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Betriebsanleitung

Roller der Typenreihe
SR 50/1 - SR 80/1
Ausführungen B/C/CE











Vorwort



Wir freuen uns, daß Sie sich für ein SIMSON-Fahrzeug entschieden haben und danken Ihnen für Ihr Vertrauen.

Nehmen Sie sich Zeit zum Kennenlernen Ihres neuen Fahrzeuges. Das steigert sowohl Ihre Sicherheit im Straßenverkehr als auch Ihre Freude am Fahren. Deshalb unsere Bitte:

Lesen Sie die in dieser Betriebsanleitung für Sie zusammengefaßten Informationen, bevor Sie mit Ihrem neuen Fahrzeug starten. Sie erhalten damit wichtige Hinweise zur sachkundigen Bedienung und zum Umgang mit Ihrem Fahrzeug sowie hilfreiche Informationen zur regelmäßigen Wartung und Pflege.

Diese Hinweise und Informationen dienen zum einen der Werterhaltung und sind zum anderen in vielen Fällen eine der Voraussetzungen für Gewährleistungsansprüche.

Neben dieser Betriebsanleitung und den gegebenenfalls beigelegten Zusatzanleitungen erhalten Sie ein Serviceheft.

Das Serviceheft enthält neben den wichtigsten Kenndaten die Inspektions- und Wartungsintervalle, die dabei anfallenden Arbeiten und wichtige Hinweise zur Gewährleistung. Im Serviceheft werden die durchgeführten Servicearbeiten bestätigt. Das kann bei Gewährleistungsansprüchen wichtig sein. Legen Sie das Serviceheft deshalb stets vor, wenn Sie das Fahrzeug in die SIMSON-Vertragswerkstatt bringen.


Jederzeit gute Fahrt wünscht Ihnen Ihre

Suhler Fahrzeugwerk GmbH






Roller SR 50 C








Bedeutung der Hinweise



Warnhinweis auf mögliche Unfall- und Verletzungsgefahren
Warnhinweis auf mögliche technische Schäden
Umweltschutzhinweise





Inhaltsverzeichnis

Bedienung
     Bedienelemente
     Anzeigeinstrument
     Zündlichtschalter
     Kombinationsschalter rechts
     Kombinationsschalter links
     Rückblickspiegel
     Tankverschluß
     Sitzbankverrieglung
     Kraftstoffhahn
     Fußschaltung
     Lenkerschloß
     Typschild und Fahrzeugidentnummer
     Schlüssel
     Gepäckhaken und Helmsicherung
Fahr- und Betriebshinweise
     Voraussetzung für die Benutzung
     Betriebshinweise
     Einfahrhinweise
     Abstellen
     Tanken
     Starten des Motors mit Kickstarter
     Starten des Motors mit Anlasser
Hinweise zur Pflege und Wartung
     Kontrolle des Ölstandes
     Batterie
     Reinigung
     Zeitweilige Außerbetriebsetzung
     Wiederinbetriebnahme
Hinweise zur Selbsthilfe
     Aus- und Einbau der Räder
     Nachstellen der Hinterradbremse
     Nachstellen der Vorderradbremse
     Einstellen der Bremslichtschalter
     Einstellung der Kettenspannung
     Federbeineinstellung
     Wechsel der Glühlampen
     Einstellen der Scheinwerfer
     Wechsel der Sicherung
Technische Daten
     Motor, Antrieb
     Fahrwerk
     Abmessungen
     Gewichte
     Fahrdaten
     Elektrische Anlage
Notizen
     Notizen






Bedienung

Bedienelemente

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  1. Kontrolleuchten
  2. Tachometer
  3. Handbremshebel
  4. Gasdrehgriff
  5. Kombinationsschalter rechts
  6. Fußbremshebel
  7. Kupplungshebel
  8. Kombinationsschalter links
  9. Zündlichtschalter
  10. Fußschalthebel
  11. Kraftstoffhahn
  12. Kickstarterhebel




Anzeigeinstrument

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  1. Fernlichtkontrolle (blau)
  2. Blinkkontrolle (grün)
  3. Leerlaufanzeige (grün)
  4. Tachometer
  5. Kilometerzähler
  6. Instrumentenbeleuchtung




Zündlichtschalter

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  1. Zündung, Licht und Motor ausgeschaltet
  2. Tagschaltung:
    Zündung, Haupt- und Rücklicht eingeschaltet,
    Begrenzungsleuchte im Hauptscheinwerfer
    und Instrumentenbeleuchtung ausgeschaltet
  3. Nachtschaltung
    Zündung, Haupt- und Rücklicht,
    Begrenzungsleuchte im Hauptscheinwerfer
    und Instrumentenbeleuchtung eingeschaltet

Der Schlüssel läßt sich nur in Position (0) abziehen.





