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Index
Nachdem Sie nun im Besitze eines Simson-Mopeds sind, wird Ihnen
daran liegen, dieses leistungsfähige Fahrzeug auch sachgemäß zu
behandeln. VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Inhaltsverzeichnis1 Technische Daten 2 Bedienungsanleitung 2.1 Bedienungsorgane 2.2 Schieben bzw. Radfahren bei stehendem Motor 2.3 Tanken 2.4 Inbetriebnahme des Mopeds 2.4.1 Anfahren 2.4.2 Schalten vom 1. auf den 2. Gang 2.4.3 Zurückschalten vom 2. auf den 1. Gang 2.4.4 Geschwindigkeit verringern 2.4.5 Anhalten 2.4.6 Wiederanfahren 2.4.7 Motor abstellen 2.4.8 Bergabfahren 2.5 Einfahren 2.6 Benzinsparendes Fahren 2.7 Beleuchtung 2.8 Sicherung gegen unbefugtes Benutzen 2.9 Schwingsattel 2.10 Kippständer 2.11 Lenkerverstellung 2.12 eichtes Starten 3 Pflegeanleitung 3.1 Pflegeschema 3.2 Schmierplan (Bild 5) 3.3 Seilzüge und Tachoantriebswelle ölen 3.4 Kupplungsspiel prüfen und nachstellen 3.5 Ölstand im Getriebe nachprüfen und wechseln 3.6 Bremsen prüfen und nachstellen 3.7 Schaltung prüfen und einstellen 3.8 Kettenspannung prüfen, Kette reinigen und ölen 3.9 Nachstellen der Lenkungs- und Radlager 3.9.1 Nachstellen der Lenkungslager 3.9.2 Vorderradausbau und Einstellen der Lager 3.9.3 Hinterradausbau und Einstellen der Lager 3.9.4 Das Spuren der Räder 3.10 Auspuffanlage reinigen 3.11 Elektrodenabstand der Zündkerze prüfen 3.12 Luftfilter reinigen 3.13 Vergaser 3.13.1 Nachstellen des Gasbowdenzuges 3.13.2 Einstellen der Leerlaufdrehzahl (Bild 15) 3.13.3 Vergasereinstellung 3.13.4 Reinigen des Vergasers (Bild 16) 3.14 Abstand der Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung prüfen 4 Motorstörung und ihre Behebung 4.1 Der Motor springt nicht an 4.2 Der Motor arbeitet unregelmäßig oder bleibt öfter stehen 4.3 Der Motor arbeitet im Viertakt (läßt Zündungen aus) 4.4 Der Motor zieht nicht (läßt in der Leistung nach) 4.5 Zu hoher Kraftstoffverbrauch 4.6 Der Motor knallt oder patscht in den Vergaser 4.7 Der Motor wird zu heiß 4.8 Der Motor übertourt sich (dreht durch) 4.9 Geräusche 5 Werkzeuge 6 Verkehrskunde 1 Technische Datenzum nächsten Punkt ; Index
2 Bedienungsanleitung2.1 Bedienungsorganezum nächsten Punkt ; Index | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2.2 Schieben bzw. Radfahren bei stehendem Motorzum nächsten Punkt ; IndexBeim Schieben des Fahrzeuges Schaltdrehgriff (Bild 4) am Lenker
links auf 0 (Leerlauf) stellen. Kupplungshebel wird nicht angezogen.
- Beim Radfahren Schaltdrehgriff in Stellung 2 (2. Gang) bringen.
Kupplungshebel muß angezogen werden.
2.3 Tankenzum nächsten Punkt ; IndexÖffnen des Kraftstoffbehälters durch Linksdrehen des Tankverschlusses (Ziff. 8, Bild 4). Wenn weiteres Drehen nicht mehr möglich ist,
Tankverschluß nach oben abnehmen. Der Motor wird mit Zweitaktmischung betrieben. |

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Bild 2. Kraftstoffhahn Hahn offen - Griff in Schlauchrichtung Hahn zu - Griff nach rückwärts Hahn auf Reserve - Griff vorwärts 2.4 Inbetriebnahme des Mopedszum nächsten Punkt ; Index
2.4.1 Anfahrenzum nächsten Punkt ; Index
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Bild 3. Antreten des Mopeds SR 2 durch Pedal-Kickstarter
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Bild 4. Draufsicht auf Scheinwerfer, Lenker mit Bedienungsorganen und Kraftstoffbehälter
2.4.2 Schalten vom 1. auf den 2. Gangzum nächsten Punkt ; Index
2.4.3 Zurückschalten vom 2. auf den 1. Gangzum nächsten Punkt ; IndexMerkt man, daß die Fahrgeschwindigkeit, z.B. an einer Steigung, stark absinkt (unter 15 km/h), oder muß man in dichtem Verkehr langsam fahren, so schaltet man auf den 1. Gang zurück.
