Index

Vorwort


Unsere Simson-Kleinkrafträder haben sich in der Vergangenheit durch ihre Zuverlässigkeit, solide Ausführung und gute technische Konzeption in aller Welt viele Freunde erworben.

Damit unsere Erzeugnisse auch nach Verlassen des Werkes von sachkundiger Hand gewartet und instandgesetzt werden können, haben wir die vorliegende Reparaturanleitung verfaßt, in der alle Demontage- und Montagevorgänge an den Motoren genau erläutert und durch entsprechende Bilder veranschaulicht sind.

Sie soll sowohl der Werkstatt als auch dem interessierten Fahrzeughalter eine Anleitung für die anfallenden Reparaturarbeiten sein und helfen, die Instandsetzungen in zeitsparender und fachgerechter Weise durchzuführen.

Für die benötigten Sonderwerkzeuge werden im Anhang Selbstbauanleitungen gegeben, so daß sich die Werkstatt und der Bastler auch in dieser Hinsicht helfen können.

In diesem Sinne wünschen wir gutes Gelingen.


VEB FAHRZEUG- UND GERÄTEWERK
SIMSON SUHL





Inhaltsverzeichnis

(Die Abschnitte '1. Technische Daten' bis '5.2. Montage' sind für die Motoren M 53 KHL und M 53 KF für Kleinroller KR 51 bzw. Kleinkraftrad SR 4-2.

Ab Abschnitt '6. Technische Daten' Motoren Sö 4-1 P bzw. Sö 4-1 K für Kleinkraftrad SR 4-1. - Sinngemäß anwendbar für die Motoren der Fahrzeugtypen SR 1, SR 2, SR 2E und KR 50.)



1. Technische Daten
1.1. Motor
1.2. Motorzubehör
1.3. Kraftübertragung
1.4. Elektrische Anlage
1.5. Motorkennlinien
2. Allgemeine Bemerkungen
3. Demontage des Motors
3.1. Vergaser abnehmen
3.2. Lichtmaschinendeckel abnehmen
3.3. Tachoantrieb demontieren
3.4. Lüfterrad abnehmen
3.5. Lüftergehäuse abnehmen
3.6. Abtriebskettenrad demontieren
3.7. Kickstarterhebel abnehmen
3.8. Schwunglichtmagnetzünder entfernen
3.9. Kupplungsdeckel und Halbschale abschrauben
3.10. Kupplung auseinandernehmen
3.11. Primärantrieb demontieren
3.12. Zylinder abnehmen
3.13. Motorgehäuse trennen
3.14. Kickstartanlage, Schaltgetriebe und Kurbeltrieb ausbauen
3.15. Motorgehäuse demontieren
4. Montage des Motors
4.1. Einsetzen der Lager und Verschlüsse
4.2. Vermessen der Kurbelwelle
4.3. Einsetzen des Kurbeltriebs und der Getriebewellen
4.4. Zusammenbau des Schaltgetriebes und der Kickstarteranlage
4.5. Zusammenbau des Motorgehäuses
4.6. Zusammenbau und Einstellen der Kupplung
4.7. Ausmessen des Axialspiels der Getriebe-Abtriebswelle und der Kurbelwelle sowie Aufsetzen der Dichtkappen
4.8. Montage von Kolben und Zylinder
4.9. Einbau und Einstellen des Schwunglichtmagnetzünders
4.10. Einbau des Motors in das Fahrgestell
4.11. Einzelteile der Vergaseranlage
5. Arbeiten am Fußschaltmechanismus des Motors M 53 KF
5.1. Demontage
5.2. Montage
6. Technische Daten
6.1. Motor
6.2. Motorzubehör
6.3. Kraftübertragung
6.4. Elektrische Anlage
6.5. Motorkennlinien
7. Allgemeine Bemerkungen
8. Demontage des Motors
8.1. Pedalarme bzw. Kickstarterhebel abnehmen
8.2. Bodenblech entfernen und äußeren Schalthebel abnehmen
8.3. Lichtmaschinendeckel abnehmen und Kupplungshebel entfernen
8.4. Abtriebskettenrad demontieren
8.5. Vergaser abnehmen
8.6. Ausbau des Schwunglichtmagnetzünders
8.7. Kupplungsdeckel abnehmen
8.8. Kupplung auseinandernehmen
8.9. Primärzahnrad abnehmen
8.10. Zylinderdeckel und Zylinder
8.11. Motorgehäuse trennen
8.12. Kickstarteranlage, Schaltgetriebe und Kurbeltrieb ausbauen
8.13. Motorgehäuse demontieren
8.14. Tachoantrieb demontieren
9. Montage des Motors
9.1. Einsetzen der Lager und Verschlüsse
9.2. Vermessen der Kurbelwelle
9.3. Einsetzen des Kurbeltriebs und der Getriebewellen
9.4. Zusammenbau des Schaltgetriebes und der Starteranlage
9.5. Zusammenbau des Motorgehäuses
9.6. Zusammenbau und Einstellen der Kupplung
9.7. Ausmessen des Axialspiels der Getriebe-Abtriebswelle und der Kurbelwelle sowie Aufsetzen der Dichtkappen
9.8. Montage von Kolben und Zylinder
9.9. Einbau und Einstellen des Schwunglichtmagnetzünders
9.10. Komplettierung und Einbau des Motors in das Fahrgestell
10. Anhang: Sonderwerkzeuge








1. Technische Daten


(für die Motoren M 53 KHL und M 53 KF)

1.1. Motor

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BaumusterM 53 KHL bzw. M 53 KF
ArbeitsverfahrenZweitakt
Brennraumhalbkugelförmig
Maximales Drehmoment0,38 kpm bei 6000 U/min
Höchstleistung2,5 kW = 3,4 PS bei 6500 U/min
(1 kW = 1,36 PS)
Verdichtungsverhältnis9,5:1
Kurbelverhältnis l:r4,8:1
Aufhängung2-Punkt in Gummi
SchmierungKraftstoff-Öl-Mischung 33:1
KühlungLuft (Gebläse)
Leermasse14 kg
Größte Länge365 mm
Größte Breite325 mm
Größte Höhe290 mm
Mindestkraftstoffverbrauch510 g/kWh = 375 g/PSh
Zylinderanzahl1
Zylinderanordnungstehend, 30° in Fahrtrichtung geneigt
ZylinderwerkstoffAluminium mit eingeschrumpfter Laufbuchse aus Spezialgrauguß
Zylinderbohrung40 mm Dmr.
Kolbenhub39,5 mm
Gesamthubraum49,8 cm3
ZylinderdeckelwerkstoffAluminium
Abdichtung Zylinder - ZylinderdeckelMetall auf Metall (ohne Dichtung)
KolbenwerkstoffGK AlSi 2 0 CuNi nach TGL 28376:1
Kolbenringe2 Stück
Pleuelart und -längeDoppel-T, 95 mm
Pleuellagerzweireihiges Rollenlager
ohne Käfig
Kurbelwellenausführungzusammengepreßt
KurbelgehäuseAlu-Druckguß, geteilt




1.2. Motorzubehör

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LuftfilterNaßluftfilter
Baumuster des VergasersNKJ 153-5 bzw. NKJ 153-6
Bauart des VergasersNadeldüsenvergaser
Vergaseranzahl1
Hauptdüse HD65
Nadeldüse ND210
Nadelposition4. Kerbe
Lufttrichterdurchmesser15 mm
Schwimmerniveau5±1 mm; gemessen von der Schwimmergehäuseoberkante
Bauart des GebläsesRadialgebläse
Antrieb des Gebläsesdirekt durch die Kurbelwelle
Gebläseleistung bei NMotmax0,0736 kW = 0,1 PS
Kühlluftdurchsatz bei NMotmax38,1 m3/kWh = 28 m3/PSh




1.3. Kraftübertragung

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Übersetzung Kurbelwelle:Kupplungschrägverzahnte Stirnräder im Übersetzungsverhältnis 3,29:1
Kupplungsart4-Scheiben-Lamellenkupplung im Ölbad
Schaltgetriebeart
Schaltgetriebeanordnung
mechanisch, klauengeschaltet im gemeinsamen Motor-Getriebe-Gehäuse
Anzahl der Gänge3
Übersetzungen4:1, 2,11:1; 1,45:1
SchalthebelanordnungM 53 KHLSchaltdrehgriff am Lenker
 M 53 KFFußschalthebel
Abtriebskettenradz=14; für Einfachrollenkette 1x12,7x5,21x114 TGL 39-2295




1.4. Elektrische Anlage

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Baumuster der Lichtmaschine83 06.8
Leistung der Lichtmaschine33 W
Art der Regelungselbstregelnd
Antrieb der Lichtmaschinedirekt durch die Kurbelwelle
ZündungMagnet
UnterbrecherHebel, Kontaktabstand 0,4 mm
Zündverstellungstarr
Zündeinstellung1,5 mm vor OT
Wärmewert der ZündkerzeM 14-280
Elektrodenabstand0,4 mm




1.5. Motorkennlinien

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Bild 1. Normkurve des Motors M 53 KHL/KF

VergaserNKJ 153-5 bzw. NKJ 153-6
 HD 65
 ND 210
 NP 4
Vorzündung1,5 mm vor OT
ZündkerzeIsolator M 14-280
Verdichtungsverhältnis9,5 : 1


Bild 2. Normalfahrzustandsdiagramm des Kleinrollers 'Schwalbe'

Ne0 = 2,5 kW (= 3,4 PS)bei n= 6500 U/min
dyn. ReifendurchmesserDdyn = 0,524 m
Gesamtübersetzungenφ 1 = 31,93
 φ 2 = 16,83
 φ 3 = 11,6
Luftwiderstandsbeiwertc x F = 0,5 m2
    Fahrzeugmasse G' = 154 kg (1 Person mit 75 kg)
....zugl. Gesamtmasse Gv = 230 kg (Leermasse 79 kg, Zuladung 151 kg)


2. Allgemeine Bemerkungen

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Ausbau und Demontage des Motors ist nur notwendig bei Störungen

an der Kickstarteranlage,
am Schaltgetriebe,
am Kurbeltrieb,
und Schäden an den Motorgehäusehälften.

