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  • Vor dem Einbau des Vorderrades prüfen und reinigen Sie die Bauteile
  • Defekte oder verschlissene Bauteile ersetzen
  • Radlager fetten
  • Vorderrad (4) in die Teleskopgabel einsetzen
  • Vorderrad leicht halten und
  • Steckachse (6) einbauen
  • Achsmutter (4) anschrauben
  • Seilzug durch entspannen des Bremshebel (3) der Vorderradbremse einhängen
  • Tachowelle (1) am Tachoantrieb (2) einführen und Überwurfmutter am Tachoantrieb anschrauben
  • Heben Sie Ihren Roller im Bereich des Vorderrades an und entnehmen Sie die Abstützunterlage ihres Fahrzeugs
  • Nehmen Sie Ihr Fahrzeug vom Hauptständer und federn Sie bei betätigter Vorderradbremse Ihr Fahrzeug mehrmals kräftig ein
  • Fahrzeug auf befestigten Untergrund mit Hauptständer abstellen
  • Ziehen Sie die Klemmschraube (5) der Steckachse fest


Überprüfen Sie nach Beendigung dieser Arbeiten:

  • Festsitz aller Schraubverbindungen
  • Ordnungsgemäße Ausführung
  • Spiel der Bremse
  • Freigängigkeit des Laufrades bei nicht betätigter Bremse
  • Funktion der Bremse


9.1.3 Hinterrad ausbauen

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Bei Reparaturarbeiten am Abtrieb, Trommelbremse, Motor und einem Reifenwechsel (erfordert eine maschinelle Montage) wird der Ausbau des Laufrades erforderlich.



Beachten Sie, daß Sachkenntnis und entsprechendes Werkzeug Voraussetzung zur sachgemäßen Ausführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten sind. Verfügen Sie nicht über diese Voraussetzungen übertragen Sie die Arbeiten Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner.



Denken Sie bitte daran, daß unsachgemäß ausgeführte Reparatur- und Wartungsarbeiten zum Verlust der Gewährleistungsansprüche führen können. Diese Arbeiten werden im herausgegebenen Reparaturhandbuch näher beschrieben. Sie können dieses Buch über Ihren SIMSON Vertriebs- und Servicepartner käuflich erwerben.



Bild 46 Befestigungspunkte der Abgasanlage





Beim Ausbau des Hinterrades werden folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  • Fahrzeug auf befestigtem Untergrund mit Hauptständer abstellen


Achtung!

Im Fahrbetrieb oder Leerlauf des Motors entstehen an der Abgasanlage hohe Temperaturen. Arbeiten an der Abgasanlage nach Abkühlung durchführen! Unfallgefahr!



  • Abgasaniage (s. Markierung in Bild 46) abbauen
  • Zentrale Radmutter abschrauben
  • Laufrad nach rechts außen abziehen


9.1.4 Hinterrad einbauen

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Beim Einbau des Hinterrades werden folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  • Vor dem Einbau des Hinterrades prüfen und reinigen Sie die Bauteile
  • Defekte oder verschlissene Bauteile ersetzen
  • Radlager fetten
  • Hinterrad von rechts außen auf die Antriebswelle aufstecken
  • Zentrale Radmutter anschrauben
  • Abgasanlage (s. Markierung in Bild 46) anbauen


Überprüfen Sie nach Beendigung dieser Arbeiten:

  • Festsitz aller Schraubverbindungen
  • Ordnungsgemäße Ausführung
  • Spiel der Bremse
  • Freigängigkeit des Laufrades bei nicht betätigter Bremse
  • Funktion der Bremse


9.2 Reifenwechsel

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Einen Reifenwechsel sollten Sie bei einem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner oder einem Reifendienst durchführen lassen.

Eine eigene Montage ist nicht möglich, da schlauchlose Reifen eine maschinelle Montage erfordern.

Im Pannenfall bauen Sie das entsprechende Laufrad aus, und suchen einen SIMSON Vertriebs- und Servicepartner (oder Reifendienst) auf.



9.3 Beseitigung von Lufteinschlüssen im Ölzufuhrsystem

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Falls der Ölbehälter vollständig entleert oder die Ölzufuhr unterbrochen wurde, entstehen im Ölzufuhrsystem Lufteinschlüsse. Bevor Sie den Motor starten, müssen die Lufteinschlüsse im System beseitigt werden. Sie können diese Arbeiten natürlich Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner überlassen. Dieser kümmert sich natürlich kompetent um eine schnelle und unkomplizierte Abhilfe.



