Betriebsanleitung

Star 50

Index

Vorwort

Wir freuen uns, daß Sie sich für ein SIMSON-Erzeugnis entschieden haben und danken Ihnen für Ihr Vertrauen. Wir sind davon überzeugt, daß Sie mit dem SIMSON-Automatik Roller ein Fahrzeug mit hohem Fahr- und Bedienkomfort sowie den SIMSON-typischen Eigenschaften Robustheit und Zuverlässigkeit erworben haben, das Ihre hohen Erwartungen voll erfüllen wird.

Nehmen Sie sich Zeit zum Kennenlernen Ihres neuen Rollers. Das erhöht sowohl Ihre Sicherheit im Straßenverkehr als auch Ihre Freude am Fahren. Deshalb unsere Bitte:

Lesen Sie diese Betriebsanleitung, bevor Sie mit Ihrem neuen Fahrzeug starten. Sie erhalten wichtige Hinweise zur sachkundigen Bedienung und Handhabung Ihres Fahrzeuges sowie hilfreiche Tips zur regelmäßigen Wartung und Pflege.

Die Beachtung dieser Informationen dient zum einen der Werterhaltung und ist zum anderen in vielen Fällen eine der Voraussetzungen für Gewährleistungsansprüche.

Neben dieser Betriebsanleitung und den gegebenenfalls beigelegten Zusatzanleitungen erhalten Sie ein Serviceheft.

Dem Serviceheft entnehmen Sie bitte die Inspektions- und Wartungsintervalle, die dabei anfallenden Arbeiten und wichtige Angaben zur Gewährleistung. Durchgeführte Servicearbeiten werden im Serviceheft bestätigt. Das kann bei Gewährleistungsansprüchen wichtig sein. Legen Sie das Serviceheft deshalb stets vor, wenn Sie das Fahrzeug zu Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner bringen.

Allzeit gute Fahrt!

SIMSON MOTORRAD GmbH & Co. KG






STAR 50
SIMSON-Automatik-Roller SRA 50






Inhaltsverzeichnis

Identifizierung
    Typschild, Fahrzeug-Identifizierungsnummer
Bedienung
    Anordnung der Bedienelemente
    Instrumente
    Bedienung der Uhr
    Bedienungselemente für Licht- und Signaleinrichtungen
    Schlüssel
    Zünd-Lenkersperrschloß
    Handschuhfach
    Serviceklappe
    Sitzbankverriegelung
    Helmfach
    Verschluß für Kraftstoffbehälter
    Verschluß für Ölbehälter
    Rückspiegel
Fahr- und Betriebshinweise
    Voraussetzungen für die Benutzung
    Betriebshinweise
    Abstellen
    Einfahrhinweise
    Kraftstoff tanken
    Öl nachfüllen
    Starten des Motors und Anfahren
Hinweise zur Pflege und Wartung
    Batterie
    Reinigung
    Zeitweilige Außerbetriebsetzung
    Wiederinbetriebnahme
Hinweise zur Selbsthilfe
    Aus- und Einbau der Räder
    Kontrolle der Scheibenbremse
    Nachstellen der vorderen Trommelbremse
    Nachstellen der Hinterradbremse
    Einstellen der Bremslichtschalter für Hinterradbremse
    Aus- und Einbau der Zündkerze
    Wechsel der Glühlampen, Scheinwerfereinstellung
    Wechsel der Sicherung
Technische Daten
    Motor
    Kraftübertragung
    Elektrische Anlage
    Fahrwerk
    Abmessungen
    Gewichte
    Füllmengen
    Fahrdaten





Warnhinweise



VORSICHT

Warnung vor möglichen Unfall- und Verletzungsgefahren


ACHTUNG

Warnung vor möglichen technischen Schäden


Warnung vor möglicher Umweltgefährdung





Identifizierung

Typschild, Fahrzeug-Identifizierungsnummer

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Das Typschild (1) ist hinter dem Handschuhfach auf der rechten Seite der Frontverkleidung angebracht. Es ist nach Abnehmen des Handschuhfaches sichtbar.

ie Fahrzeug-Identifizierungsnummer befindet sich auf dem Typschild und ist zusätzlich auf dem Querträger (2) zwischen den Rahmenrohren unter der Serviceklappe eingeprägt.





Achten Sie bitte beim Erwerb des Rollers auf die Übereinstimmung der Identifizierungsnummer am Fahrzeug mit der in der Betriebserlaubnis.

Hinweise zum Öffnen und Abnehmen des Handschuhfachs und der Serviceklappe finden Sie auf Seite 11.