Am eingebauten Motor können folgende Instandsetzungen vorgenommen werden:

Nach dem Abnehmen des Kupplungsdeckels:

Alle Arbeiten am Kupplungsmechanismus,
Auswechseln des Primärzahnrades auf der Kurbelwelle,
Auswechseln des Radialdichtringes A 16x28 für die Kickstarterwelle.
(Vor dem Abnehmen des Kupplungsdeckels Getriebeölfüllung bei warmem Motor ablassen!)

Nach dem Entfernen des Elektrikdeckels und, wenn nötig, des Lüftergehäuses:

Alle Arbeiten an der Motorelektrik,
am Gebläse,
am Tachometerantrieb,
Auswechseln des Abtriebskettenrades,
des Kupplungsbowdenzuges und der
Radialdichtringe A 17x28 für die Getriebe-Abtriebswelle und äußere Kurbelwellendichtung.

Nach dem Lösen der oberen Motorbefestigungsschraube (am Zylinderdeckel) sowie Abnehmen der Vergaser- und Auspuffanlage:

Reinigen des Kolbens,
der Gaskanäle im Zylinder und
des Zylinderdeckels.
Auswechseln dieser Bauteile.

Selbstverständlich lassen sich auch alle Arbeiten am Vergaser sowie das Auswechseln der Bowdenzüge und der Tachometer-Antriebswelle bei eingebautem Motor vornehmen.

Reparaturhinweise:

Das Getriebeöl soll nach Möglichkeit stets bei warmem Motor abgelassen werden.

Für die Neufüllung ist nur Öl der vorgeschriebenen Sorte und Viskosität zu verwenden

(0,5 Liter Motorenöl 76 c St = 10 °E bei 50 °C = 30 SAE).

Dichtungen und Dichtringe grundsätzlich nur einmal verwenden!

Dichtflächen vor dem Zusammenbau gründlich reinigen, auf Ebenheit überprüfen und, soweit vorgesehen, dünn mit Motordichtmasse bestreichen.

Neue Radialdichtringe legt man zweckmäßigerweise einige Stunden vor dem Einbau in Dieselkraftstoff, um sie geschmeidig zu machen. Bei der Montage der Radialringe ist stets größte Sorgfalt am Platze. Die Dichtlippen dürfen keinesfalls beschädigt werden. Die Laufstelle für die Dichtung auf der Welle muß eine einwandfreie Oberflächenbeschaffenheit und den richtigen Durchmesser haben. Der Einbau hat so zu erfolgen, daß die Dichtungszunge dem abzudichtenden Raum zugewandt ist.

Bei abgesetzten Wellen nach Möglichkeit Montagehülsen verwenden.

Festsitzende Gehäusespannschrauben lassen sich leichter lösen, wenn sie vor dem Herausschrauben losgeprellt werden. Man benutzt dazu einen zum Schraubenkopf passenden Dorn, gegen den ein kräftiger Hammerschlag geführt wird.

Für alle Arbeiten nur passendes und ordentliches Werkzeug verwenden! Am Arbeitsplatz soll stets peinliche Sauberkeit herrschen.

Sämtliche Bauteile sind vor ihrem Einbau gründlich zu reinigen und auf ihre einwandfreie Beschaffenheit zu untersuchen. Für alle Reparaturen nur Original-Simson-Ersatzteile verwenden!

Alle Kugellager und Wellen müssen zuverlässig fest und bis zum Anschlag in den Aufnahmebohrungen sitzen.

Die Lauf- und Gleitflächen der Bauteile sollen vor dem Einbau mit dem vorgeschriebenen Öl bzw. mit Dichtlippenpaste versehen werden.

Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, daß keine Fremdkörper in das Getriebe- oder Kurbelgehäuse gelangen. Erhebliche Motorschäden könnten die Folge sein.





3. Demontage des Motors

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Bild 3

Im normalen Reparaturbetrieb empfiehlt es sich, den Motor bis zum Arbeitsvorgang 3.7. im Fahrgestell zu lassen.



3.1. Vergaser abnehmen

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Bild 4

Schiebergehäusedeckel abschrauben, Gasbowdenzug aushängen, Befestigungsmuttern M6 TGL 0-934 am Vergaserflansch lösen.

Vergaser nach hinten von den Stehbolzen ziehen.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 10 mm.


3.2. Lichtmaschinendeckel abnehmen

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Bild 5

Drei Zylinderschrauben M6x50 TGL 0-87, M6x55 TGL 0-84, M6x78, Teile-Nr. 37130 lösen. Deckel seitlich abnehmen (vorher Bowdenzug für Fußbremse aushängen und Tachoantriebswelle herausschrauben.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


3.3. Tachoantrieb demontieren

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Bild 6

Sicherungsring (1) herausheben, Schraubenrad (2) herausnehmen, Sicherungsstift (3) durchschlagen, Schraubenritzel herausnehmen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 3 mm,
 Durchschlag, 3 mm,
 Schlosserhammer.


3.4. Lüfterrad abnehmen

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Bild 7

Beide Befestigungsschrauben (1) M5x12 TGL 0-84 mit Federringen B 5 TGL 7403 lösen.

Entfernen der Abdeckkappe (2) und Abziehen des Lüfterrades (3).

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


3.5. Lüftergehäuse abnehmen

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Bild 8

Zylinderschraube M6x22 TGL 0-84 lösen,

Gehäuse seitlich abnehmen (vorher Kupplungsbowdenzug aushängen!).

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


3.6. Abtriebskettenrad demontieren

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Bild 9

Sicherungsblech an der Befestigungsmutter für das Abtriebskettenrad zurückbiegen.

Werkzeug:Meißel (Schneidenbreite etwa 10 mm,
 Schlosserhammer.


Bild 10

Abtriebskettenrad mit Haltevorrichtung DV 37001-36 halten und Mutter M10x1 TGL 0-936 lösen (Antriebskette vorher abnehmen!).

Werkzeug:Haltevorrichtung DV 37001-36,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm.


3.7. Kickstarterhebel abnehmen

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Bild 11

Schraube M8x25 TGL 0-931 (1) entfernen, Kickstarterhebel (2) abziehen.

(Befindet sich der Motor noch im Fahrgestell, so sind die Schaltbowdenzüge auszuhängen, die Kabelanschlüsse im Scheinwerfergehäuse zu trennen, die Motorbefestigung zu lösen und der Motor herauszunehmen.)

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 17 mm bzw. SW 14 mm.


3.8. Schwunglichtmagnetzünder entfernen

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Bild 12

Halteband DV 37001-37 auf die Schwungscheibe auflegen,

Befestigungsmutter (Teile-Nr. 37067) lösen und mit Federring A 10 TGL 7403 herausnehmen.

Werkzeug:Halteband DV 37001-37,
 gekröpfter Ringloch- oder Steckschlüssel, SW 14 mm.


Bild 13

Abziehvorrichtung 04-850.42-0 in die Nabe der Schwungscheibe einschrauben, danach deren Unterteil (1) anhalten, und Druckschraube (2) nach rechts drehen, bis sich die Schwungscheibe löst.

Scheibe abnehmen und Scheibenfeder (Keil) 2x3,7 TGL 9499 aus der Keilnut im Kurbelwellenstumpf nehmen.

Werkzeug:Abziehvorrichtung DV 37001-38,
 Schraubenschlüssel, SW 19 mm und SW 17 mm.


Bild 14

Befestigungsschrauben M5x14 TGL 0-84 (1) mit Unterlegscheiben 5,3 TGL 0-125 und Federringen A 5 TGL 0-137 lösen und Grundplatte (2) abnehmen.

(Bei einwandfreier Zündeinstellung empfiehlt es sich, vorher die Stellung der Grundplatte durch Körnerschläge zu markieren, um sie gegebenenfalls in der alten Stellung wieder einbauen zu können.)

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


Bild 15

Hauptteile des Schwunglichtmagnetzünders 83.06.8:

  1. Grundplatte,
  2. Lichtspule, 15 W,
  3. Lichtspule, 18 W,
  4. Zündspule,
  5. Kondensator,
  6. Unterbrecher,
  7. Stromabnehmer,
  8. Zündkabel,
  9. Kerzenstecker,
  10. Schwungscheibe,
  11. Unterbrechernocken.


3.9. Kupplungsdeckel und Halbschale abschrauben

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Bild 16

Fünf Zylinderschrauben M6x40 TGL 0-84 mit Dichtscheiben A6x10 TGL 0-7603 herausschrauben und Kupplungsdeckel (1) seitlich abnehmen. Papierdichtung (Teile-Nr. 37118) entfernen. Schraube M6x10 TGL 0-85 lösen, Halbschale (2) entfernen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


3.10. Kupplung auseinandernehmen

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Bild 17

Kupplungsdruckfedern mit Sonderwerkzeug EV 37001-32 zusammendrücken und Haltestifte 2,5h8x8 TGL 0-8 herausstoßen. Kupplungsscheiben entfernen.