Kombinationsschalter rechts

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  1. Anlassertaster
    (nur bei Fahrzeugen mit Anlasser)
  2. Starterhebel
    1. Stellung Fahrbetrieb / Warmstart
    2. Stellung Kaltstart
  3. Einstellschraube für Gasdrehgriff




Kombinationsschalter links

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  1. Schalter für Fern- und Abblendlicht
    Schalterstellung unten: Abblendlicht
    Schalterstellung oben: Fernlicht
  2. Schalter für Blinkleuchten
  3. Taster für Signalhorn




Rückblickspiegel

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Die Rückblickspiegel müssen vor Fahrtantritt so eingestellt werden, daß eine ausreichende Sicht nach hinten gewährleistet ist.



  1. Horizontale Verstellung des Rückblickwinkels
  2. Vertikale Verstellung des Rückblickwinkels




Tankverschluß

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  1. Öffnen durch Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn
  2. Schließen durch Drehen im Uhrzeigersinn




Sitzbankverriegelung

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Nach Hineindrücken des Verriegelungshebels (1) kann die Sitzbank nach oben geklappt werden.

Zum Verriegeln die Sitzbank nach unten drücken, bis der Verschluß einrastet.

Unterhalb der Sitzbank befinden sich der Kraftstofftank, die Batterie, die Sicherung und das Bordwerkzeug sowie das Anlasserrelais (nur bei Fahrzeugen mit Anlasser).

Die Sitzbankverriegelung kann mit dem Zylinderschloß (2) gesperrt werden.

  • Schließzylinder (2) mit dem Schlüssel im Uhrzeigersinn gegen Anschlag drehen
  • Mit dem Abziehen des Schlüssels ist die Sitzbankverriegelung gesperrt

Das Entsperren erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.



Kraftstoffhahn

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Stellungen des Kraftstoffhahns

  1. Geschlossen
  2. Geöffnet (parallel zum Tankanschlußstutzen)
  3. Reserve (ca. 0,8 Liter Kraftstoff)

Beim Abstellen des Fahrzeuges sollte der Kraftstoffhahn aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.



Fußschaltung

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Schaltschema der Fußschaltung

  1. Leerlauf
  2. 1. Gang
  3. 2. Gang
  4. 3. Gang
  5. 4. Gang




Lenkerschloß

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Lenker sperren

  • Lenker nach rechts einschlagen
  • Schließzylinder mit dem Schlüssel entgegen dem Uhrzeigersinn gegen Anschlag drehen (1)
  • in die Schloßführung hineindrücken (2)
  • im Uhrzeigersinn wieder gegen Anschlag zurückdrehen (3)

Mit dem Abziehen des Schlüssels ist der Lenker gesperrt.

Lenker entsperren

Das Entsperren des Lenkers erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.



Typschild und Fahrzeugidentnummer

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Das Typschild ist am Rahmenstirnrohr vorn angebracht.

Die Fahrzeugidentnummer ist auf dem Typschild und zusätzlich rechts neben dem Typschild in den Rahmen eingeprägt (1).



Schlüssel

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Das Fahrzeug wird mit Schlüssel und Ersatzschlüssel für das Lenkerschloß, den Zündlichtschalter und das Sitzbankschloß geliefert.

An der Schlüsselverbindung befindet sich eine Plakette mit der Schlüsselnummer.

Bewahren Sie den Ersatzschlüssel und die Plakette getrennt vom Fahrzeug auf.



Gepäckhaken und Helmsicherung

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Unterhalb des Lenkers befindet sich ein verriegelbarer Gepäckhaken (1).

Das Gepäck darf durch Größe, Gewicht, Befestigung oder Beschaffenheit keinesfalls zu Einschränkungen der Fahrsicherheit führen.