Bedienung

Anordnung der Bedienelemente

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  1. Handbremshebel
  2. Gasdrehgriff
  3. Anlassertaster
  4. Zünd-Lenkersperrschloß
  5. Handschuhfach
  6. Instrumente
  7. Bedienelemente für Licht- und Signaleinrichtungen


  1. Serviceklappe
  2. Fußbremshebel
  3. Sitzbankverriegelung
  4. Kickstarterhebel


Instrumente

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  1. Kraftstoffanzeige
  2. Ölstandskontrolle (rot)
  3. Blinkkontrolle rechts (grün)
  4. Uhr und Datumanzeige
  5. Kilometerzähler
  6. Tachometer
  7. Blinkkontrolle links (grün)
  8. Fernlichtkontrolle (blau)


Bedienung der Uhr

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Durch Drücken der Taste (1) wird zwischen Datum, Uhrzeit- und Sekundenanzeige umgeschaltet. Die Anzeige des Datums wechselt nach etwa 1 Sekunde automatisch wieder zur Uhrzeitangabe.

Einstellen des Datums und der Uhrzeit

  • Taste (2) zweimal drücken
  • Durch Drücken der Taste (1) den Monat einstellen
  • Durch wiederholtes Drücken der Taste (2) nacheinander Tag, Stunde und Minute einstellen
  • Zur sekundengenauen Einstellung der Uhrzeit durch zweimaliges Drücken der Taste (1) auf Sekundenanzeige umschalten.
  • Wird nun die Taste (2) gedrückt, springt die Sekundenanzeige auf -00-.


Das Auswechseln der Uhrenbatterie lassen Sie bitte von Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner durchführen.



Bedienelemente für Licht- und Signaleinrichtungen

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  1. Kippschalter für Abblend- / Fernlicht
    1. Auf "LO" drücken: Abblendlicht
    2. Auf "HI" drücken: Fernlicht
  2. Kipp-/Druckschalter für Fahrtrichtungsanzeiger
    1. Betätigung nach "<--": links blinken
    2. Betätigung nach "-->": rechts blinken
      Wird der Schalter nur leicht nach "<--" oder "-->" gedrückt, leuchten die Fahrtrichtungsanzeiger beim Loslassen weiter.
    3. Durch Drücken des Schalters in seiner Mittelstellung in Fahrtrichtung werden die Fahrtrichtungsanzeiger ausgeschaltet.
  3. Taster für Signalhorn
    Das Signalhorn wird durch Druck auf den Taster betätigt.


Schlüssel

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Zünd-Lenkersperrschloß, Sitzbankverriegelung, Handschuhfach- und Serviceklappenschloß werden mit einem Schlüssel bedient.

Das Fahrzeug wird mit Schlüssel und Ersatzschlüssel geliefert (1). An der Schlüsselverbindung befindet sich eine Plakette (2) mit der Schlüsselnummer.

Bewahren Sie bitte den Ersatzschlüssel und die Plakette getrennt vom Fahrzeug auf.



Zünd-Lenkersperrschloß

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Fahrzeug entriegelt

  1. Zündung und Licht ausgeschaltet
    Schlüssel kann abgezogen werden
  2. Zündung und Licht eingeschaltet
    (Betriebsstellung)

Im entriegelten Zustand ist der Roller nicht gegen Diebstahl gesichert!

Fahrzeug verriegelt

  1. Zündung und Licht ausgeschaltet; Lenker gesperrt
    Schlüssel kann abgezogen werden


So wird verriegelt:

  • Schalter in Stellung (1) bringen
  • Lenker nach rechts einschlagen
  • den Schlüssel kurz in Richtung Schloß drücken
  • Schalter in Stellung (3) drehen


Die Entriegelung erfolgt durch Zurückdrehen des Schalters in Stellung (1), zum Starten weiter in Stellung (2). Ein Durchdrehen des Schalters aus der Betriebsstellung (2) in die verriegelte Stellung (3) ist nicht möglich!

Bei den nachstehend aufgeführten verschließbaren Fächern ist zu beachten, daß sie sich nicht für die Aufbewahrung von Wertsachen eignen, da sie keinen Schutz gegen Diebstahl durch gewaltsames Öffnen bieten.



Handschuhfach

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Das Handschuhfach ist aufklappbar und abnehmbar. Es wird mittels Zylinderschloß (1) verriegelt.

  • Zum Entriegeln und Aufklappen Schlüssel einführen, entgegen Uhrzeigersinn drehen, Deckel nach hinten klappen; Schlüssel geht selbständig in Ausgangsstellung zurück.
  • Zum Abnehmen die Halter (2) nach innen drücken, Handschuhfach weiter öffnen und herausnehmen.
  • Das Einsetzen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
  • Zum Verriegeln Schloß in Fahrtrichtung drücken, bis das Schloß einrastet.


Serviceklappe

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Die Serviceklappe ist abnehmbar und wird mittels Zylinderschloß (1) verriegelt.



  • Zum Entriegeln Schlüssel einführen, entgegen Uhrzeigersinn drehen, Serviceklappe hinten anheben und nach hinten-oben abnehmen; Schlüssel geht selbsttätig in Ausgangsstellung zurück.
  • Zum Verriegeln Serviceklappe nach oben in die vordere Halterung (2) einsetzen und nach unten drücken, bis das Schloß einrastet.


Sitzbankverriegelung

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Die Sitzbank kann nach vorn aufgeklappt werden. Sie wird mittels Zylinderschloß (1) verriegelt.