Werkzeug:Sonderwerkzeug EV 37001-32,
 Nadel.


Bild 18

Sicherungskappe (1) an der Befestigungsmutter M12x1,5 TGL 0-936 am Mitnehmer der Kupplung und Sicherungsblech an der Befestigungsmutter (2) M10x1 TGL 0-936 zurückbiegen.

Werkzeug:Meißel,
 Schlosserhammer.


Bild 19

Mitnehmer mit Haltevorrichtung DV 37001-35 festhalten,

Befestigungsmutter lösen,

Mitnehmer und Kupplungskorb abnehmen.

Werkzeug:Haltevorrichtung DV 37001-35,
 Steckschlüssel, SW 19 mm.


3.11. Primärantrieb demontieren

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Bild 20

Primärzahnrad mit Haltevorrichtung EV 37001-23 arretieren,

Befestigungsmutter lösen,

Primärzahnrad abnehmen, dabei auf Scheibenfeder (Keil) 3x3,7 TGL 9499 achten.

Werkzeug:Haltevorrichtung EV 37001-23,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm.


3.12. Zylinder abnehmen

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Bild 21

Vier Muttern M6 TGL 0-934 lösen und mit Federscheiben B 6 entfernen. Zylinderdeckel und Zylinder nach oben abnehmen.

Werkzeug:Steckschlüssel, SW 9 mm.


3.13. Motorgehäuse trennen

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Bild 22

Sechs Schrauben M4x10 TGL 0-84 an den Dichtkappen entfernen und Kappen abnehmen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 6 mm.


Bild 23

Zehn Gehäusespannschrauben lösen:

  1. fünf Schrauben M6x35 TGL 0-84,
  2. zwei Schrauben M6x40 TGL 0-84,
  3. zwei Schrauben M6x50 TGL 0-84,
  4. eine Schraube M6X55 TGL 0-84.

(Gummipfropfen der unteren Gehäuseschraube M6x40 entfernen.)

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


Bild 24

Abdrückvorrichtung aufsetzen und an der rechten Gehäusehälfte befestigen, beide Druckspindeln abwechselnd mit 1/2 Umdrehung anziehen, bis die Gehäusehälften getrennt sind.

Werkzeug:Abdrückvorrichtung CV 37001-21,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm.


3.14. Kickstarteranlage, Schaltgetriebe und Kurbeltrieb ausbauen

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Bild 25

Anschlagröhrchen für Kickstarterwelle herausnehmen.



Bild 26

Kickstarteranlage herausheben.

  1. Kickstarterwelle,
  2. Mitnehmer,
  3. Feder,
  4. Scheibe,
  5. Sicherungsring 16x1 TGL 0-471
  6. Scheiben,
  7. Kickstarterfeder.


Bild 27

Sicherungsblech zurückbiegen, Mutter M6 TGL 0-934 an der Schalthebelwelle lösen.

Werkzeug:Meißel,
 Schlosserhammer,
 Schraubenschlüssel, SW 10 mm.


Bild 28

Schaltbügel abdrücken, Getriebezahnräder herausnehmen.

Werkzeug:Aluminiumdorn,
 Schlosserhammer.


Bild 29

Getriebe-Abtriebswelle (1),
Kupplungswelle (2) und
Kurbelwelle (3)
aus den Lagersitzen drücken.

Werkzeug:Aluminiumdorn, 12 mm Dmr.,
 Schlosserhammer,
 Gummihammer
 (wenn vorhanden, Dornpresse).


Bild 30

  1. Kurbelwelle,
  2. Kolben,
  3. Kolbenbolzen A 12x30 M TGL 0-73121,
  4. Sprengring A 12 TGL 24-0-73123.
  5. Kupplungsdruckstift,
  6. Kupplungswelle,
  7. Zahnrad für II. Gang,
  8. Zahnrad für III. Gang,
  9. Schraubenfeder,
  10. Kugel 6,35 mm III,
  11. Schaltgabel,
  12. Schaltwelle,
  13. Welle für Handschaltung,
  14. Gummiring 10x2 TGL 6365,
  15. Schaltbügel,
  16. Sicherungsblech,
  17. Mutter M 6 TGL 0-934,
  18. Zahnrad für I. Gang,
  19. Abtriebswelle,
  20. Schaltrad,
  21. Schaltrad für III. Gang.


3.15. Motorgehäuse demontieren

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Bild 31

Gehäuseverschlüsse, Motor-Gummilagerung, Paßhülsen, Radialdichtringe, Sprengringe, Buchse für Kickstarterwelle und Kupplungshebel entfernen.

Stiftschrauben herausnehmen, Kugellagersitze auf etwa 100 °C erwärmen, Kugellager herausstoßen.

  1. Motor-Gummilagerung,
  2. Paßhülsen,
  3. Ölkontrollschraube mit Dichtring C 10x14 TGL 0-7603,
  4. Ölablaßschraube,
  5. Verschlußschraube für Handschaltung,
  6. Stiftschrauben,
  7. Kupplungshebel,
  8. Biegefeder,
  9. Dichtring zum Kupplungshebel,
  10. Radialdichtring A 22x35,
  11. Radialdichtring A 22x47,
  12. Ölleitscheibe,
  13. Buchse für Starterwelle,
  14. Kugellager 6303 TGL 2980... 2996,
  15. Kugellager 6203 TGL 2980...2996,
  16. Kugellager 6201 TGL 2980...2996,
  17. Kugellager 6302 TGL 2980...2996,
  18. Kugellager 6000 TGL 2980...2996,
  19. Sicherungsring 37535,
  20. Sicherungsring 40x1,75 TGL 0-472,
  21. Sicherungsring 37320.
Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 22 mm,
 Seegerringzange,
 Kombizange,
 Aluminiumdurchschlag, 22 mm Dmr.,
 abgesetzter Stahldurchschlag, d = 8 mm, D = 12 mm,
 Schlosserhammer,
 Heizplatte.


4. Montage des Motors

4.1. Einsetzen der Lager und Verschlüsse

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Bild 32

Dichtflächen säubern.

Gehäuse sorgfältig in Waschbenzin reinigen. Sichtkontrolle vornehmen. Stiftschrauben einschrauben, Verschlüsse, Paßhülsen und Motor-Gummilager einsetzen. Buchse für Kickstarterwelle (mit angefaßter Seite zuerst) eindrücken (Innendurchmesser: 15,8 mm).

Sicherungsringe einsetzen.



Bild 33

Lagersitze anwärmen (etwa 100 °C) Kugellager und Radialdichtring der linken Gehäusehälfte sorgfältig einsetzen.

Radialdichtring, Ölleitscheibe und Kurbelwellenlager der rechten Gehäusehälfte werden noch nicht montiert.

Werkzeug:s. Abschnitt 3.15., Bild 31.


4.2. Vermessen der Kurbelwelle

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Bild 34

Kurbelwelle zwischen den Spitzen der Meßeinrichtung aufnehmen und an den Lagersitzen auf Rundlauf überprüfen.

Zulässige Abweichung: 0,03 mm.

Das Radialspiel des Pleuellagers muß zwischen 0,005...0,016 mm liegen.

Axialspiel des Pleuels: 0,1+0,1 mm.

Werkzeug:Meßeinrichtung.


Bild 35

Wenn erforderlich, statische Auswuchtung nach nebenstehender Skizze (Bild 35) überprüfen.

Auswuchtung: 60-5%

Zum Auswägen wird an die komplette Kurbelwelle mit Pleuelstange und Pleuelbuchse ein Wägestück G = 46,5 p angehängt.



4.3. Einsetzen des Kurbeltriebs und der Getriebewellen

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Bild 36

Erwärmten Heizpilz in das linke Kurbelwellenlager einführen und etwa eine Minute im Innenring lassen.

Werkzeug:Heizpilz,
 Zange.


Bild 37

Heizpilz aus dem Kugellagerinnenring nehmen,
Kurbelwelle (1) einsetzen,
Kupplungswelle (2) und
Getriebe-Antriebswelle (3)
mit Zahnrad für den I. Gang einsetzen.

Werkzeug:Aluminiumhammer oder
 Dornpresse.


4.4. Zusammenbau des Schaltgetriebes und der Kickstarteranlage

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Bild 38

Schaltwelle mit Einführhülse versehen.

Druckfeder und Kugel in die Schaltgabel einsetzen und Schaltwelle einführen.

Einführhülse entfernen.

Werkzeug:Einführhülse EV 37001-33.


Bild 39

Schaltrad und Zahnrad für den II. Gang in die Schaltgabel einsetzen.

Baugruppe montieren.



Bild 40

Schaltwelle und Schaltbügel einbauen,
Sicherungsblech aufsetzen,
Mutter M6 festschrauben und sichern.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 10 mm,
 Dorn,
 Schlosserhammer.


Bild 41

Zahnrad für III. Gang (1) und Schaltrad für III. Gang (2) aufsetzen.



Bild 42

Mitnehmer (1), Feder (2) und Scheibe (3) aufsetzen.



Bild 43

Kickstarterfeder auf die Starterwelle schieben und das Federende in die mittlere der drei Bohrungen einführen.

Scheibe aufsetzen und die Baugruppen montieren.

Dabei ist zu beachten, daß das zweite Federende in die dafür vorgesehene Gehäusebohrung eingreift.



Bild 44

Kickstarterfeder spannen und Anschlagröhrchen (1) einsetzen.

Federspannung nötigenfalls durch Versetzen des Zahnsegmentes korrigieren. Das Federende wird bei zu geringer Vorspannung in Bohrung (2), bei zu großer Spannung in Bohrung (3) eingeführt.