Wird das Fahrzeug abgestellt, kann der Helm an den Bolzen (2) gehängt werden. Durch die obere Gabelführung (3) wird der Helm bei gesperrtem Lenkerschloß gegen Diebstahl gesichert.



Fahr- und Betriebshinweise

Voraussetzungen für die Benutzung

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  • Berechtigung zum Führen dieses Fahrzeugs entsprechend den geltenden gesetzlichen Bestimmungen
  • Überprüfung der Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs vor Fahrtantritt


Betriebshinweise

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Beim Betreiben des Motors in geschlossenen Räumen besteht Vergiftungsgefahr.



Abstellen

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Stellen Sie das Fahrzeug stets auf festem Untergrund ab.

Beim Abstellen an Steigungen muß das Fahrzeug in Fahrtrichtung zur Steigung auf dem Ständer abgestellt werden.



Einfahrhinweise

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Das Einfahren während der ersten 500 km dient dem gegenseitigen funktionsgemäßen Anpassen der bewegten Bauteile des Fahrzeuges.

Während dieser Fahrstrecke sollten Sie nur &34frac; der Höchstgeschwindigkeit ausnutzen und Fahren mit Vollgas oder Vollast bzw. Soziusbetrieb vermeiden.

Wechseln Sie auch öfter die Drehzahl und Geschwindigkeit.

Tanken Sie während der ersten 500 km Kraftstoff und Öl im Mischungsverhältnis 50:1.

Beim 50cm³ - Motor (SR 50/1) ist nach dem Einfahren bei Verwendung von Castrol Zweitaktöl Biolube 100 ein Mischungsverhältnis von 100:1 zulässig.

Dieses Mischungsverhältnis kann während der ersten 500 km zu Motorschäden führen.



Tanken

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Der Kraftstoffbehälter faßt 6,5 l Kraftstoff und befindet sich unterhalb der Sitzbank.

Beim Tanken ist darauf zu achten, daß der Kraftstoffbehälter nicht bis zum Rand gefüllt wird, da sonst kein Ausdehnungsraum mehr vorhanden ist. Der Kraftstoff könnte bei Erwärmung überlaufen.

Drehen Sie bitte nach dem Tanken den Tankverschluß bis zum Anschlag zu.

Im Interesse eines fehlerfreien Betriebes müssen Kraftstoff und Mischungsverhältnis folgende Bedingungen erfüllen:

Kraftstoff

  • Normal, bleifrei
  • Mindestoktanzahl 90 ROZ

Die Verwendung von verbleitem Kraftstoff führt bei Fahrzeugen, die mit Abgaskatalysator ausgerüstet sind, zum Ausfall des Katalysators.

Mischungsverhältnis Kraftstoff-Öl

  • 50:1 (2%) mit handelsüblichem Marken-Zweitaktöl
  • 100:1 (1%) mit Zweitaktöl Castrol Biolube 100 nur bei den SR 50/1 - Modellen (50 cm³ - Motor)

Das handelsübliche Zweitaktmotorenöl muß generell die Viskosität 20 - 25 mm²/s (20 - 25 cSt) bei 50°C besitzen.

Beim Umgang mit Kraftstoff besteht Brand- und Explosionsgefahr. Beachten Sie die entsprechenden Bestimmungen.



Starten des Motors mit Kickstarter

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  • Lenkerschloß entsperren und Leerlauf einlegen
  • Kraftstoffhahn öffnen
  • Zündung einschalten

Kaltstart

  • Starterhebel nach rechts ziehen
  • Kein Gas geben
  • Tritthebel des Kickstarters ausklappen
  • Kickstarter nach unten treten
  • Sollte der Motor nach fünfmaligem Betätigen des Kickstarters nicht anspringen, den Starterhebel wieder nach links bewegen, etwas Gas geben und Startversuch wiederholen
  • Bei laufendem Motor den Starterhebel in Abhängigkeit von der Außentemperatur wieder nach links bewegen

Warmstart

  • Starterhebel in der linken Stellung belassen, etwas Gas geben, Kickstarter treten