  • Zum Entriegeln Schlüssel einführen, im Uhrzeigersinn drehen; Sitzbank beim Aufklappen vorn etwas anheben, damit sie frei über die obere Kante der Abdeckung für den Heckträger (2) schwingen kann; Schlüssel geht selbsttätig in Ausgangsstellung zurück.
  • Zum Verriegeln Sitzbank nach unten drücken, bis das Schloß einrastet.


Unter der Sitzbank befinden sich der Kraftstoffbehälter mit Füllstandgeber und der Ölbehälter.



Helmfach

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  1. Helmschale, ausreichend für die Unterbringung eines Integralhelmes
  2. Helmfachbeleuchtung
  3. Raum für Bordwerkzeug

Verschluß für Kraftstoffbehälter

  1. Zum Öffnen entgegen Uhrzeigersinn drehen
    Zum Schließen im Uhrzeigersinn drehen

Verschluß für Ölbehälter

  1. Zum Öffnen entgegen Uhrzeigersinn drehen
    Zum Schließen im Uhrzeigersinn drehen

Rückspiegel

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Die Rückspiegel müssen vor Antritt der Fahrt so eingestellt werden, daß eine ausreichende Sicht nach hinten gewährleistet ist.

Die Einstellung erfolgt über das Kugelgelenk (1) durch horizontales und vertikales Kippen des Spiegels.

Reicht der Einstellbereich nicht aus, läßt sich zur Grobausrichtung die Kontermutter unter dem Faltenbalg (2) lösen und der Spiegel im Lenkergewinde in die erforderliche Stellung schwenken. Danach muß die Kontermutter wieder festgezogen werden.



Fahr- und Betriebshinweise

Voraussetzungen für die Benutzung

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  • Berechtigung zum Führen dieses Fahrzeuges gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen
  • Überprüfen der Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeugs vor Fahrtantritt


Betriebshinweise

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VORSICHT

Beim Betreiben des Motors in geschlossenen Räumen besteht Vergiftungsgefahr.



Abstellen

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Ihr Roller ist mit einem Zentralständer ausgestattet.

VORSICHT

Stellen Sie das Fahrzeug stets auf festem Untergrund ab. An Steigungen muß das Fahrzeug in Fahrtrichtung zur Steigung auf dem Ständer abgestellt werden.



Einfahrhinweise

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Während der ersten 500 km sollten Sie nur ¾ der Höchstgeschwindigkeit ausnutzen und Fahren mit Vollgas, Vollast und Soziusbetrieb vermeiden.

Wechseln Sie dabei öfter die Geschwindigkeit.

Dieses Einfahren dient der Angleichung der Oberflächen sich zueinander bewegender Teile, vor allem Zylinder und Kolben.



Kraftstoff tanken

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Der Kraftstoffbehälter besitzt ein Fassungsvermögen von 10,5 Litern.

Tanken Sie nur Super bleifrei.

ACHTUNG       

Verwenden Sie grundsätzlich Kraftstoff ohne Ölzusatz. Das Öl wird dem Motor separat zugeführt. Zusätzliches Öl im Kraftstoff schadet der Umwelt, belastet Ihren Geldbeutel und führt zu Motorschäden durch übermäßigen Ölkohleansatz.

Die Verwendung von verbleitem Kraftstoff ist umweltschädlich und führt bei Fahrzeugen mit Abgaskatalysator zu dessen Zerstörung.

VORSICHT

Beim Umgang mit Kraftstoff besteht Explosions- und Brandgefahr.

Beachten Sie bitte die entsprechenden Bestimmungen!

ACHTUNG

Wenn sich der Zeiger der Kraftstoffanzeige am Beginn des roten Bereiches befindet, haben Sie noch Kraftstoff für eine Fahrstrecke von ca. 80 km im Kraftstoffbehälter. Sie sollten bald nachtanken!



Öl nachfüllen

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Der Behälter hat ein Fassungsvermögen von 1,4 Litern. Bitte füllen Sie den Ölbehälter mit Zweitaktmotorenöl. Folgende Ölsorten sind zugelassen:

    AGIP - 27 city
    Castrol - TTS
    Q8 - RSTT - moto

Sie können mit dem Inhalt des Ölbehälters ca. 1500 km fahren. Die Reichweite ist abhängig von der Fahrweise. Kontrollieren Sie bitte bei jedem Tanken den Ölvorrat im Ölbehälter und füllen Sie gegebenenfalls Öl nach.

ACHTUNG

Wenn die rote Kontrolleuchte im Kombi-Instrument leuchtet, können Sie noch ca. 50 km fahren, dann müssen Sie unbedingt Öl nachfüllen! Sollten Sie dies versäumen, sind schwere Schäden am Motor Ihres Rollers die Folge!

Beim Nachfüllen darf kein Öl in die Kanalisation oder das Erdreich gelkangen!