Bild 45

Sicherungsring mit Seegerringzange aufsetzen, Scheibe aufstecken.

Werkzeug:Seegerringzange.


4.5. Zusammenbau des Motorgehäuses

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Bild 46

Rechtes Kurbelwellenlager auf angewärmten Heizpilz aufsetzen.

Dichtfläche der linken Gehäusehälfte dünn mit Motordichtmasse bestreichen. Kurbelwellenlagersitz der vormontierten rechten Gehäusehälfte anwärmen und Radialdichtring einsetzen.

Werkzeug:Heizpilz,
 Hohldurchschlag,
 Schlosserhammer,
 Heizplatte,
 Dichtmasse.


Bild 47

Rechte Gehäusehälfte aufsetzen.

Dabei ist zu beachten, daß Anschlagröhrchen, Kickstarterwelle, Kupplungwelle, Schaltwelle und Paßhülsen in die dafür vorgesehenen Gehäusebohrungen bzw. das Kugellager 6000 TGL 2980 bis 2996 eintreten.

Werkzeug:Gummihammer,
 Heizplatte,
 Hohldurchschlag,
 Schlosserhammer,
 Heizpilz,
 Dichtmasse.


 

Ölleitscheibe und rechtes Kurbelwellenlager einsetzen.

Werkzeug:Hohldurchschlag,
 Schlosserhammer.


Bild 48

Gehäusespannschrauben anfädeln und gleichmäßig in nebenstehender Reihenfolge (Bild 48) anziehen.

Nach dem Abkühlen des Gehäuses Schrauben auf Festsitz überprüfen. Kurbelkammer mit einem sauberen Putzlappen abdecken.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


4.6. Zusammenbau und Einstellen der Kupplung

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Bild 49

Biegefeder auflegen.

Kupplungshebel mit Dichtring versehen und in das Gehäuse einführen.



Bild 50

Kupplungsdruckstift (1) in die Kupplungswelle einführen.

Scheibe (2) und Buchse (3) auf die Welle stecken. Kupplungskorb (4), Mitnehmer (5) und Sicherungskappe (6) aufsetzen.

Mutter M12x1,5 (7) einfädeln, Mitnehmer anhalten, Mutter festziehen und sichern.

Werkzeug:Haltevorrichtung DV 37001-35,
 Steckschlüssel, SW 19 mm,
 Schlosserhammer,
 Dorn.


Bild 51

Scheibenfeder (Keil) 3x3,7 in die Keilnut des Kurbelwellenstumpfes einlegen. Primärzahnrad aufstecken.

Sicherungsblech und Mutter 10x1 aufsetzen. Primärzahnrad mit Haltevorrichtung EV 37001-23 arretieren.

Mutter festziehen und sichern.

Kupplungsscheibenpaket und Kupplungsdruckfedern einsetzen.

Werkzeug:Haltevorrichtung EV 37001-23,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm,
 Dorn,
 Schlosserhammer,
 Sonderwerkzeug EV 37001-32.


Bild 52

Kupplung auf Funktionstüchtigkeit überprüfen und Kupplungsdeckel aufsetzen.

  1. Dichtung,
  2. Radialdichtring A 16x28,
  3. Kupplungsdeckel,
  4. Zylinderschrauben mit Dichtringen,
  5. Dichtung,
  6. Deckel für Kupplungsdeckel,
  7. Schrauben BM 4x12 TGL 5687.
Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


Bild 53

Feststellmutter M6 lösen und an der Einstellschraube Kupplungsspiel einstellen. Der Kupplungshebel soll sich 3...5 mm schwenken lassen, ehe die Kupplung auslöst.

Werkzeug:Gekröpfter Ringloch oder Steckschlüssel, SW 10 mm,
 Schraubenzieher, 6 mm.


4.7. Ausmessen des Axialspiels der Getriebe-Abtriebswelle und der Kurbelwelle sowie Aufsetzen der Dichtkappen

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Bild 54

Beide Wellen haben ein zulässiges Axialspiel von 0,2...0,3 mm.

Feststellen des tatsächlich vorhandenen Spiels:

Zulässiges Spiel von ermitteltem Meßwert subtrahieren. Differenz = Dicke der beizulegenden Distanzscheibe.

Werkzeug:Meßleiste,
 Dicktenlehre oder
 Tiefenmikrometer.


Bild 55

Dichtungen auflegen.

Montagehülse für Radialdichtring A 17x28 auf den rechten Kurbelwellenstumpf und Distanzhülse auf Getriebe-Abtriebswelle aufstecken, Dichtkappen mit eingesetzten Dichtringen montieren. Sechs Zylinderschrauben M4x10 für die Dichtkappen mit Dichtlack versehen und einschrauben.

Werkzeug:Montagehülse EV 37001-24,
 Schraubenzieher, 6 mm.


4.8. Montage von Kolben und Zylinder

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Bild 56

Kolbenbolzen in die Pleuelbuchse einführen.

Parallelitätslehre auflegen und Kolbenbolzen zum Anliegen bringen. Bei ordentlich ausgewinkeltem Pleuel darf zwischen Lehre und Kolbenbolzen kein Lichtspalt zu sehen sein.

Werkzeug:Parallelitätslehre EL 37001-19.


Bild 57

Kolbeneinbauspiel: 0,03...0,05 mm.

Kolben in vorgeschriebener Einbaurichtung (der Pfeil auf dem Kolbenboden zeigt in Fahrtrichtung) einsetzen, eingeölten Kolbenbolzen auf den Führungsdorn stecken, in die Pleuelbuchse einführen. Kolben dabei gut festhalten, damit das ausgerichtete Pleuel nicht verdrückt wird.

Werkzeug:Einführhülse EV 37001-35.


Bild 58

Sicherungsringe sorgfältig in die Ringnuten der Kolbenbolzenaugen einsetzen und sich von deren ordentlichem Sitz überzeugen.

Werkzeug:Seegerringzange.


Bild 59

Zylinderfußdichtung mit Wasser anfeuchten und auf die Dichtfläche legen.

Haltegabel für das Pleuel einschieben. Kolben und Zylinder mit Öl versehen. Kolbenring-Spannband auflegen.

Achtung! Kolbenringe so drehen, daß der Stoß mit den Sicherungsstiften übereinstimmt.

Kurbelwelle zum Vermitteln des Zylinders einige Male durchdrehen. Zylinderdeckel aufsetzen, Befestigungsmuttern M6 mit Federscheiben B6 aufschieben und gleichmäßig über Kreuz anziehen.

Werkzeug:Haltegabel EV 37001-20,
 Steckschlüssel, SW 10 mm,
 Kolbenband DV 37314-1.


Bild 60

Kennzeichnung von Kolben u. Zylinder:

  1. Prüfzeichen des DAMW,
  2. Fertigungsmonat und Jahr,
  3. Istmaß des Kolbendurchmessers,
  4. Einbauspiel des Kolbens,
  5. Sortierungsgruppe,
  6. Symbol für Kolbenform,
  7. Herstellerzeichen,
  8. Gütekontrollzeichen,
  9. Einbaurichtung,

Zylinderdurchmesser.



Tabelle der Zylinder- und Kolbengrößen:

  Zylindergröße Kolbengröße Einbauspiel
Bezeichnung Bohrung
von ... bis
Bezeichnung Dmr.-Toleranz
Serie abnormal 40,00 38,995...40,005 39,95 + 0,004
- 0,006
0,04...0,06
Serie 40,01 40,005...40,015 39,96
Serie 40,02 40,015...40,025 39,97
Serie abnormal
40,03
40,025...40,035
39,98
1. Reparaturausschliff 40,25 40,245...40,255 40,20
2. Reparaturausschliff 40,50 40,495...40,505 40,45
3. Reparaturausschliff 40,75 40,745...40,755 40,70
4. Reparaturausschliff 41,00 40,995...41,005 40,95
5. Reparaturausschliff 41,25 41,245...41,255 41,20
6. Reparaturausschliff 41,50 41,495...41,505 41,45




4.9. Einbau und Einstellen des Schwunglichtmagnetzünders

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Bild 61

Grundplatte aufsetzen und mit Schrauben M5x14 befestigen.

Unterlegscheiben 5,3 und Federringe A 5 nicht vergessen!

(Wenn vorhanden, Körnermarkierung beachten.)

Gummikabeldurchführungen in die vorgesehenen Gehäuseeinschnitte legen.

Scheibenfeder (Keil 2x3,7) in die Keilnut des rechten Kurbelwellenstumpfes einlegen.

Einstellnocken aufstecken.

Werkzeug:Einstellnocken,
 Schraubenzieher, 9 mm.


Bild 62

Unterbrecherkontaktabstand beim höchsten Nockenpunkt auf 0,4 mm einregulieren. Dazu Befestigungsschraube (1) für Unterbrecherplatte (2) lösen und nach erfolgter Einstellung wieder anziehen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 6 mm,
 Einstellnocken,
 Fühllehre, 0,4 mm.


Bild 63

Meßuhr einschrauben und mit ihrer Hilfe den oberen Totpunkt (OT) suchen. Anschließend Kolben auf den Zündzeitpunkt (1,5 mm vor OT) einstellen.

Kurbelwelle dazu entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn drehen (Spiel ausgleichen). Die Kontakte müssen in diesem Augenblick abzuheben beginnen.

Das Einstellen geschieht durch Verdrehen der Grundplatte (mehr Spätzündung in Drehrichtung, mehr Frühzündung gegen die Drehrichtung).