Starten des Motors mit Anlasser

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  • Lenkerschloß entsperren und Leerlauf einlegen
  • Kraftstoffhahn öffnen
  • Zündung einschalten
  • Anlassertaster betätigen, bis der Motor anspringt, dann sofort wieder loslassen
  • Sollte der Motor nicht innerhalb von 5 Sekunden anspringen, muß der Anlaßvorgang für ca. 10 Sekunden unterbrochen werden, danach kann der Anlasser erneut betätigt werden
  • Sollte der Motor nach drei Startversuchen nicht angesprungen sein, verfahren Sie bitte wie beim Starten mit Kickstarter beschrieben
  • Bei sehr niedrigen Außentemperaturen kann es zur Schonung der Batterie sinnvoll sein, den Motor mit dem Kickstarter zu starten
  • Bei laufendem Motor den Starterhebel in Abhängigkeit von der Außentemperatur wieder nach links bewegen


Hinweise zur Pflege und Wartung

Kontrolle des Ölstandes

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Kontrolle des Ölstandes im Getriebe







Das Fahrzeug muß in waagerechter Lage stehen. Die Ölstandskontrollschraube CONTROL OIL (1) ist aus dem Kupplungsdeckel des Motors herauszudrehen.

Der Ölstand sollte bis zur Unterkante der Kontrollöffnung reichen.

Ist dies nicht der Fall, muß Getriebeöl SAE 80 oder Motorenöl SAE 30 ... 40 durch die Öleinfüllöffnung (2) nachgefüllt werden.

Es darf beim Nachfüllen kein Öl in die Kanalisation oder in das Erdreich gelangen. Eine vorschiftsmäßige Entsorgung des Altöles ist zu gewährleisten.



Batterie

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Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und zur Vermeidung von Schäden in der elektrischen Anlage darf das Fahrzeug nur mit geladener Batterie betrieben werden.

Die Batterie befindet sich unterhalb der Sitzbank.

Die Funktionsfähigkeit und der Säurestand der Batterie sollten in den vorgeschriebenen Abständen in einer SIMSON-VertragsWerkstatt geprüft werden.

Beim Einsatz von wartungsfreien Batterien entfällt die Kontrolle.

Beim Einbau der Batterie ist auf richtiges Anklemmen der Batteriekabel zu achten:

  • Schwarzes Kabel an den Minuspol!






Einbau:

  • Erst Pluspol, dann Minuspol anklemmen

Ausbau:

  • Erst Minuspol, dann Pluspol abklemmen


Reinigung

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Zur Reinigung des Fahrzeuges empfehlen wir Wasser und einen Schwamm. Dem Wasser sollte eine geringe Dosis eines milden Waschmittels beigefügt werden.

Zur Reinigung des Motors kann ein handelsübliches Motorreinigungsmittel verwendet werden.

Bitte beachten Sie hierbei die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz des Grundwassers und der Umwelt.

Bei Verwendung eines Hochdruckreinigungsgerätes achten Sie bitte darauf, daß der Wasserstrahl nicht direkt auf Lagerstellen, Bremsen, elektrische Bauteile, lackierte Oberflächen und sonstige empfindliche Teile gerichtet wird, da dies zu Beeinträchtigungen der Fahr- und Funktionssicherheit, zu Beschädigungen und Korrosion führen kann.



Zeitweilige Außerbetriebsetzung

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Beachten Sie bitte folgende Ratschläge, wenn Sie Ihr Fahrzeug für längere Zeit außer Betrieb setzen wollen:

  1. Fahrzeug warmfahren, Kraftstoffhahn schließen und warten, bis Motor zum Stillstand kommt
  2. Fahrzeug gründlich von Staub und Schmutz reinigen
  3. Alle blanken, nicht lackierten Teile mit säurefreiem Fett einfetten
  4. Kette reinigen und mit dickem Öl schmieren
  5. Alle lackierten Teile mit Lackpflegemittel behandeln
  6. Um ein Rosten des Kraftstoffbehälters zu vermeiden, empfehlen wir, diesen bis obenhin mit Kraftstoffgemisch zu füllen. Sollte jedoch der Raum, in dem das Fahrzeug abgestellt ist, nicht feuersicher sein, muß der Kraftstoffbehälter geleert und mit Öl ausgespült werden. Der Kraftstoffhahn ist auf jeden Fall zu schließen.
  7. Batterie abklemmen
    Reihenfolge: Zuerst Minuspol, dann Pluspol abklemmen
  8. Reifen sind auf vorgeschriebenen Druck zu füllen
  9. Fahrzeug in einem trockenen Raum auf dem Kippständer abstellen
  10. Alle 3 bis 4 Wochen mehrmals den Kickstarter bei geschlossenem Kraftstoffhahn langsam durchtreten
    Etwa alle 4 Wochen Batterie nachladen

Äußerst gefährlich ist es, den Motor des abgestellten Fahrzeuges zeitweilig kurz laufen zu lassen, weil:

  • der Motor dabei nicht genügend warm wird,
  • der beim Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf kondensiert
  • und dadurch die Lager sowie die Zylinderlaufbahn rosten können.