ACHTUNG

Falls der Ölbehälter vollständig entleert ist oder die Ölzufuhr unterbrochen wurde, entstehen Lufteinschlüsse im Ölzufuhrsystem. Bevor Sie Ihren Roller wieder benutzen, müssen erst die Lufteinschlüsse beseitigt werden. Das geschieht folgendermaßen:

  • Zugang zur Ölpumpe herstellen (Sitzbank öffnen, Helmfachbeleuchtung abklemmen, 4 Befestigungsschrauben der Helmschale herausdrehen, Helmschale nach oben herausziehen)
  • Ölbehälter auffüllen
  • Kraftstofftank mittels Handpumpe entleeren

VORSICHT

Kraftstoff ist giftig! Nicht mit dem Mund absaugen!

  • 2-3 Liter Zweitaktgemisch 1:50 einfüllen
  • Motor starten und im Leerlauf drehen lassen




  • Die Abschlußschraube (1) an der Ölpumpe lösen und erst wieder anziehen, wenn der austretende Ölstrom durchgehend blasenfrei ist.


Sie sollten mit dem im Tank befindlichen Gemisch noch mindestens 20 km weiterfahren, bevor Sie wieder Kraftstoff ohne Ölzusatz tanken.

Wir empfehlen Ihnen, zur Durchführung dieser Arbeiten den Roller zu Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner zu bringen.

Der Transport darf keinesfalls mit laufendem Motor erfolgen!



Starten des Motors und Anfahren

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Die Bedienung eines Kraftstoffhahnes ist nicht erforderlich, da das Kraftstoffventil automatisch arbeitet.

Der Startvorgang läuft folgendermaßen ab:



Sollte der Motor Ihres Rollers 5 Sekunden nach Betätigung des Anlassertasters nicht angesprungen sein, unterbrechen Sie bitte den Startvorgang für 10 Sekunden und betätigen Sie danach den Anlassertaster erneut. Ist der Motor nach drei Starversuchen nicht angesprungen, kann eine unzureichend geladene Batterie die Ursache sein. In diesem Fall läßt sich der Motor Ihres Rollers mit dem Kickstarter in Betrieb setzen (siehe "Anordnung der Bedienelemente", Seite 7).

Dazu müssen Sie den Roller auf den Ständer stellen und den Kickstarterhebel kräftig nach unten treten, bis der Motor anspringt.



VORSICHT

Dann nehmen Sie den Roller vom Ständer. Geben Sie aber keinesfalls Gas, sondern ziehen Sie bitte etwas die vordere Bremse, damit sich Ihr Roller nicht ungewollt in Bewegung setzt.

Erst wenn Sie auf dem Fahrzeug sitzen, können Sie die Bremse loslassen und vorsichtig Gas geben.



Hinweise zur Pflege und Wartung

Batterie

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ACHTUNG

Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit und zur Vermeidung von Schäden in der elektrischen Anlage darf das Fahrzeug nur mit ausreichend geladener Batterie betrieben werden.

Die Batterie befindet sich in Fahrzeugmitte zwischen den Rahmenrohren und ist nach Abnahme der Serviceklappe (siehe "Anordnung der Bedienelemente", Seite 7) zugänglich.

Die Prüfung der Funktionsfähigkeit der Batterie sollte im vorgeschriebenen Turnus (siehe Serviceheft) von einem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner vorgenommen werden, ebenso ein eventuell notwendiger Wechsel der Batterie.

Falls Sie die Batterie selbst warten bzw. austauschen möchten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Sie können die Batterie erst herausnehmen, wenn Sie den Sicherungsträger mit Sicherung nach oben vom Halter am Rahmen abgezogen haben.

Ausbau der Batterie:

    Erst Minuspol, dann Pluspol abklemmen

Einbau der Batterie:

    Erst Pluspol, dann Minuspol anklemmen
    Braunes Kabel an Minuspol!


Reinigung

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Zur Reinigung des Fahrzeuges empfehlen wir Wasser und Schwamm. Dem Wasser sollte eine geringe Dosis eines milden Reinigungsmittels beigefügt werden. Zur Reinigung des Motors kann ein handelsübliches Motorreinigungsmittel verwendet werden.



Beachten Sie bitte die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz des Grundwassers und der Umwelt!



ACHTUNG

Bei Verwenung eines Hochdruckreinigers ist der Wasserstrahl nicht direkt auf Lagerstellen, Bremsen und elektrische Bauteile zu richten, da dies zur Beeinträchtigung der Fahr- und Funktionssicherheit, zu Beschädigungen und Korrosion führen kann.



Zeitweilige Außerbetriebsetzung

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Beachten Sie bitte folgende Ratschläge, wenn Sie Ihr Fahrzeug für längere Zeit außer Betrieb setzen:

  • Fahrzeug gründlich von Staub und Schmutz reinigen
  • Alle blanken, nicht lackierten Teile mit säurefreiem Fett einfetten
  • Alle lackierten Teile mit Lackpflegemittel behandeln
  • Batterie abklemmen (Reihenfolge: erst Minus-, dann Pluspol!)
  • Reifen auf vorgeschriebenen Druck für Soziusbetrieb füllen (siehe Füllmengen, Seite 36)
  • Fahrzeug in einen trockenen Raum auf dem Ständer abstellen
  • Alle 3 bis 4 Wochen mehrmals den Kickstarter langsam durchtreten
  • Batterie alle 4 bis 6 Wochen nachladen


ACHTUNG

Keinesfalls den Motor des abgestellten Fahrzeuges kurzzeitig laufen lassen, da er dabei nicht ausreichend warm wird. Der beim Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf kondensiert und kann zu Korrosion im Motor führen.