Die Kontrolle der Kontaktöffnung erfolgt mit Hilfe eines sauberen Blech Streifens von 0,03 mm Dicke, der zwischen die geschlossenen Kontakte geklemmt wird und der sich beim Öffnungsbeginn gerade herausziehen läßt.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Meßuhr,
 Fühllehre, 0,03 mm (Stanniol),
 wenn vorhanden, Zündeinstellgerät.


Bild 64

Kontrolle des Zündzeitpunktes:

Schwungscheibe aufsetzen und die Abrißstellung gemäß nebenstehender Skizze (Bild 64) kontrollieren. Der Öffnungsbeginn muß zwischen dem Maß 0...3 mm erfolgen. Liegen Abweichungen vor, so muß durch Veränderung des Kontaktabstandes die richtige Abrißstellung einreguliert werden.



 

Bei negativem Maß Kontaktabstand vergrößern.

Bei Überschreitung des Maßes 3 mm Kontaktabstand verkleinern.

Der Kontaktabstand muß in den Grenzen von 0,35...0,45 mm bleiben.


Abschließend Schmierfilz am Unterbrecher kontrollieren und mit einigen Tropfen Hypoid-Getriebeöl 03 G HYP versehen. Befestigungsmutter (auf Federring A10) festschrauben.



Bild 65

Achtung! Sicherheitsfunkenstrecke von 8 mm (Abstand Überschlagspitze-Gehäuse) unbedingt einhalten.

Stromabnehmer festschrauben.



4.10. Einbau des Motors in das Fahrgestell

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Getriebe mit 0,5 Liter Motorenöl der Viskosität 76 c St füllen. Deckel für Kupplungsdeckel aufsetzen und mit den beiden Linsensenkschrauben BM 4x12 TGL 5687 befestigen.

Vergaseranlage montieren.

Motor in das Fahrgestell einhängen.

Kickstarterhebel montieren.

Abtriebskettenrad aufsetzen und mit Sicherungsblech und Mutter M10 befestigen. Mutter sichern, Antriebskette auflegen, Lüftergehäuse und Halbschale anschrauben, Lüfterrad aufsetzen, Lichtmaschinendeckel anschrauben (vorher gegebenenfalls Tachoantrieb montieren). Bowdenzüge einhängen, Tachoantriebswelle und Zündkerze einschrauben, Kabel und Kraftstoffleitung anschließen, Bowdenzüge einstellen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Schraubenzieher, 6 mm,
 Schraubenzieher, 4 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 14 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 10 mm,
 Dorn,
 Schlosserhammer,
 Halteschlüssel für Abtriebskettenrad DV 37 001-36.


4.11. Einzelteile der Vergaseranlage

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Bild 66

  1. Zwischenflansch (vor dem Anschrauben an den Zylinder mit Dichtmasse bestreichen),
  2. Federringe B5 TGL 7403,
  3. Dichtungen,
  4. Dichtung,
  5. Muttern M6 TGL 0-934 mit Federscheiben,
  6. Vergaser,
  7. Schelle,
  8. Ansauggeräuschdämpfer,
  9. Dämpfereinsatz,
  10. Luftfilter.


5. Arbeiten am Fußschaltmechanismus des Motors M 53 KF

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Bild 67

'Simson'-Zweitaktmotor M 53 KF mit Kickstarter und Fußschaltung.

Alle Demontage- und Montagearbeiten entsprechen bis auf die Arbeiten am Fußschaltmechanismus denen am Motor M 53 KHL.



5.1. Demontage

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Bild 68

Blick in das geöffnete Getriebegehäuse.



Bild 69

Blick in das Kupplungsgehäuse.



Bild 70

Sicherungsblech an der Befestigungsmutter M 6 zurückbiegen.

Werkzeug:Schlosserhammer,
 Meißel.


Bild 71

Befestigungsmutter M 6 lösen.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 10 mm.


Bild 72

Verschlußschraube öffnen.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 22 mm.


Bild 73

Lagerbolzen entfernen.

Werkzeug:Aluminiumdurchschlag,
 Schlosserhammer.


Bild 74

Einzelteile des Fußschaltmechanismus:

  1. Hohlwelle,
  2. Fußschaltwelle,
  3. Ratsche,
  4. Ratschensegment,
  5. Buchse für Fußschaltung,
  6. Sicherungsring,
  7. Arretierblech,
  8. Schaltfeder,
  9. Verschlußschraube,
  10. Welle für Fußschaltautomat,
  11. Schaltbügel,
  12. Sicherungsblech,
  13. Sechskantmutter M 6.


5.2. Montage

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Bild 75

Einsetzen der Lagerbüchse mit Schaltfeder.

Werkzeug:Dorn,
 Schlosserhammer.


Bild 76

Einsetzen der Schaltklinke und des Lagerbolzens.

Verschlußschraube einsetzen.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 22 mm.


Bild 77

Schaltbügel und Schaltgabel montieren. Sicherungsblech aufstecken und Befestigungsmutter M 6 anschrauben u. sichern.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 10 mm,
 Dorn,
 Schlosserhammer.


Bild 78

Inneren Schalthebel mit Fußschaltwelle einsetzen. Montagehülse aufstecken, Kupplungsdeckel vorsichtig montieren.



Bild 79

Schaltung einstellen:

  1. Fußschalthebel in 1. Gangstellung bringen und in der Unterlage festhalten. Stellschraube vordere soweit einschrauben, bis der Fußschalthebel leicht angehoben wird. Stellschraube in dieser Stellung sichern.
  2. Fußschalthebel in 3. Gangstellung bringen und in der Oberlage festhalten. Stellschraube hintere soweit einschrauben, bis der Schalthebel nach unten gedrückt wird. Stellschraube in dieser Stellung sichern.
Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 10 mm,
 Schraubenzieher, 6 mm.


6. Technische Daten

(für die Motoren Sö 4-1 P und Sö 4-1 K)



6.1. Motor

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HerstellerVEB Büromaschinenwerk Sömmerda
BaumusterSö 4-1 P/Sö 4-1 K
ArbeitsverfahrenZweitakt
Brennraumhalbkugelförmig
Maximales Drehmoment0,35 kpm bei 4200 U/min
Höchstleistung1,5 kW = 2 PS bei 5200 U/min
Verdichtungsverhältnis l:r4,5
Aufhängung2-Punkt in Gummi
SchmierungKraftstoff-Öl-Mischung 33:1
KühlungLuft (Fahrtwind)
Leermasse12 kg
Größte Länge365 mm
Größte Breite242 mm (ohne Pedalen bzw. Kickstarter)
Größte Höhe290 mm
Mindestkraftstoffverbrauch463 g/kWh = 340 g/PSh
Zylinderanzahl1
Zylinderanordnungstehend, 30° in Fahrtrichtung geneigt
ZylinderwerkstoffGrauguß
Zylinderbohrung38 mm Dmr.
Kolbenhub42 mm
Gesamthubraum47,6 cm3
ZylinderdeckelwerkstoffAluminium
Abdichtung Zylinder/ZylinderdeckelMetall auf Metall (ohne Dichtung)
KolbenwerkstoffGK AlSi 20 CuNi nach TGL 28376:1
Kolbenringe2 Stück
Pleuelart und -längeDoppel-T, 95 mm
Pleuellagerzweireihiges Rollenlager ohne Käfig
Kurbelwellenausführungzusammengepreßt
KurbelgehäuseAlu-Druckguß, geteilt


6.2. Motorzubehör

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LuftfilterNaßluftfilter
Baumuster des VergasersNKJ 133
Bauart des VergasersNadeldüsenvergaser
Vergaseranzahl1
Hauptdüse HD60
Nadeldüse ND212
Nadelposition3. Kerbe
Lufttrichterdurchmesser15 mm
Schwimmerniveau6+1 mm


6.3. Kraftübertragung

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Übersetzung Kurbelwelle:Kupplunggeradverzahnte Stirnräder im Übersetzungsverhältnis 3,30:1
Kupplungsart3-Scheiben-Lamellenkupplung im Ölbad
Schaltgetriebeartmechanisch, klauengeschaltet
Schaltgetriebeanordnungim gemeinsamen Motor-Getriebe-Gehäuse
Anzahl der Gänge2
Übersetzungen3,5:1; 2:1
SchalthebelanordnungSchaltdrehgriff am Lenker
Abtriebskettenradz = 17, für Einfachrollenkette 1x12,7x5,21x112 TGL 39-295


6.4. Elektrische Anlage

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Baumuster der Lichtmaschine8306.8, ohne Ladeeinrichtung
Leistung der Lichtmaschine33 W
Art der Regelungselbstregelnd
Antrieb der Lichtmaschinedirekt durch die Kurbelwelle
ZündungMagnet
UnterbrecherHebel, Kontaktabstand 0,4 mm
Zündverstellerstarr
Zündeinstellung2,5 mm vor OT
Wärmewert der ZündkerzeM 14 - 240
Elektrodenabstand0,4 mm


6.5. Motorkennlinien

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Bild 80. Normkurve des Motors Sö 4-1

VergaserNKJ 133
 HD 60
 ND 212
 NP 3
Vorzündung2,5 mm vor OT
ZündkerzeM 14-240
Verdichtungsverhältnis8,5 : 1


7. Allgemeine Bemerkungen

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Ausbau und Demontage des Motors ist nur notwendig bei Störungen

an der Starteranlage,
am Schaltgetriebe,
am Kurbeltrieb
und Schäden an den Motorgehäusehälften.

Am eingebauten Motor können folgende Instandsetzungen vorgenommen werden:

Nach dem Abnehmen des Kupplungsdeckels:

Alle Arbeiten am Kupplungsmechanismus,
Auswechseln des Primärzahnrades auf der Kurbelwelle,
Auswechseln des Radialdichtringes A 15X42 auf der Kurbelwelle.