Wiederinbetriebnahme

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  1. Batterie anklemmen
    Reihenfolge: Zuerst Pluspol, dann Minuspol anklemmen
  2. Reifendruck prüfen
  3. Kraftstoffhahn öffnen und Motor starten
  4. Bremsen überprüfen; dazu die Bremse erst vorsichtig, dann kräftiger betätigen. Nach einigen Metern Fahrstrecke ist eventueller Flugrost auf den Bremstrommeln abgeschliffen und die Bremse arbeitet wieder einwandfrei


Hinweise zur Selbsthilfe

Aus- und Einbau der Räder

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Bedingt durch die Schwerpunktlage steht das aufgebockte Fahrzeug mit dem Vorderrad auf.

Ohne zusätzliche Unterlage unter den Vorderrahmen kippt das Fahrzeug bei ausgebauten Vorderrad nach vorn ab.

Aus- und Einbau des Vorderrades

  • Fahrzeug vorn hochheben und eine stabile und sichere Unterlage unter den Querträger des Vorderrahmens legen
  • Zum Ausbau des Vorderrades Achsmutter und Klemmschraube der Steckachse lösen
  • Steckachse herausziehen und Rad herausnehmen

Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge

Aus- und Einbau des Hinterrades

  • Fahrzeug aufbocken
  • Gewindebolzen vom Bremsbowdenzug entfernen
  • Steckachse herausschrauben (auf der linken Fahrzeugseite)
  • Distanzstück herausnehmem
  • Rad nach links vom Hinterradantrieb ziehen
  • Zum Herausnehmen des Rades aus Hinterradkotflügel und Schwinge das Fahrzeug nach rechts neigen


Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge







Beim Einbau muß das Distanzstück exakt in seiner Arretierung sitzen und das Rad spurhaltig montiert werden.



Nachstellen der Hinterradbremse

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Am Fußbremshebel soll ein Spiel von 10-20 mm vorhanden sein.

Durch den betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel am Fußbremshebel.

Korrektur:

  • Durch Verdrehen des Gewindebolzens an der Feineinstellung (2)
  • Wenn der verfügbare Einstellbereich nicht ausreicht, dann ist eine Verstellung über die Grobeinstellung (1) erforderlich.






Wir empfehlen:

Lassen Sie dies durch eine SIMSON-Vertragswerkstatt ausführen.



Nachstellen der Vorderradbremse

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Am Handbremshebelende soll ein Spiel von 10-20 mm vorhanden sein (entspricht etwa 2 - 3 mm an der Hebelanlagefläche).

Durch den betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel am Handbremshebel.

Dies kann durch Verdrehen der Stellschraube (1) nach Lösen der Kontermutter (2) korrigiert werden. Anschließend muß die Stellschraube durch die Kontermutter wieder gesichert werden.



Einstellen der Bremslichtschalter

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Die Bremslichtschalter vorn (3) und hinten (4) werden nach Lösen der Kontermuttern durch Verdrehen so eingestellt, daß bei nicht betätigter Bremse der Betätigungsstift (6) etwas in den Schalter eingeschoben ist.

Anschließend muß der Bremslichtschalter durch die Kontermutter (5) wieder gesichert werden.

Bei richtiger Einstellung muß bei Betätigung des Hand- oder Fußbremshebels die Bremsleuchte aufleuchten, bevor die Bremse anspricht.



Einstellung der Kettenspannung

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  • Mutter am Kettenschutz (1) und die Steckachse linke Fahrzeugseite leicht lösen
  • Die Korrektur erfolgt durch Nachstellen der Mutter an den Kettenspannern (2)

Bitte achten Sie unbedingt auf ein gleichmäßiges Nachstellen auf beiden Seiten.