Einkuppeln und Gasgeben sollen beim Zurückschalten gleichzeitig erfolgen. Richtiges Zurückschalten ist Gefühlssache, das Sie nach wenigen Fahrten von selbst lernen. Die geschilderten Bewegungen müssen schnell hintereinander ausgeführt werden, damit die Geschwindigkeit des Mopeds während des Schaltvorganges nicht zu stark abfällt. 2.4.4 Geschwindigkeit verringernzum nächsten Punkt ; Index
Gerade bei den höheren Geschwindigkeiten, die auf einem Moped
gegenüber dem Fahrrad möglich sind, immer auch die Handbremse
(Ziff. 4 in Bild 4), die auf das Vorderrad wirkt, mitbenutzen. Die
Bremsnabe im Vorderrad hat sehr gute Bremswirkung. Nur auf sandigen, nassen oder schlüpfrigen Straßen und auch in Kurven die
Vorderradbremse mit Vorsicht verwenden, damit das Vorderrad
nicht seitlich wegrutscht. Auf langgestrecktem Gefälle abwechselnd
Vorderrad- bzw. Hinterradbremse benutzen (Zweck: Abkühlung).
Selbstverständlich ist, daß der Gasdrehgriff und nicht die Bremsen
dazu da sind, die Geschwindigkeit zu regeln. Achten Sie darauf, daß
bei normaler Beinhaltung die Hinterradbremse nicht schleift. 2.4.5 Anhaltenzum nächsten Punkt ; Index
Auch bei stehendem Moped läuft der Motor ruhig im Leerlauf weiter. Längeres Laufen im Stand möglichst vermeiden, da sich der Motor sonst übermäßig erhitzt. 2.4.6 Wiederanfahrenzum nächsten Punkt ; Index
2.4.7 Motor abstellenzum nächsten Punkt ; Index
2.4.8 Bergabfahrenzum nächsten Punkt ; IndexAuf längeren, sehr steilen Gefällen wirkt der ohne Gas mitlaufende Motor als Bremse. Der Kraftstoffhahn darf dabei nicht abgestellt werden, damit die Motorschmierung gewährleistet ist! Ist die Strecke übersichtlich und nicht zu steil, kann man das Getriebe auf Leerlauf stellen und fast geräuschlos bergab rollen. Die kräftigen Bremsen bringen das Moped auch aus hohen Geschwindigkeiten zuverlässig schnell zum Stehen. Den Motor lassen Sie am besten im Leerlauf weiterlaufen. Damit das Wiedereinschalten des Ganges am Ende des Gefälles keine Schwierigkeiten macht, geben Sie dann beim Schalten Gas, so daß sich die Drehzahlen von Motor und Getriebe einander anpassen können. Lassen Sie sich aber nicht dazu verleiten, das Gas voll aufzudrehen und bergab schneller zu fahren, als Sie dieselbe Steigung hinauffahren würden; denn Sie verringern dadurch die Lebensdauer des Motors. 2.5 Einfahrenzum nächsten Punkt ; IndexEtwa 500 km brauchen die neuen Teile des Motors zum Einlaufen. Fahren Sie in der ersten Zeit nicht mit Vollgas, sondern höchsten mit 2/3 Gas. Schalten Sie an Steigungen auf den kleineren Gang, wenn Sie merken, daß der Motor nicht mehr munter zieht. Sie brauchen keineswegs ängstlich zu sein, sondern können sofort bis zu einer Geschwindigkeit von 12 km/h im 1. Gang und 30 km/h im 2. Gang fahren. 2.6 Benzinsparendes Fahrenzum nächsten Punkt ; IndexWenn die gewünschte Fahrgeschwindigkeit erreicht ist, Gasdrehgriff nicht in seiner Stellung stehenlassen, sondern vorsichtig und so lange zurückdrehen, bis der Motor das Fahrzeug gerade noch auf der erreichten Geschwindigkeit hält. Der Motor muß dabei noch gleichmäßig laufen. Dadurch Schonung des Motors und sparsamer Kraftstoffverbrauch. 2.7 Beleuchtungzum nächsten Punkt ; IndexDer Zünd-Licht-Schalter am Scheinwerfer (Ziff. 5 im Bild 4) hat 3 Schaltstellungen (vom Fahrersitz gesehen):