Nach dem Entfernen des Elektrikdeckels:

Alle Arbeiten an der Motorelektrik und am Tachometerantrieb,
Auswechseln des Abtriebskettenrades,
Auswechseln der Radialdichtringe auf der Getriebe-Abtriebswelle (A 12x28).

Nach dem Lösen der oberen Motorbefestigungschraube (am Zylinderdeckel) sowie Abnehmen des Auspuffrohres:

Reinigen des Kolbens,
der Gaskanäle im Zylinder und
des Zylinderdeckels.

Auswechseln dieser Bauteile.

Selbstverständlich lassen sich auch alle Arbeiten am Vergaser, das Auswechseln sämtlicher Bowdenzüge und der Tachometer-Antriebswelle sowie das Erneuern der Abdichtungen an der Pedalwelle (Radialdichtring A 16x28), am Bremskörper (Dichtring 35708) bzw. an der Kickstarterwelle (A 17x28), am Schalthebel (Dichtring 35618) und am Kupplungshebel (Dichtring 35520) am eingebauten Motor vornehmen.

Weitere Montagehinweise siehe Seite 26.



8. Demontage des Motors

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Die einzelnen Arbeitsgänge werden am Motor Sö 4-1 P unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Motors Sö 4-1 K demonstriert. Es empfiehlt sich, im normalen Reparaturbetrieb den Motor bis zum Arbeitsvorgang 8.5. im Fahrgestell zu lassen.



Bild 81

'Sömtron'-Motor Sö 4-1 P (mit Pedalkickstarter)



Bild 82

'Sömtron'-Motor Sö 4-1 K (mit Kickstarter)





8.1. Pedalarme bzw. Kickstarterhebel abnehmen

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Bild 83

Schrauben M8x25 TGL 0-931 lösen.

Hebel abziehen.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 14 mm.


8.2. Bodenblech entfernen und äußeren Schalthebel abnehmen

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Bild 84

Vier Schrauben BM 4x10 TGL 0-84 mit Federscheiben A4 TGL 0-134 lösen.

Bodenblech entfernen.

(Kupplungs- und Schaltbowdenzug aushängen.)

Werkzeug:Schraubenzieher, 6 mm.


Bild 85

Mutter M6 TGL 0-934 am äußeren Schalthebel lösen.

Federscheibe, Scheibe, Hebel, Dichtkappe und Dichtring entfernen.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 10 mm.




8.3. Lichtmaschinendeckel abnehmen und Kupplungshebel entfernen

nächster Punkt ; Index

Bild 86

Drei Schrauben BM 6x60 TGL 0-84 lösen, Deckel seitlich abnehmen (vorher Stellschraube für Fußbremsbowdenzug und Tachoantriebswelle entfernen).

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 10 mm.


Bild 87

Feder (1) am Kupplungshebel aushängen

Haltestift (2) entfernen,

Kupplungshebel (3) herausnehmen.

Werkzeug:Spitzzange.




8.4. Abtriebskettenrad demontieren

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Bild 88

Bei eingebautem Motor empfiehlt es sich, das Abtriebskettenrad mit aufgelegter Kette abzubauen.

Kettenrad mit festhalten,

Mutter M 8x1, links, TGL 0-936 lösen,

Mitnehmer für Tachoantrieb entfernen

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 14 mm und SW 19mm.


Bild 89

Abziehvorrichtung DV 37001-38 ansetzen und Kettenrad vom Konussitz lösen.

Werkzeug:Abziehvorrichtung DV 37001-38,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm und SW 19mm.




8.5. Vergaser abnehmen

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Bild 90

Schiebergehäusedeckel abschrauben (Gasbowdenzug aushängen, Betätigungseinrichtung für Starterklappe und Tupfer sowie den Ansauggeräuschdämpfer entfernen).

Befestigungsmutter M6 TGL 0-934 am Vergaserflansch lösen. Vergaser nach hinten von den Stiftschrauben ziehen.

(Bei eingebautem Motor Kabelanschlüsse und Motorbefestigungsschrauben lösen. Motor aus dem Fahrgestell nehmen.)

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 10 mm.
 




8.6. Ausbau des Schwunglichtmagnetzünders

nächster Punkt ; Index

Bild 91

Halteband auf die Schwungscheibe legen, Befestigungsmutter lösen und mit Federring A 10 TGL 7403 herausnehmen.

Werkzeug:Halteband DV 37001-37,
 gekröpfter Ringloch- oder Steckschlüssel, SW 14 mm.


Bild 92

Abziehvorrichtung DV 37001-38 in die Nabe der Schwungscheibe einschrauben. Unterteil (1) der Abziehvorrichtung und Druckschraube (2) nach rechts drehen, bis sich die Schwungscheibe löst.

Schwungscheibe abnehmen und Scheibenfeder (Keil) 3x3,7 TGL 9499 aus der Keilnut des Kurbelwellenstumpfes nehmen.

Werkzeug:Abziehvorrichtung DV 37001-38,
 Schraubenschlüssel, SW 19 mm und SW 17 mm.


Bild 93

Befestigungsschrauben M 5x14 (1) TGL 0-84 mit Unterlegscheiben 5,3 TGL 0-125 und Federringen A 5 TGL 0-137 der Grundplatte lösen und Grundplatte (2) abnehmen.

(Bei einwandfreier Zündstellung empfiehlt es sich, vorher die Stellung der Grundplatte durch Körnerschläge bzw. mit einer Reißnadel zu markieren, um sie gegebenenfalls in der alten Stellung wieder einbauen zu können.)

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


Bild 94

Hauptteile des Schwunglichtmagnetzünders 83.06.8 ohne Ladespule:

  1. Grundplatte,
  2. Zündspule,
  3. Lichtspule, 15 W,
  4. Lichtspule, 18 W,
  5. Kondensator,
  6. Unterbrecher,
  7. Stromabnehmer,
  8. Zündleitung,
  9. Zündleitungsstecker,
  10. Schwungscheibe,
  11. Unterbrechernocken.




8.7. Kupplungsdeckel abnehmen

nächster Punkt ; Index

Bild 95

Drei Zylinderschrauben BM 6x60 TGL 0-84 mit Dichtringen 6x10 TGL 0-7603 entfernen und Kupplungsdeckel mit Dichtung abnehmen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.




8.8. Kupplung auseinandernehmen

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Bild 96

Kupplungsdruckfedern mit Sonderwerkzeug EV 37001-32 zusammendrücken und Haltestifte 2,5 h8 x 8 TGL 0-8 herausstoßen. Kupplungspaket herausnehmen.

Werkzeug:Sonderwerkzeug EV 37001-32,
 Nadel.


Bild 97

Sicherungskappe (1) für die Befestigungsmutter M 12x1,5 TGL 0-936 des Mitnehmers und Sicherungsblech an der Befestigungsmutter (2) M10x1 TGL 0-936 zurückbiegen.

Werkzeug:Meißel,
 Schlosserhammer.


Bild 98

Mitnehmer mit Haltevorrichtung DV 37001-35 arretieren,

Befestigungsmutter lösen,

Mitnehmer und Kupplungskorb abnehmen.

Werkzeug:Haltevorrichtung DV 37001-35,
 gekröpfter Ringloch- oder Steckschlüssel, SW 19 mm.




8.9. Primärzahnrad abnehmen

nächster Punkt ; Index

Bild 99

Zahnrad mit Halteschlüssel SK 1487 festhalten und Befestigungsmutter lösen.

Werkzeug:Halteschlüssel SK 1487,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm.


Bild 100

Abziehvorrichtung DV 37001-38 auf den Bund des Zahnrades aufsetzen und Primärzahnrad vom Konussitz lösen.

Werkzeug:Abziehvorrichtung DV 37001-38,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm und SW 19 mm.




8.10. Zylinderdeckel und Zylinder

nächster Punkt ; Index

Bild 101

Vier Sechskantmuttern M6 TGL 0-934 mit Federscheiben A6 TGL 0-137 entfernen und Zylinderdeckel gemeinsam mit dem Halter für Bowdenzüge abnehmen. Zylinder abziehen.

Werkzeug:Steckschlüssel, SW 10 mm.




8.11. Motorgehäuse trennen

nächster Punkt ; Index

Bild 102

Sechs Schrauben M4x10 TGL 0-63 an den Dichtkappen entfernen und die Kappen abnehmen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 6 mm.


Bild 103

Zwölf Gehäusespannschrauben lösen:

  1. sechs Schrauben M6x25 TGL 0-84,
  2. fünf Schrauben M6X45 TGL 0-84,
  3. eine Schraube M6x55 TGL 0-84
Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.


Bild 104

Gehäusehälften durch mäßige Schläge auf die Stümpfe der Abtriebswelle und Kurbelwelle (Pedalwelle) trennen.

Werkzeug:Gummi- oder Belzerithammer.




8.12. Kickstarteranlage, Schaltgetriebe und Kurbeltrieb ausbauen

nächster Punkt ; Index

Bild 105

Sö 4-1 P

Blick in das geöffnete Motor-Getriebe-Gehäuse.



Bild 106

Herausgenommener Pedalkickstarter:

  1. Pedalwelle,
  2. Anlaufscheibe,
  3. Freilaufkettenrad,
  4. Kettenrad für Pedalantrieb,
  5. Kette,
  6. Rollenkäfig,
  7. Schleppfeder,
  8. Rollen.