Überprüfen der richtigen Einstellung:

Die Kette läßt sich, bei mäßiger Kraftanwendung, aus der Normallage um ca. 10 mm nach oben und unten drücken.

Das Fahrzeug ist dabei vom Ständer zu nehmen und mit einer Person zu belasten.

Die Spur kann durch Anlegen einer geraden Latte an die Laufräder kontrolliert werden.



Federbeineinstellung*

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Die Federbeine sind entsprechend der Fahrzeugbelastung einstellbar.

Beide Federbeine müssen die gleiche Einstellstufe aufweisen (siehe Markierung am Kopfstück)!

Wenn beim Einstellen ein Hilfsschlüssel (Hakenschlüssel) benutzt wird, dann ist zu beachten, daß dabei nicht die Konterung des Kopfstückes gelöst wird.

H        Einstellung zu härterer Federung
W        Einstellung zu weicherer Federung

*typspezifische Ausstattung



Wechsel der Glühlampen

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Es dürfen nur die von uns vorgeschriebenen Glühlampenarten verwendet werden, da es sonst zum vorzeitigen Ausfall der Glühlampen oder zu Störungen in der elektrischen Anlage kommen kann.

Achten Sie hierzu auf die Kennzeichnung am Lampensockel bzw. auf dem Glaskolben.

Bremslicht / Rücklicht

  • Halteschrauben der Rücklichtkappe lösen und Kappe abnehmen
  • Defekte Glühlampe 12V - 21/5W auswechseln
  • Rücklichtkappe aufsetzen und Halteschrauben nur leicht anziehen

Blinkleuchten

  • Halteschrauben der Blinkleuchtenkappe lösen und Kappe abnehmen
  • defekte Glühlampe 12V - 21W auswechseln
  • Beim Aufsetzen der Blinkleuchtenkappe auf Sitz der Gummidichtung achten und Halteschrauben nur leicht anziehen

Anzeigeinstrument

  • Zum Auswechseln der Glühlampe muß die mit 4 Schrauben befestigte Instrumentenabdeckung abgenommen werden.
  • Nun kann das Anzeigeinstrument angehoben und die Tachowelle gelöst werden.
  • Die Glühlampen 12V - 2W lassen sich an der Unterseite aus dem Anzeigeinstrument herausziehen.

Scheinwerfer

  • Frontring des Scheinwerfers durch Lösen der Klemmschraube (1) abnehmen
  • Scheinwerfer-Haltefeder nach vorne ziehen und nach oben in das Scheinwerfergehäuse einhängen
  • Scheinwerfereinsatz herausnehmen
  • Glühlampe 12V - 35/35W oder Begrenzungsleuchte 12V - 4W auswechseln, neue Lampen beim Einsetzen mit einem sauberen Lappen anfassen, nicht mit bloßen Fingern berühren

Einstellen der Scheinwerfer

Die Scheinwerfereinstellung möglichst in einer SIMSON-Vertragswerkstatt vornehmen lassen.

Behelfsmäßige Einstellung

  • Fahrzeug mit einer Person belasten, auf ebener Fläche in 5 m Entfernung frontal zu einer Wand aufstellen (Längsachse des Fahrzeuges und senkrechte Wandebene bilden einen Winkel von 90°)
  • Bei Fahrzeugen mit verstellbaren Federbeinen, sind diese auf "weiche Federung" einzustellen






  • An der Wand die Höhe der Scheinwerfermitte vom Boden aus gemessen durch ein Kreuz markieren
  • Bei abgeblendetem Licht muß sich bei richtig eingestelltem Scheinwerfer die obere Grenze der auf der Wand erscheinenden hellen Fläche (hell-dunkel-Grenze) 5 cm unterhalb des Markierungspunktes abzeichnen
  • Einstellkorrekturen werden an der Stellschraube (2) vorgenommen


Wechsel der Sicherung

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Sicherung 5A (1)

Die Sicherung für den Batteriestromkreis befindet sich unter der Sitzbank im Bereich der Batterie.

Zum Wechseln der Sicherung muß die Kunststoffschutzhülse vom Sicherungshalter abgezogen werden. Nach dem Sicherungswechsel muß diese wieder auf den Sicherungshalter aufgeschoben werden.

Es dürfen nur die von uns vorgeschriebenen Sicherungen verwendet werden.