Wiederinbetriebnahme

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  • Batterie anklemmen (Reihenfolge: zuerst Plus-, dann Minuspol!)
  • Reifendruck prüfen
  • Fahrzeug vom Ständer nehmen, Motor starten und langsam anfahren, während der ersten Meter Fahrstrecke Vorder- und Hinterradbremse betätigen, um eventuell vorhandenen Flugrost zu beseitigen und damit eine sichere Bremsenfunktion zu erreichen


Nach längerer Außerbetriebsetzung des Fahrzeuges ist es besonders wichtig, vor Antritt der ersten Fahrt die Beleuchtungs- und Signaleinrichtungen zu überprüfen!



Hinweise zur Selbsthilfe

Aus- und Einbau der Räder

Vorderrad aus- und einbauen

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VORSICHT



Das auf dem Ständer abgestellte Fahrzeug steht immer auf dem Vorderrad. Heben Sie deshalb Ihren Roller vorn etwas an und schieben Sie unter die Frontverkleidung eine stabile Unterlage (Oberteil der Unterlage möglichst aus Holz, oder ein Tuch zwischen Unterlage und Fahrzeug legen). Bringen Sie die Unterlage nicht in den Bereich der unteren Spritzblende, da diese zerstört werden könnte.

Jetzt kann der Radausbau durchgeführt werden:

  • Achsmutter (1) entfernen
  • Klemmschraube (2) der Steckachse lösen
  • Steckachse (3) herausziehen, Rad herausnehmen


ACHTUNG



Beim Einbau ist darauf zu achten, daß nach Einsetzen des Rades und Einschieben der Steckachse zuerst die Achsmutter (1) festgezogen werden muß.

Federn Sie danach die Teleskopgabel bei gezogener Handbremse mehrmals kräftig ein. Dadurch wird ein Verspannen der Gabel ausgeschlossen.

Erst dann kann die Klemmschraube (2) der Steckachse festgezogen werden. Danach ist der Festsitz der Achsmutter (1) nochmals zu prüfen.



Fahrzeuge mit Trommelbremse:

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Vergessen Sie beim Einsetzen der Steckachse nicht den Tachoantrieb (4) zwischen dem Deckel zur Radnabe und dem linken Gleitrohr.

Beim Anziehen der Achsmutter muß der Handbremshebel in Bremsstellung gehalten werden.



Fahrzeuge mit Scheibenbremse:

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Betätigen Sie bei ausgebautem Rad nicht den Handbremshebel, denn damit schließen sich die Bremsklötze. Ist dies bereits geschehen, drücken Sie die Bremsklötze vorsichtig in die Ausgangslage zurück, ohne dabei die Bremsbeläge zu beschädigen.

Legen Sie das ausgebaute Rad bitte nicht auf die Seite der Bremsscheibe, damit diese nicht beschädigt wird.

Vergessen Sie beim Einsetzen der Steckachse nicht den Tachoantrieb (4) zwischen dem Deckel zur Radnabe und linkem Gleitrohr sowie das Distanzstück (5) zwischen Nabe und rechtem Gleitrohr.



Hinterrad aus- und einbauen

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Das Hinterrad kann aus- und eingebaut werden, wenn das Fahrzeug auf dem Ständer steht. Zuvor muß der Auspuff abgebaut werden.



VORSICHT



Im Fahrbetrieb wird der Auspuff heiß. Beginnen Sie erst mit der Arbeit, wenn der Auspuff abgekühlt ist!





  • Flanschverbindung Auspuff/Auspuffrohr (1) trennen; dazu zwei Sechskantschrauben M 6 mit Muttern entfernen
  • obere Auspuffaufhängung (2) lösen; 1 Schraube herausdrehen
  • Auspuff vom Motor trennen; zwei Schrauben (3) mit Inbusschlüssel 8 mm herausdrehen und Auspuff abnehmen


Jetzt kann das Rad ausgebaut werden:





  • Kunststoffkappe (4) und zentrale Radmutter (5) entfernen
  • Rad nach rechts abnehmen; dabei den Kunststoffkotflügel etwas nach außen drücken


Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.



Kontrolle der Scheibenbremse

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VORSICHT



Der Bremsflüssigkeitsspiegel im Vorratsbehälter (1) muß im Bereich Mitte bis Oberkante Schauglas (2) liegen, andernfalls wird die Wirksamkeit der Bremse beeinträchtigt.