Bild 107

Sö 4-1 K

Blick in das geöffnete Motor-Getriebe-Gehäuse.



Bild 108

Herausgenommener Kickstarter:

  1. Kickstarterwelle,
  2. Sicherungsschraube mit Federscheibe,
  3. Segment,
  4. Kickstarterfeder,
  5. Buchse,
  6. Mitnehmer,
  7. Feder,
  8. Scheibe.


Bild 109

Herausgenommenes Triebwerk:

  1. Kurbelwelle,
  2. Kolben,
  3. Kolbenbolzen A 12x30 M TGL 0-73121,
  4. Sprengringe A 12 TGL 24-73123,
  5. Keil,
  6. Kupplungswelle,
  7. Zahnrad für den 1. Gang,
  8. Abtriebswelle,
  9. Schaltklaue,
  10. Zahnrad für den 2. Gang,
  11. Keil,
  12. Schaltstein,
  13. innerer Schalthebel,
  14. Feder,
  15. Dichtring,
  16. Dichtkappe,
  17. äußerer Schalthebel,
  18. Sicherungsscheibe,
  19. Federring,
  20. Mutter M 6 TGL 0-934.




8.13. Motorgehäuse demontieren

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Gehäuseverschlüsse, Motor-Gummilagerung, Paßhülsen, Radialdichtring A 15x42, Ölleitscheibe, Sprengringe und Stiftschrauben entfernen.

Gehäuse auf etwa 80...100 °C erwärmen, Lagerbuchsen und Kugellager herausstoßen.

Vorsicht! Die Miramidkugellagerkäfige der Kurbelwellenlager werden bei etwa 150 °C unbrauchbar!



Bild 110

  1. Motor-Gummilager,
  2. Paßhülsen,
  3. Ölablaßschraube,
  4. Öleinfüllschraube,
  5. Stiftschrauben M 6x80 TGL 0-940,
  6. Stiftschrauben M 6x22 TGL 0-940,
  7. Radialdichtring A 15x42,
  8. Ölleitscheibe,
  9. Sprengring für Kurbelwelle,
  10. Ringrillenlager 15x42x13 6302 TGL 2980...2996,
  11. Sprengring für Kupplungswellenlager,
  12. Ringwellenlager 15x35x11 6202 TGL 2980..2996,
  13. Buchse für Kupplungs- und Getriebe-Abtriebswelle,
  14. Ringrillenlager 12x37x12 6301 TGL 2980...2996,
  15. Dichtring,
  16. Bremskörper,
  17. Dichtring,
  18. Dichtkappe,
  19. Bremshebel,
  20. Sicherungsblech,
  21. Sechskantmutter.
Werkzeug:Seegerringzange,
 Kombizange,
 Schraubenzieher, 9 mm,
 Aluminiumdurchschlag, 35 und 40 mm Dmr.,
 abgesetzter Stahldurchschlag, d = 8 mm, D = 12 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm,
 Schlosserhammer,
 Heizplatte.




8.14. Tachoantrieb demontieren

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Bild 111

Sicherungsring (1) und Schraubenrad (2) herausnehmen, Sicherungsstift (3) durchschlagen, Schraubenritzel (4) herausnehmen.

Werkzeug:Nadel,
 Durchschlag, 3 mm,
 Schlosserhammer.

(Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.)





9. Montage des Motors

9.1. Einsetzen der Lager und Verschlüsse

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Bild 112

Dichtflächen säubern und auf Ebenheit kontrollieren.

Gehäuse sorgfältig in Waschbenzin reinigen.

Sichtkontrolle vornehmen,

Stiftschrauben einschrauben,

Paßhülsen und Sicherungsringe einsetzen.

Werkzeug:Seegerringzange.


Bild 113

Lagersitze anwärmen (etwa 100 °C), Kugellager und Lagerbüchsen einsetzen, Verschlüsse einschrauben.





9.2. Vermessen der Kurbelwelle

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Bild 114

Kurbelwelle zwischen den Spitzen der Meßeinrichtung aufnehmen und an den Lagersitzen auf Rundlauf überprüfen.

Zulässige Abweichung: 0,03 mm.

Das Radialspiel des Pleuellagers muß zwischen 0,005...0,016 mm liegen.

Axialspiel des Pleuels: 0,1+0,1 mm.

Werkzeug:Meßeinrichtung.


Bild 115

Wenn erforderlich, statische Auswuchtung nach nebenstehender Skizze (Bild 115) überprüfen.

Auswuchtung: 55%

Zum Auswägen wird an die komplette Kurbelwelle mit Pleuelstange und Pleuelbuchse ein Wägestück G=34p angehängt.





9.3. Einsetzen des Kurbeltriebs und der Getriebewellen

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Bild 116

Erwärmten Heizpilz in das linke Kurbelwellenlager einführen und etwa eine Minute im Innenring lassen.

Kupplungswelle (1) und Getriebeabtriebswelle (2) mit dem Zahnrad für den 1. Gang einsetzen.

Werkzeug:Heizpilz,
 Dornpresse oder
 Belzerithammer.


Bild 117

Heizpilz aus dem Kugellager nehmen und Kurbelwelle einsetzen.

Schaltklaue und inneren Schalthebel mit Schaltstein montieren.





9.4. Zusammenbau des Schaltgetriebes und der Starteranlage

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Bild 118

Rückzugfeder einhängen,

äußeren Schalthebel mit Dichtring und Dichtkappe montieren, Schalthebel provisorisch in Leerlaufstellung am Gehäuse befestigen.

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 10 mm,
 Drahthaken.


Bild 119

Zahnrad für den 2. Gang einsetzen.



Bild 120

Sö 4-1 P

Radialdichtring A 16x28 in die Pedalwellendurchführung einsetzen.

Hilfsdorn für die Pedalwelle mit Anlaufscheibe für das Freilaufkettenrad in das Gehäuse einführen.

Freilaufkettenrad, Rollenkette 1x9,525x5,72x34 TGL 0-8180 und Kettenrad für den Pedalantrieb montieren.

Werkzeug:Sonderwerkzeug SK 1492.




9.5. Zusammenbau des Motorgehäuses

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Bremskörper in die rechte Gehäusehälfte einführen.

Dichtring, Dichtkappe, Bremshebel, Sicherungsblech und Befestigungsmutter aufschieben.

Mutter nur so weit anziehen, daß der Dichtring gut abdichtet, der Bremskörper sich jedoch noch leicht drehen läßt.

Befestigungsmutter in dieser Stellung sichern.

Rollenkäfig mit Schleppfedern und den unteren fünf Rollen in den Bremskörper einsetzen (Rollen mit zähem Fett versehen).

Werkzeug:Schraubenschlüssel, SW 30 mm,
 Dorn,
 Schlosserhammer.


Bild 121

Pedalwelle in den Bremskörper einführen und die oberen fünf Rollen in den Käfig einsetzen.

(Pedalwelle so drehen, daß die Klemmrollen möglichst weit in die Schlitze des Käfigs eintreten.)



Bild 122

Heizpilz in das rechte Kurbelwellenlager einsetzen.

Dichtfläche der linken Gehäusehälfte dünn mit Dichtmasse bestreichen.

Werkzeug:Heizpilz,
 Pinsel,
 Dichtmasse.


Bild 123

Heizpilz aus dem Lager nehmen, vormontierte Gehäusehälften auf ihrer Grundfläche gegenüberstellen und vorsichtig zusammenfügen.

Werkzeug:Aluminium- oder Belzerithammer.


Bild 124

Sö 4-1 K

Radialdichtring A 17x28 in die Durchführung für die Kickstarterwelle einsetzen.

Segment mit Kickstarterfeder, Buchse, Mitnehmer, Feder und Scheibe montieren.



Bild 125

Kickstarterwelle einführen und mit Sicherungsschraube sichern.

Die vormontierten Gehäusehälften auf ihrer Grundfläche gegenüberstellen.

Kickstarterfeder mit Hilfe des Kickstarterhebels spannen und die Gehäusehälften vorsichtig zusammenfügen.

(Dichtungsmasse und Anwärmen des Kugellagerinnenringes nicht vergessen!)

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Aluminium- oder Belzerithammer,
 Heizpilz,
 Dichtmasse,
 Pinsel.


Bild 126

Zwölf Gehäusespannschrauben anfädeln und in nebenstehender Reihenfolge anziehen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm.




9.6. Zusammenbau und Einstellen der Kupplung

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Bild 127

Ölleitscheibe, Radialdichtring A 15x42 und Schraubenfeder (Keil) 3x5 TGL 9499 einsetzen.

Primärzahnrad mit Sicherungsscheibe aufschieben und Mutter M 10 festschrauben, Sicherungsblech umbiegen.

Werkzeug:Hohldurchschlag,
 Schlosserhammer,
 Halteschlüssel,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm,
 Dorn.


Bild 128

Kupplungshebel mit Gummidichtring in das Gehäuse einführen und mit dem Sicherungsstift 4h11x24 TGL 0-7 arretieren.

(Der Dichtring darf dabei nicht beschädigt werden und der Kupplungshebel muß sich leicht schwenken lassen.)

Achtung: Sicherungsstift 4x24 ist bei neueren Motoren nicht mehr vorhanden. Seine Funktion übernahm der Kupplungsdruckstift, der in eine Ausfräsung des Kupplungshebels eingreift.



Bild 129

Anlaufscheibe und Buchse für das Kupplungszahnrad auf die Kupplungswelle schieben. Kupplungskorb und Mitnehmer montieren. Sicherungsnapf und Befestigungsmutter M12 aufsetzen, Mutter sichern.