Der Abblendschalter ist am Lenker links angebracht und wird mit
dem Daumen bedient. 2.8 Sicherung gegen unbefugtes Benutzenzum nächsten Punkt ; IndexAm Gepäckträger befindet sich in einer besonderen Aufnahme ein Sicherheitsschloß. Es werden 2 Schlüssel mitgeliefert. Zur Sicherung des Fahrzeuges wird das Schloß mittels Schlüssel entriegelt, aus der Aufnahme gezogen und in die Sicherungsaufnahme am Rahmen eingeführt und verriegelt. Das Schloß verhindert durch sein Eintreten zwischen die Speichen des Hinterrades unbefugtes Benutzen. 2.9 Schwingsattelzum nächsten Punkt ; IndexAngenehmes Fahren wird durch Abfederung des Vorder- und des
Hinterrades erreicht und außerdem durch den Schwingsattel. Entsprechend der Größe des Fahrers ist der Sattel in der Höhe einstellbar. 2.10 Kippständerzum nächsten Punkt ; IndexDieser ermöglicht das freie Abstellen des Mopeds. Im Fahrbetrieb
wird der Ständer in hochgeklappter Stellung durch eine Feder festgehalten. 2.11 Lenkerverstellungzum nächsten Punkt ; IndexDer Lenker kann nach Lösen der Sechskantschraube und Überwurfmutter in gewissen Grenzen wie beim Fahrradlenker in der Höhe verstellt werden (Ziff. 9 und 11 im Bild 4). Von Oberkante Überwurfmutter bis Oberkante Lenker soll eine Entfernung von 140 mm nicht überschritten werden. 2.12 Leichtes Startenzum nächsten Punkt ; IndexVor allem in der kalten Jahreszeit wird empfohlen, den Kraftstoffhahn so abzustellen, daß bei Beendigung der Fahrt der Kraftstoff im Vergaser restlos verbraucht ist, damit nicht zurückbleibendes Öl die Düsen verstopft und beim Starten frisches Gemisch zur Verfügung steht. 3 Pflegeanleitungzum nächsten Punkt ; IndexWenn Sie sich an das vorher über das Fahren Gesagte halten, so
haben Sie dem Motor schon viel gutes getan; denn eine sachgemäße
Behandlung erhöht seine Betriebsbereitschaft und seine Lebensdauer.
Außerdem müssen Sie aber noch auf die regelmäßige Pflege Ihres
Mopeds bedacht sein. Bei einiger handwerklicher Gewandtheit können Sie die meisten Pflegearbeiten selbst durchführen (siehe Pflegeschema). Andernfalls und in den besonders bezeichneten Fällen ist es
notwendig, die Hilfe eines Simson-Dienstes in Anspruch zu nehmen
(siehe Sonderdruck Kundendienstbeilage ‘Wer hilft mir?’).
3.1 Pflegeschemazum nächsten Punkt ; Indexeinmalig Muttern auf beiden Seiten der Vorderradachse, des Zylinderkopfes,
des Auspufftopfes und des Vergasers nach den ersten 250 km Fahrstrecke, alle anderen Schrauben und Muttern nach den ersten 500 bis
1000 km nachziehen; nach 300 km Elektrodenabstand der Zündkerze
prüfen (0,4 mm). (Siehe unter 3.11) 2 Preßschmierstellen mit Öl an der Vordergabelschwinge; Schaltdrehgriff, Gasdrehgriff, Tachoantrieb und Pedale abschmieren. (siehe
unter 3.2) Elektrodenabstand der Zündkerze prüfen (siehe unter 3.11) Hinterrad-Schwinglager schmieren (siehe unter 3.2) |
Bild 5.