  • Liegt der Flüssigkeitsspiegel unter Mitte Schauglas, müssen Sie umgehend Bremsflüssigkeit nachfüllen
  • Beim Schließen des Vorratsbehälters ist auf exaktes Einlegen des Hermetikbalges zu achten
  • Empfohlene Bremsflüssigkeit:
    DOT 4 Castrol Disc Brake Fluid
    Sie ist mischbar mit Bremsflüssigkeiten der gleichen DOT-Spezifikation


VORSICHT



Fühlt sich die Bremse beim Betätigen "schwammig" an, bemerken Sie einen Druckverlust oder bei mehrmaligem Betätigen einen "Aufpumpeffekt", liegt ein Fehler im Bremssystem vor.

In diesem Fall ist das Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher und muß umgehend zu Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner gebracht werden.

Sie dürfen das Fahrzeug erst wieder benutzen, wenn der Mangel behoben ist.

Die Überprüfung der Bremsbeläge erfolgt turnusmäßig im Rahmen der Inspektions- und Wartungsarbeiten durch Ihren SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner (siehe Serviceheft).

Die Bremsklötze müssen durch neue ersetzt werden, wenn die Bremsbeläge sich bis auf eine Mindestdicke von 1,5 mm abgenutzt haben.

Bitte überlassen Sie alle Arbeiten an der Scheibenbremsanlage Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner.



Nachstellen der vorderen Trommelbremse

nächster Abschnitt ; Index

Zunächst drehen Sie die Rückspiegel nach Lösen der Kontermutter unter dem Faltenbalg (siehe Seite 13) aus ihrem Gewinde. Dann nehmen Sie das Scheinwerfergehäuseoberteil ab, nachdem Sie zwei Schrauben neben den Fahrtrichtungsanzeigern nach unten und zwei Schrauben neben dem Kombi-Instrument nach hinten herausgedreht haben.

An der Hebelanlagefläche soll ein Spiel von 2-3 mm vorhanden sein (entspricht etwa 10-20 mm am Handbremshebelende).

Durch den betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel. Dieses kann durch Verdrehen der Stellschraube (2) nach Lösen der Kontermutter (1) korrigiert werden. Anschließend muß die Stellschraube durch die Kontermutter wieder gesichert werden.

Die Bremsbacken dürfen nach der Einstellung nicht an der Bremstrommel anliegen (Schleifgeräusch!).

Danach werden das Scheinwerfergehäuseoberteil und die Spiegel wieder angebaut.

Sollte der verfügbare Einstellbereich nicht ausreichen, ist eine Korrektur durch Versetzen des Bremshebels auf der verzahnten Bremswelle möglich.

Wir empfehlen, diese Arbeit durch einen SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner ausführen zu lassen.







Nachstellen der Hinterradbremse

nächster Abschnitt ; Index

Am Fußbremshebel soll ein Spiel von 10-20 mm vorhanden sein. Durch betriebsbedingten Verschleiß der Bremsbeläge vergrößert sich das Spiel. Die Korrektur erfolgt durch Verdrehen der Bremsstellmutter an der Feineinstellung (1).

Die Bremsbacken dürfen nach der Einstellung nicht an der Bremstrommel anliegen (Schleifgeräusch!).

Reicht der verfügbare Einstellbereich nicht aus, ist eine Korrektur durch Versetzen des Bremshebels auf der verzahnten Bremswelle möglich.

Wir empfehlen, diese Arbeit durch einen SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner ausführen zu lassen.







Einstellen des Bremslichtschalters für Hinterradbremse

nächster Abschnitt ; Index

Diese Arbeiten sollten Sie Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner überlassen.

Wollen Sie die Einstellung selbst vornehmen, müssen Sie zuerst die Zugänglichkeit zum Bremslichtschalter herstellen. Gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Serviceklappe (1) abnehmen (siehe Seite 11)
  • Trittplatte (2) des Fußbremshebels demontieren; dazu Kontermutter M 8 (3) lösen und Trittplatte herausdrehen
  • Gummiplatte (4) der Fußauflage nach oben abziehen
  • untere Spritzblende (5) auf der rechten Seite und vorn lösen; 4 Schrauben herausdrehen
  • Verbindung Schweller (6) / Frontverkleidung (7) lösen; 1 Schraube herausdrehen
  • alle 7 Befestigungsschrauben der rechten Mittelabdeckung (8) herausdrehen
  • rechte Mittelabdeckung und Schweller abnehmen






Danach kann die Einstellung durchgeführt werden:





Der Bremsiichtschalter für die hintere Bremse (1) wird durch den Fußbremshebel (2) betätigt und kann nach Lösen der Kontermutter (3) durch Verdrehen so eingestellt werden, daß bei nicht betätigter Bremse der Betätigungsstift (4) etwas in den Schalter eingeschoben ist. Anschließend muß der Bremslichtschalter durch die Kontermutter wieder gesichert werden.

Die Einstellung ist richtig, wenn beim Betätigen des Fußbremshebels das Bremslicht aufleuchtet, ehe die Bremse anspricht.

Bei leichtem, unbeabsichtigtem Berühren des Bremshebels darf das Bremslicht nicht aufleuchten.

Die abgebauten Teile werden in umgekehrter Reihenfolge wieder montiert.