Beachten Sie, daß der Transport Ihres Fahrzeugs ohne laufenden Motor erfolgen muß.



Möchten Sie diese Arbeiten selbst ausführen, dann gehen Sie in folgenden Arbeitsschritten vor:



Achtung!

Beim Betreiben des Motors in geschlossenen Räumen besteht Vergiftungsgefahr!

Beim Umgang mit Kraftstoffen besteht Explosions- und Brandgefahr. Bei Einnahme oder Einatmen von Kraftstoffen besteht Vergiftungsgefahr! Beachten Sie die jeweiligen Bestimmungen!



Beachten Sie, daß kein Öl in die Kanalisation oder das Erdreich gelangen darf.



Bild 47 Freilegen des Ölbehälter





  • gekennzeichneten Kraftstoff- und Ölauffangbehälter bereitstellen
  • Sitzbank abbauen
  • Kraftstoff mittels einer Handpumpe entleeren, Kraftstoff auffangen und Auffangbehälter kennzeichnen
  • Kraftstofftank mit 2-3 Litern Zweitaktgemisch 1:50 befüllen
  • Ölzufuhrleitung (1) unterhalb des Tanks trennen


Bild 48 Ölzufuhrleitung



Bild 49 Ölzufuhrleitung trennen





  • Verschließen Sie mit einem geeigneten Blindstopfen die Ölzufuhrleitung vom Ölbehälter
  • Ölbehälter mit freigegebener Ölsorte befüllen
  • befüllen Sie mit einer Pipette die Ölzufuhrleitung (2) vom Motor (beim Befüllen halten oder fixieren Sie den Schlauch nach oben)
  • Öffnen Sie die Ölzufuhrleitung (3) vom Ölbehälter
  • wenn das Öl aus der Ölzufuhrleitung (3) vom Ölbehälter tritt, verbinden Sie die Ölzufuhrleitung (2) zwischen Motor und Ölbehälter wieder
  • Motor starten und im Leerlauf drehen lassen
  • Dichtheit prüfen, gegebenfalls Steckverbindungen prüfen
  • Sie sollten mit dem im Tank befindlichen Kraftstoffgemisch mindestens 20 km fahren, bevor Sie wieder tanken
  • Kraftstofftank mit Bleifreiem Normalbenzin mit einer Oktanzahl von 92 (ROZ) befüllen


9.4 Elektrische Anlage

9.4.1 Aus- und Einbau der Zündkerze

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Bild 50 Zündkerzenstecker





Beim Ausbau der Zündkerze werden folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  • Fahrzeug auf befestigten Untergrund mit Hauptständer abstellen


Achtung!

Bei Arbeiten an der Zündanlage besteht Lebensgefahr durch Hochspannung! Schalten Sie vor Reparatur- und Wartungsarbeiten die Zündung grundsätzlich aus!

Im Fahrbetrieb oder Leerlauf des Motors entstehen am Motor hohe Temperaturen.Arbeiten nach Abkühlung des Motors durchführen!

Unfallgefahr!



  • Ziehen Sie den Zündkerzenstecker (1) von der Zündkerze ab
  • Zündkerze mit Kerzenschlüssel abschrauben


Betrachten Sie das Zündkerzenbild Ihrer Zündkerze. Bei einer guten Verbrennung zeigen die Elektroden der Zündkerze eine rehbraune Färbung.

Berücksichtigen Sie, daß Zündkerzen nach einer Laufleistung von 7000 km ersetzt werden müssen.



Folgende Zündkerzen wurden durch die SIMSON ZWEIRAD GmbH freigegeben:

  • Bosch WR 7 BC
  • NGK BPR 6 HS
  • Champion RL 87 YC
  • Nippon Denso W20 FPR U


Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge!



Achtung!

Zündkerze mit Kerzenschlüssel handfest anziehen!



9.4.2 Sicherungswechsel

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Bild 51 Freilegen der Sicherung



Bild 52 Sicherungleiste





Zum Sicherungswechsel ziehen Sie den Seitendeckel rechts vom Fahrzeug ab. Ziehen Sie die Sicherung (1) von der Sicherungsleiste (2) ab und ersetzen diese bei Bedarf.



Achtung!

Verwenden Sie nur 7,5 A Sicherungen, wie Sie durch die SIMSON ZWEIRAD GmbH vorgeschrieben sind.