Ein Überbrücken mit anderen Hilfsmitteln kann zu schwerwiegenden Schäden an der elektrischen Anlage führen.

Außerdem besteht Brandgefahr.



Technische Daten

Motor, Antrieb

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Modell: 
40 km/h*
50 km/h 
60 km/h*
75 km/h 
Arbeitsverfahren
Zweitakt-Otto-Motor
1,8kW (2,45PS)
bei 4700U/min
2,4kW (3,3PS)
bei 5500U/min
2,72kW (3,7PS)
bei 5500U/min
4,1kW (5,6PS)
bei 6000U/min
3,7Nm (0,38kpm)
bei 4500U/min
4,64Nm (0,47kpm)
bei 3500U/min
5,0Nm (0,51kpm)
bei 4800U/min
6,7Nm (0,68kpm)
bei 5500U/min
Zylinderbohrung
38 mm
45 mm
Kolbenhub
44 mm
Hubraum 
49,9 cm³
70 cm³
Verdichtungsverhältnis
9,5 : 1
10,5 : 1
Vergasertyp
17/14/1108
17/15/1106
17/15/1104
17/15/1102
Schmierung
Mischungsschmierung 50:1 (100:1 mit Castrol Biolube 100)
50:1
Zündzeitpunkt
1,8 mm vor OT
1,4 mm vor OT
Zündkerze
M14-260 (Elektrodenabstand 0,4 mm)
Kühlung
Fahrtwind
Getriebe
4-Gang-Ziehkeilgetriebe, mechanisch betätigt; Füllmenge: 400cm³
Kupplung
4-Scheiben-Ölbadkupplung mit Tellerfeder
Kraftübertragung, sekundär
Einfach-Rollenkette 086-1-94
Abgasanlage
Reflexionsschalldämpfer (wahlweise mit Katalysator)
* Exportvariante


Fahrwerk

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Federung/Dämpfung
 vornTelegabel, hydraulische Wegbegrenzung
 hintenSchwinge mit zwei Federbeinen, einstellbar*, hydraulisch gedämpft
Max. Einfederungvorn/hinten130/85 mm
Bereifungvorn/hinten3.00-12
Reifendruck
 vorn/hinten125/200 kPa (1,25/2,00 kp/cm²)
 mit Sozius hinten250 kPa (2,50 kp/cm²)
Bremsenmech. betätigte Simplex-Innenbackenbremsen,
Tankinhalt6,5 l (davon 0,8 l Reverse)
Sitzplätze2
* je nach Typ und Ausstattung


Abmessungen

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Kleinster Wendekreis
4,0 m
Länge über alles
1790 mm
Breite über alles
705 mm
Höhe über alles
1190 mm


Gewichte

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SR50/1B
SR50/1C
SR50/1CE-SR80/1CE
Leergewicht
83 kg
87 kg
88,5 kg
zul. Gesamtgewicht
260 kg
Zuladung inkl. Fahrer
177 kg
173 kg
171,5 kg


Fahrdaten

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40 km/h
50 km/h
60 km/h
75 km/h
Kraftstoffverbrauch
ca. 2,2 l/100km
ca. 2,4 l/100km
ca. 2,4 l/100km
ca. 2,5 l/100km
Fahrgeräusch
71 dB (A)
72 dB (A)
75 dB (A)
75 dB (A)


Elektrische Anlage

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Zündanlage/LichtmaschineSchwunglicht-Magnetzünder 42/21 W bzw.
Schwunglicht-Elektronikzünder 42/21 W (typabhängig)
Bordnetzspannung12 V
Batteriekapazität5,5 Ah (mit Anlasser 6,5 Ah)
AnlasserGleichstrom-Motor (wahlweise)
ScheinwerferLichtaustritts-Durchmesser 136 mm
Fahrtrichtungsanzeige4-Leuchten-Blinkanlage
Signalhorn12 V, Gleichspannung
 
Lichtleistung
Scheinwerfer35/35W (Bilux) bzw. 35/35W (Halogen HS1)
Begrenzungsleuchte1 x 4 W
Blinkleuchten4 x 21 W
Bremsleuchte1 x 21 W
Rückleuchte1 x 5 W
Instrumentenbeleuchtung2 W
Fern-, Blink-, Leerlaufkontrolleje 2 W


Notizen




Index