Aus- und Einbau der Zündkerze

nächster Abschnitt ; Index

VORSICHT



Im Fahrbetrieb wird die Zündkerze heiß. Beginnen Sie mit der Arbeit erst, wenn der Motor abgekühlt ist!

Zunächst müssen Sie die Zugänglichkeit zur Zündkerze herstellen:

  • Serviceklappe (1) abnehmen
  • 2 Schrauben der Abdeckung für den Heckträger (2) herausdrehen
  • je 1 Schraube für rechte und linke Mittelabdeckung (3) herausdrehen
  • rechte und linke Mittelabdeckung hinten etwas nach außen drücken
  • Sitzbank vorn anheben
  • Abdeckung für den Heckträger hinten anheben und nach vorn-oben abnehmen






Jetzt können Sie den Kerzenstecker (4) abziehen und die Zündkerze herausdrehen.

Die Montage geschieht in umgekehrter Reihenfolge.

Die Zündkerze sollte nach 7000 km durch eine neue ersetzt werden. Folgende Zündkerzen sind zugelassen:

  • Bosch WR 7 BC
  • NGK BPR 6 HS
  • Champion RL 87 YC
  • Nippon Denso W20 FPR U






Wechsel der Glühlampen, Scheinwerfereinstellung

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ACHTUNG



Es dürfen nur die vorgeschriebenen Glühlampenarten verwendet werden, da es sonst zum vorzeitigen Ausfall der Lampen oder zu Störungen in der elektrischen Anlage kommen kann.

Achten Sie bitte auf die Kennzeichnung am Lampensockel oder auf dem Glaskolben.



Scheinwerfer / vordere Fahrtrichtungsanzeiger

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  • Rückspiegel nach Lösen der Kontermutter unter dem Faltenbalg (1) aus ihrem Gewinde drehen
  • Scheinwerfergehäuseoberteil (2) abnehmen (dazu zwei Schrauben neben den Fahrtrichtungsanzeigern nach unten und zwei Schrauben neben dem Kombi-Instrument nach hinten herausdrehen)

Um die Streuscheibe des Scheinwerfers (3) abnehmen zu können, müssen die beiden gelben Lichtaustrittsscheiben der Fahrtrichtungsanzeiger (4) entfernt werden.

  • Kreuzschlitzschrauben der Fahrtrichtungsanzeiger herausdrehen
  • Lichtaustrittsscheiben (4) und Streuscheibe (3) abnehmen (dazu die Enden des Scheinwerfergehäuseunterteiles leicht nach außen drücken)
  • Glühlampen für Haupt-/Abblendlicht und Fahrtrichtungsanzeiger wechseln
    Entnehmen: Lampe hineindrücken, bis zum Anschlag nach links drehen und herausnehmen
    Einsetzen: Lampe hineindrücken und bis zum Anschlag nach rechts drehen
  • Streuscheibe aufsetzen
  • Lichtaustrittsscheiben der Fahrtrichtungsanzeiger außen einhaken und Kreuzzschlitzschrauben hineindrehen
  • Scheinwerfergehäuse und Spiegel montieren






Scheinwerfereinstellung

nächster Abschnitt ; Index

Die Scheinwerfereinstellung erfolgt durch Drehen der Kreuzschlitzschraube (5) unterhalb des Scheinwerfers (Bild auf Seite 29)

  • Drehen nach rechts: Verkürzung der Ausstrahlung
  • Drehen nach links: Erweiterung der Ausstrahlung


Die Überprüfung und korrekte Einstellung des Scheinwerfers sollten Sie Ihrem SIMSON-Vertriebs- und Servicepartner überlassen.



Brems-Schlußleuchte / hintere Fahrtrichtungsanzeiger

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Um die beiden gelben Lichtaustrittsscheiben der Fahrtrichtungsanzeiger (1) abnehmen zu können, muß die rote Lichtaustrittsscheibe der Brems-Schlußleuchte (2) entfernt werden.

  • Kreuzschlitzschrauben an der Brems-Schlußleuchte herausdrehen
  • Lichtaustrittsscheiben der Brems-Schlußleuchte und der Fahrtrichtungsanzeiger abnehmen
  • Zweifadenlampe für Brems- und Schlußlicht und Glühlampen für Fahrtrichtungsanzeiger wechseln
    Entnehmen: Lampe hineindrücken, bis zum Anschlag nach links drehen und herausnehmen
    Einsetzen: Lampe hineindrücken und bis zum Anschlag nach rechts drehen
  • Lichtaustrittsscheiben der Fahrtrichtungsanzeiger aufsetzen (außen einhaken)
  • Lichtaustrittsscheibe der Brems-Schlußleuchte aufsetzen und Kreuzschlitzschrauben hineindrehen


Kontrolleuchten

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  • Rückspiegel nach Lösen der Kontermutter unter dem Faltenbalg (1) aus ihrem Gewinde drehen
  • Oberteil des Scheinwerfergehäuses (2) abnehmen; dazu zwei Schrauben neben den Fahrtrichtungsanzeigern nach unten und zwei Schrauben seitlich des Kombi-Instrumentes nach hinten herausdrehen
  • Sockel mit Glühlampe (3) nach links drehen und aus dem Kombi-Instrument nach unten herausnehmen (ggf. mit Hilfe einer geeigneten kleinen Zange)
  • Sockel mit Glühlampe in das Kombi-Instrument einschieben und bis zum Anschlag nach rechts drehen
  • Scheinwerfergehäuseoberteil und Spiegel montieren






Helmfachbeleuchtung

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Die Lampe mit der Soffitte befindet sich rechts oben im Helmfach unter der Sitzbank.