Das Abschmieren der Preßschmierstellen muß mittels Fettpresse mit Öl (Tankstelle, Werkstatt) erfolgen. 3.2 Schmierplan (Bild 5)zum nächsten Punkt ; IndexDas Abschmieren der Preßschmierstellen muß mittels Fettpresse mit Öl (Tankstelle, Werkstatt) erfolgen. 3.3 Seilzüge und Tachoantriebswelle ölenzum nächsten Punkt ; IndexDie Seilzüge zum Vergaser, zur Kupplung, zum Schalthebel und zur
Bremse sowie die Tachoantriebswelle müssen von Zeit zu Zeit geölt
werden, damit sich die Seile und die biegsame Welle leicht in ihren
Hüllen bewegen. Dünnflüssiges Öl, z.B. mit Benzin verdünntes Motorenöl, läßt man mittels einer Spritzkanne in den Spalt zwischen Seil bzw. Tachowelle und Hülle einfließen, bis es am unteren Hüllenende austritt. Zu diesem Zweck müssen die Seile an den Handgriffen ausgehängt bzw. die Tachowelle vom Tacho gelöst werden. Es ist bei der Montage auf die richtige Einstellung zu achten. (Siehe unter 3.4, 3.6 und 3.7.) 3.4 Kupplungsspiel prüfen und nachstellenzum nächsten Punkt ; IndexDie Kupplung muß vollständig ein- und auskuppeln, darf also nicht
rutschen, weil dadurch die Kupplungslamellen verbrennen können.
Bei richtiger Einstellung muß der Handkupplungshebel in eingekuppeltem Zustand etwa 1 cm toten Gang (Spiel) am Hebelende aufweisen, bzw. der, von vorn gesehen, aus dem Motorgehäuse rechts herausgeführte Bowdenzug muß ein Spiel von 2-4 mm aufweisen. Bei
zu großem Spiel löst die Kupplung nicht voll aus, wenn das Spiel
fehlt, neigt sie zum Rutschen (Bilder 6 und 7).
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Bild 6. Linke Lenkerseite mit Bedienungsorganen
Ist es nicht mehr möglich, durch die Stellschraube allein richtige Kupplungsfunktion zu erhalten, dann öffnet man den runden Deckel an der linken Seite des Gehäuses (Bild 7). Die innere Kupplungsstellschraube mit Gegenmutter wird zugänglich. Gegenmutter lösen und innere Stellschraube verstellen; Linksdrehen ergibt Vergrößerung, Rechtsdrehen Verkleinerung des Kupplungsspiels. |
Bild 7. Linke Motorseite, Einstellen der Kupplung
3.5 Ölstand im Getriebe nachprüfen und wechselnzum nächsten Punkt ; IndexDen runden Deckel an der linken Seite des Motorgehäuses abnehmen. Bei richtigem Ölstand soll bei auf den Rädern stehendem Moped das Öl bis zur Unterkante der Öffnung stehen. Nachfüllung erfolgt durch die Einfüllöffnung (Ziff. 1 in Bild 7) an der Gehäuseoberseite. 3.6 Bremsen prüfen und nachstellenzum nächsten Punkt ; IndexVorderradbremse: |
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Bild 8. Rechte Lenkerseite mit Gasdrehgriff und Handbremshebel
Arbeitsvorgang (Bild 8):
Hinterradbremse: Eine Nachstellung des Bremsgestänges an der Hinterradnabe ist erforderlich, wenn der Bremshebel zu weit nach vorn gezogen werden muß, ehe die Bremsbacken fühlbar greifen. Dies kann eintreten, wenn die Kette nachgespannt wurde oder der Bremsbelag abgenutzt ist. Arbeitsvorgang (Bild 11):
3.7 Schaltung prüfen und einstellenzum nächsten Punkt ; IndexDamit der Kupplungshebel am Schaltdrehgriff richtig einrastet und dabei die Gänge ordnungsgemäß geschaltet werden, muß der Seilzug vom Schaltdrehgriff zum Getriebe vorschriftsmäßig eingestellt sein. Arbeitsvorgang (Bild 6):
3.8 Kettenspannung prüfen, Kette reinigen und ölenzum nächsten Punkt ; IndexDie Lebensdauer der Kette wird durch Einwirkung von Staub und
Schmutz beeinträchtigt. Durchhang in der Mitte etwa 10-12 mm.