Ein Überbrücken mit anderen Mitteln kann zu schweren Schäden der elektrischen Anlage führen.



9.5 Beleuchtungs- und Signalanlage

9.5.1 Glühlampenwechsel der Leuchteinheit vorn

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Bild 53 Leuchteinheit vorn





Folgende Arbeitsschritte führen Sie zum Wechsel der Glühlampe aus:

  • Kreuzschlitzschraube (1) unterhalb des Scheinwerfers (2) ab schrauben
  • Lichtscheibe mit Reflektor der Leuchteinheit abnehmen
  • Elektrische Verbindung am Reflektor abziehen
  • Federdraht der Glühlampenfassung öffnen und Fassung entnehmen
  • Glühlampe niederdrücken und bis zum Anschlag nach links drehen und Glühlampe abziehen


Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge!



Glühlampen beim Einbau nicht mit den Fingern berühren! Benutzen Sie zum Einbau ein sauberes Tuch!



9.5.2 Glühlampenwechsel der Fahrtrichtungsanzeiger

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Bild 54 Fahrtrichtungsanzeiger vorn





Folgende Arbeitsschritte führen Sie zum Wechsel der Glühlampe aus:

  • Lichtscheibe mit Schraubendreher abheben
  • Glühlampe niederdrücken und bis zum Anschlag nach links drehen und Glühlampe abziehen


Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge!



Glühlampen beim Einbau nicht mit den Fingern berühren! Benutzen Sie zum Einbau ein sauberes Tuch!



9.5.3 Glühlampenwechsel an der hinteren Leuchteinheit

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Bild 55 Leuchteinheit hinten





Folgende Arbeitsschritte führen Sie zum Wechsel der Glühlampe aus:

  • Kreuzschlitzschrauben an der Lichtscheibe abschrauben
  • Lichtscheibe von der Leuchteinheit hinten abziehen
  • Glühlampe niederdrücken und bis zum Anschlag nach links drehen und Glühlampe abziehen


Bild 56 geöffnete Leuchteinheit hinten





Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge!



Glühlampen beim Einbau nicht mit den Fingern berühren! Benutzen Sie zum Einbau ein sauberes Tuch!

Die an der Außenkante befindliche Kerbe in der Lichtscheibe wirkt der Kondensationsbildung entgegen. Achten Sie darauf, daß beim Einsetzen der Lichtscheibe die Kerbe nach unten zeigt!



9.5.4 Glühlampenwechsel der Kontrolleuchten

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Bild 57 Überwurfmutter der Tachowelle





Folgende Arbeitsschritte führen Sie zum Wechsel der Glühlampe aus:

  • Überwurfmutter (1) der Tachowelle am Tachometer abschrauben und Tachowelle abziehen
  • Zylinderkopfschrauben (2) am Armaturenhalter (3) abschrauben


Bild 58 Halter der Armaturentafel



Bild 59 geöffnete Armaturentafel





  • Kreuzschlitzschrauben an der Unterseite des Kombi- Instruments abschrauben und untere Verkleidungsschale abnehmen
  • Glühlampe mit Fassung (4) aus der Fixierungshülse ziehen
  • Glühlampe niederdrücken und bis zum Anschlag nach links drehen und Glühlampe abziehen


Der Einbau in umgekehrter Reihenfolge!



Glühlampen beim Einbau nicht mit den Fingern berühren! Benutzen Sie zum Einbau ein sauberes Tuch!



9.6 Störungssuche

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Alle Fahrzeuge der SIMSON Zweirad GmbH werden vor dem Versand im Werk strikten Kontrollen unterzogen und vom SIMSON Vertriebs- und Servicepartner ordnungsgemäß fahrfertig gemacht.

Des weiteren sorgen die regelmäßig durchgeführten Wartungen für einen störungsfreien Betrieb Ihres Mokicks.

Sollten während des Fahrzeugbetriebes trotzdem Probleme während der Garantie auftreten, suchen Sie einen SIMSON Vertriebs- und Servicepartner auf.



Beachten Sie,daß Sachkenntnis und entsprechendes Werkzeug Voraussetzung zur sachgemäßen Ausführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten sind. Verfügen Sie nicht über diese Voraussetzungen übertragen Sie die Arbeiten Ihrem SIMSON Vertriebs- und Servicepartner.



Denken Sie bitte daran, daß unsachgemäß ausgeführte Reparatur- und Wartungsarbeiten zum Verlust der Gewährleistungsansprüche führen können.