  • Sitzbank nach oben klappen
  • Soffitte (1) zwischen Helmschale (2) und hinterer Abdeckung (3) herausnehmen
  • neue Soffitte einsetzen

Sie können auch die gesamte Helmfachleuchte von außen in das Helmfach hineindrücken und so die Soffitte bequem wechseln. Mit leichtem Druck rasten Sie die Helmfachleuchte wieder in die Helmschale ein.



Wechsel der Sicherung

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Die Sicherung befindet sich im Sockel unter der Serviceklappe vor der Batterie

  • Serviceklappe (1) abnehmen
  • Schutzkappe (2) abziehen
  • Flachsicherung (3) herausziehen
  • neue Sicherung einsetzen
  • Schutzkappe aufstecken
  • Serviceklappe schließen

ACHTUNG

VORSICHT



Es dürfen nur die vorgeschriebenen Sicherungen (7,5 A) verwendet werden!

Ein Überbrücken mit anderen Hilfsmitteln kann zu schwerwiegenden Schäden an der elektrischen Anlage führen.

Außerdem besteht Brandgefahr!



Technische Daten

Motor

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MotortypMorini FM 50 D
ArbeitsverfahrenZweitakt-Otto-Motor
Höchstleistung
bei Drehzahl
2,78 kW
6000 U/min
Max. Drehmoment
bei Drehzahl
3,72 Nm
6000 U/min
Zylinderbohrung41,0 mm
Kolbenhub37,4 mm
Hubraum49,4 cm³
Verdichtungsverhältnis10,5:1
SchmierungGetrenntschmierung
KühlungLuft (Gebläse)
VergasertypDell'Orto PHVA 12
Zündungelektronische Magnetzündanlage
Zündzeitpunkt20 Grd v.O.T.
Zündkerze


Bosch WR 7 BC oder
NGK BPR 6 HS oder
Champion RL 87 YC oder
Nippon Denso W20 FPR U
Elektrodenabstand0,7 mm
SchalldämpferReflexions-/Absorptionsschalldämpfer mit Katalysator


Kraftübertragung

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KupplungTrockenkopplung (automatisch)
Kraftübertragung
primärstufenlose Keilriemenautomatik
sekundärZahnräder (zwei Stufen)
Übersetzung
primär2,817 bis 0,866
sekundär12,876


Elektrische Anlage

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LichtmaschineIDM, 12 V, 80 W
Bordnetzspannung12 V
Batteriekapazität6,5 Ah
Scheinwerferkombiniert mit vorderen Fahrtrichtungsanzeigern
AnlasserElektrostarter
Lichtleistungen
   Scheinwerfer35/35 W (Bilux)
   Fahrtrichtungsanzeiger
   vorn
   hinten
 
2x10W
2x10W
   Brems-Schlußleuchte21/5 W
   Helmfachbeleuchtung3W
   Tachobeleuchtung1,2 W
   Kontrolleuchten für
   Fernlicht, Blinklicht
   und Ölstand
1,2 W
Sicherung7,5 A


Fahrwerk

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Anzahl der Sitzplätze2
RahmenbauartDoppelrohrrahmen mit Integralheckträger
Federung
vornTeleskopgabel
hintenTriebsatzschwinge mit Zentralfederbein und Hebelsystem
Max. Einfederung
vorn130 mm
hinten110mm
Schwingungsdämpfer
vornhydraulisch oder hydraulische Wegbegrenzung
hintenhydraulisch
Bereifung
vorn90/90-12
hinten90/90-12
Bremse
vornScheibenbremse (wahlweise Trommelbremse)
hintenTrommelbremse


Abmessungen

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Länge1760 mm
Breite
 
650 mm
(820 mm mit Spiegel)
Höhe
 
1080 mm
(1290 mm mit Spiegel)
Radstand1255 mm


Gewichte

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Leermasse93 kg
Zulässige Gesamtmasse270 kg
Nutzmasse177 kg
Zulässige Belastung für Topcase5 kg


Füllmengen

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Kraftstoffbehälterinhalt10,5 l
Ölbehälterinhalt1,4 l
Telegabel (je Holm)
   mit Trommelbremse40 ml
   mit Scheibenbremse120 ml
(Lebensendfüllung)
Sekundärantrieb90 ml
Luftdruck der Bereifung
vorn125 kPa
hinten (Solo)200 kPa
hinten (mit Sozius)250 kPa


Fahrdaten

Index

Maximalgeschwindigkeit50 km/h
Kraftstoffverbrauch3 l/100 km
Außengeräusch72 dB (A)


Index