3.9 Nachstellen der Lenkungs- und Radlagerzum nächsten Punkt ; IndexDie Lenkungs- und Radlager sind mit nachstellbaren Kugellagern ausgestattet. Sie sind sorgfältig abgedichtet, so daß weder Schmiermittel verlorengehen kann noch Schmutz oder Nässe von außen eindringen können. Eine lange Lebensdauer ist dadurch gewährleistet. Alle Teile werden in Benzin saubergewaschen, und es wird empfohlen, die Radlager nach je 1000 km Fahrstrecke einzufetten. Die Naben sind richtig eingestellt, wenn bei ausgebautem Rad ein eben noch fühlbares seitliches Spiel der Achse wahrzunehmen ist. Bei eingebautem Rad und festgezogenen Achsmuttern muß dieses Seitenspiel verschwunden sein, die Felge muß aber seitlich immer noch eben fühlbares Spiel haben. Verschwindet dies Spiel beim Anziehen der Achsmuttern vollständig, so ist zu prüfen, ob die Gabelenden noch plan und parallel sind. |

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Bilder 9 und 10. Vorderradlagerung und -bremse
3.9.1 Nachstellen der Lenkungslagerzum nächsten Punkt ; IndexSollte sich nach längerem Betrieb ein zu großes Spiel am Lenkungslager bemerkbar machen, so ist Nachstellung erforderlich. Arbeitsvorgang (Bild 4):
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Bild 12. Befestigung des Kettenschutzes
3.9.2 Vorderradausbau und Einstellen der Lagerzum nächsten Punkt ; IndexArbeitsvorgang (Bilder 9 und 10):
Es ist zu berücksichtigen, daß sich das Lagerspiel etwas verringert, wenn die Sicherungs- und Achsmuttern wieder festgezogen werden. Also vor Wiederzusammenbau erst prüfen. 3.9.3 Hinterradausbau und Einstellen der Lagerzum nächsten Punkt ; IndexArbeitsvorgang (Bild 11):
Man löst die Achsmuttern und verstellt den Stellkonus. Flache Sicherungs- und Achsmutter werden wieder angezogen. Hierbei ist ebenfalls darauf zu achten, daß sich das Spiel etwas verringert, wenn Sicherungs- und Achsmutter fest angezogen werden. Daher vor Wiederinbetriebnahme erst prüfen und eventuell nachregulieren. 3.9.4 Das Spuren der Räderzum nächsten Punkt ; IndexDas Spuren beider Räder kann mit Hilfe einer geraden Latte oder
Schnur erfolgen. 3.10 Auspuffanlage reinigenzum nächsten Punkt ; IndexLeistung und Verbrauch eines Zweitaktmotors hängen in hohem Maße vom Staudruck in der Auspuffanlage ab. Wenn die Motorleistung nachläßt, ist eine Reinigung der Auspuffanlage unbedingt erforderlich. |
Bild 13. Der Schalldämpfer
Arbeitsvorgang: Reinigen des Auspuffschlitzes:
Es ist darauf zu achten, daß die Öffnungen nicht verändert werden, da die Leistung des Motors dadurch beeinträchtigt und der Verbrauch erhöht wird und sich außerdem der Auspufflärm vergrößert. 3.11 Elektrodenabstand der Zündkerze prüfenzum nächsten Punkt ; IndexAls Folge hoher Beanspruchung zeigt die Kerze nach einer gewissen
Betriebszeit Alterserscheinungen, die sich als Elektrodenabbrand,
Verbrennungsrückstände am Isolator usw. bemerkbar machen. Das
Betriebsverhalten des Motors, vor allem sein Anspringen, wird dann
ungünstig beeinflußt. Die Kerze muß von Zeit zu Zeit überprüft,
gereinigt und der Elektrodenabstand nachgestellt werden.
Dichtring nicht vergessen! |
Bild 14. Prüfen der Zündkerze
Zum Überprüfen schraubt man die Kerze nach scharfer Fahrt aus
dem noch warmen Motor heraus und betrachtet das Kerzeninnere
(Kerzengesicht). Die richtige Kerze zeigt bei richtig eingestelltem
Vergaser einen bräunlichen Isolatorkörper, dunkelgraues Kerzengesicht und trocknen schwarzen Rußbelag auf der Stirnfläche des Kerzengehäuses. Ist die Kerze zu kalt geblieben (Wärmewert zu hoch),
so ist das Kerzeninnere verrußt und verölt. Dies ist jedoch auch bei
richtig gewählter Kerze möglich, wenn zu kleiner Elektrodenabstand,
zu fett eingestellter Leerlauf oder andere Ursachen für hohe Rückstandsbildung sorgen. Eine überhitzte Kerze zeigt einen weißgebrannten Isolatorkörper und weißgebrannte Elektrodenspitzen,
manchmal auch kleine Schmelzperlen (Wärmewert zu niedrig). Dieses Kerzengesicht kann bei richtigem Wärmewert auch als Folge
falscher Luft oder zu armen Gemisches auftreten. Eine behelfsmäßige
Kontrolle der Kerze auf Funktion kann in der im Bild 14 dargestellten Weise erfolgen. Bei herausgeschraubter Kerze wird das Zündkabel aufgesteckt, der Kerzenkörper an den Motor angelegt und mit
dem Pedal der Motor durchgedreht (Moped auf Kippständer gestellt). 3.12 Luftfilter reinigenzum nächsten Punkt ; IndexEin sauberes Luftfilter wirkt sich nicht nur günstig auf die Leistungsfähigkeit und den geringen Kraftstoffverbrauch aus, sondern es erhöht auch die Lebensdauer des Motors.