Außerhalb der Garantiezeit können Mängel (sofern selbst behebbar) abgestellt werden. Beachten Sie die entsprechenden Sicherheitshinweise in den jeweiligen Kapiteln!



Achtung!

Bei Arbeiten an der Zündanlage besteht Lebensgefahr durch Hochspannung! Schalten Sie vor Reparatur- und Wartungsarbeiten die Zündung grundsätzlich aus!

Bei dem Umgang mit der Batterie ist darauf zu achten, daß Sie keinen Haut- oder Körperkontakt mit der Batteriesäure (Füllung der Batterie) erhalten! Dieses gilt auch für Textilien aller Art! Batterie vor Kindern geschützt aufbewahren ! Verätzungsgefahr!

Wegen Explosionsgefahr ist der Umgang mit offenem Licht oder Feuer strengstens untersagt!

Beim Umgang mit Kraftstoffen besteht Explosions- und Brandgefahr. Bei der Einnahme oder Einatmen von Kraftstoffen besteht Vergiftungsgefahr! Beachten Sie die entsprechenden Bestimmungen!



Technische Daten

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Motor
Hersteller/TypHER CHEE/AT-50JT
ArbeitsverhaltenZweitakt-Otto-Motor
Höchstleistung2,3 kW
bei Drehzahl7000 U/min
Max. Drehmoment3,75 Nm
bei Drehzahl5000 U/min
Zylinderbohrung40,0 mm
Kolbenhub39,2 mm
Verdichtungsverhältnis10,5:1
SchmierungGetrenntschmierung
KühlungLuft (Gebläse)
VergasertypMIKUNI JET50
Zündungelektronische Magnetzündanlage
Zündzeitpunkt14 Grad v. OT
ZündkerzeNGK BPR7 HS
Elektrodenabstand0,7 mm
SchalldämpferReflexions-/Absorptions Schalldämpfer mit Katalysator
Kraftübertragung
Kupplungautom. Fliehkraftkupplung
Kraftübertragung
primär
stufenloses, vollautomatisch wirkendes Keilriemengetriebe
Kraftübertragung
sekundär
Zahnräder
(zwei Stufen)
Übersetzung
primär
2,00 bis 0,690
Übersetzung
sekundär
11,077
Elektrische Anlage
LichtmaschineJT, 12V, 68W
Bordnetzspannung12V
Batteriekapazität4 Ah
ScheinwerferHalogenlampe HS1
StarterElektro-/Kickstarter
Lichtleistungen
Scheinwerfer35/35W
Fahrtrichtungsanzeiger
vorn
2x10W
Fahrtrichtungsanzeiger
hinten
2x10W
Brems-/Schlußleuchte21W
Tachobeleuchtung1,2W
Kontrolleuchten
Fernlicht1,2W
Blinklicht1,2W
Ölstand1,2W
Kraftstoffstand1,2W
Sicherung7,5A
Fahrwerk
Anzahl der Sitzplätze1
RahmenbauartDoppelrohrrahmen
Federung vornTeleskopgabel
Federung hintenTriebsatzschwinge mit Zentralfederbein
Max. Einfederung vorn130 mm
Max. Einfederung hinten80 mm
Schwingungsdämpfer vornohne
Schwingungsdämpfer hintenhydraulisch
Bereifung vorn120/70-12
Bereifung hinten120/70-12
Bremse vorn
 
Trommelbremse
Durchmesser 125 mm
Bremse hinten
 
Trommelbremse
Durchmesser 110 mm
Abmessungen
Länge1660 mm
Breite
 
640 mm
755 mm mit Spiegel
Höhe
 
980 mm
1070 mm mit Spiegel
Radstand1080 mm
Sitzhöhe760 mm
Gewichte
Leermasse81 kg
Zul. Gesamtmasse210 kg
Nutzmasse129 kg
Zul. Belastung für Topcase5 kg
Füllmengen
Kraftstoffbehälterinhaltca. 9,5 Ltr.
Ölbehälterinhalt1,1 Ltr.
Telegabel (je Holm)40 ml
Sekundärantrieb0,1 Ltr.
Luftdruck der Bereifung vorn150 kPa
Luftdruck der Bereifung hinten200 kPa
Fahrdaten
Maximalgeschwindigkeit50 km/h
Kraftstoffverbrauchca. 3,8 Ltr./100 km
Aussengeräusch71 dB (A)


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