Werkzeug:Haltevorrichtung,
 gekröpfter Ringloch oder Steckschlüssel, SW 19 mm,
 Dorn,
 Schlosserhammer.


Bild 130

Kupplungsdruckstift in die Kupplungswelle einführen,

Kupplungspaket montieren und Kupplung einstellen.

Am Kupplungshebel soll ein Spiel von 3...5 mm vorhanden sein.

Werkzeug:Sonderwerkzeug,
 Schraubenschlüssel, SW 10 mm,
 Schraubenzieher, 6 mm.




9.7. Ausmessen des Axialspiels der Getriebe-Abtriebswelle und der Kurbelwelle sowie Aufsetzen der Dichtkappen

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Bild 131

Beide Wellen haben ein zulässiges Axialspiel von 0,2...0,3 mm.

Messung:

Feststellen des tatsächlich vorhandenen Spiels: Zulässiges Spiel vom ermittelten Meßwert subtrahieren. Differenz = Dicke der beizulegenden Ausgleichsscheiben. (Bei der Kurbelwelle, Dicke der Beilegscheibe in Rechnung ziehen.)

Werkzeug:Meßleiste,
 Dickenlehre oder
 Tiefenmikrometer.


Bild 132

Neue Papierdichtungen auflegen.

Dichtkappen mit Radialdichtringen aufsetzen, sechs Zylinderschrauben M 4x10 mit Dichtlack versehen und einschrauben.

Werkzeug:Schraubenzieher, 6 mm.




9.8. Montage von Kolben und Zylinder

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Bild 133

Kolbenbolzen in die Pleuelbuchsen einführen.

Meßleisten auflegen und Kolbenbolzen zum Anliegen bringen.

Bei ordentlich ausgewinkeltem Pleuel darf zwischen Meßleisten und Kolbenbolzen kein Lichtspalt zu sehen sein.

Werkzeug:Meßleisten.


Bild 134

Das Kolbeneinbauspiel beträgt 0,06 mm. Kolben in der vorgeschriebenen Einbaurichtung (der Pfeil auf dem Kolbenboden zeigt in Fahrtrichtung) einsetzen.

Eingeölten Kolbenbolzen auf den Führungsdorn stecken, in die Pleuelbuchse einführen und den Bolzen eindrücken.

Werkzeug:Einführdorn EV 37001-33.


Bild 135

Sicherungsringe sorgfältig in die Ringnuten der Kolbenbolzenaugen einsetzen und sich von deren ordentlichem Sitz überzeugen.

Werkzeug:Seegerringzange.


Bild 136

Zylinderfußdichtung mit Wasser anfeuchten und auf die Dichtfläche legen.

Kolben und Zylinderwandung mit Öl versehen und Zylinder montieren.

Achtung! Kolbenringe so drehen, daß der Stoß mit den Sicherungsstiften übereinstimmt. Kurbelwelle zum Vermitteln des Zylinders einige Male durchdrehen.



Bild 137

Zylinderdeckel aufsetzen.

Befestigungsmuttern M 6 mit Federscheiben und Bowdenzughalter einfädeln und gleichmäßig über Kreuz anziehen.

Leichten Gang sämtlicher Wellen kontrollieren.

Kupplungsdeckel montieren.

Vergaser anschrauben.

Werkzeug:Steckschlüssel, 10 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 10 mm,
 Schraubenzieher, 9 mm.




9.9. Einbau und Einstellen des Schwunglicbtmagnetzünders

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Bild 138

Scheibenfeder (Keil) 2x3,7 in die Keilnut des rechten Kurbelwellenstumpfes einlegen.

Grundplatte aufsetzen und mit Schrauben M 5x14 befestigen, Unterlegscheiben 5,3 und Federringe A 5 nicht vergessen!

(Wenn vorhanden, Körnermarkierung beachten!)

Gummikabeldurchführungen in die vorgesehenen Gehäuseeinschnitte legen.

Einstellnocken aufstecken.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Einstellnocken.


Bild 139

Unterbrecherkontaktabstand beim höchsten Nockenpunkt auf 0,4 mm einregulieren.

Dazu Befestigungsschraube (1) für Unterbrecherplatte (2) lösen und nach erfolgter Einstellung wieder anziehen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Einstellnocken,
 Fühllehre 0,4 mm.


Bild 140

Meßuhr einschrauben und mit ihrer Hilfe den oberen Totpunkt (OT) suchen.

Anschließend Kolben auf Zündpunkt (2,5 mm vor OT) einstellen.

Kurbelwelle dazu entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn drehen (Spiel ausgleichen). Die Kontakte müssen in diesem Augenblick abzuheben beginnen.



 

Das Einstellen geschieht durch Verdrehen der Grundplatte (mehr Spätzündung in Drehrichtung, mehr Frühzündung gegen die Drehrichtung).

Die Kontrolle der Kontaktöffnung erfolgt mit Hilfe eines sauberen Blechstreifens von 0,03 mm Dicke, der zwischen die geschlossenen Kontakte geklemmt wird und der sich beim Öffnungsbeginn gerade herausnehmen läßt.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Meßuhr,
 Fühllehre 0,03 mm (Stanniol, wenn vorhanden, Zündeinstellgerät).


Bild 141

Kontrolle des Zündzeitpunktes:

Schwungscheibe aufsetzen und die Abrißstellung gemäß nebenstehender Skizze (Bild 141) kontrollieren.

Der Öffnungsbeginn muß zwischen dem Maß 0...3 mm erfolgen. Liegen Abweichungen vor, so muß durch Veränderung des Kontaktabstandes die richtige Abrißstellung einreguliert werden.

Bei negativem Maß Kontaktabstand vergrößern.

Bei Überschreitung des Maßes 3 mm, Kontaktabstand verkleinern.

Der Kontaktabstand muß in den Grenzen von 0,35...0,45 mm bleiben.


Abschließend Schmierfilz am Unterbrecher kontrollieren und mit einigen Tropfen Hypoid-Getriebeöl 03 GHYP versehen.

Befestigungsmutter (auf Federring A 10) festschrauben.





9.10. Komplettierung und Einbau des Motors in das Fahrgestell

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Motor einhängen und Befestigungsschrauben einsetzen, Abtriebskettenrad mit Kette und Gehäuse für die Kettenschläuche montieren. Elektrikdeckel anschrauben. Getriebegehäuse mit 350 cm3 Motorenöl der Viskosität 76 cSt füllen. Schalt- und Kupplungsbowdenzug einhängen und Bowdenzüge einregulieren. Bodenblech anschrauben und elektrische Leitungen anschließen. Pedalarme bzw. Kickstarterhebel anschrauben. Gasbowdenzug, Kraftstoffleitung und Bedienungseinrichtung für den Vergaser montieren. Luftfilter anbauen, Auspuffanlage anbringen, Vergasereinstellungen vornehmen.

Werkzeug:Schraubenzieher, 9 mm,
 Schraubenzieher, 6 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 19 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 17 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 14 mm,
 Schraubenschlüssel, SW 10 mm,
 Hakenschlüssel.




10. Anhang

Index

Aufstellung der Sonderwerkzeuge für die Motoren M 53 KHL und M 53 KF



1.Parallelitätslehre zum Auswinkeln des PleuelsEL 37001-19
2.Haltegabel für KolbenEV 37001-20
3.Trennvorrichtung für MotorgehäuseCV 37001-21
4.Haltevorrichtung für PrimärzahnradEV 37001-23
5.Montagehülse für äußeren Radialdichtring (A 17x28) auf der KurbelwelleEV 37001-24
6.Abzieher für KurbelwellenlagerEV 37001-25
7.Abzieher für Kugellager 6000 der KupplungswelleDV 37001-26
8.Heizpilz für KurbelwellenlagerEV 37001-27
9.Einführhülse für SchaltwelleEV 37001-31
10.Werkzeug für Kupplung und Kolbenbolzen ausdrückenEV 37001-32
11.Einführhülse für KolbenbolzenEV 37001-33
12.Haltevorrichtung für KupplungsmitnehmerDV 37001-35 (SK 1496)
13.Halteschlüssel für AbtriebskettenradDV 37001-36 (SK 2225)
14.Halteband für SchwungscheibeDV 37001-37 (SK 1494)
15.Abzieher für SchwungscheibeDV 37001-38 (04-850.42-0)
16.KolbenbandDV 37314-1
17.Ausziehvorrichtung für RadlagerDV 34401-6
18.Montagehülse für Reibsegmente im FederbeinEV 32350-7
19.Haltegabel für KolbenstangeEV 32350-8
20.Druckdorn zum GleitrohrEV 32350-9
21.Montagehülse für Radialdichtring auf der Schaltwelle 
22.Einstellnocken 


Aufstellung der Sonderwerkzeuge für die Motoren Sö 4-1 P und Sö 4-1 K



1.Haltevorrichtung für KupplungsmitnehmerDV 37001-35 (SK 1496)
2.Halteschlüssel für PrimärzahnradSK 1487
3.Halteband für SchwungscheibeDV 37001-37 (SK 1494)
4.Führungsdorn für PedalwelleSK 1492
5.Werkzeug für KupplungEV 37001-32 (SK 1495)
6.Abziehvorrichtung, Abtriebskettenrad, Schwungscheibe und PrimärzahnradDV 37001-38 (04-850.42-0)
7.Einstellnocken für Zündung 
8.Heizpilz für Kurbelwellenlager 


Für Fahrzeuge SR 1, SR 2, SR 2 E und KR 50 wird darüber hinaus der Halteschlüssel SK 2225 (DV 37001-36) für das Abtriebskettenrad benötigt.