In sand- und staubreicher Gegend ist das Luftfilter häufiger zu einigen. Ohne Luftfilter darf der Motor nie in Betrieb genommen werden. 3.13 Vergaserzum nächsten Punkt ; IndexDie Stellung des Drosselschiebers im Vergaser wird durch den Gasdrehgriff an der rechten Lenkerseite reguliert. Durch Drehen von vorn nach hinten wird mehr Gas gegeben. Am Drehgriff ist eine geschlitzte Stellschraube angebracht; mit ihr kann die Leichtgängigkeit des Drehgriffs den Wünschen des Fahrers angepaßt werden. Rechtsdrehen ergibt schwereren, Linksdrehen leichteren Gang des Griffes. 3.13.1 Nachstellen des Gasbowdenzugeszum nächsten Punkt ; IndexDie Notwendigkeit einer Nachstellung des Gasbowdenzuges ist äußerlich an dem immer größer werdenden Spiel am Gasgriff zu erkennen. Das Spiel soll etwa 2 mm an der Bowdenzughülle betragen. Die
Nachstellung erfolgt an der Stellschraube am Bowdenzug.
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Bild 15. Vergaser und Luftfilter (rechte Motorverkleidung abgenommen)
3.13.2 Einstellen der Leerlaufdrehzahl (Bild 15)zum nächsten Punkt ; IndexMit der Gasschieberanschlagschraube (3), die durch eine Feder (4) gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist, kann der Leerlauf eingestellt werden. Beim Hineindrehen der Anschlagschraube erhöht sich, beim Herausschrauben verringert sich die Leerlaufdrehzahl. 3.13.3 Vergasereinstellungzum nächsten Punkt ; IndexDie Vergasereinstellung wurde durch ausgedehnte Versuche festgelegt, und es ist zu empfehlen, keine Veränderung an diesen Einstellungen vorzunehmen. |

3.13.4 Reinigen des Vergasers (Bild 16)zum nächsten Punkt ; IndexUm den Vergaser stets einsatzbereit zu halten, ist es zu empfehlen,
diesen von Zeit zu Zeit gründlich zu reinigen. Hierzu muß die Motorverkleidung abgenommen werden. 3.14 Abstand der Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung prüfenzum nächsten Punkt ; IndexWir schlagen Ihnen vor, diese Arbeiten in einem Simson-Dienst
ausführen zu lassen.
Sollten Sie jedoch diese Arbeiten selbst durchführen, finden Sie in
der gesondert herausgegebenen Reparaturanleitung genaue Hinweise über die Durchführung dieser Arbeiten. 4 Motorstörung und ihre Behebung4.1 Der Motor springt nicht anzum nächsten Punkt ; Index
4.2 Der Motor arbeitet unregelmäßig oder bleibt öfter stehenzum nächsten Punkt ; Index
4.3 Der Motor arbeitet im Viertakt (läßt Zündungen aus)zum nächsten Punkt ; Index
4.4 Der Motor zieht nicht (läßt in der Leistung nach)zum nächsten Punkt ; Index
4.5 Zu hoher Kraftstoffverbrauchzum nächsten Punkt ; Index
4.6 Der Motor knallt oder patscht in den Vergaserzum nächsten Punkt ; Index
4.7 Der Motor wird zu heißzum nächsten Punkt ; Index
4.8 Der Motor übertourt sich (dreht durch)zum nächsten Punkt ; Index
4.9 Geräuschezum nächsten Punkt ; Index
5 Werkzeugezum nächsten Punkt ; Index
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